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Ueber die PrUfung des Opiums und Uber die Bereitung einer gleichmssigen Opiumtinctur.

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Osstcald, Unlersuchung eines Hanu auf Jodkaliuni.
,143
Untersucliang eines Irarns auf Jodlialiiim ;
von
31. 0 s s w a 1 d in Eiseeacb.
Ein hiesiger Arzt crsuchte mi&, den Harn eincs Kranken zu untersuchcn, der seit cinisen Tagen Jodkalium
belcomrnen hatle, urn zu sehen, ob auch wirklich Jod in
den IJarn iibergegangen sei.
Da ich nur geringe Spuren von Jodkalium in dcm Harn,
dessen spec. Gew. 1,030 betrug, vermuthete, so wurde ein
Theil dcs Hams abgedampft und ein kleiner Theil des
Ruckstandes mit Mangansuperoxyd gemengt, mit einigen
Tropfen Schwefelsaure ubergossen und in einem Cylinderglaschen erhitzt. Es entwickelten sich sofort violelte
DPmpfe und ein mit Starkekleister uberslrichenes Papier
daruber gehalten, wurde blau. - Ein nnderer Theil des
beim Abdampfen geblicbcnen Salzcs wurdc aufgclost, filtrirt, und gab mil den auf Jod bekannlen Reagenlicn die
betreffenden Niederschlage.
Da diese Reactionen auf Jod sehr stark hewortraten,
nahrn ich n u n einige Tropfen Harn und vermischtc denselben rnit Sarkeklcistcr, nachdem ich cinige Tropfcn Kalilaugc hinzugefiigt hatte; es entstand sogleich blaue Farbung des Starkekleistcrs, - j a selbst in einem Tropfen
Harn konnte auf diese Wcise noch Jod entdeckt werden.
Ueber die Priifung des Oyiums iind iiber die
Bereituug einer gleichmassigen Opiumtinctrir ;
von
G . R e i ch.
Im Jahre 1847 wurde mir ein Opiumpulver von
dern Herrn Regirnentsarzt Dr. H a s s e in lionigsherg in
Preussen aus der Dispensir-Anstalt der dortigen MililairLozarcthe zur PrufunS eingehiindigt, welclies derselbo bei
9 44
Reich,
der in dem genannten Lazareth epidemisch herrschenden
Ruhr Iangere Zeit in bedeutender Dosis (pro dos. zwei
Gran) auffallender Weise . ahne gunstigen Erfolg angewandt hatte.
Das vollkommen trockene. Pulver besass keine hellbraune, sondern fast eine gelbe Farbe, und besass den
betaubenden widrigen Geruch nur schwoch. Auf den
Morphingehalt prufte ich das Pulver ganz einfach auf
folgende Weise. 100 Gran von dern Opiumpulver verrieb icli in einem Porcellanmorser mit 9 Unze Spiritus
von 78O und digerirte es in einem Glasgefasse bei massiger Warme einige Stunden, und filtrirte noch warm
den Auszug schnell durch gutes Fliesspapier von dem
Ruckstande ab. Die Digestion wiederholte ich mit Unze
desselben Spiritus und filtrirte ebenfalls noch warm schnell
die Flussigkeit von Clem Ruckstande ab, und zwar in ein
Becherglas , in welches ich eine Auflosung von kohlensaurem Ammoniak (20 Gran in 60 Gran Wasser) gegossen hatte*). Nachdem die Flussigkeit in dern Becherglase
mit einer Glasplatte bedeckt 24 Stunden ruhig stehen
gebliehen war, hatten sich an der innern Wand des Glases Kryst.alle abgesetzt. Diese Krystalle unter dcm Mikroskop besehen, erkannte man deutlich vierseitige rechtwinklige Shulchen, etwas gefarbt, dazwischen lagen perlmutterglanzende Schuppchen und Nadeln, wenig gefarbt,
auch lionnten vierseitige Prismen wahrgenommen werden.
Demnach hestanden die Krystalle aus Morphin, Narkotin
und mekonsaurem Ammoniak. Die an der Wand des
BecherSlascs angesetzten Krystalle sammeltc ich sorgfaltig
auf ein Fillrum und cnlfernte das mekonsaure Ammoniak
durch wiederlioltes Auswaschen mit destillirtem Wasser,
t,rocknete die Krystalle mit dem Filtrurn auf dern Trichter und behandelte sie darauf n i t absolutem Aether, urn
%
.)
Man lcann auch Icaustisches Aoimoniak anwenden; indessen ziehe
icli neutrales Itohlensaures Animonialc deslialb vor, weil das Worphin in einem Ueberschuss von einhch liolilensnuren Alltalien
nicht liislich ist und dils nlorphin durch letzteres schneller ausgeschieden wird,
-
Priifung des O p i u m
etc.
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sie von dem Narkotin zu befreien. Die auf dern Filtrum
zuruckgebliebenen Krystalle, aus reinem Morphin hestehend, wogen 1’8 Gran, und der Ruckstand aus Narkotin,
den ich durch die freiwillige Yerdunstung der filtrirten at‘herischen Auflosung erhielt, 1 Gran. Das fragliche
Opiumpulver enthielt demnach nur 1,8 Proc, Morphin und
1 Proc. Narkotin.
Ein gutes tadelloses Opium muss aber wenigsteiis
10 Proc. Morphin und 5 Proc. Narkotin enthalten.
Diese einfache Methode habe ich jedesmal bei der
Priifung eines Opiums angewandt.
I
_
-
-
Uni eine gleichmassipe krafiige Opumtinctur zu erhalten, habe ich folgendes Verfahren eingeschlagen.
Smyrnaer Opium 4 Unzen, welches mindestens 10 Proc.
Morphin und 5 Proc. Narkotin enthllt, wird in kleine
Stiickchen zerschnitten, in einem Destillations- und Digestioriscylinder von Zinn oder Porcellan, welcher durcli
einen Deckel mit zwei Tubulus versehen, versclilossen
werden kann, mit 24 Unzeii Wasser ubergossen. Nachdem der Cylinder in die fur i h n bestimmte Ocffnung eines
Dampfapparats gestellt und der eine Tuhulus durch eine
Rohre mit einem Kuhlapparat und der andere Tubulus
durch eine Knierohre init den1 Dampfraum in Verbindung
gebracht ist, wovon der eine Arm his unter das Niveau
der Fliissigkeit, beinahe his auf den Boden des Gefasses
reicht, lasst man Wasserdampfe durch das Gemisch von
Opiuni und Wasser durchstreichen, so lange bis 12 Unzen
Opiumwasser durch den Kiihlapparat ubergegangen sind.
Den wasserigen Auszug seiht man durch ein Colatorium
von Beuteltuch, der Ruckstand wird aussepresst und die
Flussigkeit nach dem Ahsetzen filtrirt. Dcr Ruckstand
wird in den Cylinder zuruckgeschuttet, 16 Unzen rectificirtcr Spiritus dariluf gegossen und die Naclit uber bei
msssiger Warme in dem Dampfapparale digerirt Der
spirituijse Auszug wird, naclidem dcr Ruckstand ausgepresst ist, filtrirt und der Weingeist abdestillirt. Auf dem
Dampfapparat wird die wiisserige Losung his zur IIonig10
Arch. d . Pharm. CXI. Bds. 2. Ilk,
4 46
Volland,
dicke verdampft und darauf mit dem weingeistigcn A x zuge gemischt, bei miissiger Warme bis zur Trockne vcrdampft. Dieses Extract entlialt nun alle in Wasser und
Weingcist liislichen Beslandtheile des angewandten Opium.
Von dem auf diese Weise erhaltetien trockenen Opiumextract werden 2 Unzen in 110 Unzen rectif. Spiritus und
90 Unzen beim wasserigen A U S Z U ~ Cerhaltenen Opiumwasser gelijst und filtrirl.
GO Gran dieser Tinctur entballen nach dcm angegebcncn Verhkltniss stets 6 Gran Opiunicxtract.
Will man diescs Extract zur Bereitung dcs 1,aud. liq.
Syd. ( T i m ~opii crocatu) benutzen, so liann dcr Safran,
die Nelken und der Zimml vorher mit Wein ausgezogen
untl in diesem aromatischen Weine, mit einer bestimmton
Menge Opiumwasser ~emischt,eine bestimrnte MengeOpiumextract aufgelost werden.
-----
Einige Bemerkringen iiber die Priifueg des Leberthrans mittelst Schwefelsiure und Salpetersaure ;
Yon
E. V o l l a n d .
I m Jahre 18.48 theilte ich in diesem Archive*) einc
Cntersuchung niehrerer von Kramern einsekauften Leberthran - Proben, so wic des Berger blankcn Leberthrans,
von verschiedcnen Malerialisten in Bremen eingekauft, mit.
Ec hallen sich in diesen rirtikel zwei Druckfehler cingeschlichen, welche spakr berichtigt wurden **).
W i g g c r s hat in seincm Jahresbericht ***) cincn AusZUQ meirier hlittheilungrn gegcben.
In dicsen ist ciner
der bericlitigten 1)ruckfehler mit ubergegangen. Dies is1
*) Archiv tler Pharrn. 11. H. Bd. 53. p. 56-59.
**) Ebendaselbst. Bd. 53. p. 381.
***) Jahresber. fib. d Fortschrilte der Pharm. efc. von Prof. S c h e r e r ,
Dr. I I e i d e n r e i c h und Prof. I h . W i g g e r s .
p. 152 u. 153.
VIII. Jahrgang.
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