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Ueber Vebindungen von Arsensulfaten mit Kalium- Calcium- und Bleisulfat.

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H. K tl hl: Arsensalfatverbindungen.
377
Ueber Verbindungen von Arsensulfaten
mit Kalium-, Calcium- und Bleisulfat.
Von H u g o Rtihl.
(Eingegangen den 8. VII. 1907.)
In Qemeinsehaft m i t R. W e i n 1a n d *) hatte ich beobachtet, dafl
5: t a n n i a u l f a t , Sn(S04)~,nnd T i t a n s u l f a t , Ti(S04)2, beffihigt sind,
besonders mit den E r d a l k a l i s u l f a t e n charakteristische Verbinduugen
zu liefern. Es sei van diesen das Calciumsalz, Sn(S04)aCaS048H&,
erwihnt. Dieses krystallisiert in farblosen WIlrfdn. Man erbiilt die
Salze beim Abranchen der Lllsnngen von a-Zinnsliure nnd Cakiumsnlfat
in konzentrierter Schwefehlnre.
Daber ht der Wassergehalt des
genannten Calcinmsalzes nnd der entaprechenden Strontium-, Baryumund Bleiverbindnng bemerkenswert. Dieses Wasser ist in den Salzen sehr
fest gebunden, es entweicht bei 20O0 nur teilweise. Die Verbindungen
des Titansulfates rnit den Erdalkalisnlfaten sind dagegen waseerfrei.
Ich habe sodann gefnnden2)), da8 anch das A n t i m o n s u l f a t ,
Sb2(SO4)a, rnit den Erdalkalisulfaten sich zu vereinigen vermag. Die
Znsammensetznng dieser Salze ist Sbs(S04)8Ca(Sr. Ba)S04 0 HpO.
Anch sie werden aus L6snngen YOU Antimonoxyd nnd dem betreffenden
Metallsulfat in konzentrierter SchwefelsLure erhalten. Die Salze enthalten, wie die Zinnvprbindungen, Wasqer, dieses ist aber vie1 weniger
fest gebunden, als in den Zinnsalzen. Verbindoagen von Antimonsulfat
mit Alkalisulfaten hatte G u t m a n n ') schon frilher dargestellt, z. B.
das Kaliumsalz Sbg(SO,)aKaSO,.
Ich habe nun untersucht, ob aus LBsungen von A r s e n i g s f i n r e a n h y d r i d nnd Metallenlfaten in konzentrierter SchwefelsOure gleichfalls
derartige Verbindungen ZR erhalten sind. Zwar ist dae krsentrioxyd,
wie auch ans der Stellung des Arsene im periodischen System hervorgeht, noeh weniger basisch, als das schon schwach basische Antimonoxyd, es existiert aber trotzdem eine Reihe von A r s e n s n 1f a t e n ,
namlich das normale A r s e n 8 n 1 f a t , sowie basische nnd saure. Von
diesen seien die folgenden erwahnt'): AssOa, SOa; AsQOS,2 SOs;
Ztschr. f. anorg. Chem. 64, 244 a 265. 1907.
Ztschr. f. anorg. Chem. 51, 266. 1907.
a) Arch d. Pharm. 236, 477. 1898.
4) Gmelin-Kraut, 7. Anflage III, 2, 484. 1907. Die Aatoren, die
diese Sulfate dargestellt habea, sind Adie. Stavenhsgen, W e b e r ,
S c h n l e e-Sellark. Einige Arsecosulfate wnrden anch in Lcihgskanilen
yon Schwefelskurefabriken and im Mauerwerk von Pyrit8fsn gefanden.
1)
g)
378
H. K ii h 1: hraensalfatverbindangen.
AsaO8, 3 SO8, normales Sulfat; AsgOg, 4 SOa nnd AssOa, 8 SOa.
Sie werden erhalten aue Lasungen von Arsentrioxyd in konzentrierter
Schwefelslure bezw. aus rauchender SchwefelsLure, wie das normale,
oder aus Schwefelstureanhydrid, wie die sauren Sulfate. Alle werden
von Wasser vollstllndig in Arsentrioxyd und Schwefelslure gespalten.
Es gelang mir, eine Verbindung des basischen A r s e n o s n l f a t e s ,
AepOa, 'LSOa, mit K a l i u m und C a l c i u m s u l f a t , und eine solche
des noch b a s i s c h e r e n S u l f a t e s , AssOa, SOa, mit B l e i s u l f a t an8
Lasungen von Arsentrioxyd und dem betreffenden Metallsulfat in
konzentrierter Schwefelature zu erhalten, nicht dagegen ein Strontiumoder Baryumsalz darzustellen.
Ein Salz des normalen Sulfates
beobachtete ich nicht, beim Antimonoxyd leiteten eich alle Doppelsulfate von normalem Sulfat, SbOa, 3 SOe, ab. Hierin drilckt sich
der schwach basieche Charakter des Arsentrioxydea aus.
Die Zusammenaetzung der S a k e ist folgende:
AS, 0 8 , 2 SOa, 2 Kp 0 Son;
Ass 0 8 , 2 SOB, Ca 0 SOB;
AsgOa, Son, PbOSO8;
das Calciumsalz ist im Gegensatz zu demjenigen dea Antimon waeserfrei.
Ein Beweie ftir die Konstitntion ist nicht zu erbringen, da die
Salze aehr nnbestbdig sind.
Experimenteller Teil.
1. Kallumsalz, Ass On, 2 SOa, 2 Ka SO,.
2
126
Zur Darstellung wurden 100 Mole K2 SO, (3,49 g) nnd
Mole
Asp08 (2,47 g) in Schwefelsgure gelast, die Losungen vereinigt und
dann abgeraocht. Es blieb eine alhe, glasartige Masse zuriick, die
nach lgngerer Zeit an der Oberflkhe krystallinisch wurde.
&
An a l y s e.
Das Arsen wnrde als Arsentrisolfid abgeschieden und gewogen,
im Filtrat wurde die Schwefelsllore mit Chlorbaryum gefgllt. Das
Kalium wurde in einer neuen Substanzmenge bestimmt.
1. 1,1716 g Snbstanz: 0,4113 g AaaS8, 1,6520 g BaSO,.
1,2206 g Subatam: 0,6964 g &SO,.
2. 0,6460 g Sabatanz: 0,!!225 g AusQ8, 0,8548 g BaS0,.
0,6646g Substanz: 0,426 g KaSO,.
ARS08, 2 SO,, 2 KSSO,.
Berechnet: 21,23 As, 22,16 K, 64,34 SO,.
Gefunden: 2439 Ae, 21,9B K, b4,52 SO&
!21,02 AS, 22,34 K, 64,62 80,.
H. K iihl: Areenealfatverbindnngen.
379
2. Calciumsalz, Asa Oar 2 SOa, Ca SO,.
(z
Bur Darstellong dieses Salzes wurden 1,72 g frisch geftilltes
1
6
und 2,47 g As208
Mole) in konCalciumsulfat ( ~ Mole)
zentrierter SchwefelsLure aufgel6st. Aus der Losung schieden sich
beim Abrauchen farblose Krystalle aus, die unter dem Mikroskop als
aechsseitige Prismen erschienen I).
An a 1y s e.
Das Calcium wurde aus der von Arsen befreiten Losung als
Oxalat gef5llt.
1. 0,5750 g Substanz: 0,2912 g AesF,, 0,068 g CaO, 0,8176 g BaSO,
2. 0,6255 g Substane: 0,3135 g AenSs, 0,0695 g CaO, 0,8876 g BaSO,.
ASSOB,2 SOB, CaS0,s).
Berechnet: 30,54 As, 8,17 Ca, 68,23 SO,.
Uefunden: 30,86 As, 8,45 Ca, 58,49 SO,.
30,73 As, 7,95 Ca, B,38 SO,.
3. Bleiealt, AssO8, SOe, PbS0,.
Dieses Salz wurde wie das Calciumsalz dargestellt. Es bildete
ein mikrokrystallinisches Polver.
A n a1y s e.
Arsen nnd Blei wurden mit frisch bereitetem, polysulfidfreiem
Schwefelammonium getrennt.
1. 1,416 g Substanz: 0,6124 g Ah%, 0,6066 g PbS, 1,180 g BaSOe
2. 0,514 g Snbstane: 0,2166 g AFIS~,0,2126 g PbS, 0,4117 g BaS0k
AspOs, SO,, PbSO,.
Berechnet: 26,82 As, 35,62 Pb, 33,M SO,
Uefunden: 25,64 As, 35,95 Pb, 33,24 SO,.
25,66 AS, 35,78 Pb, 33,95 SO,.
1) Sie wnrden durch Presaen zwischen erwllrrnten Tonplstten von der
Mutterlauge befreit.
.a) Einmal erhielt ich aus einer Lasung von Arsenigsiinreanhydrid und
Calcinmsulfat in konzentrierter Schwefelsiiure wikrfelf6rmige fiystalle; diem
erwiesen sich als dae von S t a v e n h a g e n nnd A d i e ( U m e l i n - K r a u t ,
7. Auflage 111, 2, 484) erhaltene Araensulfat.
AsaOs, SO, 0,8995 g lieferten 0,803 g AesS, = (54,39% An), and
0,7643 g BaSO, = (34,5% SO,).
Berechnet anf Ae,Oa, SOB - 63,96% As
and 34,53%SO,.
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