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Ueber Kultivierung von Crenothrix polyspora auf festem Nhrboden.

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0.R 6 f s 1 e r : Ueber Crenothrix polyspora.
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ICin Unterschied war nur im Verhalten gegen Eisenchlorid bemerkb ar. Wtihrend aus Carvon hergestelltes Carvacrol mit diesem
eine rein griine Farbung gab, wurde bei Zusatz einer sehr verdiinnten Eisenchloridlosung zu Origanum-Carvacrol zuerst eine violette
Farbung beobachtet, die erst nach weiterem Zusatz von Eisenchlorid
in Grim tiberging.
13emnach ist das Phenol des Smyrnaer Orjganumoles nicht als
reines Carvacrol anzusehen, sondern es sind auch hier Spuren des
schon von Jahns e r w h t e n zweiten Phenols zugegen.
Die Untersuchung hat somit ergeben, dafs dassmyrnaer Origanumol
zum grofsten Teile aus Links-Linalool besteht. Im Vorlaufe h d e t
sich Cymol und sehr wenig eines noch nicht niiher untersuchten
Korpei-s, dessen spezifisches Gewicht niedriger ist, als das der bekannten Terpene. Der sich mit Alkalien verbindende Anteil ist
Carvacrol, mit geringen Mengen eines Eisenchlorid violett fhrbenden Phenols.
Iateressant ist das gemeinsame Vorkommen der gewifs in genetischer Beziehung stehenden Korper, Cymol, Linalool und Cnrvacrol.
Ueber die botanische Abstammung des Oeles bin ich leider
nicht in der Lage Yilteilungen machen zu konnen. Wegeu der
teilweise abweichenden chemischen Zusammensetzung ist es aber
wahrscheinlich, dars das Smyrnaer Oel von einer anderen Origanumart, (vielleicht von Origanunz sinyrnaicuiit L.) herkommt, als das
von Jahn’s unterauchte, aus dem Kraute von Origanum hirtum Link.
destillierte Oel.
Leiprig, im Marz 1895.
Ueber Kultivierung yon Crenothrix polyspora
auf festem Ntthrboden.
Von Dr. 0 B k a r R 6 f s 1e r - Baden-Baden.
(Eingegangen den 13. 111. 1895.
Orenothrix polyspora Cohn ist ein fadenftjrmiger Spaltpilz,
dessen Kultivierung auf festem Niihrboden bis jetzt noch nicht gelungen war. Die Crenothrixarten bestehen aus FOden mit deutlichem
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0 R o P s 1 e Y : Uelier Crtwothrix polyspora.
Gegensatz I on Basis und Spitze, sind also hiihere Spaltpilee. Sie
bilden keine Endosporen ; die Faden sin3 mit sogenannten Scheiden
versehen, nnverzweigt und dentlich gegliedert. Crenothrix polyspora
bildet makroslropische, dunkelbraune Flockchen ; die braune Farbe
riihrt von Eisenoxydhydrat resp. hasischem kohlensaurem Eisenoxydhydrat her, das Fich in die Scheiden einlagert. Die Pflanze gedeiht
nur in eisenhaltigen Wtissern, fur die sie charakteristisch ist nnd
dereii Eivenosydulsalze sie durch den Assimilationsprozefs in Eisenoxydsalze uberfiihrt. Die Faden sind unten dtinn, oben dicker und
unverzweigt mit deutlichen, unten langgestreckten , oben breiten
kurzen Gliedern. Die oberen scheibenfiirmigen Glieder lronnen zu
kleinen Teilvtucken zerfallen, die als Sporen funktionieren. Diese
werden frei, oder sie wachken in der Mutterpflanze zu Faden aus.
Im Juni 1893 hatte ich Gelegenheit, einen Teil einer Iianalbaute
zu sehen, deren 25 cm dicke Ziegelsteinwiinde innerhalb von
3 Jahren vollutandig von dieseni Pilz durchwachsen waren. Die
Techniker glaubten zuerst an einen Fehler der Steine und versuchten
vergebeus den braunen Ueberzug des Mauerwerks zu entfernen :
alles Reinigen half nichts, nach kurzer Zeit war der braune Belag
wieder da. Meine mikroskopische Untersuchung ergab ials Ursache
das vollstindige Durchwachsen der Steine durch Crenothrix polyspora.
Ich veisuchte nun die Crenothrix weiter zii zuchten und nahm als
Naihrboden denjenigen, den sie sich in vorliegendem Falle selbst gewahlt hatte : ein Stuck eines Ziegelsteins. Der Versuch gelang.
Als Ntihrsalz setzte ich dem Wasser stets etwas Eisenvitriol zu (in
eisenfreiem Wasser gedeiht der Pilz nicht), der durch den Lebensprozefs der Pflanze bei kraftigem TVachstum stets in Oxyd. ubergefiihrt wurde. Auf der Oberfiache des Wassers zeigten sich, nachdem sich die Crenothrix sehr kraftig entwickelt hatte, weifse Punkte,
die sich unter dem Nikroskop als Krystalle erwiesen. Leider gelang
es mir nicht, eine mikrochemische Untersuchung dieser Krystalle
durchzutfihren, vielleicht wird ev durch eine Messung der Winkel
dieser Krystalle moglich sein, Schlusse auf deren chemische Beschaffenheit zu ziehen. Seit bald 2 Jahren zuchte ich bei gewohnlicher Zimmertemperatur diesen Pilz mit bestem Erfolg, dessen
Reinkultur nnschwer zu erhalten ist , da Ziegelstuckchen durch
Ausgluhen leicht steiil zu erhalten sind.
0.
H e 1 :u : Uebsr Gedanit, Succinit etc.
1!!1
.DIeine berufliche Thiltigkeit halt mich d a w n ab, diesen Spaltpilz
weiter in seiner Entwicklung ZLI verfolgen und hoffe ich durch 4 e s e
Veroff entlichung berufenere Krafte auf dieses Pflanzchen aufmerkSam gemacht ZLI haben.
Crenothrix polyspora sol1 ein unschuldjger Spaltpilz sein ; ich
habe aber von mehreren Yeiten gehlirt, dafs Wasser in dem er
massenhaft enthalten ist und das in chemischer wie bakteriologischer
Beziehung zu keiner Beanstandung Anlals giebt, in heifsen Sommermonaken Durchfall erzeuge. Schon aus diesem Grunde w&re eine
nahere Untersuchuug der Lebensthatigkeit dieses Spaltpilzes
wiinschenswert.
Ueber den Gedanit, Succiiiit iind eine Abart des
letzteren, den sogenannten murben Bernstein.
Von O t t o H e l m , Danzig.
(Eingegangen, den 2. IV. 1895.)
Aus dem pharmaceutischen Institute der Universitit Bern wurde
von Herrn E. A w e n g in dieser Zeitschrift, 1894, 9. Heft, eine
Reiha von ch6mischen Untersuchungen iiber den Succinit und einige
ihm verwandte fossile Harm veroff entlicht. Bei dieser Gelegenheit
wurde auch ein fossiles Harz untersucht, welches unter dem Bernstein der Ostseektiste vorkornmt und von m i r als Gedanit beschrieben
wurde. Das Harz unterscheidet sich von dem eigentlichen Bernstein, dem Succinit, u. a. dadurch, dafs es frei von Bernsteinsliure ist. Mehe darauf beziiglichen Untersuchungen befinden sich
in dieser Zeitschrift, Jahrgang 1877, VIII. Band, 3. Heft und 1878,
X. Band, 6. Heft. Entgegen meinen Angaben fand nun hier A w e n g
in dem Gedanit Bernsteinsanre. Zur Aufklarung dieses Widerspruchs
bringe ich nachstehend einen Vortrag znm Abdruck, welchen ich im
November vorigen Jahres in der Naturforschenden Gesellschaft zu
Danzig hielt und welcher darauf hinweist, dafs haufig eine Verwechaelung des Gedanits n i t einer Modifikation des Succinits stattfindel;, welche im Handel als ,,miirber Bernstein" gefrihrt wird und
w e l c h Bernsteinsiiure enthiilt. Ich bin ulerzeugt, dafs Herr A w e n g
durch Herrn Bernsteinhiindler J a n t z e n diesen Bernstein als ,Ge-
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