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Ueber die Tyrosinhydanto╨Зnsure.

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610
Tyros;nhJTa%m.
Wasser suspendirte Niederschlag wurde nun mit Ha S zersetzt, filtrirt,
daa Filtrat zur Verjagung des HsS auf dem Wasserbade e r w ' h t ,
dann mit feuchtem Silberoxyd zur Entfernung des Chlom behandelt, durch HBS vom iiberschiissigen Silber und durch vorsichtige
Behandlung mit Barytwasser von Schwefel&ure befreit. Das so gereinigte Filtrat d
e eingedampft, mit Alkohol im Ueberschuss behandelt, schnell filhirt und der Alkohol abdestillirt; aus der riichtiindigen
Flfissigkeit scheidet sich in 24-48 Stunden das Mannit in prismatischen Krystallen aus, welche von der Muterlauge getrennt, auf
Thonplatten getrocknet und durch Umkrystallisation aus heissem
Wasser oder verdiinntem Alkohol, event. unter Entfiirbung mit Thierkohle gereinigt werden kannen.
Bei weiteren Untersuchungen iiber den Ursprung des in den
U r h tibergehenden Mannits stellte sich heraus, dass derselbe mit
gewissen Nahrungsmitteln , hier durch das Roggenbrod, fertig gebildet eingeffihrt wird. Die Untersuchung des Roggenbrodes auf Mannit stiess auf ungewishihnliche Schwierigkeiten, doch gelangte Verh e r schliesslich zum Ziele, indem er folgenden Weg einschlug:
1500 g. an der Luft getrockneten und gepulverten Brodes wurden
mit grossen Quantitiiten 80 O/,,igen Weingeistes wiederholt ausgekocht, dieLCsung, nachdem sie sich gegliirt hatte, auf ein kleines
Volumen abgedampft und mit absol. Alkohol ausgezogen, diese
AuszUge wieder eingedampft, der Rfickstand in etwas Wasser gelisst
und der Dialyse unterworfen. Das Dialpat wurde, nach Entf"arung
mit Thierkohle, wieder eingedampft, wieder mit heissem Alkohol
ausgezogen und das Blare Filtrat mit Aether fraktionirt. Die Aetherf"allungen geben zunachst nur syrupartige Niederschlfige , bei mehrtiigigem Stehen scheiden sich unter Aether an den W i d e n des
Gcefaaes Krystalle ab, welche auf Thonplatten getrocknet, aus heissem
Alkohol umlrrystalliairt wurden. Diese Krystalle erwiesen sich vollstiindig identisch mit Mannit.
Das Vorkommen von Mannit im Roggenbrode war bisher nicht
bekannt, das neue Handwisrterbuch der Chemie Band IT.S. 265
debt an, dass das Mutterkorn bisweilen &fannit enthalte. Die Entscheidung, ob der Mannitgehalt des untersuchten und verftitterten
Roggenbrodes auf einen Gehalt desselben an Secale cornutum zurtickzufiihren ist , bleibt weiteren Untersuchungen vorbehalten. fz;sitehr.
f . p?b,748. -&
711 4.)
P.
Ueber die TyrosinhydsntoYnsBEnre von M. Jaffe. - Nmh
den epochemachenden Untersuchungen von Kiihne fiber die Einwirkung des Pancreasfermentes auf die Eiweissstoffe wurde bisher
angenommen, dass auch bei der physiologischen Verdauung innerhalb des Darmganals ein Theil der Nahrungsalbuminate in Leu&,
Tyrosin und andere krystallinische Producte zerfalle. In neuerer
Zeit ist Schmidt- Mtihlheim durch methodische Untersuchungen an
Hundcn, die er mit reinem Fleisch fiitterte, zu dem Resultah
!l’yrosinhydantoh&urilnre.
611
gehngt, dass das Nahrungseiweiss unter physiologischen Verhllltnissen sowohl im Darm, wie im Magen griisstentheils ah Pepton,
zum Theil als gel6stes Eiweiss resorbirt werde, d a s ~jedoch von der
Umwandlung und Resorption irgend nennenswerther Mengen von
Eiweiss in Form krystallinischer Kiirper kaum die Rede aein kiinne,
da krystakische Amidosiiuren im Darminhalt gar nicht oder nur
in iiusserat geringen Spuren nachgewiesen werden Mnnten. Es
bleibt daher eine offene w e , in welchem Umfange untm physiologischen Verhliltnissen die Bildung von Amidosauren im Darmkanal
als Product der Verdauungsfermente statthdet und ob, reap. in welchen Nengen Leucin und Tyrosin ausserhalb des Dams in den inneren Organen als Zwischenstufen des Eiweisszerfslles auftreten. Dass
diese Substanzen als normale Spdtungsproducte der Albuminate eine
wichtige Stelle im thierischen Stof€wechsel einnehmen, scheint eine
kaum bestreitbare Voraussetzung, weshalb auch dm Studium der
Umwandlungen, welche diem SubstanZen im Organismus erfahren
von den physiologischen Chemikern immer wieder aufs Neue aufgenommen worden ist. WSihrend nun die Frage iiber den Verbleib
des Leucins und G l y m l l s lb g st in befriedigender Weise beantwortet ist, fehlt uns noch die Kenntniss Uber das VerMten des
Tyrosins im Organismus.
Die von Schultzen, Nencki und spiiter von KUssner angestellten
Tyrosinfiltterungaversuche hatten keine befriedigenden Resultate im
Clefolge ; auch die Versuche von Brieger fIfhrten nur zu der Erkennb
niss, dass nach Aufnahme von 10-20 g. Tyrosin pro Tag beim
Menschen eine nicht unerheblicbe Zunahme des Phenols, sowie der
gepaarten SchwefelsSluren des Barns statthde. Erst die wichtigen
Untersuchungen iiber die Entstehung aromatischer Oxysziuren bei der
FELulniss, der Nachweis Baumann’s, dms bei der Fziulniss reinen
Tyrosins, Hydroparacumar&ure entstehe und dass dieselbe bei weiterer Fliulniss ahiihlich in p-Oxyphenylessigsle, Parahesol und
Phenol iibergeheund nachdem es demselbenForscher gelungen war, diese
Oxy&uren im normalen Ham aufzufinden, schien der Weg bezeichnet, auf welchem zur weiteren Untersuchung der Umwandlungsproducta des Tyrosins im Thierk6rpm vorgegangen werden musste.
Die weiteren Arbeiten von Baumann, so wie diejenigen von Blendermann und Schotten liessen es sehr wahrscheinlich erscheinen, dass die
bei der Fiitterung von Hunden und Kaninchen mit Tyrosin entstehende
Zunahme der Phenole und Oxysgmn im Harn nur einen geringen
Bruchtheil des in der KGrze eingefiLhrten Tyrosins, vielleicht nur
demjenigen, welcher im Darm der Fziulniss a n h W d t , zuzuschreiben aei Spiiter gelang es Blendermann, aus dem Harne eines mit
Tyrosin gefiittertan Kaninchens eine Subtanz z u isoliren, welche
sich durch ihre Reactionen und durch die Elementaranalyse als Tyrosinhydantdin kennzeichnete, w M n d gleichzeitig in geringer Menge
eine Sziure aufgefunden wurde, welche der Oxymandelshre homolog,
39 *
612 E i d . d. Eisenoxydhydratesu.d.EisenoxydulssIie a. Biinstl.Magenverdauung.
wahrscheinlich als Oxyhydroparacumarsaure aufiufassen sein dUrfte.
Das Tyrosinhydantoh scheint allerdings nicht regelmiissig nach Tyrosinfutterungen aufzutreten, denn Blendermann fand bei mehreren
weiteren Versuchen dasselbe nicht vor, obgleich das Kaninchen
innerhalb 8 Tagen etwa 24 g. Tyrosin empfangen hatte.
Der Verfasser glaubt nun, sowohl nach diesen, wie seinen eigenen bei Tyrosinftitterungen an Hunden gemachten Beobachtungen,
die Vermuthung aussprechen zu dUrfen, dass vielleicht das Tyrosin
durch Adagerung von CONH im Organismus eine Uramidosiium
bilde, wie dies fiir das Sarkosin von Schultzen zuerst behauptet,
und fiir das Taurin von Salkowsky bewiesen worden ist. Eine Uramidosaure des Tyrosins ist bisher nicht bekannt gewesen und hat er
deshalb, bevor er sie im Harn nach Tyrosinfiitterung aufsuchen
konnte, ihre Darstellung auf synthetischem Wege versucht und ist
in der That auf folgende Weise zum Ziele gelangt: Das mit Wasser
aufgeschwemmte und bis fast zum Kochen erhitzte Tyrosin, wird
mit kleinen Portionen cyansauren Kaliums so lange versetzt, bis
alles Tyrosin gelijst ist und die LIssung beim Ansiiuren mit Essigsliure kein unvefidertes Tyrosin mehr fallen Esst. Die nunmehr
stark alkalisch reagirende, grUnliche Fltissigkeit wird mit Essigsaure
neutralisirt, bis zur Syrupsdicke eingedampft und mit absolutem
Alkohol ausgekocht. Bus diesem Filtrat scheidet sich beim Erkalten
allmlshlich ein Theil der Tyrosincarbaminskiure als Kaliumsalz in
Krystallwamen aus, der griissere Theil wird durch Abdampfen der
Lijsung als syrupartiger Rtickstand erhalten. Beide Theile werden
vereinigt in Wasser gelbst , mit Bleiessig gefdlt , der sorgfdtig ausgewaschene Bleiniederschlag mit HBS zersetzt, fltrirt, das FiltMlt
durch Eindampfen eingeengt und zur Krystallisation hingestellt,
welche in 24 Stunden beendigt ist. Die so erhaltene Substanz, welche
Sich dumh ihr Verhalten als Tyrosinhydantoinsaure charakterisirt,
scheidet sich aus concentrirter Lbsung in dicken, glashellen Nadelaggregaten, aus verdiinnter Lbsung in schijnen durchsichtigen, rhombischen Prismen aus, die eine Linge von ca. l'/*Ctm. erreichen.
Die Tpsinhydantohsaure ist in Wasser und Alkohol lijslich, in reinem Aether unlijslich; in alkoholhaltigem Aether lbst aie sich ziemlich reichlich auf. Ihre Lbsung besitzt intensiv saure Reaktion und
sauren (3eschmack. Die trockene Saure ist luftbestsndig. Sie
krystallisirt wasserfrei und giebt mit Alkalien leicht lijsliche, mit
vielen Metalloxyden schwer- oder unlijsliche Salze. In wfissriger
LBsung rnit dem Millon'schen Reagens versetzt und e r w h t , giebt
Sie auch bei sehr grosser VerdUnnung intensive Rothfkbung. Nach
der Elementaranalyse berechnet sich ihre Formel = C OH Ng04.
/&ittsciir. f. physio2. Clrepnis VII. 4.)
P,
Ueber den Eiduss des Eisenoxydhydrats nnd der
Eisenoxydulsalze anf Bttnstllche Magenverdaunng nnd Fllallliss mit Pankreas. Dr. N. A. Bubnow hat, unter Bedck-
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