close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber die Mittel Butterverflschungen zu erkennen.

код для вставкиСкачать
Mittel, Butterverfalschnngen zu erkennen.
53
Schwefelsaure entfernt, indem man vermeidet, einen Ueberschuss
dnvon anzuwenden; nach der Neutralisation wird destillirt uncl
schliesslich der letzte Rest des Alkohols in freier Luft verjagt;
hierauf wird die erkaltete und filtrirte Fliissigkeit mit Tannin
behandelt , indem man durch behutsames Zufiigen von einer schwachen
Natriumcarbonatlijsung dafiir sorgt , dass die Flussigkeit neutral bleibt.
Das Convalkmarintannat fallt nieder. Es wircl ausgewaschen, in
Alkohol von 60° geliist, die Liisung mit Kohle entf&bt und durch
Zinkoxyd zersetzt. Man filtrirt alsdann, verdampft zur Trockne und
erhalt so das Convallamarin fast weiss und von ahnlichem Aussehen
wie das Digitalin. Um es ganz frei von Salzen zu erhalten, die
bisweilen durch den Niederschlag des Tannates mit fortgerissen werden, ist es gut, es wieder in Alkohol von 90° zu h e n , zu filtriren
und abzudampfen. Dieses Verfahren ergab dem Verf. bei Convallaria,
die in. den ersten Tagen des August 1882 gesammelt worden war,
eine Ausbeute von 2 g. Convallamarin per Kilogramm der frischen
Pflanze.
Die Darstellung von Convallamarin bietet so keine Schwierigkeit. Wenn die Maiblume dem Arzneischatze erhalten bleibt , durfte
ihr wirksames Princip, das Convallamarin, von allen denjenigen der
Pflanze selbst substituirt werden, die sich von den Unzutraglichkeiten freimachen wollen, welche die ungleiche Vertheilung des
Convallamarins in den verschiedenen Theilen : Bliithen, B1Sitter und
Wurzeln sowie seiner Veranderlichkeit nach der Sammelzeit und
seiner mehr oder minder grossen Vednderung in den Extracten,
mit sich bringen. fJouraaZ de Pharmacie et de Chimie. Serie 5.
Tome l?L pag. 355. Bull. gen. do therap. 82.)
C. Kr.
Uebrr die Mittel ButterverfAlschungen zu crkennen,
bringt Professor E. S c h m i t t eine grijssere Abhandlung, aus der
mit durch den Raum gebotener Kurze einiges auch fur die Leser
des Archivs Interessante mitgetheilt werden mag.
Verf. wurde zu eingehenderem Studium der Butteruntersuchung
besonders dadurch veranlasst , dass er als Experte eine gerichtlich
beschlagnahmte Butter zu beurtheilen hatte , die von einem anderen
Sachversfindigen fir verfgscht erkl5rt worden war, da sie mehr als
25OlO fremdes Fett enthalte.
Verf. untersuchte nach den bekannten Hethoden zunachst die
verdachtige Butter, dann reine Butter von demselben Ursprung von
glaubwiirdiger Herkunft , sogenannte hollandische Butter, Oleomargarin und eine Mischung von 75 Oi0 reiner Butter mit 25 "Io Schweinefett. Eine solche Probe wurde untersucht, weil bei Untersuchung
der verdachtigen Butter 83,07 Oi0 unlijsliche fixe Fettsauren und nur
1,52 O i 0 fliichtige Fettsauren von dem ersten Experten gefunden
worden waren, der sich auf die Arbeit anderer Chemiker stutzend, die
2 O/, fliichtige Fettsauren bei einer guten Butter verlangen, auf einen
54
Mittel, Butterverfilschungen zu erkennen.
Zusatz von 1/4 = 25 Ol0 fremden Fettes schloss, das mijglicherweise
wegen seinem niedrigen Schmelzpunkte Schweinefett gewesen sein
konnte.
Verf., der hei seiner Untersuchung ganz andere Resultate wie
der erste Sachverstindige erhielt , gelang es nachzuweisen, dass hier
ein Irrthum vorlag und die niit Beschlag belegte Butter rein und
von guter Beschaffenheit war. Nach eingehender Besprechung der
organoleptischen und physikalischen Eigenschaften der Butter giebt
Verf. in folgender Aufstellung die chemische Xusammensetzung verschiedener Butterproben :
--
Butter aus:
Fettc.
CaseYn
etc.
__
1)
2)
3)
4)
5)
6)
7)
St. Amand
Flandern. . . .
Wambrechies
. . . .
Lothringen . . . . . . . . .
England . . . . . . . . . .
Stockholm . . . . . . . . .
Sibirien . .
. . . . .
Oleomargarin (Buker aus Hollandj
]
80,15
87,50
85;82,70
90,18
98,92
87,90
2,40
2,80
4, 2,45
1,87
0,70
1,15
15,70
8,50
10,8.50
6,SO
0,38
5,15
s,75
1,20
1,_S,85
-
3,30
Hiervon stammen die Analysen von No. 3, 4 u. 5 von Dr. Grandeau in Nancy, No. 6 von Dr. Beilstein in St. Petersburg und 1, 2
und 7 vom Verfasser. Nach Grandeau's Ansicht ist alle Butter, die
weniger als 80 o/o Fett enthalt, verdachtig.
Nach Chevreuil , Bromeis , Chevalier und Gautier besteht das
Butterfett aus 30 o/o Ole'in, 68 o/o Margarin und 2
Butyrin und
Caprin. Diese Zusammensetzung ist jedoch bekanntlich keineswegs
so einfach und constant und werden die verschiedensten Zahlen auf
verschiedene Weise erhalten. So wurden fiir den Procentgehalt von
fluchtigen Fettsauren Zahlen gefunden, die zwischen 2 und 7,5
wechseln. Durch diese wenig ubereinstimmenden Resultate bewogen, zieht man es meist jetzt vor, der Menge der fixen unl6slichen
Fettsauren zu bestimmen und fur jedes Land, das aus einer grossen
Zahl von Analysen resultirende Maximum derselben zu ermitteln.
Verf. stellte das Resultat seiner Untersuchungen, die von Controlarbeiten begleitet wurden , in folgender Tabelle zusammen. Die
erste Reihe derselben enthat die Angabe des nach der Rudorfschen Methode bestimmten Schmelzpunktes , die zweite den Procentgehalt an fixen Fettsauren, die dritte den Schmelzpunkt der Fettsauren und die vierte den Gehalt an Margarin nach dem Verfahren von Husson,
Entgypsen des Weines voin Standpunkte der Hygiene.
53
Schmelz pettsiiure 3chmelz- Henge
menge
punkt
Kargarin
Pdt
der
in Pro- ler Fett- nach
Butter. centen. sauren. Husson.
17.
Untersucht wurden :
1) Gerichtlich
Butter
beschlagnahmte
. . . . . . . . + 33,50
2) Reine Butter v. Wambrechies
3) Prima Butter aus einer Hand-
lung in Lille . . .
4) Reine Butter von St. &and
5) Oleomargarin des Handels .
6 ) Sogenannte hollandische Butter: (2,60 Fr. pr. Kilogr.) . .
7) Reines Schweinefett .
8) Misohung von 75 pCt. Butte;.
mit 25 pCt. Schweinefett . .
9) Maisol (sp. Gew. = 0,919) .
+ 37,50
+
360
+ 36"
+ 370
+ 370
+ 31,5O
+ -370
88,25
88,80
88,89
88,72
94,94,32
95,17
90.25
94,67
+ 39,50
39,50
+
+ 390
++ 40,2O
410
+ 41,5n
+ 42,50
++ 40,5"
26"
9 40
13,W
-
10,90
28,20
-
-
NB. Bei Palmbl, Riibbl, Mohnbl, Sesambl ist die Menge der fixen
Fettsauren immer uber 95 o/o. Die Angaben iiber den Gehalt der
Butter an unlbslichen fixen Fettsauren differiren; so fand Fr. Jean
als Maximum 88
0. Hehner und Angel1 87,5
Fleischmann
89,75 o/o, russische Chemiker 89,95 o/o und 90 o/o , Professor Izalli
in Constantinopel 85,5O/, , P. Apery bei Butter aus Sibirien 88
und 89,85 o/o , Bischoff in Berlin 88 und 88,36 o/o , Girard in Paris
87,96 und 86,54
Professor de Luynes bei Butter von Isigny
87,77 o/o, von Oissel 88,77 "lo
, hei Butter aus Sibirien 89,49 Proc.,
und bei Oleomargarin 94,05
bei Kunstbutter 90,23
Diese Zusammenstellung beweist , dass fiir Butter der Maximalgehalt an Fettsauren veranderlich ist; dass er von dey mittleren
Temperatur der verschiedenen Lander , der Jahreszeit und wahrscheinlich auch von der Rindviehrasse, deren Ernahrung und der
Art der Buttergewinnung abhdgt. Daher muss jeder Sachverstandige,
der eine verdichtige Butter zu untersuchen hat, sich nach ihrem
Ursprung erkundigen , vergleichende Analysen mit Butter ails der
namlichen Quelle anstellen und endlich als Basis die Arbeiten der
Chemiker jener Lander nehmen. Verf. betracbtet Butter aus Flandern
als verdachtig, wenn sie mehr als 89 o/o an fixen unldslichen Fettsauren enthat und der Schmelzpunkt fur diese Fettsauren fiber
f 40° liegt.
fJozcrBal des Sciences mddicales de LiZZe. Tome IV.
pag. 703.)
C. Kr.
Ueber das Entgypsen des Weines vom Standpunkt der
Hygiene macht Blarez als Referent einer Commission der Societe
d'hygihne de Bordeaux folgende Mittheilungen. Die Commission
beantwortete die vorgelegte Frage, ob das Entgypsen des Weines
durch das angewandte Verfahren als tadelnswerth zu verbieten sei,
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
200 Кб
Теги
mittel, ueber, erkennen, die, butterverflschungen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа