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Ueber die Thermen der Solfatara von Pozzuolo bei Neapel.

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Ueber die Thermen der Solfatara von Pozzuolo bei Neapel.
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Fabriken und Etablissements bis in: die kleinsten Winkel,
vornehmlich auch u n t e r i r d i s ch e r Riiume, Tunnels, Strecken
in B e r g w e r k e n , dann f~ militairische Operationen bei
Nachtzeit und endlich zu submariner Beleuchtung ganz ausgezeichnet verwenden lasst. Die Einrichtung selbst bietet
durchaus keine Schwierigkeit , namentlich seitdem die Bereitung von Sauerstoffgas nach den neuern Methoden fabrikmiissig geschieht (Uebertragung des Sauerstoffes der atmosphiirischen Luft auf Metallsalze , wie mangansaures Natron
und Kupferchloriir, - oder Zersetzung von Schwefelsaure in
der Gluhhitze). Die, Anlagekosten iibertreffen in keinem Falle
die bei der gewohnlichen Gasfabrication und endlich stellt
sich das neue Licht beim C o n s u m ausserst b i l l i g heraua,
80 dam es alle Eigenschaften besitzt, die seine Anwendung
zu den genannten Zwecken empfehlen. Selbstredend aber
eignet seine ausserordentlicheStarke es nicht fur be s c h r a n k t e
Riiume und miisste selbst bei ausgedehnterem Wirkungskrelse
eine etwa wiinschenswerthe Moderirung des Effects durch
passende Laternen, Schutzvorrichtungen etc. erzielt werden.
D. R e d. des ,,Berggeist" *)
Ueber die Thermen der Solfatara von Pozzuolo
bei Neapel.
Mitgetheilt von B. B e n d e r in Coblenz.
Prof. d e L u c a in Neapel, welcher in der jiingsten Zeit
das Thermalwasser von Pozzuolo einer chemischen Untersuchung unterworfen , berichtet Nachstehendes uber das Resultat derselben : Die Solfrrtara von Pozzuolo ist ein ausgebrannter grater, 10 Kilometer von Neapel entfernt, und in diesem
findet man an verschiedenen Stellen in einer Tiefe von 101 2 Meter, Thermalquellen in Fiille. Daa Wasser enthiilt die
*) Beilage zu Nr. 15 der Zeitung ll der Berggeist " vom 19. Febr.
Die Red.
1869; von Hr. Dr. P h i l i p p s eingesandt.
13 *
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Ueber die Thermen der Solfatara von Pozzuolo bei Neapel.
Stoffe in Losung, welche sich drirch die Zersetzung der umliegenden Felsen ergeben und zeigt das Phanomen des Siedens
durch die zahlreichen Fumarolen , welche die Wassermassen
bewegen und in die Atmosphare ihren Ausgang nehmen,
nachdem sic mehre Schichten des vulkanischen Terrains
durchbrochen haben.
Das Wasser zeigt an der Obcrflache, sowie es aus dem
Boden der Solfatara tritt, 45OC. In friihern Zeiten fabricirte
mRn hier A l a u n und bediente sich dieses Thermalwassers zum
Auslaugen der alannhaltigen Erden. Zu diesem Zwecke
wurde ein Brunnen gegraben, welcher sich noch in gutem
Zustande befindet und ein vie1 wiirmeres' Wasser liefert, als
das obengenannte, indem seine Temperatur 52O- 690 C.
betragt. Dieses Wasser wird in holzernen Rohren bis nach
Neapel gefuhrt und zeigt daselbst noch 40OC.
E s ist sehr klar, von saiirem und leicht znsammenziehenden Geschmacke, rothet stark Lackninspapier und zersetzt
die kohlensauren Salze , indem Kohlenslure frei wird. Die
durch das Sieden entwickelten Dampfe sind schwach sauer
und enthalten Schwefelsiiurc mit Spuren von Chlorwasserstoffsiiure, welche von der Einwirkung der freien Schwefclsaure auf die Chlormetallc herruhrt. Wird das Wasser zur
Trockne abgedunstet , so bleibt ein rothlicher Riickstand,
in welchem man E i s c n o x y d , T h o n e r d e , K i e s e l e r d e ,
K a l k und M a g n e s i a nachweisen kann. Ein Liter des
Wassers lasst einen bei 1 looC. getrockneten Riickstand von
3 Grammen. Das specifische Gewicht des Wassers des Brunnens der Solfatara ist bei 24O C. im Mittcl 1,0024. Es
besitzt keinen ausgepragten Geruch und beim Sieden entwickelt sich weder Kohlensiiure, noch Schwefelwasserstoffgas,
noch schweflige S h e . Denn bci der Tempcratur dieses
Wassers konnen diese Gase nicht mehr in Auflosnng bestehen. S c h w e f e 1 s a u r e findet sich nicht nur im Wasser der
Solfatara, sondern auch Schwefelsaure gebunden an E i 5 e n o x y d , K a l i , K a l k und M a g n e s i a .
Es ist zu bemerken, dass das Eisen im Zustande von
0 x y d u 1 vorhanden. Das Waeser muss desshalb einige Zeit
Ueber die Thermen der Solfatare von Pozzuolo bei NeapeL
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mit der Luft in Behhrung bleiben, damit es sich abkuhle
und die Reactionen der Eisenoxydsalze sich nachweisen lassen. Die vielen Wabserdampfe, welche constant das Thermalwasser bedecken und demselben eine kiinstliche Atmosphiire mittheilen, verhindern in jeder Weise die hohere @xydation der Eisensalze. Dieselben Wasser enthalten ferner
Spuren von Chlorverbindungen, welche durch die freie Schwefelsaure zersetzt und in schwefelsaure Salze umgewandelt
werden, mit Entwicklung von Chlorwasserstoffsaure. Wenn
man sie einer Destillation unterwirft , kann man im Destillat
die Gegenwart von Salzsaure nachweisen. Die Fumarolen
exhaliren demnach in besondern Fallen s a 1z s a u r e s G a 8.
DaB Wasser des Brunnens der Solfatara hat fast immer
eine constante Zusammensetzung ; bei den umliegenden Wassern, welche durch Infiltrationen und den Zuwachs von erdigen Snbstanzen sich vermehren, ist die Zusammensetzung sehr
veranderlich. Man findet in der That in verschiedenen La- .
gen des untern Bodens der Solfatara mehr oder weniger
dicke Lagen von fast schwarzer Farbe, welche durch einfache Behandlung mit Wasser mehr als 7 Procent krystall.
schwefelsaures Eisenoxydul geben und welche ziir indnstriellen
Gewinnung von Berlinerblau sehr geeignet waren.
Man findet ausserdem in dem Boden der Solfatara in
einer gewissen Tiefe Lagen von Schwefelkies , welcher in
Beriihrung niit der in dem Thermalwasser enthaltenen freien
Schwefelsaure Schwefelwasserstoffgas entwickeln kann. Dieses wiirde das von einigen Beobachtern nachgewieeene Phanomen erklaren, dass man wahrend der Nacht Flammen auf
der Obedache des Kraterh der Solfatara beobachtet hat; denn
Schwefelwasserstoff, einmal in Freiheit gesetzt und mehr oder
weniger erwarmte Felsschichten durchdringend , kann , sobald
es mit der Luft in Beriihrung tritt, eich entziinden, indem ee
zu Wasser und schweflige Saure verbrennt, oder nur zu
Wasser unter Abscheidung von Schwefel, wenn der Sauerstoff der Luft zur vollstiindigen Umwandlung des Schwefels
in schweflige Saure nicht ausreicht. - Das Wasscr der Sol-
198 Eigenthiimliche Verbindungen d. Brechweineteins rnit salpeters. Salzen.
&are coagulirt Eiweiss und verhindert die Faulniss animalischer Substanzen, wie Harn, Excremente, Blut und Fleisch.
In dem Hospitale d e i I n c u r a b i l i in Neapel hat man
das Wasser mit vielem Erfolge zum Heilen alter Wunden,
gangtanoser Geschwiire , eowie einzelner Hautkrankheiten
angewandt. (Leg Modes).
Untersuchungen aue dem pharmaceutischen Institute
in Dorpat.")
1. Eigenthlimliche Verbindungen des Brechweinsteins
mit salpetersanren Salzen.
Vom Provisor J. F. M a r t e n s on, Assistent am pharmaceut. Institute.
Die zufallige Beobachtung , dass Brechweinsteinpulver in
eine concentrirts Losung von salpetersaurem Natron gebracht,
sehr rasch gelost wurde , veranlasste mich , dieses Verhalten
weiter zu verfolgen, wobei ich auf eine Reihe interessanter
Doppelverbindungen des Brechweinsteins mit salpetersauren
Salzen ge=tossen bin. Schiittet man in eine ziemlich concentrirte kalte Losung von Natronsalpeter Brechweinsteinpulver,
80 lange als davon noch aufgenommen wird, so schiessen nach
einiger Zeit wohl ausgebildete, ziemlich grosse Krystalle an, die
BUS Antimonoxyd, Kali, Weinslure, .Natron und Salpetersiiure
bestehen. Die Mutterlauge weiter verdunstet, giebt noch mehr
Krystalle, die um so grosser werden, je langsamer die Verdunstung vor sich geht. Zugleich scheidet . sich auch Natronsalpeter aus, der aber leichter loslich, sich durch Auewaschen
mit Wasser entfernen lasst. I m Allgemeinen ist das auch
der Weg fur die Darstellung der anderen Verbindungen, die
an Stelle des Natronsalpeters das betreffende salpetereaure
Metalloxyd enthalten und zwar nach den bis jetzt von mir
*) Ala Separatabdruck aua der pharmaceut. Zeitschrift f ~ Ruseland,
r
Jahrg. VIII, H. 1 von Em. Prof. D r a g e n d o r f f eingesandt.
D i 6 Red.
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