close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber die Reduction der Kohlensure zu Kohlenoxyd vermittelst des phosphorsauren Eisenoxyduls.

код для вставкиСкачать
E.N. Horsbrd, Reduction d. Eohlensiiure zu Kohlenoxyd.
535
Uebw die lteduction der KohlensSlure 5u Kohlenoxyd
vermit.telst des phosphorsawren Eisenoxyduls.
Von E. N. H o r s f o r d .
(Eingesandt von Wittstein.)
Wenn griine Bliitter mit Schwefelather behandelt werden,
erhalt man in dem Extrakte eine griine Materic, welche unter
dem R’amen Chlorophyll hekannt ist.
Setzt man zu der atherischen Losung ein paar Procent
Salzsaure, schiittelt hettig und stellt dann in die Ruhe, so
bilden sich zwei Flussigkeits - Schichten, von dcnen die obcre
gelb und die untere blau aussieht.
Lasst man die atherische Losung an der Luft freiwillig
verdunsten, so wird die Farbe dunkler. Dieser Verdunstungs Ruckstand enthalt Yhosphorsaure , Xali und Kalk. Dieselben
Bestandtheile wurden auch sowohl in dcr gelben, als auch in
der blauen Schicht gefunden.
Auf Starkmehl, welches mit dem schwefelsauren Auszugo
gebrannter Knochen getriinkt und dann an der Luft getrocknct
worden war, habe icli das Entstehen blauer Ficcken beobachtet.
Da Eisen ein Restandtheil der Knochen ist, so durfte diescr
blaue Xorper kaum etwas anderes sein, als V i v i a n i t .
Ich kam nun auf die Vermuthung, die blaue Substanz
in dcr unteren Schicht dcs atheri schen Auszugs mochte ihrc
Farbe dem Vivinnit , d. i. dem phosphorsauren Eisenoxyduloxyd , verdanken. Im bejahenden Falle miisste durch Wegnahme desjenigen Sauerstoff - Antheils, welchen das Eisenoxyduloxyd uber das Oxydul hinaus enthielte, die blaue Farbe
xerstort werden. I n dcr That brachte ein Zusatz einiger
Fragmentes Zink zu der blauen Losung diese Wirkung sofort
hervor, und dasselbe geschah durch nascirenden Wasserstoff,
schwefelige Saure und schwefeligsaure Salze.
Weiter vermuthete ich dann , das phosphorsaure Eisenoxydul des Chlorophylls mochte sich an der Reduktion der in
die Blatter gelangten Kohlcnsaure zu Kohlcnoxyd betheiligen
und das Agens sein, durch welches der erstc Schritt bei der
536
E. N. IIorsford, Rcduetion d. Kohlensaure zu Kohlenoxyd.
Ents tehung organischer Korper aus Kohlensaure, Ammoniak
und Wasser gethan wiirde.
Em hieriiber zu entscheiden, rieb ich phosphorsaures Natron
und schwefelsaures Eisenoxydul zusnmmen, schiittete das Gemenge in eine 20 Zoll Iange und l Zoll weite Glasrohre,
stcckte in dicselbe auch noch ein, wenige Tropfen Wasscr
enthaltendes und verschlosscncs Glasblaschen , zog die Rotiro
an jedem Ende in eine feinc Gpitze aus, lcitete Kohlensaure
oin , bis alle atmosphbrisclie Luft ausgetrieben w a r , schmolz
beide Spitzen zu und schutteltc, iini das Glasblaschen zu zerbrechen, dessen Inhalt sich nun in das Salzgemenge ergoss.
Die so vorgerichtete Rohrc wurdc vor cin Fenstcr gelegt,
wo sie 6 Wochen lang der direkten Einwirkung der Sonnenstrahlen ausgesetzt blieb. Bald bcmcrkte Inan an der Oberflache der Masse blane h'iiancen, welche immcr mehr zunahmen , bis nach sechs Wochen keine weitere lTermehrung
stattfand.
Hierauf' stellte ich die B i h r c senkrccht, nnd mit dem
nntcren Ende in Kalilauge. Es war klar, dew, wcnn beim
Oeffnen der Rohre untcr dcr Lauge, diese in dcrselben aufstieg und sic ganz nusfillte, die Eiohlcnsanrc keine Rcduktion
crlittcn hahcn konnte. Elieb dagegcn liierbci cin Theil des
Rohreninhalts leer, so miisste diescr von Knlilauge nicht crliillte Theil ein Gas enthalten, welches nicht ails Kohlensaiirc
bestand. Als ich nun die in der h u g e stehendc Spitze der
Itohre abbrach, stieg die Fliissigkcit auf und nahm ohngefahr
5/, des innern Raumes cin.
Den Rest dcs Raumes fulltc ein
Gas aus, das mit' blauer Flamme brannte, mithin Kohlenoxyd war.
Dcr hier bcechrichenc Versuch wurde mehrmals wiedcrholt, uncl stets mit ahnlicliem Resultate. 15s eroffnet sich
dadurch, wio niir scheint, ein wcitcs Felcl zu Forschangcn,
denn ich haltc die Gcgcnwart von aufgelostcm phosphorsaurem
Eisenoxydul fur die Bcdingung dcs crsten Schrittes zur Bildung organischcr Xaterien. l Atom Kohlcnosyd giebt dnrcli
Vereinigung mit 1 A tom Kohlensailre wasserfreie Oxalsiiurc.
Kohlcnoxyd und Wasscr verbinden sich zu Ameiseneaure.
M. Guiehard, Wirkung d. Schwcfelkohlenstoffs auf H a r m
537
Die Entstehung von SSurcn, Basen und andern organischen
Kiirpcrn aus Kolilcnsaure, Ammoniak und Wasser bei Gegenwart eines reducirenden Agcns ist theoretisch leicht begreiflich. In der Phosphorsiiure bcsitzen wir einen Korper von
sehr bemerkenswerthcn Eigenschaften; sic vereinigt sich mit
den Iiaeen in verschicdenen Verhaltnissen, in diesen Verbindungen spielt auch das Wasuer eine wichtige Rolle, sie i s t
sehr geneigt, Doppelverbindungcn einzugehen, ihre Sattigungscapacitiit steht unter dem Einflusse der Temperatur, etc. etc.
Auch das Eisenoxyd unterliegt nianchen IVandlungen, es wird
reducirt, nimmt bald mehr, bald weniger Yhosphorsiiure auf,
u. s. w. (Aus den8 American Cheniist, April 1874, t. IV,
p. 372.).
Einwirkung dcs Schwefclkohlenstoffs auf BenzoF,
T ~ l u b a l ~ i ~ nHarze
l,
uiid Gnmmiharzc.
Von 11. G u i c h n r d , Apotheker. *)
Der Yerfasser erhiclt durch Einwirkcn von Schwcfelkohlenstoff auf Benzog, besondcrs nach langerem Stehen, sehr
schiinc Krystalle, die er erst fur reinc BenzoCsiiure hielt, die
aber, wie sieh spCter xeigte, ein Gemisch von vorgenannter
Saure und Zimrnteaure waren.
Hierdurch ist die Existenz frcier Benzot'sh-c nnd Zirnmtsiinre in Benzoe nachgewicsen.
Bus Tolubalsam resultirte cine harzige Masse und eine
Itrystallisirtc Sliure, dic sich als Zinimtsiiure erwics. Die
gc\vbhnlichen Iiarzc liisten sich fast s3immtlich schr leicht in
Scli\~el'elkohlcnstoffund k6nncn hcllie auf' diese Weise, inderu
man dcn Schwcfclkohlenstofl wiedor nbdcstillirt, gcreinigt
und Ton frcmdcn Substanzcn bcfreit werden. Zur huflowung
*) Repertoire dc PIi:irn~;tcic 187 1
ratabdruck.
d i i ~ i gails vorgesendetem Sepa-
Gcissler.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
145 Кб
Теги
vermittelte, ueber, die, eisenoxydul, der, reduction, kohlensure, kohlenoxyd, des, phosphorsaures
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа