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Ueber die Theorie der Substitutionen.

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Die Theorie der Substitutione??.
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Ueber die Theorie der Substitutionen
giebt J. D u m a s , der Begriinder deiselben, geschichtliche Notizen, welche bewcisen, dass e r a l l e i n und nicht
gleichzeitig L a u r e n t mit ihm, .Sene Theorie zuerst aufgestellt habe, wie inanohc Schriftsteller, unter ihnen namentlich BBchamp, behauptet haben. Am Schlusse seiner ,,Note aux Substitutions" sagt Dumas :
,,Da ich also seit dem Monate Januar 1834 annahm,
dass bei der Bildung des C h l o r a l s C4HCl3W ilus Alkohol C4H602 = C4H4, €1W2 die gebildete Salzsaure
nicht gebuhden bleibe, wiihrend bei der Bildung der
R e n z o e s a u r e HO, C14H503 aus dem Bittermandelol
C14H602 das erzeugte Wasser gebunden werde, d a ich
endlich dieses Princip bei Qelegenheit der Hildung der
Z i n i m t s a u r e HO, C18H703 aus dem Zimmtol C18HW2
am 11. August 1834 klar und dcutlich auseinandersetzte
(auch bei der C h l o r o c i n n o s e Cl8H4C1402,- dein Derivate des Zimmtols C18HsO2, die n e u e N o m e n c l a t u r
fur die abgeleiteten Korper mit den Endungen use, ese,
ise, ose, use zuerst anwandte, urn den Verlust von 1, 2,
3, 4, 5 Aequivalenten Wasscrstoff und ihren Ersatz durch
1, 2, 3, 4, 5 Aequivalentc eines electronegativen Korpers,
z. B. des Chlors, auszudriicken), so war es nicht nothmendig, dass man zwei J a h r e s p a t e r , im December 1835,
abermals entdeckte, dass dem so sein konnte. Indem ich
die l\1e t a1e p s i e (pe.rahr,+tc) oder das Uesetz der Substitutionen von denjenigen Erklarungen befreie, welche man
davon vermittelst spiiterer Thatsachen gegeben hat, deren
Entdeclrung durch die Metalepsie selbst erst moglich geworden ist und indem ich das Gesetz der Substitutionen
auf seinen urspriinglichen Wortlaut, als das Resultat
directer Versuche, zuriickfiihre, kann ich sagen, dass es
das nieinige ist und dass es solcltes bleibt, wie ich es
seit dem 13. Jan. 1834 ausgesprochen habe, denn danials
habe ich gesagt:
1) dass das Chlor das aigenthiimliche Vermogen besitzt, sich des Wasserstoffs gewisser organischer Korper
zu bernachtigen und ihn Atom fur Atom zu ersetzen;
2) dass man diesem Nilturgesetze den Namen der
Metalepsie geben konne, welcher Name ausdriicke, dass
der Korper, auf den tnan einwirkt, ein Element an der
Stelle des andern aufgenommen hat, z. 13. Chlor anstatt
des Wasserstoffs j
3) dass allgemein eine wasserstoffhaltige Substanz,
Die Theorie der Substitutionen.
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wenn sie der Einwirkung eines wasserstoffentziehenden
Korpers unterworfen wird, sich einer Menge des letzteren Korpers bemachtigt, gquivalent dem ausgetretenen
Wasserstoff ;
4) dass in dem Falle, wo das so gebildete Product
sich mit der einwirkenden Substanz vereinigen konne,
diese secundiire Verbindung die wahre Natur der Reaction verhiillen konnte, wenn es nicht leicht ware, die primitiven Producte von den spateren EU unterscheiden ;
5 ) dass es sich eben so mit der augenscheinlichen
Verbindung der Producte verhalt, die fahig sind, sich mit
Wasser zu vereinigen, menn das Wasser nicht jmmer
aus dern durch Substitution erhaltenen Korper entfernt
werden konnte.lL
Das, was Herr L a u r e n t spater erkannte, war, dass
bei den Erscheinungen der Substitution der Typus betvahrt bleibe, d. h. dass das Chlor nicht allein die Stelle
des Wasserstoffs einnehme, sondern dass es auch dieselbe
Rolle wie der Wasserstoff spiele. Die Wichtigkeit dieses
Ciesichtspunctes leuchtet ein, allein er ist nach dem ersteren gekommen und war die Erg h zu n g desselben.
( J . Dunzus; ArLiiul. de Chim. et de Phys. Avril 1857.)
Dr. H. Ludwig.
Mochte es doch Hrn. S ch 1o s s b e r g e r gefallen, diese
D uma s’ s c he Erkliirung bei einer 5. Auflage seines vielgelesenen und besonders zur Belehrung des heranwachsenden Ueschlechts der Chemiker dienenden Lehrbuches
der organischen Chernie zu beriicksichtigen. Es geht
namlich durch alle bis jetzt erschienenen Auflagen (1.Aufl.
S. 18, 2. Aufl. S. 14, 3. Aufl. S. 17 und 4. Au%., 1857,
S. 20) folgende, den Griinder der Substitutions- Theorie,
J. D u m a s , in den Augen des Lesers herabsetzende
Stelle :
D u m as suclite diese friiher v’dllig unbekannten,
jetet abcr schon in griisster Menge beigebrachten Thatsschen unter folgenden allgemeinen Gesichts unct zii bringen: Die organischen Verbindungen beste en aus einer
Reihe von Grundstoffen, aus denen jedes Element nach
und nach heraustreten und durch ein anderes oder durch
gewisse Verbindungen ersetzt werden kann, ohne dass
die Gesamnitgruppe dadurch in ihren wichtigsten Eigenschaften umgeandert wiirde. Diese vorausgesetzten Gruppen nennt er Typen (Grundformen). Die cheniische Natiir der ersetzenden Elemente und ihr electrisches Verhalten komnie bei dieser Vertretung keineswegs in Be-
,,
g
Umgekehrte Su bstitir ti0 n .
30-5
tracht, im Gegentheil konnen sich die entgegengesetzten
Elemente vertreten, ohne den Hauptcharakter des urspriinglichen Korpers umzuwandeln, wenn nur daa austretende Element durch seinen Stellvertreter in Aequivalenten ersetzt wcrde und das eintretende Element (oder
die substituirende Verbindung) genau dieselbe Stellung
einnehme, wie sie das ausgetretene besessen habe.
In aller Strenge durchgefuhrt, giebt diese Lehre geradezu ein unsinniges Hesultat, Nehmen wir z. B. C4H303
$- HO (Essigsaure) und ersetzen alle Elemente durch ents rechende Mengen Chlor, so erhnlten wir Cl4
Cl3
Cl3+Cl2; 12 Atome Chlor miissten dann einen anlichen Charakter wie Essigssure haben u. s. w. (Schlossbo r g e r.)
Durn as hat nie behauptet, dass jedes Element durch
Chlor und ahnliche Elemente ersetzt werden konnte, sondern nur der Wasserstoff. Wenn also durch die Auffassung des Hrn. S c h l o s s b e r g e r jenes ,unsinni e ResultatU herauskommt, hat D u m a s dies nicht versc uldet.
Jena, 19. Sept. 1857.
Dr. I% Ludwig.
+
4
f
Ueber umgehehrte Substitution.
Bis jetzt hat man so haufig den Wasserstoff in oranischon Verbindungen ersetzt durch Chlor, Brom und
fiod, aber nur in wenigen Fallen den ursprunglichen K6rper dureh Wiederaustausch dieser Elemente gegen WaRserstoff regenerirt. Diese letztere Substitution ist bis jetzt
auf 4 verschiedenen Wegen gelungen :
1) M e 1 s e n s verwandelte die Chloressigshre
C4IIC1304 in Essigsiiure C411404, und den Chlorkohlenstoff CzCl4 in Sumpfgns CzH4 durch Behandeln derselben
mit Kaliumamalgam und Wasser ;
2) K o l h e verwandolte auf galvanischem Wege die
Chloressigsiiure bei Anwendiing von Zink als Electrode
in Essigsiiure. Aehnliehe Umwandlung bewjrkte cr bei
Korpern, die er durch Rehandeln von Chlorkohlenstoff
mit Schwcfelkohlcnstoff in der Hitae darstellte;
3j die Jodiither C2€13J, C4135J, CSHSJ, bei hoher
Temperatur mit Zink oder Natrium behandelt, geben ihr
Jod ab und liefern Methyl C2H3, Aethyl C4H5, Ally1
CfiH5 ete. nehandelt man sie mit Zink bei Gegenwart
von Wassor, so wird das .rod durch Wasserstoff ersetzt
und man bekommt die Kijrper C2H4 Sumpfgaa, C4lI6
Aethylwnsserstoff und CfiIlfi I’ropylen;
Arch. d. Phnrrn. CXXXXITI.B~H.
XHft.
20
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