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Ueber die Rolle des Steinkohlenstaubes bei GrubenunglUcken.

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Rolle des Gteinkohlenstaubes bei Grubenunglucken.
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Geruch besitzt und von Bacterien wimmelt, auch, wie man weiss, sehr
giftig *kt, wenn man sie unter die Haut einspritzt, dennoch keine
merkliche Einwirkung auf die Thiere ausfibt, die sie einathmen.
Wenn dagegen diese Fltissigkeit 2 Monate alt ist, und dann, wie
man weiss, keine &tigen Eigenschaften mehr besitzt, so t6dtet sie
in einigen Ninuten die Thiere, welche die Gase einathmen. Es giebt
also hier keine Wechselwirkung zwischen der giftigen Kraft eines
faulenden E6rpers und der giftigen Kraft der fliichtigen Kijrper, die
sich daraus entwickeln. Diese beiden Eigenschaften erscheinen selbst
in ixmgekehrtem Verh%ltnisse. Die kleine Menge der Producte der
vorgeschrittenen Faulniss, die n6thig ist, urn ein Thier durch einfaches Mischen mit der Luft, die es einathmet, zu tiidten, zeigt, dass
diese fliichtigen Alkalofde ausserst giftig sind. Die Beobachtungen,
die der Ted. wZlhrend seiner Versuche, gegen seinen Wunsch an
Personen, die sein Laboratorium betraten, sowie an seiner eigenen
Person machen musste, zeigten ihm, dass diese Blgalofde auch auf
den Menschen giftig einwirken. Verf. kennt nur sehr wenige Kijrper,
so das Nicotin, die Blausaure und das neue AlkaloTd, das er aus dem
Tabak gewann und der Academie vorwies, die ebenso giftig sind.
Vorstehende Versuche erklaren die Ungliicksfae , welche das
Wiederausgraben von seit lingerer Zeit beerdigten Kiirpern begleitet
haben und zeigen, dass die Luft der Friedhijfe gegeniiber der gegentheiligen Behauptung, die sich auf ihren geringen Gehalt an Microben
stiitzte, sehr gef%hrlich sein kann. Diese Versuche erkEren die so
oft constatirten Typhusepidemien und 5hnlichen Leiden , indem sie
zeigen, dass sie von fliichtigen Kijrpern ausgehen, die von in Fadniss sich befindenden Stoffen herriihren. Die fliichtigen Alkalofde,
erzeugt durch die Einwirkung von Microben auf gewisse organische
Substanzen, spielen zweifellos bei vielen Leiden eine sehr wichtige
Roue. /Rdpertoai.e de Phamnaeie. Tome X. pay. 415.)
C. Er.
Ueber die Rolle des Steinkohlenstaubes bei Grubenungliicken machen die Ingenieure M a l l a r d und L e C h a t e l i e r
folgende Mittheilungen. Die durch Steinkohlenstaub vemsachten
Unfae sind sehr selten und von geringer Bedeutung. Die bedeutenderen Unfalle, welche man diesem Staube zugeschrieben hat, haben
immer in Gruben stattgefunden, in denen schlagende Wetter vorkommen. Die h i d g e n Entziindungen von Staub durch frei brennende
Lampen lassen sich vermeiden , wenn man sie durch Sicherheitslampen oder einfache Laternen ersetzt. Diese leicht ausfiihrbare
Vorsichtsmassregel ist sicher wirksam und sollte in d e n Fallen
angewandt werden, in denen Staub sich vorfindet, der mit Luft
leichtentziindliche Mischungen geben kann. Um der Entziindung des
Staubes vorzubeugen, der durch das Abfeuern von Sprengschiissen
verursacht wird, ist es gut, besonders bei Bohrliichern, die auf
gleicher HOhe mit dem Boden sich befinden, besondere Vorsichts-
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Einige Anwendungen des Baumwollsamenols.
maassregeln zu treffen. Man kann immer -den Staub auf eine
gewisse Entfernung wegfegen und forkchaffen. Diem Vorsichtsmaassregeh sind besonders wichtig in G-ruben, die schlagende Wetter
enthalten? wo die Entztindung einer kleinen Staubmenge die MUfungen von Grubengas entzfinden und in Folge dessen einen grossen
Ungliicksfall herbeifiihren kann. In den Gruben, in denen kein
Grubengas vorhanden ist, geniigt es vielleicht, wenn die Arbeiter
in den FUen sich ein wenig weiter entfernen, wo man es mit
leicht entziindlichem Staube zu thun hat. Man hat keine bekannten
Beispiele von Flammen und Staub, die 50 Meter iiberschritten
hatten. Die Seltenheit von Unfden dieser Art und ihre geringe
Bedeutung lassen Anstand nehmen , grijssere Vorsichtsmaassregeln
anzuempfehlen, die sicher um so weniger Aussicht haben befolgt zu
werden, als sie complicirter sein wtirden. Um der Erschwerung
der Ungliicksfae mit schlagenden Wettern, herbeigefiihrt durch
Kohlenstaub, der einzigen wirglich ernsten aefahr, die er bildet,
zuvorzukommen, ist es nijthig, eine Methode des G-rubenbaus zu
befolgen, die sowenig wie mijglich leere %ume zuriickllsst und zu
gleicher Zeit am wenigsten Staub erzeugt, indem die Kijrbe der
Kohlenkarren, die die Kohlen zu Tage fijrdern, so nahe als mbglich
zu den Arbeitspliitzen gebracht werden, um direct beladen zu werden; auch muss das Zufiillen der entstandenen Hbhlungen mit taubem Gestein sehr nahe der Abbaustelle folgen.
Als untergeordnete Vorsichtsmaassregel kann man noch suchen,
aus der Rollbahn und den Ansfahlachachten den Staub fortzuschaffen; man dad sich indess nicht verhehlen, dass dieses Fortschaffen
nur auf einem kleinen Theil der leeren RZiume ausfiihrbar ist, die
von der Flamme der schlagenden Wetter durchlaufen werden kbnnen. In einer (+rube, in der das Ausfiillen mit Schutt nicht sorgEiltig geschieht, wiirde diese Vorsichtsmaassregel unntitz sein.
Statt den Staub fortzuschaffen, kam man es auch mit Begiessen
versuchen, aber offenbar ware ein Binden des Staubes, wenn auch
noch so vollstiindig ausgefilhrt, niemals eben so gut, wie eine ganzliche Unterdriickung desselben. (Joumtal dB Phrmaoie et a% Chimk.
Skrk 5 . Tome PI: pag. 396. Aranales des mines, 1882.1
C. Kr.
Einige Anwendungen des BaumwollsamenCIls in der
Pharmacie nnd seine Entdeckung in Mischnngen mit
OlivenCIl. - Zur Darstelliing des Bleipflasters wandte B r a d f o r d
statt des OlivenSls mit guten Resultaten das billigere Baumwollsamenbl a n , wobei sich die bisweilen ausgesprochene Ansicht nicht
bestiitigte, dass solches Pfkmter keine gute Consistenz habe, weich,
kleberig und dunkel gefiirbt sei. Er arbeitete nach der Vereinigten
Staaten-Pharmacopbe, ersetzte jedoch das Oliven61 durch Baumwollsamenbl, setzte statt 'Is Pint siedenden Wassers 1*ls
Pint zu und
erhielt ein eben so gutes Pflaster wie mit Olivenbl. Dieser elmgene Versuch fahrte zu andern beziiglich einiger Linimente.
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