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Ueber eine neue Bildungsweise der Sulfuvinursure.

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C. B o e t t i n g e r: SulfuvinursLure.
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bleibt. Reduktion und Bromsilberbildung erfolgt, wenn die mit
ammoniakalischer Silberltisung versetzte Losung des Korpers erwlirmt
wird. Let.zeres Verhalten ist auch dem T r i b r o m a n h y d r o p y d eigentiimlich. Das Ure'id lost sich leicht in konzentrierter Schwefelsiiure.
Beim Erhitzen dieser Losung entweichen Bromwasserstoff und Brom.
Die bei der Analyse des Korpers gefundenen Zahlen passen fiir
das Diurei'd der Tribrombrenztraubensaure aber nicht fiir Tribromanhydropyvuril.
0,0981 g Substanz lieferten 0.1305 g Bromsilber oder 56,61 Proz.
Brom.
0,139 g Substanz lisferten 0,0221 g Ammoniak oder 13,l Proz.
Stickstoff.
Die sich vom Tribromanhydropywril durch den Mehrgehalt von
zwei Molektilen Wasser unterscheidende Formel C, H, Brg N p Oc verlangt 56,2 Proz. Brom und 13,11 Proz. Stickstoff.
Darmstadt, den 5. Juli 1894.
Chem.-Techn. Laboratorium (Privat.)
Ueber eine neue Bildungsweise der
Sulfuvinursiiure.
Von Dr. C a r l B o e t t i n g e r .
(Eiogegangen den 12. VII. 1894.)
N e n c k i und S i e b e r ' ) haben im Jahre 1882 durch Umsetzung der Bibrombrenztrrtubensliure mit Sulfoharnstoff eine mit
basischen und sauren Eigenschaften ausgestattete Substauz erhalten,
welche sie Sulfuvinursaure nannten, deren Bildungsweise und Konstitution sie jedoch nicht richtig deuteten. Letzteres geschah durch
H a n t z s c h , welcher die fragliche Substanz als ein Thiazolderivat
erkannte und dieselbe insbesondere mit S t e u d e 2 ) sowohl aus den
Bibrom- als auch aus der unreinen Monobrombrenztraubens~ure darstellte. Steude bereitete auch den Aether der Sultiivinursaure oder
Amidothiazolcarbonsliure durch Digestion des bromierten Brenztraubenstiureathers mit Sulfoharnstoff.
1) Journ. fir prakt, Chemie n. F. 25, i 2 .
a) Liebig's Annalen der Chemis 361.
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C. B o e t t i n g e r : Sulfuvinurslure.
Die Sulfuvinursaure entsteht aber auch, d. h. ihr bromwasserstofffrraures Salz und Schwefel, wenn drei Gewichtateile Tribrombrenztraubensaure mit 1,5 besser zwei Gew. Sulfohamstoff in einem
Morser energisch zusammengerieben werden. Es bildet sich zuniichst ein gelblicher halbfliissiger Teig. dann erfolgt eine tiberaus
energische Reaktion, bei welcher sich Rauch bildet, die man drrber
zweckmasig durch rechtzeitigen Zusatz einiger Tropfen absoluten
Alkohols mlfsigt. Die Masse wird hernach mit Alkohol aufgenommen,
wobei im wesentlichen nur Schwefel zurtickbleibt, von welchem sich
ubrigens beim folgenden Einengen der stark sauren, Bromwasserstoff
entwickelnden Losung auf dem Wasserbade noch mehr abscheidet,
welcher der zuletzt sich abscheidenden krystallinischen Masse durch
Digestion mit reinem Schwefelkohlenstoff entzogen werden muk.
Durch Behandeln der Krystallmasse mit wenig kaltem Wasser erfolgt teilweise Dissociation des Bromhydrats, so dais eine cur noch
etwa Y Proz. Brom enthaltende Substanz zurtickbleibt, welche dann
aus kochendem Wasser umkryatallisiert wird.
Die in zu Rosetten gruppierten Nadelchen krystallisierende
Sliure braunt sich von 2340 ah, schmilzt bei 244-2450
zu einer
braunen Flussigkeit, welche sich bei 247 0 unter Aufschaumen stark
zersetzt. Sie ist in kaltem Wasser sehr schwer und auch in heirsem
Wasser schwer loslich. Die wtissrige Lssung giebt mit Eisenchlorid
und auch mit Eisenvitriol eine intensiv violette Farbung und scheidet
auf Zusatz von alkalischer Kupferlosung Kupferoxydul ab. Sie giebt
auf Zusatz von Silbernitratlosung einen weifsen in Ammoniak leicht
loslichen Niederschlag und beim Versetzen mit Quecksilbernitrat
einen weifsen Niederschlag, der beim Aufkochen einen schwach
gelblichen Ton annimmt.
Meine Substanz besitzt demnach alle Eigenschaften der Sulfuvinurssure oder Amidothiazolcarbonsaure. Sie entsteht aus der Tribrombrenztraubensaure nach Reduktion derselhen vermittelst des aus dem
Sulfoharnstoff abgespaltenen Schwefelwasserstoffs.
Wtihrend aber nach den Angaben von Nencki und Sieber die
Sulfurinursaure zwei Molekiile Wasser binden soll, welche erst bei
1100 entweichen, ergab die Analyse meiner im Exsikkator getrockneten Substanz Zahlen, welche der wasserfieien Substanz entsprechen.
C. E n g 1 e r u. E. D i e c k h o f f : Kreso!priiparate.
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0,1361 g Substanz lieferten 0,2224 g schwefelsauren Baryt oder
22,4 Proz. Schwefel.
0,103 g Substanz lieferten nach Kjeldahl 19,02 Proz. Sticketoff.
Berechnet fiir C, H4Ng SO, :
S = 22,32 Proz. und N = 1Q,44 Pros.
D a r m s t a d t , 11. Juii 1894.
Chem. Techn. Laboratorium (Privat).
Mitteilungen a u s dern Chern. Laboratorium der Grossh.
Techn. Hochschule Karlsruhe.
Ueber wasserlidsliche Kresolpritprtrrtte.
Von C. E u g l e r und E. D i e c k h o f f .
(Eingegangen den 8. FII. 1894.
Die zur Zeit in Anwendung befindlichen Kresolprtiparate zerfallen in solche, die mit Wasser Emulsionen bilden und in wasserlosliche. Standen frilher die ersteren, deren Reprfisentant das Kreolh
ist, im Vordergrunde, so hat sich in den letzten Jahren das Interesse der beteiligten Kreise mehr den wasserloslichen Prfiparaten
zugewendet. Die wichtigsten der letzteren sind die folgenden:
S a p o c a r b o I. Das Priiparat stellt nach friiheren VerBffentlichungen eine L6sung von reiner oder roher Karbolsiiure in Seife
dar und kommt in Marken von verschiedenem Grade der Reinheit,
als Sapocarbol 00, 0, 1, 2, in den Handel. Die drei ersten Sorten
sind in Wasser Mar loslich, Sapocarbol 2 bildet dagegen eine Emulsion. J e nach ihrer Reinheit dienen sie fur feinere oder gr6bere Desinfektionszwecke und als Antiparasiticum.
L y o 1, nach dem D a m m ann'schen Patent No. 52 129 von
der f i m a S c h u 1 k e & M a y r in Hamburg hergestellt, bildet eine
neutrale Losung von 50 Proz. freiem Kresol in Seife, welche in
reinem Waseer klar 16sIich ist und beliebig damit verdiinnt werden
kann, ohne eine Trtibung zu zeigen. Es kommt in den Handel ale
Lysolum purum und Lysolum crudum, von denen das erstere hauptsfichlich fur chirurgische Zwecke und ftir feinere Desinfektion, das
letztere mehr ftir grobere Desinfektion und als Antiparasiticurn dient.
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