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Ueber eine Verbindung von arseniger Sure und Schwefelsure.

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Verbindung von avseniger Saure und Schwefelsdure.
aufzusuchen, aber sie ist dessen ungeachtet fur gerichtlich-cheniische Untersuchungen von grosser Wichtigkeit,
da sie bei der Marsh'schen Methode eine doppelte Qefahr
zeigt, an die man bisher nicht gedacht hat.
Die erste Gefahr liegt darin, das Arsenik da zu
iibersehen, wo es vorhanden ist. Es reicht d a m schon
hin, dass die benutzte Schwefelsaure oder die zu untersuchenden Fliissigkeiten nur die kleinste Menge einer
nitrosen Verbindung zuriickhalten, um anstatt des Arsenwasserstoffgases den festen Arsenwasserstoff zu erhalten.
Der entgegengesetzte Irrthum konnte ebenfalls eintreten, wenn z. B. die angewendete Schwefelsaure gleichzcitig Arsenik und salpetrige Saure cntliielte. In diesem
Falle wurde der Versucli B blanc nur festen Arsenwasserstoff liefern, d. h. man wurde die Schwefelsaure fiir
arsenfrei halten. Brachte man nun die verdiichtige Flussigkeit hinzu und mit derselben die geringste Menge organischer Substanz, so wiirde nun der Arsenik des Apparats (aus der Schwefelsaure stammend) als Arsenwasserstoffgas cntweichen und einen verderblichen Trrthum erzeugen. (Coinpi. vend. 5. Oct. 1863. pag. 5.96.)
Also muss man bei Priifung des Zinks und der
Schwefelsiiure iin Marsh'schen Apparate Schwefelsaure
anwenden, die frei ist von nitrosen Vcrbindungen, und
dabei prufen, ob nach Zusntz kleiner Mengen von organischen Substanzen (etwas Zucker) sich reines Wasserstoffgas, frei von Arsenwasserstoffgas, entwickele.
I$. Ludwig.
Ueber eine Verbindung von arseniger Slare and
Schwefelslure.
Das Vorkommen von eigcnthumlichen Krystnllen von
SchwefelsAure haltender arscnigcr Siiure nuf einem Erzstucke cines Rosthaufens der Communalhiitte zu Okcr
wird schon von TJ l r i ch und F r i t z s ch e angcgeben.
Jedoch weit schoner und in vie1 grosserern Maassstabe
fand F. R e i c h diese Verbindung in dem Canale, welcher zur Aufnahme und Fortfiilirung der schwefligen Siiure
dient, die durch Verbrennung von Kiesen in dcr Killas
und RIuldner Hutte erzeugt und zur Qewinnung von
Schwefelsiiure benutzt wird.
AIs dicser Canal im vcrgnngenen Frulishr gereinigt
wurde, fand er sich gleich hinter der vermauert gcwesenen Eingangsoffnung, also in seineni kaltesten Theile, an
Verbitdung von arseniger Saure und ScliwefelsEzire.
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der Decke und an den Seiten dick niit einer aus lauter
lose zusammenhangenden Krystallen bestehenden Masse
auf mehrere Fuss Liinge bckleidet. Als R e i c h das Product
zu sehen bekam, war dcr C:mal schon einige Tage lang
offen gewesen, die Krystdle, bis 1 Zoll lmge und bis
1 Linie dicke Tafeln von nachstehender Form, waren
undurchsichtig, matt und grosstentheils hohl. An der
Euft wurden sie feucht und es lief aus ihnen eine sehr
concentrirte Schwefelsiiure nus, was bei einer grosseren
in eine Schale gebrachten Masse in abnehmender Progression Monate lang fortdaucrte, bis endlich die nun
wesentlich aus arseniger Saure bestchenden Krystalle, die
das Ansehen von Pseudomorphosen annahrnen, trocken
zuruckbleiben.
Rei Ocffnung des Einganges des Canals behufs einer
neuen Reinigung machte R e i ch eine interessante Entdeckung. Der etwa 7 Fuss hohe und 4 Fuss weite Canal erschien hinter dem Eingange mit den schonsten
wasserhellen Krystalldrusen 6 - 8 Zoll dick ausgekleidet.
Sogleich wurden einzelne Krystalle in trockene, gut verschliessbare Flaschchen gebracht. Aus der Untersuchung
der Krystalle ergab sich, dass nur Schwefelsaure und
arsenige Saure darin vorhanden waren, so dass sich eine
wasserfreie Verbindung von gleichen Atomen Schwefelsaure und arseniger Saure ergiebt, namlich in 100 Theilen:
Gefunden
Bereehnet imeh der Forriiel
so3
~ ~ 0 3 ,
SO3 = 27,81 Proc.
AsO3= 72,13 ,,
99,94 Proc.
28,777 Schwefelsiure
71,223 arsenige SPure
100.
Der gefundene Ueberschuss an arsenigcr Saure oder
Mangel an Schwefelsiiure mijchte entweder in d e n vorwaltenden Vorhandensein von arseniger Saure in den
Dampfen oder von einer Entweichung von Schwefelsaure,
sei es durch die Warme, sei es durch ctwas hinzugetrctene Feuchtigkeit, herruhren. Wenn man einen Krystall
in eineni unten eugeschmolzenen Glasrohrchen erhitzt, so
entweicht wnsserfreie, an der Luft dicke Nebel bildende
Schwefelsiiure, es setzen sich Tropfen von arseniger Siiure
ab und es bleibt geschmoleene arsenigc Saure zuruck,
die sich nur lnngsnin sublirniren Iasst. (Journ.fiir p r u k .
B.
Chem. Bd. 90. 3. Heft.)
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