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Ueber eine neue Eigenschaft der Kieselflusssure.

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H. Bley,
268
Die Zusammenstellung der Bestandtheile der Soole, in
1000 Th. wiirde also folgende sein:
Schwefelcalciurn . . . . . . . . 0,0634 Gewichtsth.
Schwefelsaurer Kalk . . . . . 2,6484
Schwefelsaures Kali . . . . . . 0,11047
))
Natron . . . . 1,4483
Chlormagnesium . . . . . . . . 8,9333
Chlorammonium . . . . . . . . 0,0283
Chlornatrium . . . . . . . . . . 15.5750
IIumusextract . . . . . . . . . . 0,0037
Kieselerde . . . . . . . . . . . . 0,0294
Kohlensaures Eisenoxydul . . 0,0337
Kohlensaurer Kalk . . . . . . 0,7-507
Kohlensaure Talkerde . . . . 0,1548
Brom . . . . . . . . . . . . . . . Spuren
23,7277 Gewichtsth.
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.
von
Din. 11. B l e y ,
Gyninasiallehrer in Bernburg.
-
I n der Absicht, chlorsauren Baryt nach W h e e I c 1"s
Methode darzustellen, versetzle ich eine heisse Losung von
chlorsaurem Kali mit einem Ueberscliuss von Kiesclflusssaure, welche aus der chemischen Fabrik in Schonebeck
bezogen worden war; die von dem entstandenen Niederschlage abfiltrirte Fliissigkeit wurde mit kohlensaurem Baryt neutralisirt, und dcr chlorsaure Baryt durch ein Filter
vom Kieselfluorharyum getrennt. Nach einigen Tagen
schied sich aus der Losung des chlorsauren Baryts aine
durchsichtige, farblose Gallerte ab, deren Menge allmalig
immer Srosser wurde. Auf einem Filter gesammelt und
getrocknet, bildete diese Gallerte farblose, durchschcinende,
in grosseren Mengen graulich-weiss aussehende, glanzende,
unkrystallinische Schuppen. Durch Schwefelsaure wurden
sie selbst beim Erhihen nicht verandert, ein Beweis, dass
sie weder eine Fluor -, noch eine Kieselfluorverbindun~
iiber eine neue Eigenschaft der Kieselflusssaure. 269
enthielten. Wurden die Schuppen fur sich im Platintiegel
erhitzt, so veranderten sie sich anfangs nicht; erst bei anhaltender Rothgliihhitze wurden sie weiss und undurchsichtig, zerfielen aher nicht vollig zu Pulver. Sie losten
sich nur zum Theil in kochender concentrirter Kalilauge ;
wurde diese Auflosung mit Salzsaure versetzt, so schieden
sich Kieselsaureflocken ab.
Beim Schmelzen der Schuppen mit kohlensaurem Natron irn Platintiegel erhielt ich eine weisse Masse, welche, mit Salzsaure iibergossen und eingedampft, sehr vie1
Kieselsaure lieferte. Die abfiltrirte Auflosung gab mit kohlesaurem Kali ubersattigt einen flockigen, braunlichen Nederschlag. Durch Kaliumeisencyaniir entdeckte ich in der
mit kohlensaurem Kali neutralisirten Fliissigkeit Eisenoqd ;
durch oxalsaures Ammoniak in der mit Ammoniak ubersattigten und vom entstandenen Niederschlage abhltrirten
Losuns Kalkerde. Geeignete Versuche ergaben die Abwesenheit von Kali, Baryt, Thonerde, Talkerde, Manganoxydul, Eisenoxydul. Ferner wurden die Schuppen mit
kohlensaurem Kali aufgeschlossen, die geschmolzene Masse
durch Salzsaure zersetzt und abgedampft, und die Salzmasse auf Platindraht in die Lothrohrflamme gebracht,
woraus sich die Abwesenheit von Natron ergab.
Die getrocknete Gallerle gab bei lingerer Beriihrung
mit kalter concentrirter Salpetersaure etwas Kulkerde und
Eisenoxyd an diese ab; von kochender verdunnter Salpetersiure wurde noch mehr Kalkerde und alles Eisenoxyd
ausgezogen, so dass der von der Losung abfiltrirte Ruckstand, mit kohlensaurem Natron Seschmolzen und in Salzsaure geliist, von Basen nur noch Kalkerde enthielt. Eine
fremde Saure fand sich in der heissen salpetersauren Losung nicht vor.
Die gallertartige Masse besteht also aus Kieselsuure,
gemengt rnit elwas kieselsaurm Kalk und kieselsaurem
Eisenozyd, von denen letzteres vollig, ersteres theilweise
durch starkere Sauren zersetzt wird.
Diese gallertartige Masse ist offenbar als Verunreinigung in der Kieselflusssaure enthalten, und scheidet sich
270 H. Rley, iiber Brie P1eu.e Eigemchaft der Kieselflztsssaure.
aus dieser ab, wenn die freie Saure gesattigt wird, obwohl
nicht augenblicklich. Diese Ansicht wird durch folgende
Versuche gerechtfertigt :
Eine Portion verdunnte Kieselflusssiiure wurde mit
kohlensaurem Baryt neutralisirt, der Niederschlag abfillrirt,
und die abgelaufene Fliissigkeit ruhig hingcstellt ; es schied
sich nach mehreren Tagen diesclbe Gallerte in reichlicher
Menge ab.
Die Kieselflusssaure sclbst setzte wedcr in der Flasche,
worin sie aufbewahrt wurde, noch in einem offenen Gefasse, nach wochenlangern Stehen, nur den geringsten Niederschlag ab. Ebenso verhielt sie sich im stark verdiinnten Zustande.
Die Kieselflusssaure besitzt also als solche die Eigenscha ft, hi'eselsuure und manch' Silicate (lasische) in reichlicher Menge in AufEosung au erhallen. Dass die aufgelosten Stoffe sich nicht sogleich bei Sattigung der Saure
ausscheiden, kann nicht auffallen, da bekanntlich auch
Wasser eine geringe Liisungsfahigkeit gegen dieselben besitzt. Die Triigheit der Malerie aber gestattet nur eine
allmalige Ausscheidung solclier Stoffe, welche aus starker
losenden Medien in schwlcher losende iibergehen.
Was endlich die Losung der Frage betrifft, woher die
Verunreinigungen der hier in Untersuchung genommenen
Kieselflusssaure riihren, so unterliegt es wohl keinem Zweifel, dass die Kieselsaure von der beim Hineinleitcn des
Fluorkieselgases in Wasser sich bildenden Kieselsaure herstammt. Weit schwieriger ist es, anzugebcn, wie der
kieselsaure Kalk und das kieselsaure Eisenoxyd in die
Kieselflusssaure gekommen scin mogen. Ich vermuthe,
dass sie aus der Masse des Gefasses, in welchem die h e selflusssaure dargestellt oder anfangs oufbewahrt wurdc,
aufgenommen worden sind; die griine glascrne Flasche, in
welcher ich die Shure crhielt und aufbewahrtc, fand ich
nicht im hlindestcn angegriffen. Eine genauere Ermittelung der L'mstPnde, unter welchen solche Silicate von der
Kieselflusssaure aufgelost werden, mochte wohl der Auf-
Pollitz, Vorziige der atfen Beree'tung des Tart. tarlar. 271
-
merksam keit technischer Chemiker, welche Iiieselflusssiiure
in grosseren Mcngen darstellen, zu empfehlen sein.
Ueber die Vorzuge der alten Bereitung des
Tartarus tartarisatus ;
von
Fr. W. P o l l i t z ").
-Um zu erforschen, ob das Kali tartaricum nach der
alten ursprunglichen Vorschrift nicht mit pecunilrem Vortheil bereitet werden konne, wurde folgender Versuch
angestellt.
Es wurden 60 Grm. Crystalli tartari durch G!iihen in
einem mit AmylumausgestrichenenSchmelztiegel(s.Wackenr o d e r in Annul. d. Pharm. Bd. 21.) in kohlensapres Kali
verwandelt. Dcr kohligen Masse wurden nun 60Grm. gepulvcrter gereinigler Weinstein hinzugefugt, auf das Gemenge reineswasser gcgossen und so lange erwarmt, als
die Entwickelung von Kohlenssure dauerte. Die heisse
Salzlosung reagirte viillig neutral. Dieselbe wurde nach
24 stundigem ruhigem Stehcn filtrirt, die Kohle mit Wasser
gut ausgesusst und die erhaltenc wasserhelle Fliissigkoit
his zur moglichsten Concentration, ohne dass jedoch in
der Kiilte weinsaures Kali auskrystallisirte, eingedampft.
Nach 24stundigem Stehen hattc sich gar liein weinsaurer
__
0)
Hr. Y o I 1 i t z hat die folgenden Versuche auf meine Veranlassung
iinternommen, und, wie fast vorauszuseheii war, mit sehr grinstigetn Erfolge. Es ist abermals dadurch der Beweis gefilhrt,
dass die 1)arstellung der nieisten chemischen Prlparate in den
pharmaceutischen Laboratorieii keineswegs mit pecuniiirem Nachtheil verkniipft ist, nicht zu gedcnken der Vortheile, welche rnit
dem fleissigen Arbeiten in den Laboratorien der Apolbeken fur
die Belebung der wissenschaftlichen Pliarmacie verbunden sind.
In dem Verhfiltnisse, in welchein die praktische Chemie auf anderc E'gcher Einflusa gewinnt, scheint sie sich im Allgemeinen
aus den pharmacentischen Laboratorien zuriickzuziehen, \YO sie
einst in so hohemcrade, um nicht zu sagen, fast susschliesslich,
cultivirt wurde.
H. Wr.
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