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Ueber Pepsin.

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Ue6er Pepsin.
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Uebtv Pepsin.
Pepsin, das sogenannte verdauende Princip des Magensaftes lasst eich darstellen durch Extraction der Magendriisenhaut mit Wasser, bis sich ein fauliger Geruch
einstellt, und durch Fallung der erhaltenen wasserigen
Fliissigkeit mit Bleiessig. Der Bleiniederschlag wird durch
Schwefelwasserstoff zersetzt, und aus der, vom Schwefelblei abfiltrirten Flussigkeit durch Alkohol das Pepsin
gefallt. Im trocknen Zustande stellt es eine gelbe, gummi.
artige, in Wasser leicht losliche Masse dar.
Ueber diesen hochst wichtigen Stoff, der sich im
Magensafte aller Thiere befindet, so wie uber diesen
selbst, hat B o u d a u 1t interessante Beobachtungen angestellt.
Der Magensaft der Herbivoren ist, frisch gesammelt,
fliissig and hell, etwas schwerer als Wasser, und von
styptischem, gleichzeitig etwas salzigem Geschmacke, besitzt einen charakteristischen Geruch, der besonders beim
Erwarmen stark hervortritt, und dem der Fleischbrtihe
am ahnlichsten ist. Setzt man den Magensaft ungefahr
6 Stunden lang einer Temperabur von 600 C. aus, so
trubt er sich leicht, und verliert seine verdauenden Eigenschaften. 1st er rein, so halt er sich, von der Luft abgeschlossen, mehrere Jahre lang unveriindert, und ohne
seine chemischen und physiologischen Eigenschaften einzubussen. Alkohol schkgt das Pepsin aus seiner Losung
nieder, und trennt es von seiner Siiure; >absoluter Alkohol dagegen entwassert es, und nimmt ihm theilweise die
Eigenschaft, Fibrin zu verdauen. Tannin bewirkt im
Magensafte einen Niederschlag, der eben keine der physiologischen Eigenschaften des Pepsins besitzt. Aach die
Metallsalze erzeugen in ihm einen Niederschlag.
Der Magensaft im reinsten Zustande enthalt 97 Proc.
Wasser, ungefahr 1,25 Proc. Pepsin und 1,75 Proc. Salze,
wie kohlensauren und phosphorsauren Kalk, Chlornatrium,
kleine Spuren schwefelsaurer Salze und oft eine Spur
von Ammonialcsalzen. Ausserdem enthalt der Magensaft noch eine freie SLure, ohne welche er seine verdauende Eigenschaft nicht besitzen kann, und die sich
erwiesenermaassen im Magensafte aller Thiere findet, ohne
Rucksicht auf ihr Alter und ihre Ernahrung; doch ist
der Grad der Saure nicht immer derselbe.
Wie Bou d a u l t durch zahlreiche Versuche gefunden,
ist das Pepsin im Magensafte neutral enthalten. Wurde
Arch. d.Pharm. CXXXXIII.Bds. 1.Hft.
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Ueber Pepsin.
eine solche neutrale Pepsinlosung niehrere Stunden lang
mit Fibrin bei 40OC. in Beriihrung gelassen, so erfolgte
keine Verdauung j wurde aber zu einer anderen Portion
dieser Fliissigkeit unter denselben Verhiiltnissen etwas
Milchsiiure gethan, so war nach 2 Stunden eine vollstiindige Losung resp. Verdauung des Fibrins erfolgt.
Nach R o u d a u l t kann man annehmen, dass die
Milchsaure sich iinmer im Magensafte befindet, und eines
der bei der Verdauung wirksamsten Agentien ist. Sie
wird gebilclet durch die Einwirkung dea Pepsins auf das
Stiirkemehl der Nahrungsmittel, gegen die es sich wie
ein echtes Ferment verhllt.
Ferner hat R o u d a u 1t durch zahlreiche Versuche
festgestellt, dass das saure Pepsin, oder der Magensaft
an sich, die Glycose in Milchsnure umzuwandeln vermag,
und ebenso, dass das neutrale Pepsin bei Gegenwart von
Glycose wie ein echtes Ferment wirken und letztere dadurch in Milchsiiure iiberfiihren kann.
Hochst wahrscheinlich verniogen andere Siiuren dicselbe Rolle, wie die Milchsiiure, beirn Verdauungsprocesse
z u spielen, wenn diese mangeln sollte; indessen hat Roud a u l t niemals do vollstandige kiinstlicbe Verdauung.. durch
niit Chlorwasserstoffsaure oder Essigsaure angesauertes
Pepsin erhalten, als durch Pepsin, das niit Milchsnure
sauer gemacht worden war.
Urn nun das Pepsin in der Medicin nnzuwenden,
niengt es B o u d a u l t iin fenchten Zustande rnit zerriebeneni und bei 1000 C. ausgetrocknetem Stiirkemehle in
dem Verhiiltnisse, dass 1 Grm. dieses Praparates 4 G r i .
trocknen Fibrins zu losen im Stande ist. Das Geinisch
wird gut ausgetrocknet und lasst sich dann als Pulver
in gut verschlossenen Glasern lange Zeit hindurch aufbewahren, ohne seine physiologisohen Eigenschaften zu
verlieren.
Vielfache kIinische Versuche haben zur Geniige dargethan, dass sich dieses Priiparat mit gutem Erfolge anwenden lasst gegen Appetitmangel, trage oder erschwerte
Verdauung, bei Durchfiillen, gegen Verdaunngsschwache,
in beginnender Reconvalescenz, so wie iin Verlaufe der
meisten chronischen Kmnkheiten, und gegen durch ungeniigende Erniihrung bedingte Abzehrung.
Endlich lBsst sich such dieses aniylonhaltige Pepsin
mit mehreren andern chemischen Priiparaten vereint geben,
ohne dass scine verdauenden Eigenschaften dadurch beeintrachtigt wiirden. So wird es z. B. empfohlen mib
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iVatuur des rohen Aethals.
1Centigrm. Morph. mtiriatic. pr. dos. bei heftigen Magenschmerzen, und mit 3 Milligrm. Strychnin pro Tag bei
mangelhafter peristaltischer Beuregung des Magens. Auch
in Verbindung mit Bismuth. hydrico-nitric., ferrum lactic.,
carbonic., jodat. und reduct. lasst es sich, unbeschadet
seiner Wirksamkeit, anwenden. (Joitm. de Pharm. et de
Chin&.- Jozwn. de P h a m . d'dnvers. Nou. 1856. p. 550 etc.)
Herdess.
Ueber die lliatur des rohen Aethals.
Auf die Einwendung , welche 8 ch a r l i n g gegen
H e i n tz's Annahme iiber die Zusammensetzung des Aethals
(.Jozim.fur prakt. Chern. Bd. 67. S. 314) gemacht hatte,
crwiederte dieser (Ann. der Chem. u. Pharnz. XCFZ. 271)
I'olgendes :
Die Entstehung der Buttersiiure aus Palmitinsaure
durch Einwirkung von Kalikalk bei 2700 hat allerdings
ihre Richtigkeit, aber nur dann, wenn unter Zutritt der
Luft gearbeitet wird, keineswegs, wenn man in niit Wasserstoff gefiillten Gefiissen operirt. Davon hat sich H e i n tz
clurch directe Versuche iiberzeugt. Es entwickelt sich
auch beiin erwahnten Process unter Luftabschluss, kein
Gas, wodurch die Entstehung der Buttersaure erkliirlich
wiirde : denn man sollte Freiwerden von Wasserstoff erwarten, indeni der Snuerstoff des Wassers aus dem K0,HO
den Kohlenstoff der Palmitinsiiure oxydirt.
Da nun H e i n t z bei seiner Darstellung des Aetlials
die Luft abschloss, so war eine Zersetzung der Palmitinsiiure nicht vorhanden, also auch nicht die Rildung von
Kuttersiiure.
Dass aber aus der Palmitinsiiure unter Einwirkung
der Luft auch nicht die anderen Siiuren, wie Stearinsaure,
Myristinsaure und Laurostearinsaure entstehen, liisst sich
ebenfalls nachweisen. Denn wenn man von der mit Kalikalk unter Einfluss der Luft behandelten Palmitinsiiure
die entstandenen fluchtigen fetten Siiuren fortschafft, so
bleibt unveranderte Palmitinsiiure zuruck. Es ist auch
schwer erkliirlich, dass sich, wie S ch a r l i n g anninimt,
ans Palinitinsnure Stearinsiiure bilden solle; denn es pflegen wohl aus kohlenstoffhaltigen Verbindungen solche zu
entstehen, die ~ e n i g e Atome
r
C in 1Aeq. enthalten, aber
nur sehr selten solche, die mehr C enthalten. Daher ware
die Annahme von Entstehung der MyristinsBure und Laurostearinsaure wohl gestattet, aber die von Stearinsaure kaum.
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