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Ueber Rheum austriacum.

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Ueber Rheunz austriacum.
Ueber Rheum anstriacum,
Prof. Dr. S c h r o f f theilt uber Rheum austriacum in
der Prager Vierteljahrsschrift Folgendes mit.
Der erste Versuch, Rhabarber in Oesterreich zu bauen,
geschah durch die Krainersche Ackerbau - Gesellschaft in
ihrem Garten in den Jahren 1770-1775 mit Rh.pa1matum. Die osterreich. Pharmakopoe vom Jahre 2774 leitet Rhabavbarum ofJiciiucrum von Rheum palmatum ab,
schreibt aber uberdies Rh.Rhaponticum vor j jedoch wurden die Praparate der Rhabarber nur von jener bereitet.
Spater unternahm der Franzose S e n t o n zu Inzersdorf am
Wienerberge eine Rhabarberpflanzung ; mit welcher Species von Rheum ist unbekannt. Wie alle Surrogate, nach
welchen man zur Zeit der Continentalsperre gierig griq
gar bald wieder verlassen worden, so geschah dies auch
mit Rheum austriacunz, daher sich die Inzersdorf'er Pflanzung nicht lange erhielt. Die spateren Pharmakopoen
haben nur Rheuni chinense aufgenommen. Vor etwa 30
Jahren legte der Apotheker P r i k r i 1 eine Rabarberpflanzung von Rheum conipactum zu Austerlitz in Mahren an
und brachte es bald dahin, dass sein Erzeugniss, von
welchem noch jetzt jahrlich 30 Centner und dariiber in
Handel gesetzt werden, die franzosische Rhabarber aus
den ostreichischen Staaten verdsangte und sich selbst
Bahn nach dem Auslande brach. Apotheker P f e u f e r
zu Auspitz in Mahren folgte diesem Beispiele und
legte gleichfalls, wahrscheinlich mit Pflanzen von Austerlitz, eine Rhabarberpflanzung mit gleich gutem Erfolge an. Seit unbekannter Zeit wird bei Ilmitz und
Frauenkirchen im Wieselburger Comitate, und ebenso bei
Kremnitz in Ungarn, von deutschen Bauern eine Rhabarber gebaut, wclche wahrscheinlich von Rh. Rhaponticum
abstammt. Von dort gehen jiihrlich einige Centner nach
Presburg, Grate und W e n zum Verkauf. Apotheker
J oh a n n y in Bielitz in Oesterreich. Schlesien baute 1840
Rheum Emodi in solcher Ausdehnung, dass er gegen
40 Centner zubereiteter Wurzel erhielt. Jetzt hat J o h a n n y seine grossartige Pflanzung, welche sich noch
iiber mehrere andere Arten Rheum erstreckte, aufgegeben.
Ausserdem wird noch Rhabarber in geringer Menge zu
Modling bei Wien (Bh. hybridurn) und von P a n f i l i in
Steiermark, besonders von RA. pal ma tun^ gebaut.
Demnach zerfillt die osterreichische Rhabarber als
Handelssorte in eine mahrische und in eine ungarische
Ueber Rheum azistriactmnz.
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1) M a h r i s c h e R h a b a r b e r , R a d i x Rhei nzoravici.
Man unterscheidet eine Austerlitzer und eine Auspitzer.
Beide sind einander sehr ahnlich. Die ausgesuchte Waare,
von welcher das Pfund am hiesigen Platze um 30-40 kr.
C. M. verknuft wird, besteht durchaus aus schon mundirten, glatten, nicht bestiubten, undurchbohrten, miissig
schweren, 2 - 4 Unzen am Qewicht betragenden, theile
Ianglichen, konisch verlaufcnden, 4 -!j Zoll langen, an
der Basis' 2 -3 Zoll dicken, theils unregelmzssigen, einige
Zoll langen, dicken und breiten Stiicken. Farbe weiss
mit braunlich-rothen Puncten und Adern marmorirt. Auf
dern Querdurchschnitte beobachtet man, von der Peripherie
1 Linie entfernt, einen schmutzig- braunlichen
Ring. Voin Centrum verlaufen sehr feine riithliche und
gelbliche Adern, von rein weisser Substanz eingeschlossen. In der Mitte ist gewohnlich die Masse locker, poros,
grossere Stiicke sind nicht selten in der Mitte hohl rlurch
die game Lange des Stiickes. Gerixch bedeutend schwacher als bei der chinesischen Rhabarber ; Geschmack
schleimig bitter, schwaches Knirschen beim Kauen. Kommt
der besten franzosischen Rhabarber gleich. Das Yulver
nicht so hochgelb wie bei der chinesischen; das Austerlitzer dunkler braunlich-gelb, das Auspitzer leichter rothlich-braungelb. Mikroskopische Quer- und Liingenschnitte
der Wurzel, so wie das Pnlver, zeigen bei beiden bedeutend mehr und grossere Amylumkorperchen, zu 2, 3, selten zu 4 aggregirt, mit theils kreuzformig, theils sternformig aufgerissenem Hitum, und wenigor Krystalldriisen,
als bei 1%. moscov. Das gelbfkrbende Princip bci beiden im fliissigen Zustande. Die Tinctur aus der mahriachen Rhabarber weniger dunkler gefgrbt als die aus
Rh. moscov., hinterliisst denselben Riickstand wie diese.
Der wasserige Aufguss bei beiden milhrischen Sorten
merklich leichter rtithlichgelb, als bei Rh. moscoo., ebenso
gicbt Aetzkalilosung eine leichtere purpurrothe Farbung
als bei dieser. Eisenchlorid triibt die Fliissigkeit stark
und bewirkt eine schmutxig-griinschwarze Farbun& Reactionen auf Chrysophan etwas schwacher als be1 Rheum
moscoviticum.
2) U n g a r i s c h e R h a b a r b e r , Radix Rhei hungavici. Die ungarische Rhabarber komint in unansehnlichen,
verschieden gestalteten, geschiilten, undurchbohrten, meistens in langlichen, etwas gedrehten, 2 - 6 Zoll langen,
-2 Zoll dicken, mit LRngsfurchen versehenen, schmutzig
griingelb, aucli schmutzig-briiunlich gefarbten, sehr dich4*
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Ueber Rheum austriacum.
ten und bedeutend specifisch schweren Stiicken vor, als
die andern Rhabarbersorten. Auf dem Querbruch und
Querschnitt sieht man J/. - 1 Linie von der Peripherie
entfernt, einen dunkclbraunen, harzglanzenden Ring. Vom
Centrum verlaufen sehr zahlreiche rothbraune Adern zur
Peripherie, mit verhiiltnissmassig sehr weni
weisser Zwischensubstanz, daher die Bruchflac eschlnutzigrothbraun
erscheint. Geruch stark rhabarberhhnlich ; Geschmack
etwas weniger bitter als bei Rh. inoscov., knirscht zwischen
den Zahnen wenig. Pulver und Tinctur sind dunkler,
jenes mit einem deutlichen Stich ins Braune, als bei Tinct.
Rhei moscov. Das Pulver sowohl, als niikroskopische
Lange- und Querschnitte zeigen unter den1 Milrroskope
weniger Krystalldrusen und weniger Aniylunikorperchen,
dagegen bedeutend mehr gelbgefarbte Bliischen von verschiedener Grosse, als bei allen andern Rhabarbersorten,
die chinesischcn inbegriffen. Der wiisserige Aufguss bedeutend dunkler braunroth. Aetzkalilosung giebt eine
bedeutender pnrpurrothe Fsrbung, als bei Rh. moscov.,
Eisenchlorid trubt die Flussigkeit und fArbt sie griinlichschwarz, nach einigcr Zeit bildet sich ein grunlich-schwnrzer Niederschlag. Reactionen auf Chq-sophan ungemein
intensiv.
Schroff liisst nun der vergleichenden Versuche wegen
die Kennzeichen der russischen Kronenrhabarber folgen.
Die hochgelbe Farbe des Pulvers der achten russischen
lthabarber ist so charakteristisch, dass sie sich von dem
Pulver jeder inliindischen Sorte dcutlich unterscheidet.
Der Aufguss der chincs. Rhabarber mit heissern destillirtern Wasser sieht in grosserer Menge granatroth, in kleiner Menge rothlich-gelb aus. Aetzkalilosung farbt den
Aufguss schon purpnrroth ; Eisenchlorid trubt die Flussigkeit und ertheilt ihr eine intensive, schmutzig- bouteillengriine Farbung. Die Tinctur ist bedeutend dunkler
granatroth gefarbt, als der wiisserige Aufguss, und hinterlasst nach Verdampfung des Alkohols cine braunrothe,
sprode, harzige Masse von intensivem Rhabarbergeruch.
Das nach Bereitung der Tinctur zuriickbleibende Pulver
ist grunlichgelb und ohne Blaschen. (Buchn. Repert. B d . 2.
pug. 148 -160.)
B.
a
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