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Ueber Kawarwurzel.

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R. Boehm u. K. Kubler: Iiawarwurzel.
Herechnet fiir CjOHSZ020:
C
H
40CH,
1 Mol. Zurker (180)
59,88
8,lO
12,OO
17,OO
GG3
Gufunden ini M i t t .1:
59,7 2 " o
S,24O,,
lo,40~o
16,03.
Das wasserunlosliche Produkt der hydrolytischen Spaltung
des Vincetoxins enthielt noch 0,96% Methoxyl. Bei der Behandlung
desselben rnit alkoholischem Kali (vergl. vorige Abhandlung pag. 638)
entstand k e i n e Zinimtsaure und wurde uberhaupt kein definierbarer Korper erhalten.
Die Ergebnisse hinsichtlich der Glykoside lassen sich deiiinach kurz dahin zusammenfassen, daB Kondurangin und Vincetoxin,
wenn sie auch eine gewisse Aehnlichkeit miteinander haben, doch
in cler Zusammensetzung und anderen wesentlichen Eigenschaften
verschieden sind. Vincetosin ist stark linksdrehend - Kondurangin
optisch inaktiv. Aus beiden Glykosiden wird bei der Hydrolyse
Glykose abgespalten.
Das alkoholische Extrakt der Vincetosicumwurzel enthalt,
wie sich ganz sicher herausstellte, keine Spur von Kondurit. Dagegen kann man daraus durch geeignete Behandlung mit Methylalkohol ca. 396 der verarbeiteten Droge an krystallisierter
8 n c c h a r o s e gewinnen. AuIJerdem ist durch Darstellung von
Qlykose-Phenylosazon (Sclimp. 306O) und Glykose-Diphenylhydrazon (Schmp. 1610) Glykose als Bestandteil des alkoholischen
Extraktes nachgewiesen worden.
Aus dem pharmakologischen Institut der UniversitBt Leipzig.
Ueber Kawarwuriel.
Von R. B o e h m und I<. K u b l e r .
(Eingegangen den 29. 1X. 1908.)
Durch Vermittelung des Leiters der offentlichen Auskunftsstelle fur Auswanderer in Dresden, Herrn K. K 1 o e s s e 1, gelangte
uiiser Institut vor einiger Zeit in den Besitz von zwei Kilo der sogeiianiiten ,,Kawarwurzel'', einer neuen Droge, die von eineni
Missioiiar als Heilniittel gegen K r e b s aus Afnka (Transvaal)
nach Deutschland geschickt worden war. Herr K 1 o e s s e 1 teilte
mit, daIJ die botanische Zentralstelle fur die Kolonien in Dahlem
bei Berlin zwar die Spezies der Staminpflanze der M'urzel nicht
664
R. B o e h m u. K. I i u b l e r : Ii'awarwurzel.
bestimmen, wohl aber fest,stellen konnte, da13 sie der Faniilie der
Asclepiadaceen angehort .
I m nachstehenden sollen in Biirze die Ergebnisse der Vntersuchung der Wurzel niitgeteilt, merden.
Die Droge bestand aus den in Querscheiben zerschnittenen
Wurzeln und aus Stengelstucken. An den kreisrunden Wurzelscheiben
(1,5-3,6 cni im Durchmesser) ist das gelbe Holz scharf gegen die fast
weiBe, mehlige, bis 6 nim breite Rinde abgegrenzt; an vielen, besonclers
den groBeren Stiicken, hat sich die helle Rinde ringformig vom Holzzylinder abgolost . Uas Holz erscheint niakroskopisch grobporig. in
radialer Richtung zrrkliiftet ; von der Rinde befreite Holzfraginente
fasern sich leicht in axialer Richtung auf. Die BuRere Oberflache
ist durch Schrumpfung sehr uneben und von graugelblicher Farbe.
Sehr eigentiinilich ist das Aussehen der bis 10 cni langen Stengelstiicke.
Die lhgeren sind von auBen her nocli iiiit inehreren ca. 2 ciii von exinander entfernten parallelen Einschnitteii versehen ; sie bestehen a u s
einer hellgelben oberfllichlich glanzenden und der Lange nach in Falten
gelegteii perganientalinlichen Hiille ( AuBenrinde des Stammes), die
lose, lange, derbe, parallel angeordnete Fasern umgibt, die Libriformbiindel, die von dem lockeren Stengelgewebe nach dem Eintrocknen
allein nocli ubrig geblieben sind. Die Droge verbreitet einen nicht
unangenehnien intensiveri aromatischen Geruch und schineckt sehr
stark bit,ter.
M i k r o s k o p i s c h e V e r h a 1 t n i s s e d e r W u r z e 1.
Die Rinde ist init regelmaBigem Tafelkork bedrckt ; Horkzellen selir
diiniiwanclig, wenig gefarbt. Die primare Rinde enthiilt an ilirer
auiuBeren Grerize vereinzelte groRe gelbe Steinzellen. zuweilen auch
Steinzellennester : auRerdem einen einfachen weitlaufigen Ring sehr
dunn- und langfaseriger Rastfa,serbiindel; die ganze ubrige Rinde ist
frei vou sklerenchymatischen Eleinenten.
Milchrohren sind sehr sparlich in der Rinde zu finden, Calciumosalat selir reichlicli, in der Rinde nur Drusen, im Holz (die Sklerenchxrrifasern begleitend) auch Einzelkrystalle ; das Grundgewebe diclit iirit
kleinen Ainylunikornern gefiillt. In der sekundaren Rinde schniachtige
Phloemstrange (von Iirystallkainniern unigeben) und breite Markst,rahlen; das Holz besteht aus sehr weiten Tracheen init dichtstehmden
ovalen Hoftiipfeln, Sklerenchyinfasern, Holzparenchyiii und breitni
Markstrahlen.
C 1~e m i s c h e U n t e r s u c h u n g. Hierbei hat sich der
bei der Analyse der Kondurangorinde eingeschlagene Weg
sehr gut bewahrt.
Das a t h e r i s c h e Extrakt, gab bei
der Destillation mit Wasserdampf eine gute Ausbeut'e an
i t h e r i s c h e m Oel.
Aus dem alkoholischen Extrakt (aus der Droge nach vorhergehender Ersch6pfung niit Aet,her hergestellt) wurde analog den1
R. B o e h m
u. I<. K u b l e r : Kawarwiirzel.
Kondurangin das Glykosid K a iv a r i n gewonnen
in der Wurzelrinde entlialten zu sein; nian erliielt :
665
Es scheint.
am 80 g der G?samtw.urzel 3,0 g Rohglykosid ( 3 , 7 5 O , , )
,, f300 ,,
28,O .,
(4,5(J96 )
,, 178 ,, Wurzelrinde
8,O ,,
(4,49%)
,, den1 Holz allein
0
,,
0
,I
Das Kohprodukt blieb irn Kapillnrrshr unverGndert his 90
iind zersekte sich inter (<3?entwickclimghi 112O.
Mit Hilfe des friiher (bei Kondurangin) beschriebenen
Reinigungsverfahrens erhielten a i r das K a M a r i n als fast farbloses amorphes Pulver, unloslich in Aether, leicht und in jeder
Verdunnung klar loslich in Chloroform und leicht loslicli in Wasser.
Das Pulver blieb nunmehr iin Kapillarrohr unverandert bis 132*
und zersetzte sich unter Gasentwickelung bei 188O. Die stark
schaumende und neutral reagierends wasserige Losufig ist
o 1) t i s c h i n a k t i v ; beim Erhitzen verhalt sie sich genau \vie
eine Konduranginlosung, triibt sich, n ird gallertig und kliirt sich
wieder heim Erkalten; F e h 1 i n g’sche Losung wird nicht reduziert ;
Jodkaliumjodquecksilber ruft in der stark mit Schwefelsaurc angesauerten Losung einen flockigen Nieclerschlag herror.
Bei der Analyse gaben:
1. 0,1910 g 0,1430 H,O und 0,4115 C 0 2
2. 0,1743 ,, 0,1330 ,,
., 0,3777 ,.
Bei der Methoxylbestimmung :
1. 0,2970 g 0,2065 AgJ, entsprecliencl 0,18 OCH,
2. 0,3155 ,, 0,1470 ,,
9,01
,,
1.
2.
3.
4.
C
58,75 59,089;
__
H
8.37
8,53%
OCH, 9,18 9,010/,
Die Spaltung des Glykosids mit verdiinnter Schv efelshui e
verlief nie beim Kodurangin. I n der von den amorphen Spaltunpsyrodulrten und der Sch\\efelsiiure befreiten Losung fand sicli
giirungsfahiger rechtsdrehender Zucker ; z n ei quantitative Bestimmungen (nach A l l i 11 n) ergaben davon (auf die Menge des
ange\\andten Glykosids berechnet) 21,88-22,16~0 Zucker.
Aus dem nocli schwach (0,496) niethoxylhaltigen amoiplien
Spaltungsprodukt erhielten wir durch Behandlung niit alkoholischc ni
Kali k e i i i e Z i m m t s a u r e .
Der in Aceton unlosliche Teil des alkoholischen Extraktes
n-urde in 11 Ksseriger Losung mit Bleihydroxyd behandelt, hi, cine
6G6 W. T r a u b e : Einwirk. d. Ammoniaks a. Methyliithylketon.
Probe des Filtrates durch Bleiessig nicht mehr getriibt wurde. Das
entbleite Gesamtfiltrat war dann stark rechtsdrehend und gab
niit Phenylliydrazin reichliche Mengen eines gut krystallisierendcn
0 s a z o n s vom Schinp. 2150. Die Identifizierung des zugehorigen
Zuckers war bis jetzt nicht moglich. Die aus dem Rohglykosid
durch Chloroform abgeschiedenen Massen, gleichfalls durch Bleihydroxyd gereinigt, fiihrten zu einer stark linksdrehenden Fliissigkeit, aus welcher sich durch Phenylhydrazin ein bei 217')
schmelzendes schones Osazon abscheiden lieB. AuDerdem befaiiden sich in der Losung reichliche Mengen von C h o 1i n (identifiziert durch das Platinsalz). Kondurit war in der Kawarwurzel
iiicht nachzuweisen.
Die cheniische Untersuchung hat also eine ziemlich weitgeliende Uebereinstimmung der chemischen Bestandteile der
Iiondurangorinde und Kawarwurzel ergeben. Beide enthalten
neben erheblichen Mengen Ltherischen Oeles Glykoside als
charakteristische Stoffe. Hinsichtlich ihres Verhaltens beim ErIiitzen der wasserigen Losungen und ihrer sonstigen an Kolloide
erinnernden Eigenschaften sind Kawarin und Kondurangin dem
Vincctoxin und Mudarin Lhnlich, und es scheint, daB solche
kolloidale Glykoside ein chemisches Charakt,eristikum der
dsklepiadaceenfaniilie bilden.
TJeber die Einwirkung des Ammoniaks auf
Nethylathylketon.
Von W i l h e l m T r a u b e .
Erwiderung an Herrn C a r 1 T h o m a e.
(Eingegangen den 12. X. 1908.)
Gegtnuber den Angriffen, die Herr T h o m a e in einern
der letzten Hefte dieser Zeitschriftl) gegen micli gerichtet hat
wegen einer kiirzlicli von niir in den ,,Berichten der deutschen
c!~eniischen Gesellscl~aft~'~)
veroffentlichten Arbeit iiber die Einwirkung von Aminoniak auf Methyliithylketon, bin ich genotigt,
folgendes hier festzustellen :
-~
I)
2,
Arch. d. Pharm. Bd. 246, S. 373 (1908).
Ber. d. d. chem. Ges. XXXXI, S. 777 (1908).
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