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Ueber die Nutzhlzer Palstina's.

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Ucber die Nutzliiilxer PalIstins’s.
177
(G a r t e nfl o ra
Dcutschlands, Russlnnds u. d. Schweiz, Novbr. 1871, S. 324.).
Die falsche Sumbul, die von Sewerzow ans Turkestan mitgebrachte, und a16 €
yI
a 1 o 1a e n a S e w c r z o w i i beschriebene
Pflanze ist einerlei mit P r a n g o s u l o p t e r a DeC., welche
in Mittelasien sehr verbreitet ist und von S z o v i t z in den
Provinzen Aderbeidschan und Nakitschiwan, von K o t s c h y in
der Gegend von Schiras und am Elbrus, von A u c h c r E 1o y in Persien und von G r i f f i t h in Afghanistan gefunden
worden ist j es ist sehr wahrscheinlich dass auch T’ra n go s
p a b u 1a r i a Lindley damit identisch. (a. a. 0. S. 347.).
,,E 11 r y a n g i u m S u m h ul(‘ gennnnt hat.
H.L.
Ueber die Nutzhiiber Palbtstina’s
theilt Dr. 0 s c a r S c h n e i d e r Folgendes mit. Die Verarbeitung nnd der Vertrieb verarbeiteter einheimischer Materialien bildet seit langer Zeit einen Erwerbszweig vieler Bewohner Yalastina’s , besonders der B e t h I e h e mi t e n , die in
Bethlehem selbst und auf dem Platze vor der Grabeskirche
in Jerusalem den Fremden die Erzengnisse ihrer Kunst mit
unermiidlichen Empfehlungen anbieten.
Rohere Arbeiten,
besonders in IIolz, erhalt man in vielen einsamen griechischen
Klostern vorgelegt , so im Felsenkloster Marsiiba im Kidronthale.
Zu dieser nationalen Industrie ist in neuestcr Zeit eine
neue fremde getreten, die von e i n e m d e u t s c h e n T i s c h l e r angeregt worden ist und in der Hauptsache noch in der
Tland gehalten wird. 0. S c h n e i d e r sah in dem engen
Laden dieses Tischlers in der Strasse, die vom Johanniterhospize nach dem Jaffathore hinfuhrt , sauber gearbeitete und
schon polirte Holzgegenstande kleinen und grossen Formates :
Stocke , Briefbeschwerer , Bucheinbande, Schalew und Kartenkorbchen , Streichholzchen - und Nadelbuchsen, Lineale und
Papiermesser und dazu grossere Arbeiten , besonders prachtige , aus verschiedenen Holzern eusammengesetzte Tischplatten, Schachbretter u. dergl. Jedem dieser Stiicke ist in
hebraischer oder lateinischer Schrift der Kame eines wichtigen Ortes aufgeschrieben, von dem das Holz stammt oder
vielleicht - stammen soll.
Arrh. 11. Phnrin. C!C, Rdn. 2 €loft
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Ueber die Nutzholzer Palastina's
Das vembcitete B d z ist theils O l i v c n - , thcils E i c h e n - ,
theils ,,B a 1 s a m h o 1z ,'( ausserdem bisweilen ein schwarzes,
dem Ebenholze gleichendes %laterial, das aber wohl durch
Ueizung gefarbt ist.
Der O e l b a u m (Olea europaea L.) findet sich an vielen
Orten Palastina's haufig , in Pflnnzungen die steilen Abhange
bedeckend, die nach den schluchtenartigen TliLlern des Gebirges Juda abfallen. Die idtesten, welche 0. S c h n e i d e r sah,
shehen in dem kleinen G e t h s e m a n e g a r t e n ; sie sehcn
machtigen uralten Weiden vollig gleich und sollen nach dem
Urtheile von Botanikern uber 1000 Jahre alt sein.
E i c h e n sind besonders im Norden Pnllstina's in grosser
Menge und in mehren Arten nachgewiesen.
Der B a1 sa ni s t r a u c h, B a I s a m o d e n d r o n ( A ni y ris) Opobalsamum Kunth = Opobalsamum d e c l a r a t u i n L., eine T e r e b i n t h a c e e , ist in alter Zeit am See
Genezareth und besonders in der Oase von Jericho angepflanzt gewesen, wie die altesten Schriften des alten Testamentes, spater J o s e p h u s und die Schriftsteller der Griechen
und Romer berichten. Nach P l i n i u s hat schon A l e x a n d e r d e r G ro s s e sich taglich eine Muschel voll des kostlichen Balsams von Jericho bringen lassen; P o m p e j u s hat den
h u m zuerst, wie spater auch V e s p a s i a n und T i t u s , im
Triumphzuge in Rom aufgefuhrt. J o s e p h u s bezeichnet noch
den Balsam als Jericho's kostlichstes Product und Lhulich
preist denselben D io s c o r i d e s.
Seitdem nun aber die grossen Aquadncte, die friiher dio
Ebenc durchzogen, verfallen sind, ist das Gehiet ,,d e r P a 1 m e n s t a d t , " das dereinst die Garten der H e r o d i a n e r
enthielt und noch zii Zeiten des Kreuzfahrers W i 111e 1ni
v o n T y r u s ein bliihendes Gartenland war, z u m g r o s s t e n
T h e i l d e r W i i s t e a n h e i m g e f a l l e n und von dem edlen
Balsamstrauche ist dort jede Spur verschwnnden. Der heutigc
,,B a 1 s a m v on J e r i c h o " nnd damit auch das Balsamholz
der palastinensischen Arbeiten entstammt dem Z u k k um oder
Z a k k u m M u r h a , E l a e a g n u s a n g u s t i f o l i a L.
Auch !an anderen Orten haben sich die im Alterthumo
beruhmten Anpflanzungen des A b u s ch o n J e m e n ' s nicht
halten konnen. Die bei J o s e p h u s erwahnte Pflanznng hei
Engaddi am Westufer des todten Meeres sol1 C l e o p a t r a
nach Aegypten verlegt haben, wo 2 beriihmte Balsamgarten,
EU Heliopolis und Cairo, bis in die neue Zeit hinein gepflegt
und erhalten wurden, bis endlich aiieh in Aegppten die letzte
Notiz uber eine neuc Cinchonaspccics etc
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Spiir des kostlichen Strsuches im Jahre 1615 dnrch die Niluberschwcnmung verloren ging.
Die kolossalen Massen v e r k i e s e l t c r S t a m m c , die
ostlich von Cairo in dem , , v e r s t e i n e r t e n W a l d e " meilenweit die Wiiste bedecken, gehorten sammtlich einer von
U n g e r ,,N i c o 1i a '' genannten Banmgattung an, die sich
unmittelbar an den Balsambaum anschliesst. (SitzungsDekhto
der naturwiss. Geselkch. I s i s in Df-csden 1871, Z e f t Januar,
a.L.
Felwuar, Marz. S. 22 - 22.).
Notiz fiber eine neue Cinchonsspecics aus der Provim Ocaiia in Neu Granada.
-
Von J. E l i o t H o w a r d .
Von der Verwaltung des konigl. Gartens zu Kew wurde
W. P u r d i e im Jahre 1844 nach Westindien gesandt, um
dort Pfianzen zu sammeln. Seine Berichte wurden in den
Jahren 1845 und 46 in dem ,,London Journal of Botany"
veroffentlicht, die Fortsetzung , welche Berichte uber Neugranada bringen sollte , blieb leider aus , weil P 11 r d i e Director
eines botanischen Gartens auf den Antillen wurde, was seine
volle Thiitigkeit in Anspruch nahm. - Die von ihm gesammelten Pflanzen sind gut crhalten und befindet sich darunter
ein Exemplar, welches , gleich einigcn andern , im Herbarium
zu Kew, die C h i n a d e l a t i e r r a f r i a von Velez in der
Provinz Ocaiia reprasentirt, J. M. E 1i ot H o w a r d giebt an,
dass sie zur Bluthezeit im October 1844 von Purdie selbst
gesammelt und von allen Cinchonaformen verschieden sei.
Dss Blatt nahert sich in der Gestalt dem der Cinchona ovata
Pavon ; die zahlreichsn Seitennerven zeigen eine grossere
Ausgepragtheit und Scharfe. Die Eigenthumlichkeiten, niit der
lcderartigen Beschaffenheit des Blattrandes verbunden, geben dem
lebenden Blatte ein ganz charakteristisches Aussehen. Auch
der Blithenstand ist auffallend anders , wie bei den benachbarten Formen.
Dr. B e r t h o l d S e e m a n n beschreibt diese C i n c h o n a
r o s u l e n t a Howard (spec. nov.) wie folgt :
c. ramulis obtuse angulatis rachidibusque rufo - villoso tomentosis demum glabratis ; foliis late ovatis v. subrotundo ovatis acutis, basi in petiolnm attenuatis , supra sparse pilosis
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