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Ueber die Oxydation organischer Verbindungen.

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0;l;ydation organischer Ver6indnngen.
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Ueber die Oxydation organisclier Verbinclungen,
L i e b i g spricht sich in einem sehr lehrreichen Aufsatz uber die Oxydation organischer Verbindun en dahin
am, dass dieselbe erst K o 1 b e in seiner Abhand ung uber
die Elektrolyse organischer Verbindunpen aufgeklart habe.
Wir haben K 01 b e’s Abhandlung bereits im Auszuge (Arch.
Bd.59. p . 3 0 5 . ) mitgetheilt und konnen daher die Resultate derselben als unseren Lesern bekannt voraussetzen.
L i e b i g sagt nun, dass man sich mehrere Vorstellungen
machen konne uber die Art und Weise, wie durch Aufnahme von Sauerstoff die Sauren von zusammengesetztem
Radical ubergefuhrt werden in einfachere Verbindungen.
Die Buttersaure enthalt auf dieselbe Kohlenstoff- und Wasserstoffmenge nur halb so vie1 Sauerstoff, wie die Essigsiiure, die Capronsaure halb so vie1 wie die Metacetonsaure,
die But.tersaure halb so vie1 wie die Caprilsaure, und es
liegt sehr nahe zu glauben, dass durch einfache Hinzusetzung von Sauerstoff die Caprilsaure in Buttersaure, die
Iiapronsaure in Metacetonsawe untl die Buttersaure in
Essigsaure ubergefuhrt werden kiinne. Bs lehlt dieser Ansicht aber jede thatsachliche Begrundung, clenn bei Beobacbtung des Oxydationsprocesses dieser, meistentheils ohne
Veranderung fluchtigen fetten Saureii in niederen Temperaturen muss unstreitig eine andere Erklarung des Uebergangs
der einen Siiure in die andere vorgezogen werden unil
L i e b i g Slaubt daher, dass das Gesetz dieser Umwandlung durch K o I b e’s Untersuchung uber die Elektrolyse
organischer Verbindungen dargelegt und begrundet ist,.
I i o l b e fand, dass, wenn zu den Elementen der Valeriansiiure, wasserfrei gedacht, (CI O H 9 0 3 ) 4 Aeq. Sauersboff (0)tritt, sich dann 2 Aec . Kohlensaure (Clot)trennen
und ein Kohlcawasserstoff ( k ” I I 9 ) zuruckbleibt, welchen
K o l b e Valyl nennt. Er hat weiter gezeigt, dass das Valyl
durch Aufnahme von Sauerstoffin Buttersaure ubergeht, und
es sehr wahrscheinlich gernacht, dass in den1 namlichen Oxydatjonsprocess Valyloxycl,vielleicht das Hydrat dieses Oxyds
entsleht (Verbindungen, welche dern Aether und Alkohol
der Buttersaure entsprechen), so dass hiernach der Uebergang des Valyls in Buttersiiure durch mehrere Zwischenglieder, zu denen vielleicht noch der rnit buttersaurern Valyloxyd isomere Altlehyd der Buttersawe gerechnet werden
muss, vermittelt zu werden scheint. Als ein secundares
Zersetzunpproduct in diesem Oxydationsprocesse erhielt
K o 1 b e einen gasformigen Kohlenwasserstoff, w l c h e r eine
Clem iilbildendeii Gase gleiche Drocentische Zusarnmen-
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Oxydation organischer Verbindungen.
setzung, aber ein doppelt so hohes specifisches Geuicht
hat, dessen Bildung aus dem Valyl durch Auftreten von
1 Aeq. Wasserstoff in der Form von Gas oder einer Oxydation dieses Wasserstoffs zu Wasser erklart werden muss.
K o 1 b e bewirkte aber auch ferner durch Elektrolyse in
ganz abnlicher Weise den Liehergang der Essigsaure in
das letzte Gliecl der Reihe in Ameisensaure. Es trat hiebei zu den Elementen der wasserfreien Essigsaure 1 .4eq.
Sauerstoff und sie spaltete sich in Kohlensaure, Methylgas
und Methyloxyd, von dem bekannt ist, dass es durch weitere Sauerstoffaufnahme in Ameisensaure ubergeht.
Durch das von Kol b e gewahlte Verfahren. welches
einen im Innern eine Flussigkeit b e i g e w o h n 1 i ch e r T ernp e r a t u r eingeleiteten Oxydationsprocess darstellt, sind
wir zu allen Zwischengliedern gelangt, welche durch die
Aufnahme des Sauerstoffs i n eine organische Saure untl
dereri Ueberfuhrung in die lelzten Endproducte, in Kohlensaure und Wnsser gebildet werden. Der allgemeine Ausdruck von K o 1be's Untersuchungen ist folgende:
Geseta d e r Oxydntion orgnnischer K b r p e r , nus
K o 1 I e's eleklro-
lylischen Unlersuchtingen abgeleilet.
\17enn den Elementen einer sauerstot€haltigen organischen Saure Sauerstoff zugefuhrt wird, so spaltet
sie sich in Kohlensaure, welche den Sauerstoff der
Saure, und in einen Kohlenwasserstoff, welcher den
Wasserstoff derselben enhalt. In Folge der Oxydation des Iiohlenwasserstoffs entsteht ein Oxyd desselben
oder das Hydrat dieses Oxyds, welclies durch Vertretung von einem Theil seines Wasserstoffs in einen
Aldehyd, bei mehr Sauerstoff in eine Saure ubergefuhrt
wird, die durch .weitere Zufuhr von Sauerstoff eine
neue Spaltung in Kohlensaure und einen Kohlenwasserstoff yon einfacherer Zusammensetzung erfahrt.
Dies Gesetz der Oxydation organischer Korper ist
allein vermogend, die mil allem, was wir kennen, in Widerspruch stehende Thatsache zu erklaren, dass man in Oxydationsprocessen Producte erhalt, welche weniger Sauerstoff
(oft keinen) enthalten, als der Korper, welcher oxydirt
wurde; es erklart den Cirsprung der Kohlenwasserstofle,
der organischen Oxyde, der Aldehyde einer niederen Reihe,
so wie die Bildung der in diesen Processen aufwetenden
Kohlensiiure. In dem Oxydationsprocesse verhalten sich
diese organischen Sauren analog der Hippursaure, dern
Leucin und Glycocoll, deren Uebergang i n Benzamid, in
Valeronitril und in Blnusaure nacli einem iihnlichen Gesetzs
s la 1t 11 a 1 :
Xilrotnesa'din, cine neue organisehe Base.
.
Leucin.. . . C L Z NH 1 3 0 4
Valeronitril.C"JN H9
bleiben C2 H 4 0 t
31 1
... . . .C-'NH,Ot
Glycocoll
Blausiure..
bleiben
. . .C2N H
Cz H 4 0
4
C2H'O' werden beim Hinzutreten von 4 Aeq. Sauerstoff in Wasser und Kohlensaure verwandelt.
Es ist ferner unverkennbar, dass das aus K O ]be's
Untersuchungen abgeleitete Gesetz der Oxydation organischer Korper auch fur die Spaltungen hoherer organischer
Atome in niederen Verbindungen Gulbigkeit hat ganz abgesehen von den Ursachen, welche die Spaltungen bedingen. So zerfallt die Meconsaure in Kohlensaure und
Iiomensaure, die Komensaure in Kohlensaure und. Pyromeconsaure, die Essigsaure in Kohlensaure und Aceton.
Der Unterschied zwischen dieser und der anderen Spaltun sweise ist der, dass aller Sauerstoff, der zur Bildung f e r
austretenden Kohlensaure dient, von der Substanz selbst
genommen und nicht von Aussen zugefuhrt wird. Das
Auflreten der Kohlensaure in der Gahrung des Zuckers
- dcr hIilchsaure - der Aepfelsaure (bei ihrem Uebergang in Bernsleinsaure und Essigsaure), so wie des Wasserstoffgases in den Gahrungsprocessen beruht auf demselben
Gesetzc ; das Wasserstof€gas ruhrt von der Substanz selbst
oder vorn Wasser her, welches eine Zersetzung erfahrt,
d.11. es wird frei in Folge der Verwendung des damit
verbundenen Sauerstoffs zur Bildung von Kohlensaure,
ganz wie dies in der Elektrolyse geschieht. L i.ebi g halt
die Entdeckung K o 1 be's fur eine urn so wichtigere Erwerbung fur die Wissenschaft, weil dieses Oxydationssesetz
offenbar das umgekehrte Gesetz der Bildung hoherer organischer Sauren (sauerstoffarmerer) aus anderen (sauerstoffreicheren) ist. Die Entstehung des Wachses, des Cholesterins , der Oelsaure und hlargarinsaure aus Amylon
oder aus Zucker, oder aus blilchsaure, Buttersaure in den1
Leihe der Thiere kann nicht anders als durch Austreten
von Sauerstoff in Form von Kohlensaure und von Wasserstoff in der Form von Wasser gedacht werden. (Ann.
G.
der Chenz. u. Pharrn. Bcl. 70. p . 311.)
Kitromesidia, eirie lielie orgatiisclie Base.
G e o r g e hl a u 1e wurde durch H of m a nn's UntersuchunSen uber die Zusamrnensetzun?, des Mesitilols, welche die
merkwurdige Isomerie dieses Iiorpers mit dem Cumol darthun, veranlasst, eine dem Nitrocumidin in ihrer Zusammensetzung .entsprechende Base darzustellen, da die Existenz
eines mit Ritrocumol isomeren Kijrpers in der Mesitilol-
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