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Ueber Santonin-Bereitung.

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Cerutti,
Ueber Santonin- Bereitung ;
von
C e rii t t i ,
Apotiieker in Canihurg.
Das Santonin i s t ein ausserordentlich wirksames Mittel
gegen Wiirmer, und zugleich dasjenige unter allen Wurmmitteln, was am leichtesten zu nehmen ist. Aerztliche
Verordnungen geben mir Gelegenheit, die neuesten pharmaceutischen Praparate zu bereiten ; ofters geschieht es,
dass mir zu ihrer Darstellung nur kurze Zeit gestattet ist. Die
bis jetzt bekannten Bereitungsarten des Santonins sind :
Digestion rnit Weingeist und Kalk, oder Kochung des
Wurmsamens mit Wasser, kohlensaurem Kali, Natron und
Kalk, Fallung des Santonins mit Essigsaure oder Salzsaure.
Diese Vorschriften verlangen vie1 Zeit, erschweren die Filtration und verlangern das Ausscheiden der Krystalle. Urn
nun zur Bereitung einen kiirzeren Weg einzuschlagen,
musste ich erstlich die saure Natur des Santonins und daher
starkere: Anziehung gegen Kalk in Detracht ziehen, so wie
die leicht in Wasser loslichen Verbindungen mit den
Alkalien und alkalischen Erden. Dass es durch eine
Saure aus seinen Verbindungen geschieden, wieder mit
seinen urspriinglichen Eigenschaften erscheint, beruht
vielleicht auf einer Verwandlung des Santonins, eine Umsetzung seiner Bestandtheile. In dieser Voraussetzung verfolgte ich die ungenau beschriebene Methode von C a1 1o u t ,
die im Jahre 1843 im pharmaceutischen Centralblatt angegeben wurde.
2 Pfund Medicinalgewicht groblich zerstossener Wurmsamen wurden in einem weiten Kess.el mit hinreichendem
Wasser bis zum Sieden erhitzt, mit Kalkmilch so lange
versetat (die aus 2 Pfd. Medicinalgewicht trocknem Kalkhydrat und 6 Pfd. Wasser bereitet war), his die Flussigkeit eine rothe Farbe erhalten hatte, hierauf colirt, der
Ruckstand ausgepresst und nochmals auf gleiche Weise
behandelt. Die heiden Abkochungen wurden vermischt ;
einige Zeit der Klarung uberlassen, wurde die helle Flus-
iiber Santonin-Bereatung.
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sigkeit von dem niedergcschlagenen Kalk abgegossen,
unler iifterem Abschaumen bis zu einer dunnen Extractconsistenz eingedampft, durch ein wollenes Colatorium in
eine geraumige porcellanene Abdampfschale colirl, welche
Fliissigkeit noch lauwarm rnit Salzsaure, ungefahr 7 Drachmen, bis zu einem geringen Ueberschuss vcrsetzt wurde.
Nach einiger Ruhe scheidet sich sammtliches Harz, welches etwas weniges Santonin enthalt, aus, das fur sich
mit Alkohol behandelt, zur sphteren Krystallisalion des
Ganzen genommen wird. Sollte das von dem Harz
befreite dunne Extract das Lackmuspapier nicht mehr
riithen, so wird etwas Salzsaure 'zugesetzt, his es wieder
schwach gerotliet wird, n i t etwas Wasser verdunnt und
so lange gekocht, bis das Santoiiin in gelbiich braunen
Kornern auf der Oberflache erscheint. Nach einiger Ruhe
wurde sammtlich herausgeschiedenes Santonin, da in der
Multerlauge weder durch Abdanipfung noch durch Abstumpfung der Saure mil Kalkmilch eine Spur zu finden
war, auf dem Filtrurn gesamrnelt, in kochendem Alkohol gelost, die Losung mit thierischer Kohle einige Zeit
digerirt und kochend heiss filtrirt; nach dem Erkalten
wurde das herauspschiedene Santonin auf dem Filter
gesammclt, mit schwachem Weingeist gcwaschen, zwischcn
Fliesspapier leicht gcpresst. Nach dcm Trocknen wurde 4Unz.
Santonin erhalten, das aus perlmutterartig glanzenden Blattern von ,gclber Farbe, ohne Geruch mit bitterlichem Geschmack bestand. Um es farblos darzustellen, wurde es
wieder in kochendem Alkohol gelost, mit wenig thierischer Kohle behandelt, heiss filtrirt; es wurden nach dem
Erkalten Krystalle in federformigen und strahlig gruppirten Nadeln, die auf dem Filter gesammelt, mit schwachem
Weingeist gewaschen und getrocknet worden, erhalten. Diese
Methode hat in jeder Hinsicht grossc Vorzuge, nicht allein
erfolgt durch den Mehrgehalt von Kalk eine vollkommene Sattigung des Santonins, sondern es werden auch die Sauren als
unlosliche Verbindungen mit dem Extractivstoffe und Farbestoffe mitgenommen und gefallt. Auch bewirkt er, dass
beim nachherigen Ausfallen des Kalkes, mit diesem auch
4 50 Geiseler, Einwarkung des Spir. Aeth. pzitr. auf einige Oele.
das Harz entfernt wird; auch wird die Flussigkeit heller, und erfolgt ein schnelleres Absetzen des Kalkes.
Durch den schwachen Ueberschuss an Salzsaure wird
das Harz erst entfernt, dass mit diesem keine Verunreinigung bei dcm spateren Ausscheiden des Santonins entsteht, und durch Zusatz von Wasser geht die Filtration
schneller von statten. In der arztlichen Praxis ist bei uns
seit $ Jahre dieses Santonin bei Kindern 4 bis 3 Gran
pr. Dosi mit 38 Zuoker und mit oder auch ohne il Gran
Calomel rnit Erfolg angewendet worden; denn da das
Santonin in Wasser uiiloslich und bloss in allialischen
Plussigkeiten loslich ist, so kann es im Magen nicht gelost und absorbirt werden, da aber die Darmflussigkeiten alkalisch reagiren, so ist die wurmwidrige Wirkung
des Santonins in den tieferen Theilen des Darmkanals zu
finden. Merkwiirdig ist die purpurrothe Farbung des Harns.
dwe--
Ueber die Einwirkung des Spiritus Aetheris
nitrosi auf einige Oele;
von
Dr. G e i s e l e r ,
Apotheker zu K6nigsberg in der Neumark.
Bei einer zufalligen Vermischung von versusslem Salpetergeist mit einem ranzigen Brennole wurde der eigenthumliche unangenehme Geruch des letzteren so verdeckt,
dass er gar nicht mehr zu erkennen war. Urn zu erfahren, ob das O d vielleicht eine Veranderung erlitten habe,
erwarrnte ich das Gemisch, bis alles Geistige verdarnpft
war und da fand sich dann, dass das sonst trube Oel
hell und klar geworden war und den ranzigen Geruch
ganz verloren batte.
Seit dieser Zeit bediene ich mich des Spir. Aefher.
nalrosi als Zusatzmittel zu Pomaden und bewirke durch
eine geringe Menge desselben, elwa 10 Tropfen auf 1 Unze
Pomade, dass diese selbst nach langerer Zeih nicht einen
unangenehmen Fettgeruch annimmt.
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