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Ueber optische MilchprUfer.

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Optjsche Milchpriifer.
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mein im Gebrauche sein wird und unsere Nachkomnien uber die
Bedenklichkeiten und Einwiirfe ihrer Verfahren nur lacheln werden.'' Liebigs weit aussehender Geist hat viele Dinge richtig
vorausgesagt, er wird - zur Zeit darf man wohl noch sagen
l e i d e r - auch in diesem Falle recht behalten. Und hatte Liebig die Salicglsaure schon gekannt, so wurde er, wie dem Zusatz
von Zucker zu schlechtem Nost, sicherlich auch der Salicylsaure
als Conservirungsmittel das Wort geredet haben.
Verf. kommt, nachdem er in seinem sehr interessanten Vortrage die Meinung von der angeblichen Schadlichkeit der Salicylsaure auf Grund vieler exacter Versuche widerlegt und ferner
darauf hingewiesen hat, dass wie gegenwartig eine Bewegung
gegen die Salicylirung der Weine und Biere Platz hat, eine solche
im 15. Jahrhundert gegen das Schwefeln des Weins herrschte, zu
folgenden Schliissen: Da 1) ein in den natiirlichen Schranken sich
bewegender Zusatz von Salicylsaure zu Bier und Wein keine gesundheitsschadlichen Folgen haben kann, wenigstens keine schwerer
wiegenden, als das erlaubte Schwefeln; da 2) cine Beimengung
von unschadlichen Stoffen zum Zwecke der Conservirung der Nahrungsmittel deren Verbesserung erzielt, jedenfalls aber nicht als
Verfalschung betrachtet werden kann - so kann das Salicyliren
von Getranken nicht polizeilich verboten und strafrechtlich geahndet
werden. Eine Verheimlichung des Zusatzes von Salicylsaure in
betriigerischer Absicht, ausgeubt vom Verkaufer dem Kaufer gegeniiber, ist eine Sache civilrechtlicher Natur. (Schweiz. Wochenschr.
f. Pharm., 1880. No. 39 - 40.)
G. H.
Ueber optische Milchpriifer schreibt Dr. E. G ei R R 1e r
Folgendes : Das Bestreben, den Bestandtheil der Milch, welcher als
der werthvollfite angesehen wird, und welcher derselben dabei am
leichtesten zu entziehen ist , das Milchfett, moglichst rasch zu bestimmen , hat zur Construction zahlreicher Apparate gefuhrt und
nehmen unter denselben insbesondere die optischen Illilchpriifer
eine hervorragende Stelle ein. So verschieden die , letzteren nun
in Art und Aussehen sind, das Princip, auf welchen sie beruhen,
ist bei allen das gleiche. Dieses Princip ist, dass eine Milch um
so undurchsichtiger sei, je mehr sie Fettbestandtheile enthalte und
dass das Fett allein die Undurchsichtigkeit der Milch verursache.
Dies ist nun aber gar nicht der Fall. Auch das Casei'n, das nach
neueren Untersuchungen niclit in Losung, sondern in aufgequollenem Zustande sich in der Milch befindet, tragt seinen Theil zur
Undurchsichtigkeit der Milch bei , ausserdem aber und hierin liegt
der Schwerpunkt, sind die Milchkiigelchen in der Milch nicht gleich
gross, ihr Durchmesser variirt von 0 , O l mm. bis 0,0016 mm. und
in Folge dessen konnen 2 Sorten Milch von ganz gleichem Fettgehalte, von denen aber in der einen mehr grosse, in der andern
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Couleur oder Farbmals.
mehr kleine Fettkiigelchen sich befinden, eine ganz verschiedene
Durchsichtigkeit zeigen.
Diese Thatsachen sind langst bekannt und es lage keine Veranlassung vor, dieselben nochmals zu erwahnen, wenn nicht abermals ein neuer optischer Blilchpriifer aufgetaucht ware und emyfohlen wiirde. Es ist dies der ,,neue optische Milchprufer" von
Cfebriider M i t t e l s t r a s s in Magdeburg.
Prof. M a e r c k e r , welcher dieses Instrument priifte, erhielt bei
seinen Bestimmungen rnit demselben Differenzen von - 0,3 bis
0,3 Proc., also insgesammt solche von 0,6 Proc., im Fettgehalt
gegeniiber der chemischen Analyse ; zwar nicht bei Untersuchung
ein und derselben Milchprobe , sondern bei verschiedenen, doch da
inan bei Ailwendung des Apparates ohne gleichzeitige chemische
Analyse nie wissen kann , ob -0,3 oder
0,3 Proc. gefunden
worden sind, so bessert dies nur wenig , insbesondere noch , wenn
man bedenkt, dass dieRe Abweiohungen bei so einem geiibten und
crfahrenen Arbeiter wie Prof. M a e r c k e r vorkamen. Dabei gelten
dieue Resultate nur fur frische, wenige Stundeu alte Milch, bei
Untersuchung liinger gestandener, im Aufrahmen begriffener Milch,
fallen dieselben weit ungenugender und in der Itegel vie1 zu
niedrig am. Letztere Milch aber, oder wenigatens mit derselben
qemischte frische Milch gtrlangt vorzugaweise auf den Markt der
Stadte, namlich Mittag - und Abendmilch des vorhergehenden Tages mit Morgenmilch desselben Tages, bei grkseren Entfernungen
auch wohl nur Milch des vorhergehenden Tageu. Endlich rahmt
bekanntermaassen verdunnte Milch , zu dcren Erkennung ja der
hpparat specie11 bestimmt ist, weit schneller auf ale unverdiinnte.
Solche Leistungen empfehlen diesen neuen optischen hlilchpriifer ebenso wenig wie alle anderen optischen Milchpriiier, vor
welchen ersterer in der Construction iibrigens etwas voraus haben
mag, zur Controle der Marktmilch und zur annahernden Pettbestimmung in der Milch.
Eine schnelle Fettbestimmung , welche der Wahrheit wenigstens nahe kommt, dabei vom Alter der Milch, von der Beleuchtung , von der grosseren oder geringeren Lichtempfindlichkeit und
Scharfe des Auges dee Experimentirenden und dergleichen mehr
ganz unabhangig ist, ist bis jetzt niir die mittelst des Lactobutyrometers moglich. Vollstgndig genaue Fettbestimmungen aber
lassen sich nur durch die chemische Analyse erzielen. (Pharm.
Centralh. 1880. No. 43.1
G . H.
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+
Conleur oder FarbmrlzB Die Frtlge, ob ein Bier mit
Couleur oder Farbmalz gefiirbt ist, liisst sich nach G r i e s s m a y e r
sehr leicht und sicher in folgender Weise entscheiden. Wenn
man ein dunkles Bier rnit dem doppelten Volumen krystalhirten
schwef'elsauren Ammons und dem dreifachen Volumen stiirksten
Alkohols schiittelt, so wird dasselbe, wenn es mit F a r b e m a l z
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