close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber ein Reagenspapier auf Harnstoff.

код для вставкиСкачать
Sfuscullis , Reageuspapier auf Harnstoff.
435
Ueber ein Beageasppier auf Harustoff.
Von M u e e u l u s .
(EingeFandt von WittsteLi.)
Die rasche Urnwandlung des Harnatoffs in koblensauree
Ammoniak riihrt hekanntlich von der Finwirkung eines eigenthiimlichen Ferments her, welckes im faulenden Barne anftritt. Nach P a s t e u r und v a n T i e g h e m besteht dieses
Ferment aua einer Tornlacee, w d r h e man besonders am Boden des Gefasses im Zustande Mainer qpharischer Kiigelchen
von 0,0015 Millimeter Durchmesser findet , an denen keine
Granulationen und keine Wand zu erkennen sind, und dio
sich durch Knospung zu vermehren scheinen.
Ich babe versucht, diese Kugelchen zu sarnmeln und in
gelinder Warma zu trocknen, in der Hoffnung sie in dieseio
Zustande aufbewahren und durch Wiederzusammenbringen mi t
Wasser neuerdinga beleben zu Yonnen. Beides ist rnir vollstandig gelungen.
Barn, welcher sich in voller alkalischer Gahrung befand,
wnrde filtrirt. Die Fliissigkeit lief anfangs rasch durch, bald
aber geriethen die Ferment-Kiigelchen in die Poren des Papiers und verstopften sie. Das Filtriren erlitt dadurch eine
betriichtliche Vcrzogerung , ohne indessen ganz aufzuhtiren.
Man wusch 80 lange nach, bis das Ablnrifende nicht mehr
alkalisch reagirte, und trocknctc dann bei 35 bin 40° C.
Das so erhnltcne Pnpier stellt ein sehr empfindliches
Reagens auf Harnfitoff dar. Taucht man nemlich ein Stiirk
davon in eine sehr verdiinnto Losung dieses Korpers, PO
findct man darin schon nach zehn bia fiinfzchn Minuten vial
kohlenpaures Ammoniak , von dessen Anwesenheit man sich
leicht iibcrzeugen kann.
Nach Verlauf eines Xonats hatte das Papier noch nichts
von seiner Wirksamkeit verloren. Unter dem Mikroskope bemerkte ich darin zahlreiche Kugelchen , welche wie Monaden
aussahen und bei Beriihrung mit Wasser in Bewegung geriathen.
as *,
4%
Musculus, Rcagenspapier auf' llarnstoff
Am bequemsten itit cs, dieses Papier mit Curcums gefiirbt
anxuwenden. Rachdem man es dnrch Curcumahctur gezogen und getrocknet hat, hebt man es in einer verschlotisencn
Flasche auf. Legt man cin Stuck davon in eine Losung von
Ilarnstoff, welche l/looo und selbst nur l/loooo enthalt, so
bemerkt man schon nach einigen Minuten auf dem Papiere
braune Flecken, welche sich immer mehr ausdehncn und demselben schliesslich eine dunkelbraune Farbe ertheilen.
Will man in einer Flussigkeit Rarnstoff suchen, so muss
man sie erst neutralisiren. Neutral reagirende Alkalisalze
wirken nicht storend, vielmehr , wie es scheint , eher bethiitigend. Carboldure verhiilt sich indifferent.
Mit diesem Papiere kann man sogar dcn Harnstoff quantitativ bestimmen. Zu diesem Zwecke bringt man die betrcffendc Fliissigkcit in eine Flasche, d a m fcrrnenthaltiges Papier, ein wenig Lackmustinctur, verdunnte Schwefelsaure bis
zur zwiebelrothen Firbung, verschliesst die Flasche und lasst
sic funf bis scchs Stunden lang in einer Temperatur von 25
his 300 stehen. Dieser Zeitraum rcicht gcwbhnlich hin, die
Giihrung zu Ende zu fuhren. Hierauf bestimmt man dus
erzeugte Ammoniak verinittclst einer titrirten Sanre.
Das beste Papicr ist dasjenige, wclches man durch Filtrircn des weissen Harnabsatzes erhLlt. Nach den1 Trockncn
liann man es von dem griisseren Thcile der anhiiagenden
S a k e (Urate, Phosphate etc.) leicht befreien; die Gegenwart
clieser Salzc benachtheiligt iibrigens dcn Gang der Operation
niclit im Dlindcsten.
Die eiweissartigen Matcrien erleiden durch das Fermcnt
keine Veranderung, bringcn wenigstcns in derselben Zeit, W O
rler TIarnstoff in kolilonsnwcs Ammoniak verwandelt wird,
Leine alkalische Rcwtioii hurvor. Die Harnsiiure wird ebcnh11s nicht zersctzt, denn man findet sie im gefaultcn Ilarde
RISharnsaurcs Ammoniak und Natron wieder. Wahrscheinlich verhalten sich andere Korper von ahnlicher Constitution,
wie das Xanthin, dss Sarkin etc., cbenso. Das Studium der
Einm-irkung des Ferments auf die vcrschiedenen Materien,
welche mit Rarastoff vermischt in den thierischen Fliissig-
A. Hirqchberg, Giffigcs Varlille .Eiq.
437
keiten vorkommcn lionnan, wird den Gegcnslrtnd eincr spiitcren Mittheilung bilden.
Das Aufsuchen und die quantitative 3estimmung sehr
klciner Mengen Harnstoff in Brunnenwhsern, in welche
Kloakenwasscr mgtlimasslich gelangt sind, ist mit obigem
Papiere leicht ausznfuhren. Bekommt man direct keinc Raaction, so muss man kin oder mehrere Liter vorher weit einengan, bei welcher Operation der Harnstoff kaum eine Veranderung erleidet. (Repert. de Pharmacie. Journ. de Mddic.
de Bruxelles. Eeebr. 1874, p . 153.).
-
Giftlgcs Vanille Eis.
Von A. H i r s c h b e r g, Sondershausrn.
Seit einigen Jahren hiiufen sich die Falle, in denen nach
dem Geniiss von Vanille - His mehr oder weniger bedeutende
Krankheitserscheinungen vorkomruen , welche auf Vergiftung
schliessen lassen, ohne dass a8 bisher gelungen, eine solche
nachzuweisen. Der erste Fall dieser Art ereignete sich vor
30 Jahren in Altnna, wo nach dem Genuss solchen E k e s
eine Tischgesellschalt zum Theil fast lebensgefahrlich erkranktc.
Es ward damals ohne Erfolg scharf analysirt ulrd inquirirt
und das einzige positive Ergebniss war, dass das Geschaft
des betr. Conditors sehr geschlidigt wurde und es langer Zeit
bediirfte , bevor er das verlorne Vertrauen wiedergewann.
Professor S c h r o f f in Wien hat einmal die Vermuthung ailsgesprochen, dass die giftigen Eigenschaften solchen EiRes von
dem in gewissen Vanille - Sorten enthaltenen scharfen Harm
oder Balsam herriihren diirften, aber diese Vermuthung ist,
wie es sclieint, dnrch Thatsachen nicht bestiitigt worden und
auch die spit 30 Jahren so sehr vorgeschrittene Kunst nnd
Wissenschaft der Analyse hat das vcrborgene Gift am Licht
zii zichen nicht vermocht.
Vielleicht diirfte die .4nnahme, dass man diescm Gifte
wenigcr auf chemischem und physiologisehem, als suf botanischem oder mikroskopischem Wege nachzuspiiren habe , nich t
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
143 Кб
Теги
reagenspapier, ueber, auf, ein, harnstoff
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа