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Ueber Succus Liquiritiae depuratus in Stangenform.

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Darstellung d. Phosphors. nach d.neuen preuss.Pharm. 139
ist; es heisst dort nur: u i e sei farblos, von Arsen, Salpetersaure und Schwefelsaure frei ! u
Eine genauere Bestimmung iiber diesen Punct ware
gewiss wunschenswerth. D u Ik Iietrachtet in seinern neuesten Commentar zur Pharmakopoe den Gehalt an phosphoriger Saure als eine Verunreinigung der Phosphorsaure,
giebt aber als Erkennuagsinitlel der phosphorigen Saure
nur die Probe rnit rothem Quecksilheroxyd, mit schwefliger Saure und' mit salpetersaurem Silberoxyd an; aus diesem Grunde will ich bei dieser Gelegenheit noch auf die
von mir angefuhrte Priifungsmelhode mittelst Quecksilberchloridlosung aufmerksam machen. Wenn zur Prufung
der Phosphorsaure eine verhaltnissmassig grosse hlenge
einer ooncentrirten Quecksilbercl~loridlosu~gangewendet
wird, so entsteht, wenn die Phosphorsaure auch nur Spuren von phosphoriger Saure enthalt, entweder sogleich
oder doch nach kurzer Zeit ein weisser Niederschlag von
Quecksilberchlorur, der in Salzsaure unaufliislich ist. Durch
eine grossere Menge von phosphoriger Saure, vorzuglich
schnell aber durch Erhitzen wird dieser Niederschlag in
metallisches Quecksilber verwandelt; man muss desshalb
von der auf phosphorige Saure zu prufenden Flussigkeit
nur einige Tropfen in die Quecksilberchloridlosung fallen
lassen und die Erwarmung vermeiden.
Den Arsengehalt des Phosphors fand ioh bei der Behandlung der Phosphorsaure mit Schwefelwasserstoff ziemlich bedeutend in Widerspruch mit der vor Kurzem aufgestellten Behauptung, dass der jetzt im Handel vorkommende Phosphor nur Spuren yon Arsen enthalte.
a--
Ueber Succiis Liquiritiae depuratus in
Staagentbrm;
von
br, G e i s e l e r ,
Apothelier zu Kiiinigsberg in der Neumarlr.
Die Prufung der Preishewerhungsschriften uber Succ.
Liquir. dep. hat mir Veranlassung gegeben, einige Ver40%
1kO
Geiseler,
suche aimstellen, urn zu ermitteln, welcher Zusatz zum
gereinigten Lakritzensafi wohl am geeignetsten sei , um
denselbcn in Slangenform brucliig und trockcn zu erhalten
und seine Hygroskopitiit zu vermindern. Pruher hatte ich
schon, um diesen Zweck zu erreichen (S. pharmaceulische
Zeitung 1838. p. 276) den rohen Lakritzensaft heiss aufgelost, durch ein nicht zu dickes wollenes Tuch geseiht
und bis zur gehorigcn Consistcnz evaporirt; der so gereinigtc Saft haite aber einen nicht ganz reinen Gcschmack
und loste sich in kaltem Wasscr schr trube auf. Zu den
hier mitzutheilcnden Vcrsuchen wurde ein Succ. Liquidiue
longo in dunnen Stangen ohne Stempel. den ich von dcm
Handlungshausc G e h c & Comp. in Dresden a Centner
'26 Thlr. bezogcn liatte, gcwshlt und nach Vorschrifi der
neuen preussischcn PliarniakopGe, zwischcn Siroh geschichtet, in kaltem Wasscr aurgeliist. Dic durchgeseihcte klare
Auflosung wurde im Dampfbade zur Pillenconsistenz evaporirt. 4 Pfund dcs rohen Lakritzensaftes lieferten in dieser Weise dG Unzen, also 72 Proc. gereinigten trocknen
Safi, dcr in kaltern Wasser klar aufloslich war.
I. \'on dem his zur Pillenconsistenz cvaporirten gereinigten Sake wurde cine Portion zu diinnen Stansen
ohnc weiteren Zusavz ausgerollt. Urn den Stangen die
runde Gestalt wahrend des bei 125O R. bewirktcn volligen
Austrockncns zu erhalten, rnusstcn dieselben wohl sechsma1 nachgcrollt werden. Uneingewickelt wurdcn sie aber in
cinem sonst lrockncn Zimmer nach wenigen Tagen wieder
zahe und biegsam, so dass sie sich nicht mehr zerbrechen
liessen, unter cioer Glasglocke neben einem SchPIchen mil
Wasscr zog 1 Unze dcs Safies wiihrend 3 Tage 62 Gran
Feuchtigkeit an. In kaltem JVasser war der gercinigtc
Saft ganz klar auflijslich.
11. '16 Theile dcs bis zur Pillenconsistenz gebrachten
gereinigten Saftes wurdcn unter Zusatz von etwas Wasser
rnit 1 Theil Amy lum zusarnmengeknetet und dann ausgerollt. Die Stangcn verloren sehr bald ihre Qundung und
mussten viermal umgerollt werden, damit sio nicht wah30 0 R. plait wurden. Sie
rend des Austrocknens bei
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iiber Succus Liquiritiae depur. in Stangenfom.
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verlorsn, wie die Stangen von I., nach wenigen Tagen in
einem trocknen Zimmer ihre Bruchigkeit, und 1 Unze des
Safies halte unter einer Glocke neben Wasser nach 3 Tagen
um 54 Gran an Gewicht zugenommcn. In kaltem Wasser
war der Saft naturlich nicht vollstiindig loslich, wohl aber
in heissem Wasser.
111. Mit 16 Theilen des gereinigten Safies von Pillenconsistenz wurde 1 Theil fein gepulverter Milchzucker innig
vermischt. Um die Masse ausrollen zu konnen, mussten
einige Tropfen Wasser zugesetzt werden, die ausgerollten
Stangen aber durften wahrend des Austrocknens bei
300 R. bis zur Bruchigkeit nur cinmal nachgerollt werden, um ihnen die runde Form zu erhalten. Sie wurden
in einem trocknen Zimmer nach mebreren Tagen zwar
nicht zahe, aber blieben nicht briichig. 1 Unze derselben
nahm neben Wasser unter einer Glocke nach drei Tagen
a0 Gran an Gewicht zu. In nicht zu gwingen Mengen
kalten Wassers war der so vermischte Saft klar auf1oslich.
1V. Die von einigen Autoren gemachte Bemerkung,
dass den1 rohen Lakritzensafte Erbsenmehl zugesetzt werde,
um seine Zerfliesslichkeit zu verhindern, brachte mich arif
den Gedanken, dass nicht Amylum, sondern ein amylumhaltiges vegetabilisches Pulver am besten geeignet sein
musse, dem gereinigten Safte seine Bruchigkeit zu erhalten ;
ich glaubte als ein solches Pulvor am zweckmassigsten
feines Sussholzpulver wahlen zu durfen, da es mir nicht
sowohl als das natiirlichste, sondern auch als ein in der
That den Geschmack des Lakritzensaftes verbesserndes
Zusatzrnittel erschien. Es wurden tlaher 16 Theilen des
gereinigten Saftes 1 Theil des feinsten Sussholzpulvers
zugemischt und die zur Pillenconsistenz gebrachte Masse
zii Stangen ausgerollt. Die Stangen durften, als sie bei
30 0 R. getrocknet wurden, nur einmal nachgerollt werden und blieben in einern trocknen Zimmer auch uneingewickelt ganz bruchig. Der Geschmack war angenehmer,
als der der Safte von I., 11. und 111. Neben Wasser unter
einer Glocke aufbewahrt. vermehrte sich das Gewicht einer
+
+
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Meurer,
Unze des Salas um 28 Gran wahrend 3 Tagen; in Wasser konnte er sich naliirlich nicht vollstandig auflosen.
Aus vorstehenden Versuchen ergiebt sich, dass zur
Erhaltung des gereinigten Lakritzensaftes in Stangenform
von hrijchiger Beschaffenheit am besten ein geringer Zusatz von Sussholzpulver angewandt wird. Es geht aber
auch aus ihnen hervor, dass dem rohen Lakritzensafte, urn
dessen Zerfliesslichkeit zu vermindern, nicht Amylum, sondern irgend ein amylunihaltigos vegelabilisches Pulver zugesetzt wird. Nicht ohne Werth ist auch die Ermiltelung,
dass eine Vermischung des gereinigten Lakritzensaftes mit
Wilchzucker die Ncigung desselben, Feuchtigkeit anzuziehen, vermindert, da hiedurch dem gepulverten gereinigten
Lakritzensafte eine bessere Haltbarkeit ertheilt werden
kann, ohne dass seiner vollstandigen Aufloslichkeit in
Wasser Eintrag geschieht. Der Umstand, dass zuweilen,
auch bei der grossten Vorsicht, nicht ein in Wasser klar
aufloslicher gereinigter Lakritzensaft gewonnen werden
kann, hat wahrscheinlich in der verschiedenen Beschaffenheit des rolien Safies seinon Grund.
Mfttheilungen aus dem Gebiete der Toxicologic
und gerichtlichen Medicin ;
von
Dr. M e u r e r .
I ) Mehrere nach und. nach bekannt newordene Vergiftunysfalle mit Phosphorlatwerge veranlassten mich, sowohl chemische. als auch physiologische Versirche anzustellen, um ein Gegenmittel gegen Vergiftungen dieser Art
zu finden, da ,die Erl'ahrung hinlanglich bewiesen hatte,
dass eine dynamische Behandlung der mit Phosphor Vergifteten ungenugende Resultate lieferte.
n
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