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Ueber einige Verbindungen des Thallions mit organischen Suren.

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Verbindungendes Thallions mit ovganischenEauren.
T h a 1 l i u m s e s q u i ch l o riir = Tl2 Cl3, erscheint in
schonen gelben hexagonalen Tafeln und ist ohne Zersetzung
loslich in leicht angesauertem Wasser in dem Verhaltniss
von 4 bis 5 Proc. bei 100OC. Es schmilzt bei etwas
unterhalb 4000 C. zu brauner fluchtiger Flussigkeit und
erstarrt zu einer g e l b b r a u n e n Masse von 5,90 spec.
Gewicht. Seine wasserige Losung wird durch reine und
kohlensaure Alkalien b r a u n gefAllt.
Die genannten Chlorure konnen noch 1 bis 1,5Aeq.
Chlor absorbiren und wenig bestandige B y p e r c h l o r i d e
bilden, welche schon' beim Erwarmen sich zersetzen.
H. Ludwig.
(Lamy, Compt. rend. 8. Dechr. 1862.)
lieber einiga Verbindungem des Thallions mit
organisehen Siiuren,
F. K u h l m a n u Sohn ging zur Darstellung dieser
Verbindungen meistens vom kohlensauren Thalliumoxyd
aus. Dieses bereitete er sich, indem er eine wenig concentrirte Losung des schwefelsauren Yalzes mit Barytwasser
im Ueberschuss versetzte und dann Kohlensaure durch
die Flussigkeit leitete. Nach Verjagung des Ueberschusses der Kohlensaure durch Kochen, liess sich das
kohlensaure Thalliurnoxyd durch langsames Verdampfen
in langen dunnen Blattchen gewinnen.
Die organischen Salze des Thalliums haben in ihren
Eigenschaften viele Aehnlichkeit mit denen des Kalis
und Natrons; sie sind farblos, mit Ausnahme der Ferrocyan- und Ferridcyanverhindung und des pikrinsauren
Salzes; die meisten sind sehr loslich in Wasser und
krystallisiren leicht.
Bei der Anal>-se hat K u h l m a n n Sohn drei versc!iiedene Methoden befolgt:
1) Die Cyanverbindungen wurden analysirt, indem
der Stickstoff und Wasserstoff und ausserdem in den
Sulfocyanverbindungen der Schwefel bestimmf wurde.
2) Die sehr leicht loslichen Salze, wie das oeutrale
weinsaure , das paraweinsaure, das essigsaure und
dns aineisensaure Thallion wurden durch Zusatz eines
Ueberscliusses von Salzsaure zu ihrer concentrirten Lasung in Thalliumchlorur ubergefiihrt. Dieses wurde mit
Alkohol von 0,800 spec. Qewicht gewaschen und bei
1000 gezrocknet.
Verbindurgen des Thallions mit organischen Sauren. 257
3 ) Die Unloslichkeit des Thaliiumplatinchlorids wurde
weiter noch zur Analyse der Salze benutzt.
Zur Bestiitigung der Analysen wurden haufig der
Kohlenstoff und Wasserstoff bestimmt ; die Salze waren
alle bei 1000 getrocknet und das Aequivalent des Thalliums 5u 204 nach L a m y angenommen worden.
0 x a 1I a n t e S a 1z e. Das neutrale Salz ist ziedich
loslich im Wasser, unloslich in Alkohol und Aether.
Durch langsames Verduasten der Losung erhZilt man sehr
regelmassige Krystalle in der Gestalt von kleinen, diinnen
quadratischen Blattchen. Zusammensetzung 2TI0, C4O6.
Durch. Erhitzen einer Losung von neutralem oxalsauren Salz mit Oxalsiiure erhalt man ein wenig losliches,
in glimmerartigen Blattchen krystallisirendes und in der
Warme leicht verwitterndes Salz, das das saure oxalsaure Thalliumoxyd darstellt und die Formel T10, HO,
Ca 0 6 besitzt.
W e i n s a u r e Salze. Daa weinsaure Salz ist zerfliesslich und schwer krystallisirbar, es ist in Wasser
und Alkohol wenig loslich. Schon durch die Einwirkung
der Luft scheint das Salz verandert zu werden, da es
sich nach und nach schwarzt.
Ein Ueberschuss der Weinsaure schlagt aus der
Losung des neutralen Salzes saures weinsaures Salz kry stallinisch nieder. Zusammensetzung T10, HO, C S H4 0 1 0 .
Durch Erhitzen von Antimonoxyd mit einer Losung von
saurern weinsauren Thalliumoxyd erhalt man eine Art
T h a11ium b r e ch w e i n s t e i n , der in Nadeln krystallisirt.
P a r a w e i n s a u r e s Salz. Sehr loslich in Wasser;
es bildet zu Gruppen vereinigte prismatische Krystalle.
A e p f e l s a u r e s Salz. Zerfliesslich, schmilzt unter
1000; es krysallisirt leicht.
C i t r o n e n s a u r e s S a l z . Sehr zerfliesslich, krystallisirt schwer in seideglanzenden Biischeln. Zusammensetzung
3~10,~ 1 2 ~ 5 0 1 1 .
A m e i s e n s a u r e s S a l z . Sehr loslich in Wasser,
schmilzt unter 1000 ohne Zersetzung. Zusemmensetzung
TIO, c2 ~ 0 3 .
E s s i g s a u r e s S a 1z. Zer0iesslich, durch langsames
Abdt\mpfen bei 100 0 nur schwer krystallisirt zu erhalten,
riecht stets schwach nach Essigsaure, sehr loslich in
erwarmtem Alkohol, yoraus es beim Erkalten in seideglhzenden Warzen krystallisirt.
B e n z o G s a u r e s Salz. K stallisirt in perlmu6,ergllinzenclen Schuppen und ist nic t fliichtig.
17
Arch. d. Pharm. CLXVI. Bde. 3. Hft.
T
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Thallium im Teblur.
H a r n s a u r e s Salz.
Zeichnet sich durch seine
grosse Unloslichkeit aus.
P i k r i n s a u r e s S a l z . Krystallisirt in seideglanzenden Blattchen, ahnlich denen des pikrinsauren Kalis.
C y a n v e r b i n d u n g e n . Das Cyanthallium erhllt
man als krystallinischen Niederschlag, wenn man nach i d
nach eine concentrirte Losung von Cyankalium einer gesattigten Losung von kohlensaurem Thalliumoxyd zusetzt.
Es ist in Wasser unloslich.
Setzt man eine goncentrirte Losung von Ferrocyankalium zu einer gesattigten Losung von kohlensaurem Thalliumoxyd, so erhalt man kleine Krystalle von F e r r o c y a n t h a l l i u m , welche in einem Ueberschuss des Ferrocyankaliums loslich sind.
Die S ch w e f e l c y a n v e r b i n d u n g wird erhalten,
wgnn man statt des Ferrocyankaliums ScKwefelcyankalium anwendet. Sie hat die Zusammensetzung TICZNS2,
auf Eisensabe ubt sie dieselbe Reaction aus wie Schwefelcyankalium.
C y a n s a u r e s Salz. Es kann leicht in kleinen
glanzenden Schuppen erhalten werden, indem man einer
alkeholischen Losung von cyansaurem Kali eine Losung
von essigsaurem Thalliumoxyd zusetzt. Loslich in Wasser,
fast unloslich in Alkohol. Zusammensetzung T10, C2 NO.
(Conzpt.rend.55.-2tschv. f.Chem.u.Pharna.5 .Jalirg. 22.) B .
Thallium im Tellnr.
W e r t h e r fand bei der Untersuchung eines von
Dr. M a r q u a r t in Bonn bezogenen Tellurs, dessen Spectralreaction er kennen lernen wollte, dass die charakteristische grune Thalliumlinie auf 117 - 1180 der Scala
(die Natriumlinie auf 100 gestellt) in ausgezeichnetem
Glanz, aber schnell vorubergehend, auftrat. Dabei waren
das blaue und grune Feld des Spectrums sehr hell erleuchtet und mit einer grossen Anzahl Linien erfullt, die
W e rt h e r dem S e 1e n zuschreiben zu mussen glaubte,
dessen Anwesenheit durch den Geruch vor dem Lothrohr
sich verrieth.
Durch starkes Erhitzen des fraglichen Tellurs in
einer Retorte wurde SO vie1 eines Sublimats erhalten,
dass es zu mehreren spectroskopischen Prufungen dienen
konnte. Dasselbe bestand aus eider bleigrauen glanzenden Masse, die sich im Spectroskop ebenso verhielt wie
das urspriingliche Tellur, nur entfaltete sicb die griine
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