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Ueber Furfurol.

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ARCHIV DER PHARNACIE.
CVIIT. Bandes erstes Heft.
Erste Abtheilunfl.
1. Physik, Chemie rind praktische
Pharmacie.
Ueber Furfiirol ;
YOll
3. IT. D i i b e r e i n e i . .
-
.
.-
F o w n e s ’ s und C a l i o u r s s hijchst intercssantc Beobachtungcn uber das chemisclic Vcrhaltcn dcs bercits vor
28 Jahrcn cntdecktcn Furfurols liabcn sicli bei Wicdcrholung der, von dicscn Katurforschern darnil angcstcllten
Versuchen vollkommen bcstGtig1.
Ich nannte das neuc Product kunstliclics Amciscnol,
weil ich cs bei der kiinstlichcn Darstcllung der Formicylsaurc durch Belinndlung tics %uckcrs mil vcrdunntcr
Sch we fclsaure u n d Ma nga n h y p c rox.! d er h a I ten ha L Ic. J etz t
wiirde ich 6:s lieber Saccharol ncnncn. \veil es 4 ) zucrst
aus dcm Zuckcr cnlstandcn ist und \veil sic11 dann 2) scinc
Bildung durch die Formcl
.5 CG € 1 6 0 6 - 18 €10= 2 C I S 1 1 6 0 6
ausdriiclten licss. Doch dcr Kamc Furfurol ist auch passend, wcil us in griisster Menge aus Iilcic gcwonnen wcrden kann, wcnn man dicsc mil Scliwefclsaure und Wasscr
in dem von C a h o u r s empfolilenen Vcrhiltniss destillirt.
Zuckcr, Amylum und lichtcnc und cichcne Siigcspiine
allcin einer glcichcn Behandlung unterworfcn, lieferten
auch mir kein Furftrrol ’).
a)
Bei der Destillalion der Siigespiine V O I I Eicllenholz mil verdiinnter Scliwefelsiiure und Banganbypororyd wird bloss Ameisen-
Arch. d. P h w m . CVIII. Bds. 1. lift.
1
2
Doterein er,
Am meisten intewssirte mich das von F o w n e s bcobachtete Verhalten des Furfurols gegen Ammoniak und
die Urnwandlung des Furfurols in eine sehr machtige organische Salzbasis.
Das Ammoniak reagirt in der That so ausgczeichnct
auf das Furfurol, dnss es fast die kleinste hlensc dcs lclztern in einer wPsseriSen Auflosung anzeigt, und als Amid
ausscheidet, besonders wenn man die Mischung etwa 44
Stunden lang an einem kuhlen Orte stehen Iiisst und sie
eiriige Ma1 umriihrt. Dieses Verhallen rnachk es mir moglich, das Furfurol aus dern wasseriscn Kleiendestillat obne
alle Muhe ausszucheiden und das dadurch Sebildete Furfurolamid zur Darstcllung des Furfurols und des Furfurins
zu benutzen.
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siure
unrl zwar in bedeiitender Menge - a b e r lcein Furfurol gehildet. Uiesc Ersclieinuiig - das huftreten der genanneriiinerte mich n i i eine Beobachtung des Cammerten Siiure
herrn v o ri G e r s d o r f aus IYeirnar. Derselbe erziihlte mir,
dass die Luft dcr noch leeren Schubladen einer neuen Comniode
von Eichenholz imrner stark nach Anieisensiiure ricehe, und
ersuchle iiiicli, die Ursache dieser Erscheinung zu erforsclien.
Ieh hberzeugte mich persdnlich yon der Richligkeil dieser Beobachtung und schlug dnrauf llerrn y o n C e r s d o r f , der darnnls
eifrigst ineiiie academischen Vortrzge besuchte und sellist flcissig
chemiculirte, vor, in die leeren Schubladen etwa i Quentchen
Kalkliydrat auf I'apier ausgebrcitet zit lcgen und diesen inehrerc
Wochen lang dariii versclilossen zu erlialten. Nach 4 oder 5
M'ochen wurde genanntes lrydrat untersucht und da zeigte es
sich dcnn, dass etwa niehr als die IIdfte desselben theils init
Kohlenslure, tlieils niit Ameiscnsiure beladeu war: letztere
ofenharte sich deutlich durch ihre eigenthiimliche Reaction auf
~alpetersaiires Silberoxyd u n d Quecksilberoxydul, so dass ikre
Cegenwart keinen Augenblick bezcveifelt werden konnte. Aber
woraus entstanden diese Sauren? bildeten sie sich durch dia
oxydirende Thiitiglwit der Luft aus der Gerbsiure oder dem
Nolte oder ciner andern Substanz, womit der Verfcrtigcr der
Commode das tlolz vielleiclrt getrRnlit hatte? Ieh lcann diese Fragen zur Zrit noch nicht beantwortcn, will nber a n Red'tenb a ch er's ErfHhrung erinnern, nacli welcllcr auclr fellchic Tannennadeln beim Verwesen Anieisensiure exhaliren.
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3
iiber das Fcwfurol.
Das aus dem Furfurolamicl durch Dcstillatioi: dcsselhen rnit verdunnter Salzsaurc und Chlorcalcium dargcstellta Furfurol besitzt nictit a k i n den Geruch dcs CassiaGIs, sondern auch die slarke lichtbrechende Kraft des
letztcrn und erlialt sich, wenn es mit Wasser bedeckt
ist, lange Zeit unveriintlcrt.
Wcndet man zur Zersctzung dcs Amids conccntrirte
Salzsaure (1,43 spec. Gcw.) und d i e s im Ueberschusse an,
so gewahrt man bci nachhcriger Dcstillation dcs Gcmisches
cine hiichst uberrascticndc Ersclieinung. Der Dampf des
Furl’urols erschcint dann niimlich nicht farblos, sondern
so inlcnsiv viofettfarbig wie dcr des Jods und man crhPlt
nun cin Destillat von gleichcr Farbe, wclches aber sehr
schnell zcrsetzt wird, indem sich cine grosse Menge kohliser Substanz theils in IIaulchen, theils i n Flocken ausscheidet unti salzsiiurehaltiges Furfurol zuruckblcibt. Rcctificirt man dicses nacli seiner Vermischung rnit gebrannter
Nagnesia, so crscheint es wiedcr rein, abcr sehr vermindert
und man muss daher bei der Darstellung des Furfurols
aus scincm Amitle immcr nur verdunnte Salzsiiurc, und
dime sclhst nic im UcbciwAiusse anwendcn, wenn man
allcn Verlust vermciden will.
F o w n c s ‘s Furfurin. wclches durch Behandlung des
Furfurohmids mit sehr vcrdunnter lialilauge gewonnen wird,
ist in Bcziehung auf seine Natur und Reaction in dcr That
als das Yrototyp allcr kiinsllichen, saucrslofialtigcn Pflanzenbascn zu bctrachtcn, dcnn es rcagirt stark alkalisch,
verbindet sich sogar mit Kohlensiiure und bildet als Chlorid niit den Chloriden dcs Platins, Iridinms, Palladiums
und Goltles krg’~ta1lisirbareDoppclsalze.
Auch C o I1 o u rs’s nThiofurolu (Schwcfeldiebol!) slellte
ich dar, untl es gelang mir, nus den 1)estillationsproducten
desselben die mit den1 Farbcnspiel der Diamanten glanzenden. prisniatischen Kryst3lle, das C ’ a IIy O’, zu gewinnen. Will man diese Ihystallc so schiin crhaltcn, wie sie
immer nur im erslen Ki.ystallisationsprocessc auftreten, SO
d a d man sie nicht zum zweitcn Male in Alkol~olaufliisen,
sondern bloss damit abspiilen, und dann in warmer Luft
4*
4
Wackenroder,
trocken werden lassen. Uebrigens verdient dieser liorper
noch naher untersucht zu werden, denn ich glaube wahrgenommen zu haben, dass er sich ebenfalls mit Ammoniali
zu einem Amid verbindet, welches von ganz anderer Katur
als das Furfurolamid ist. (Journ. fur prakl. Chemie B3. 46.
p . 167.1
Diese Arbeit meines jiingst verstorbenen hochgeehrten
Collegen und Freundes D 0; b e r e i n e r glaubc icli wiirtlich
wiedergeben zu mussen, wcil sie die letzte war, welche
er nur wenige Wochen vor seinem schnell erfolgten Tode
beendigte. Das von ihm dargestellte Purfurin, von welchem er niir einc Probe erst vor Kurzem mittheilte, bildet
ein seidenglanzendes Haufwerk lockerer Krystalle, ahnlich dem schwefelsauren Chinin, yon schwach briiunlicher
Farbe. Einzelne Krystalle crscheinen als farblosc feine
Nadeln, die sich abcr unter dem hlikroskop haarformig,
glasgllinzend und durchsiclitig darstcllen, und keine beH, Wr.
slimmte prismatische Form crkennen lassen.
Ueber die mahre Zusainmensetzring des
Boraxmeinsteins;
yon
H. Wac k e n r oc l e r .
__
-
Schon irn Sommer 1846 fand sich eine Yeranlassung,
den Absatz, der sich aus der Losung des oficinellcn Turlarus 6orazatus bildct, naher zu untersuchcn. Die mannigfachen Untersuchungen, die sich in natiirlichcr Folge
an die Resulbate der crsten, in besonderer Absicht arisestelllen Yersuche anreiheten, gewahrten, wie ich glaube,
eine Einsicht in die wahre Zusammensetzung des Boraswainsteins. Es schien nun aber auch wiinsclicnswerth,
die darauf gegriindete verbessertc Yorschrift ZUT Darstellung dcsselben auf synlhetischcm Wcgc zu prufen. Dadurch hat sich tlcr Abschluss dcr Arbeit verzogcrt, worauf
ich auch bereits in einer Nachschrift zu der Abhandlung
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