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Ueber die Oxyde des Cers und die gelben und rothen Sulfate seines Oxydoxyduls.

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16
Rammelsberg,
lensaurem Natron in1 Ueberschuss und fiigte eine Losung
von reinemTyrosin zu; ich konnte aber keine merkliche
reducirende Wirkung auf das Silbercarbonat wahrnehrnen.
Das Tyrosin konnte auch mit dem Leucin verwechselt werden. Die Abwesenheit des letzteren ergab sich
aber erstens dnrch das Loslichkeitsverhalten in Alkohol
und Wasser, denn diese Krystalle konnten nur schwierig
in kaltem Wasaer gelost werden, wahrend sich Leucin
schon in 27 Theilen Wasser und in 625 Theilen Alkohol lost.
Zweitens konnten fragliche Krystalle (von Tyrosin)
nicht sublimirt werden, sondern sie verbrannten sogleich
vollstandig rnit dem Geruch nach verbranntem Horn,
wahrend Leucin sublimirbar ist. Und Drittens bestiitigte
das Mikroskop durch die Krystallform die fraglichen
Krystalle als Tyrosin. Wahrend das reine Leucin glanzende farblose Blattchen bildet, zeigte sich das Tyrosin
in zu einer seidenglanzenden Masse vereinigten sternformig gruppirten Nadeln.
Ueber die Oxyde des Cers nnd die elben und
rothen Sulfate seines Oxydoxy nls ;
vo 11
f
R a m in e I s b e r g *).
__
Die gelben und rothen Salze des Cers, welche von
H i s i n g e r nnd B e r z e l i u s fiir Cerosydsalze gehalten
wnrden, sind bis jetzt wenig untersucht worden. M O s a n d e r hatte zwar schon nach seiner Entdeckung des
Lanthans und Didyms ein Ceroxydoxydul angenommen,
Andere aber glaubten reines Ceroxyd dargestellt zu haben,
wie denn namentlich H e r m a n n jene gefarbten Salze
geradezu fiir Ceroxydverbindungen hielt, sie analysirte,
die Oxydationsstufe des Cers, welche ihre Basis bildet,
*) Im Separatabdruck vom Herrn Verfasser eingesandt.
iiber d i e O q d e dea Cers etc.
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jedoob. dicht weiter priifte. ErsC )Mtsdi gn so hat ihre
wahre Natur als Doppelsalze'von Oeroxyd um3 O x y d d
erkmnt7 ihre Zusammensetzung jedtxh , h u m untermcht.
h e kotngewiaht des Cera is+ von, Beriagler, H e r m a n a ' und neuerlich von J e g e l nahe iibereinetimmend
w 575-676
beetimmt worden. Marignac h
t
k
v 591,
K jerulf in Folge unrichtiger Arbeit, 727 angegeben.
Meine' eigenen Versuche ergeben in naher Uebereinrhmmuag mnit den zuvor genbhriten fast 576, 80 b e a ~m
passendsten.scheint, die B h l 675 (6,wenn H & 1) als
Atomgewicht des Cers ~mbetrschtm.
Cer lLst pich von Lanthan und Didym vollWlidig
befreien, w e m man nach demverfahren von H e r m a n n
basisch schwefelsaures Ceroxydoxydul durch Wasser f i b
und aus diesem Niederdchlage alle iibrigen Verbindungen
darstellt.
C e r o y r y d u l , VeV, erbalt map durah &hitZen von
kohlensawem oder oxaleaurem Ceroxydul in einem Strom
von ganz luftfreiem Wasserstoffgas. Es ist ein graqblaues
Pulver, welchea sicb an der Luft aogleich unter starker
Erhitzung in gelblich - weisses Oxydoxydul, verwandelt.
Sein Hydrat ist weiss, farbt sich aber an der Luft gelb
und verwandelt sich in ein Geyenge von koblensaurem
Ceroxydul und von Ceroxydoxydulhydrat.
9
C e r 0 x y d o x y d a1 CeO, Ce2O3, wird durch Oluhen
von kohlensanrem, oxdmurem oder salpetarsaurem Ceroxydul erhalten. E:s ist gelblich-weiss, mit einem Stich
ins Rothliche, farbt sich in dei Hitze voriibergehend gelb
und l6st sich nur In ziemlich concentrirter Sohwefelsiiure
zu einer gelbrothen Fliissigkeit auf. In Wasserstoffgas
wird es zu Oxydul reducirt. Aber weder durch Erhitzen
in Sauerstoff, noch durch Schmelzen mit chlorsaurem Kali
oder Kalihydrat kann es hoher oxydirt weden. Sein
Hydrat, welches 3 At. Wasser enthiilt, entsteht durch
Einleiten von Chlor in cine Au0Saung von Kalihydrat,
in welcher Ceroxydulhydrat vertheilt iet.
2
Arch.d.Pharm. CL.Bda. 1.EIft.
Rammslsberg,
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Aue der gelbrothen A u f l i i s q dea Ceroxydoxydule
in Sohweseleaure erh'ilt man zwai Sake:
A. Ein b r a u n r o t h e e oder g e l b r a t h e s in aechegliedxigpn K@abn (8 : c =0,4231 : 1) nach der Formel
3 (CeO,803)$. Cez03,3 SO3 18aq ~usammengeiaetzt,Ee
zbmetat sich in Wader unkr Abscheidung einee schwefdgelber, basischen Salzes, giebt mit Kalihydral einea
rotblich-grauen Niedemchlag, 3 CeO CeZO3, der siah au
der Luft gelb f&bt und in CeO,C e W vernandelt, aber
rnch etwm Kohlensbre anzieht.
B. Ein g e 1b e s . undeutlicb krystallinisches Salz, welches. nvr *I3 so vie1 schwefelsaures Ceroxydul enthalt,
(CeO, SO3 -/- CeZOs?3 SO3) 8 aq, und sich gegen Wasser
wio A verhlilt.
B a s i s ch s chwe f elsaii r e s C e r o x y d o x y d u 1 entsteht aus den beiden oben erwahnten durch Zersetzung
in Wasser. Es ist ein hellgelber Niederschlag (von Mos a n d e r entdeckt, von H e r m a n n zur Daretellung der
reinen Cersalze angewandt, vqn ihm hnd von M a r i g n a c
untersucht). Es besteht aus 2 At. Ceroxydoxydul, 3 At.
Schwefclsiiure U. 6At. Wasser, was man durch (2 (CeO, SOS)
2 C e W , SO3)
6 dq oder weniger gut durch (2 CcO, SO3
2CczO3, sO3) f 6 aq ansdrucken kafin.
In strengek Ghhhitze hinterlassen dime drei Salze
reines Ceroxydoxydul.
Wird cine Auflosung des s c h w e f e l s a u r e n C c r o x y d o x y d u l s (A) mit einer solchen von s c h w e f e l s a u r c m K a 1i vermischt, SO entsteht ein gelber krystallinischer Niederschlag. Allein j e nach der Menge dcr
Salee, der Temperatur und Concentration entstehen Pallungen, aus dcnen yon 36 bis 27 Proc. Ceroxydoxydul
und von 17 bis 24 Prac. Kali arhalten werden. Es sind
offenbar h a u k Gemenge von niindestens zwei Verbindungen. Ich glaube aus meinen Analysen schliessen zu
&den, daes die haliiirmste, cerreichste Fallung auf 1 At.
des Cersalzes 3 At. schwefelssures Kali und 6 At. Wasser enthalt, und dam die kalireichaten eine solche Ver-
+
+
+
+
-+
+
liber die
des Cers etc.
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bimlung mit der doppelten Menge, d. h. mit 6 At. echwefelsaureln Kali, enthalten, wiewohl letztere nur mit der
ersten gemengt erbalten wwde. Zugleich acheint a mir,
dass man dieee Niederschliige wohl beeeer als isomorphe
Mischungen zweier Doppelaalze betrachtet, d. h. die Verbindung mit 3 At. schwefelsaurem Kali)
3 (KO, SO3)
(3 (CeO, SO3)
Ce2O3,3 SO3) 6 aq
+
+
a16
lint1
+
die andere
-+(3 (CeO, SOa) +ce203,3 + 6 aq
CeO } SO3 + Ce203, 3 S03) + 6 aq.
6 (KO, SO3)
als
(9 2i3
1j3
$03)
Schwefeleaures C e r o x y d o x y d u l - A m m o n i a k
entsteht in gleicher Art. Aber neben dem krystsllinischkornigen Niederschlage, deesen Zusammensetzung der
Formel
.4 (AmO, SO3)
(2 (CeO, SO3)
CezO3,,7 SO9 4 aq
oder
+
+
+
entspricht, bilden sich sehr schone grosse orangerothe
Krystalle, welche nach den Messungen von S c h a b u s
und von mir zwei- und eingliedrig sind (a :b :c ==0,8144
: 1 : 0,6877 ; Winkel der schiefen Axen = 830 29'). Sie
sind sehr vollkommen spaltbar und trichromatisch. In
Wasser lofien sie eich leicht auf. Ihre Zusammensetzung ist
9 (AmO, S03) (CeO,S03 -f 2 (CeZO3) 3 SO3)) 12 aq,
oder wohl besser
+
+
(5 ''lo Am01S03+CcW3,
CeO
3SO3)
+ 6aq.
Beim Gluhen geben sie reines Ceroxydoxydul.
Eine Reihe von Analysen hat mir fiir den Cerit die
Formel
CeO, Lao, DiO
FeO
2*
20
RammeEsberg,
gegeben. Zersetzt man ihn durch Chlorwasserstoffsliure,
80 enthiilt. die Kieeelsaure noch eine grosse Menge jener
Basen, und, was bemerkcnswerth ist, es steht in diesem
Theile daa Lanthan- und Didymoxyd: in einem vie1 grosseren Verhaltniss zum Ceroxydul,. als in der chlorwasserstoffsauren Au0osung.
Ueber den Magnoferrit vom Vesuv and die Bildung
des Magneteisens und Bhnlicher Verbindungen
durch Sublimation ;
yon
D e m s e l b en.
In einer am 15. Juli v. J. der Akademie vorgetragenen Abhandlung habe ich angefiihrt, dass die bisher
fir Eiaenglanz gehaltenen regularen Octaeder aua den
Fumarolen der Eruption des Vesuvs vom Jahre 1855 eine
Verbindung von Magnesia und Eisenosyd sind, und neben
Eisenglanz sich auch zu anderri Zeiten dort gcbildet
haben. Als ich Anfangs September v. J. in Hrn. E h r e n berg’s Gesellschaft den Vesuv besuchte, waren ausser
zahlreichen kleinen Lavastrijmen auch mehrere Fumarolen
von hoher Temperatur in Thiitigkeit, allein es liess sich
keine Spur von Eisenglanz, mohl aberKochsalz an ihnen
wshrnehmen, was auch mit den Erfahrungen der 1113.
G u i s c a r d i und P a 1m i e r i ubereinstimint. Dageg.cn
thcilte mir Hr. S c a c c h i eine grossere Q u a n t i ~ tjener
Krystalle mit, welche ich seitdem zur Wiederholnng meiner alteren Vcrsuchc benutzt habe. Eine fractionirte
Hehandlung des Yulvers unter Wasser mit dem %lagnet
gab das Resultat, dass die einzelnen Portionen unter sich
sowohl, wie mit den friiher unterauchten nahe dasselbc
verhaltniss der Bcstandtheile liefern, d. h. 14-16 Proc.
hfagnesia. Das niedrigstc spec. Gewicht = 4,568 ergab
die erste Portion.
Diesc Constanz dcr Mischung macht cs sehr wenig
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