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Ueber Einwirkung der Klte auf die Lebensfhigkeit der Trichinen.

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Einwirkung der Kalte auf die Lebensfiihigkeit der Trichinen.
erscheint unmiiglich. Dagegen gelang es L d e r nach vielen Versuchen, dem Leinsamen pulverdas Oel, die Ursache seines Verderbens,
zu entziehen, ohne dadurch dessen heilsamen Eigenschaften zu
schaden. Die Frage , ob Leinsamenpulver, das gihzlich von seinem
Oel befieit ist, doch noch alle seine urspriinglichen erweichenden
Eigenschaften besitzt , beantwortete schon 1868 Deschamps (d'Avallon)
in seinem Compendium der Pharmacie bejahend. Vergleichende
Versnche zeigten Lailler, dass von dem nach seiner Methode enttilten Leinsamenpulver ein gleiches Clewicht mehr Schleim gab ah
frisch bereitetes. Zu einem Umscldag von passender Consistenz
waren 25 o/o weniger von dem entblten Leinsamenpulver erforderlich
wie von dem gewbhnlichen. Die Umschlige mit ersterem Pulver
sind weniger schwer und bleiben langer warm, wie die mit dem
.zweiten. Bei Bereihng von Umschliigen mit entoltem Leinsamenpulver entwickelt sich kein unangenehmer Fettgeruch, wie dies bei
gewi3hnlichem Leinsamenpulver der Fall ist. Der. Hauptvorzug des
entdlten Pulvers besteht darin, daas es wegen seiner Befreiung von
Oel nicht ranzig werden kann. Verf. fiigt noch bei: die Unveriinderlichkeit des Pulvers beziehe sich nur auf sein Ranzigwerden,
im tibrigen erleide es wie alle vegetabilischen Pulver mit der Zeit
Veranderungen , die einen Theil seiner erweichenden Eigenschaften
vernichten, aber ihm nicht die reizenden Eigenschaften mittheilen,
welche die Oxydation des Oeles veranlasst. Das Entfernen des
Oeles aus Leinsamenpulver ist nichts neues, alles im Handel verbreibb Leinbl hat keinen anderen Ursprung; aber das Oel vom
Leinsamenpulver zu trennen, ohne irgendwie seinen Schleimgehalt
au verringern, ohne ihm eine schadliche Eigenschaft mitzutheilen,
ohne die Art seiner Verwendung zu h d e r n und ohne seinen Preis
merklich zu erhohen, halt Lailler fiir einen Fortschritt. Alle diese
Vorziige wurden von ihm, unter Beobachtung gewisser Bedingungen
bei der Ausfiihrung, durch Behandeln des Leinsamenpulvers mit
Schwefelkohlenstoff erlangt. fR6'pertoire de P.urmacae. Tome X .
pag. 439.1
C. Kr.
Ueber Einwirknng der KIllte auf die Lebensmhfgkeit
der Triohinen bringen B o u l e y und G i b i e r folgende Kttheilungen.
Von einem als trichinenhaltig erkannten Schinken wurden 2 Stiicke
Fleisch, das eine 950 g. und das andere 1120 g. schwer in zwei
I(iilteapparaten einer Temperatur von - 22O bis
27O anagesetzt;
w h
Stunden wurden sie herausgenommen und constatirt, daas
Bie in ihrem Innern eine Temperatur von - 20° erlangt hatten.
Die mikroskopische Untersuchung liess in dem der Kate nicht
ausgesetzten Fleische die lebenden Trichinen leicht erkennen, von
denen bei einer Wiirme von 35 bis 40° die aus ihren Kapseln ausgetretenen sich lebhaft aufrollten, wghrend jene, die noch eingekapselt
waren, sich ?;usammenrollten. Wurde weiter erhitzt, so bewegte
-
Eigenschaften der antisept. Mittel u. der flucht. Producte der Faul niss. 2J1
sich die Trichine ungestiim, wurde dann unbeweglich: sie war von
der Hitze getiidtet. Die Trichine des gefrorenen Fleisches blieb derselben Probe ausgesetzt unbeweglich. Sie verlor erst ihre Gestalt,
als durch den m u s s der Hitze, die Eapsel sich zusammenzog.
Todte Trichinen fiirben sich mit Methylanilinviolett ebenso
intensiv , wie die Huskelfasern. Lebende Trichinen widerstehen
dieser Fiirbung Enger als 8 Tage. Wenn man sie durch Hitze tijdtet,
so fiirben sich die Trichinen fast augenblicklich. Man kann auf
cliese Weise leicht die Lebensfahigkeit in gefrorenem und anderem
Bleische constatiren. Die in dem ersteren flirben sich sofort, wZihrend
die in dem anderen ihre Durchsichtigkeit behalten. Ein gleiches
Resultat geben Ammoniumpicrocarminat und Anilinblau. Nilhrt man
Viigel mit trichinenhaltigem Fleische, so werden ihre Muskeln nicht
von den Embryonen der Trichinen erfiillt, wie dies bei den Menschen
und Schweinen der Fall ist. Die lebend verschlungenen Trichinen
(lagegen fangen im Innern der Vijgel an sich zu entwickeln und
weil sie der Einwirkung der Verdauungssafte widerstehen, so findet
man sie lebendig im Darmkanal und den Excrementen. Die todte
Trichine dagegen wird verdaut und h d e t man von ihr keine
Spur mehr.
Die Verf. gaben fiinf Vigeln von dem gefrornen Fleische und
fiinf andern von dem nicht gefrornen und fanden im Darm und den
Exorementen der mit gefrorenem Fleische gefiitterten Vijgel keine
Trichine, dagegen sehr viele bei den Vijgeln die mit Fleisch gefattert worden waren, das man nicht hatte gefrieren lassen. Das
gefrorene Fleisch zeigt keine Veranderung nach dem Aufthauen, so
class man zwischen den Stiicken, die gefroren, und jenen, die nicht
gehoren waren, keinen Unterschied auffinden kann. Ein von den
Verfassern neuerdings mit einem trichinenhaltigen Schinken von
7 Eilog. Gewicht vorgenommener Versuch zeigte, dass eine Temperatur von - 120 bis - 1 5 O geniigt, um die in ihm enthaltenen
Trichinen zu vernichten. Durch diese Versuche scheint also der
Beweis geliefert, dass es urn Trichinen zu tiidten genugt, wenn
man das verdachtige Fleisch einer Temperatur von - 15O bis - 20°
aussetzt. fRe$ertozi.e de P h m a c i e . Tome X . pag. 419.)
C. Kr.
Ueber die Eigenschaften der antiseptischen Mittel und
der fliichtigen Producte der Flulniss bringt Dr. G. L e Bon
e k e Reihe von Beobachtungen. Das Desinficirungsvermijgen irgend
eines antiseptischen Mittels ist urn so schwacher, je Uter die Faulniss
ist. Nimmt man als Nomdiliissigkeit eine wiisserige Lijsung, die
ihres Gewichtes zerhacktes Fleisch enthdt, so haucht diese
Lijsung in der ersten Zeit h e r Faulniss einen schlechten Geruch
aus, der jedoch leicht durch eine relativ kleine Menge des antiseptischen Mittels zerstijrt wird. Nach Verlauf von etwa 2 Monaten
werden sich neue K6rper mit einem speciellen Geruche entwickelt
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