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Ueber Digitalis purpurea.

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Digitalis purpurea.
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Einwirkung der Salpetersaure auf Brucin.
Lasst inan Salpetersaure in der Kdte auf Brucia Finwirken, SO wird es bekanntlich roth. Nach G e r h a r d t
entwickelt sich dabei ein riechendcs entzundliches Gas,
dessen ganzes Verhalten es als salpetrigs. Aether erkennen l a s t , ohne Beimischung von Kohlensaure oder Stickstoffoxyd. Diess gcschieht mit geschmolzenem, wasserfreiem Brucin so gut, wie mit hrystallisir~em. Das fast
orangerothe Product der Einwirliung ist in Wasser gut, in
Aether gar nicht lbslich. A o s hei+semAlkohol krystallisirt
es beim Erkalten. Es explodirt beim Erhitzen, ist = C L
H""N20*.
4 Aeq. Brucin urid 2 Aeq. Salpetersiiure geben
also 1 Aeq. salpetrigs. Aether und 1 Aeq des neuen Korpers. Durch langere Behandlung mit Salpetersaure wird
der rothe Korper gelb und in Wasser unloslich. (Compt.
rend. XIX.
Pharm. Centralbl. 1815. N 0 . 2 0 ) B.
-
Ueber Digitalis purpurea.
Unter den Arbeiten uber Digitalis purpurea werden
von H o m o l l e besonders die von A. H e n r y (1827) hervorgehoben. Die Absicht dieses Chemikers ging da hinaus, das wirksame Princi der Digitalis ini hoheo Grade
der Concentration zu a h a ten. Der filtrirte Saft der PBanze
ward von ihm in der Siedhitze rnit kohlensaurer Magnesia
behandelt, bis alle saure Reaction verschwand, sodann filtrirt und zur Extractdicke verdunstet, abermals mit siedendem Alkohol zu So. In dieser geistigen Flussigkeit war
das bittere Princip der Digitalis enthalten, welches durch
Bebandlun mit essigsaurem Bleioxyd, sodann Trennung
der ubersc ussigen Metallverbinclung mit Schwefel wasserstoffgas u. s. w., nachdem vorher Aelher angewandt ward,
getrennt werden konnte. T r o m m s d o r f f und andere
Chemiker haben iihnliche Vorschriften zur Darstellung des
bittern Princips oeliefert. Bis dahin wurde der wirksame
Bestandtheil im Bitterstoff gesucht, auch kannte man eine
freie Saure im Fingerhut, welche sich in ihren Eigenschaften der Gallussaure nahert. - Um das Digitalin rein zu
erhalten , fand H o m o 11e fur zweckmassig , 11 Kilogrm.
trockne Blatter groblich zu zerstossen und in einem schicklichen Apparate wiederholt mit Wasssr zu behandeln. Die
verschiedenen Flussigkeiten wurden mit einem geringen
Ueberschuss von essigsaurem Bleioxyd behandelt utrd der
Niederschlag aufs Filtrum gebracht. Die Flii.ssigk&t lief
klar und beinahe farblos durch, sohmedrte bitter, reagirte
5
Arch. d. Pharm. XCIV. Bds. 1. H?t.
P
%
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Osydationsproducte des Kreosots.
schwach sauer. Es wurde kohlensaures Nalron hinzugefiigt, so lange sich noch ein Niederschlag bildete, aufs
neue filtrirt, und dann wurde durch oxalsaures Ammoniak
der Kalk, durch phosphorsaures Natron-Ammoniak die Talkerde weggeschafft. Die filtrirte gelbliche Fliissigkeit wurde
in geringem Ueberschuss mit einer Gerbsaurelosuno behanseines
delt. Der Niederschlag wurde noch feucht mit
Gewichts fein zerriebenen Bleioxyds vermengt, die erhaltene hreiartige Masse aussesusst und zwischen Fliesspapier
gelinde getrocknet. Sodann wurde sio pulvcrisirt und mit
st.arkem Alkohol ausgelaugt. Die erhaltene alkoholische
Flussigkeit, bei gelinder Wiirtne verdunstet, gab als Ruckstand eine kornige gelbliche Masse, worin das bittere Princip noch mit olartigen, salinischen und extractiven Substanzen vermengt war. Diese Masse mit destillirtem Wasser behandelt, verlor die salinischen, leichtloslichen Substanzen. Vom Flussigen hefreit, wurde sic mil siedendem
Alkohol behandelt und n i t einer hinreichenden Menge rnit
Salzsaure gereinigter Kohlc (animalischer?) vermischt. Die
erhitzte und filtrirte Fliissigkeit erschien farblos; langsam
verdunstet, sctzte sich eine Substanz in Gestalt weisslicher
Flocken, welche durch Aether gereinigt wurde, ab.
Das reine Digitalin ist weiss, geruchlos, leicht kr stallinisch, ausserst bitter, so, dass Tn+ua noch d e m h a s ser den Geschmack ertheilt. Die wasserige und alkoholische Solution farbt blaues oder gerolhetes Lackmuspapier
nicht. Bei 200" bis 206O C. wird dasselbe zerlegt. Es treten die gewohnlichen Erscheinungen ein. 1st in Alkohol
loslicher, als inWasser, und verhalt sich gegen Sauren indifferent. - Versuche, an Thieren und Menschen an estellt, schienen hinlanglich den Beweis zu liefern, dass !as
Digitalin hauptsachlich eine Veranderung dcs Pulses bewirkt und manche narkotisch-scharfc Eigenschaften besitzt.
(Journ. de Pharna. Tome s e p t i h e j Witting.
y
Oxydationspi~oductecles PGeosots.
Behandelt man nach L a n r e n t Kreosot mit chlorsaurem Kali und Salzsaure, so bildet sich Chloranil in gelhen
Schuppen. Lasst man auf das Kreosot schwache Sal etersaure einwirken, so hildet sich ein braunes Harz, l e handelt man dieses mit Animoniak, lost dann in Itochendem Alkohol auf und lasst die Losung verdunsten, so erhalt man in Wasser und Alkohol wenig losliche, krystallisirbare Ammoniaksalze. Aus der Mutterlauge fallt man das
Harz durch Salpetersaure, unterwirft es von neuem der
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