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Ueber einige Eigenschaften der Calciumphosphate und des Calciumsulfats.

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Ueber cin. Eigenschaften d. Cdciumphoaphate u. d. Calcinmsulht,o.
563
Ueber einige Eigeiiscliaf'ten der Caleinmyhosphate
and des Caleiwisulfats.
Die Wichtigkeit der phosphorsiiarehaltigen Diingmittel
ist bekannt und sind es hauptsachlich 'die Supurphosphatc~,
welche sich bei den rationell wirthschaftenden Oeconornen
einer awgedehnten Antyendung erfreuen. Ale solche bezciclinet man alle die Diingepriiparate, welche nieistens den grossten Theil PhosphorsXure an Wasser abgegeben, wiihrend ein
anderer gehngerer Thcil ungelost zuriickbleibt. Neuerlich i s t
nun zu wiederholten hlalen die Beobachtting iemacht worclci!,
dass manche Superphospbate nach liingeretn Aulbewahren
weniger Phosphorsaure , ale kurz nach ihrer Darstellung a11
Wnsser abgegeben , welcher Ausfall die Agriculturcheriiiliui.
und Fabrikanten als z u rii c k g e ga,n g e n e P h o a p h o r 4 # u r c
bczeichnen. Da man nun den Werth des Superphosphats
nsch seinem Gehalt an loslicher P h o s p h o r s h e bemisst , so
lag es nahe, denGrund uber das Zuruckgehen dcr Yhospliorsiiuro kennen xu lernen. Birnbaum hllt es fur nitiglich, tlnw
sich durch Wasscraufnahme aus der Lutt das Gewicht des
Phosphats vermehrt nnd 80 der Procentguhalt an PhosyhorsXure verringert wird. Prof. Dr. E. E r l e n m e y o r , dcr sich
mit dem 8tudinm der phosphorsaurcn Salze und mit Untersuchungen von Superphosphat beschiiftigtc, hat alle die Vcrbindungen, welche als Geniengtheile des Superphosphats nuttreten , respect. darin angenommen werden miissen , chemiscli
rein dargestellt und unterwirft dieselben einer genancn 1%;fung auf ihre chemischen und physikalischen Eigenschnften,
von deren Ergebnissen er uns abschnittweis Mittheilungcn
macht.
1) M o n o c a l c i u m p h o s p h a t . Schon 1867 gab dwselbe die Zusammensetzung und Eigenschaften desselbe an.
Die Znsammensetzung dcs krystallisirten Salzes, wclbhcs in
gut ausgebildeten Tnt'eln von 1 1/2 Centimeter Seite dargestcllt
wurden, ergiebt sich aus folgender enipirisclicn Forniel :
Call P B0 9.
2) Yolgcndo rationclle Pormel iuiichte dcr ~vd~i~sc;Iieinlichste Austlriick seiner Constitution win.
564
Deter ein. Eigenachrften d. Calciumphosphate u. d. Cdciumsulfatfi.
Die Kry~talleverwittern bei looo, wo sie
1 Mol. Gew. Wasser verlieren. Der Ruck---OH &and nimint, an die Luft gelegt, das verlorne
-'@'
Wasser wieder auf und hat nach 3 4 Tagen
'4N1
sein urspriingliches Gewicht wieder , das sich
in der Poige nicht mehr andert. Die von
8
anhangender Phosphorsaure befreihn Krystalle
iindern sein Gewicht nicht, selbst wenn es
&
langere Zeit an einen sehr feuchten Ort gestellt wird, hingegen nimmt ihr Gewicht urn
das 2, 4 fache in dehn Tagen xu, wenn sie
(
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mit Wasser unter eine Glocke gebracht wer/
den, trocknen jedoch dann IQ wenigen Tagen
an freier Luft wieder vollkommen aus. Bringt
man das Salz rnit weniger als der 100firchen
Menge Wasser zusammen, so erleidet es stets
eine Zereetzung. Mit der 100fachen Menge Wasser geschiittelt, lost es sich vollkommen aut'. Der Piederschlag, welcher
sich beim Uebergiessen rnit der zehnt'achen Menge Wasser
bildet, lost sich nach langerer Zeit in der uberstehenden Flussigkeit auf. Wird die 40 fache Wassernienge angowandt, so
erfolgt die Lbsung nach einigen Tagen. Alle Losungen
scheiden beim Kochen einen Niederscvag ab. Beim zweitiigigen Behandeln mit absolutem Alkohol geht blos Phosphorsaure in Losung und enthalt der Rucketand ein Verhiiltniss von 6 6 & zu 5,7 P*Q5. Nit dem 50facben Gewicht
absoluten Glkohols eine Stunde lang am Ruckflusskuhler gekocht, zersetzt, es sich vollkommen i n freie Phosphorsiiurc, die
der Alkohoi gelost erhiilt und in &HPQ*, welchea zu Boden
fillt. Absoluter Aether verandert es nicht und kann da8
Salz durch Aether vollstiindig von der Mutterlauge befreit
werden.
D i c a l c i u m p h o s p h at. hue dem Vorstehenden ergiebt
sich , dass sich zviei verschiedone Dicalciun~phosghatebilden.
je nachdeln des Monocalcitimphosphat rnit kaltem oder heisseni
Wasser oder Alkohol behsndelt w i d . ErNteres hat die Zusammensetzung &Hb POG und die Constitutionsformel
,@H
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-011.
'+ 8 H
'0- c&-OH
Ueber, ein. Eigenschaften d. Calciumphosphate u. d. Calciumeulfate. 565
Das letztere hat die Zusammensetzung Ce HPB', wovon
die Constitutionsformel
Wird das eretere Salz bei 1000 C. erhitht, so verliert
es sein Waeser so langsam, dass ein 150stundiges Erhitzen
nothig ist, um 8s auf conatantes Gewicht zu bringen, befeuchtet man es aber taglich 4-5mal mit Wasser, so nimmt es
schon nach 60 Stunden ein constantes Gewicht an. Im trockenen Luftstrom bei looo erhitzt, giebt es in 36 Stunden 2 Mol.
Gew. Wasser ab. Mit Wasser gekocht, verliert es dieselbc
Waseermenge in einer halben Stnnde. Nach 24 stundigem
Kochen am Ruckflusskuhler zeigte das Waeser nur eine
undeutliche saure Reaction. Nach einstundigem Kochen mit
absolutem Alkohol auf dieselbe Weise bleibt das Salz unverandert. In einem sugeschmolzenen Rohr eine Stunde lang
im Waseerbade erhitzt, verliert ee ungefahr l'h Mol. Gew.,
nach 7stiindigem Erhitzen 2 Mol. Gew. Wasser.
T r i o a l c i u m p h o s p h a t . Von diesem Sake aei nur
erwahnt, dass sich 1 Mol. Gew. davon, in lufttrockenem Zustande mit 1 Mol. Gew. krystallisirtem Monocalciumphosphat
zusammengerieben, in einem Monat vollstiindig in GeH6PPBU
umsetzt. Dieselbe Umsetzung vollzieht sich in zwei Stunden,
wenn das Gemisch mit der 20fachen Menge absoluten Alkohol am Ruckdusskiihler gekocht wird.
C a l c i u m s u l f s t . Wird Gyps, der bei 120-130° bis
zum constanten Gewicht erhitzt wurde, mit dem 50fachen
Wasser geschuttelt und die Losung nach 10 Minuten abfiltrirt, so schiessen in kurzer Zeit Gypskrystalle in derselben
an, ein Beweis, dass das Wasser YOU dem erhitzten Gyps
eine grossere Menge als vom krystalliairten lost.
Specielle Versuche ergaben, dass in 82 Theilen der zuerst
gebildeten Losung 1 Theil wasserfreies Calciumphosphat enthalten ist. Zehn Minuten spiiter, nachdem sich schon G y p krystalle gebildet hatten, enthieltsn 170 Thl., nach 2 Tagen
391, nach 14 Tagen 495 Theile der abfiltrirten Losung
1 Theil wasserfreies Calciumphosphat. Die Temperatur der
Losungen lag ewischen 20 und 220. (Vortrag i. d. Sitr. d,
~ c d.kam, I, Ban, .g. RB,
37
566 Anfertipmg von rnit harzhaltiger Carbolaiiure getriinktem Gemebe.
rnath.-phys. 67.d. k. bayer. Acad. cl. Wi8sensch. vorn 2.Novbr.
1872. Sitzungsb. 2872. Heft Ill. Neues Jahrb. f. P h a m .
77. Bucliner.
Bdd. X X I I pag. 476.).
c. Sch.
Anfertignng yon mit harzhaltiger Carbolstlure getrznktem Gewebe,
Statt der von Prof. L i s t e r empfohlenen antiseptischen
Carbolslure - Gaze, deren Herstellung Schwierigkeiten verursacht, zieht E. L u n d es vor, die dazu zu verwendende Carbolsiiure vorher mit einem Harze zu verbinden, was sehr leicht
erfolgt und zugleich noch den Vorzug hat, dass dadurch die
scharfen reizenden Eigenschaften jener Siiure nahezu neutralisirt werden , wahrend deren Harzverbindung nach wie vor
bei der Temperatur des menschlichen Xorpers die Fahigkeit
besitzt, einen antiseptischen Dunst zu verbreiten. Bekanntlich verursacht die reine Carbolsaure beim Beriihren rnit der
Schleimhant, j a selbst rnit der Haut der Lippen, Schmerz
und Verletzung; aber eine Mischung von 1 Theil Carbolsiiure
und 5 Theilen Harz besitzt diese Scharfe keineswegs mehr,
ohne dsss die Siiure eigentlich als abgestumpft zu betrachten
iut, denn ihr Geruch hat dabei keine Einbusse erlitten. Lost
man eine solche, ausserst leicht und schon ohne Hiilfe von
Wgrme herxusteliende Mischung in Holzgeist, triinkt mit dieser Losnng feinen Calico nnd liisst denselben trocknen, so
besitzt man darin ein vortreffliches Verbandmittel bei Wunden etc., das niir den Fehler hat, zu sprode zii sein und den
Wunden zii fest nnzuhaften, welchem Uebelstande aber durch
Zusntz eines in Weingeist leicht loslichen fetten Oelcs, also
des Ricinnsols, leicht abzuhelfen ist. Die besten Verlial tnisse
daxii sind:
2 Unzen reine CarbolsXure,
Ricinusol,
2 99
reines Ham,
16 9 ,
Holzgeist.
110 7,
Zucrst erwiirmt man das Harz ziim Schmelzen, nimnit
es dann voni Peuer und setzt den dritten Theil des Holzgeistes hinzu ; wenn .beide gut miteinander vereinigt sind,
setzt man das zweite Drittel des Holzgeistes, worin das Riciniisol sich bereits gelost hefindet, und nun erst das letete
Drittel , welches die CarboiRinre enthalt, Iiinzu. Nachclem
bis ziir gleichniiissigen Vereinigiing aller Mateiien gut umge-
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