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Ueber Verhalten der Silicate und Lslichkeit der Kieselsure.

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III. Monatsbericht.
Ueber Verhalten der Silicate und Losliehkeit der
Kieselsiiure.
Urn eine Einsicht in die Zersetzung der feldspathhaltigen Gesteine und die Form, unter welcher Kieselaaure loslich ist, zu erlangen, hat S t r u c k m a n n ( A m .
d. Chern. u. Pharnz. Bd.94, 6.337) eine Reihe Versuche
angestellt, welchc mit friiheren Angaben uber denselben
Gegenstand nicht iibereinstimmen, aber auch ihrerseits
Widerspruch erfahren haben.
Der Verf. bereitete sich durch Zusariiluenschnielzen
von Quarzsand mit kohlensaurem Kalinatron ein in Wasser leicht losliches Silicat mit einem nicht unbedeutenden
Uebcrschuss an kohlensaurem Alkali. Die verdiinnte
Losung desselben wurde rnehrere “age lang mit Kohlensaurc behandelt, bis endlich daa ganze GeCiiss xuit gallertartiger Kieseldure erfiillt war und keine Ausscheidung
von Saure mehr statt fand. Das Filtrat, noahinals niit
Kohlensaure behandelt, liess einige Flocken von liieselerde fallen, und das Filtrat von diesen schied bei Uebersiittigung mit Salzsaure keine Kieselsiiure weitcr aus,
hinterliess aber beim Verdunsten auf 100 Grni. FliissigProc. Kieselerde. Diese Versuche bekcit 0,0306 =
weisen also, dass alkalische Silicate durch Kohlensiiurc
unter Ausscheidung von Kieselsiiure zerlegt werden, wenn
das Alkali zweifach kohlensnuer geworden ist und dass
dann noch ctwas Kicsclsaure, hachst wahrscheinlich als
freie, gelost bleibt. Die Angabcn G. Bischof’s (LeRrb.
d. Geologie, I. 2, 15. 824) sind hiermit ganz unvereinbar
und erklaren sich allenfalls, wenn man amimmt, dass
Bi s chof nicht lange genug Kohlensaure durchgeleitet
hatte. Daraus fol t aber auch die Ungultigkeit der
Sclilussfolgerungen is chof’s, nach denen neben alkalischcn Carbonaten oder Bicarbonaten noch alkslische
Silicate in Gewiissern vorhanden sein konnen, die selbst
mit Kohlensiiure geaattigt sind. Vielmehr muss man annehmen, class die von sich zersetzenden 1-’cldspathcn ab-
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Verhalten dei. Silicate
it.
Liislichkeit der hi’eselstiiwe.
fliessenden kohlensaurehaltigen Gewasser Carbonate und
freie Kieselsiiure enthalten, wahrend die sussen Gewasser
Carbonate und alkalische Silicate gelost enthalten konnen.
Die auf die oben angefuhrte Weise aus ihrer Losung
gefallte Kieselerde wurde mit kalter verdiinnter Salzsiiure
langere Zeit behandelt und .mit Wasser ausgewaschen,
bis das Waschwasser keine Triibung mit salpetersaurem
Quecksilberoxydul mehr zeigte, und dann auf ihre Loslichkeit in verschiedenen Losun smitteln gepruft. Die
Resultate waren folgende, indem fie Kieselsaure jedesmal
langere Zeit in der Italte mit dem Losungsmittel haufig
umgeschuttelt war :
Reiiies Wasser loste etwa
Proc.
Das
KohlensiiurehaltigesWasser loste etwa
Wasser war G Tage lang mit der Kieseldure in Beriihrung und wurde in dieser Zeit 13112 Stunden lang rnit
Kohlensilure behandelt.
Verdunnte Salzsiiure von 1,088 spec. Qew. loste in
11 Tagen
Proc. Beim langsamen Verdunsten der
Losung setzte sich die Kieselerde in biischelformigen
Krystallnadeln an die Wiinde der Schale, wie schon
Dov e r i gleichfalh beobachtete.
Kohlensaures Ammoniak loste 1/50 Proc. SiO3, wenn
die Losung 5 Proc. anderthalb - kohlensaures Ammoniak
enthielt, und
Proc. SiO3, wenn die Losung nur
‘il Proc. andertkalb - kohlensaures Ammoniak enthielt.
Der Verf. vermuthet, dass im letzteren Falle ein Theil
der Kieselsaure sich mit einem Theil Ammoniak verbunden habe, weil die Losung, an der Luft stehend, bald
wieder Kieselsiiure fallen liess, indeni das Ammoniak
doppelt kohlensauer wurde.
Ammoniakfliissigkeit mit 19,2 Proc. trocknem H3N
loste in verschlossenem Gefdss 1/14 Proc. SiO3, AmmoProc. SiO3.
niakflussigkeit mit 1,6 Proc. H3N loste
Auch hieraus schliesst der Verf., dass sich kieselsaures
Ammoniak ebildet habe. Um sich dariiber zu vergewissern, stel te er noch fol ende Versuche an:
1) Die Losung des Kafinatronsilicats wurde mit kohlensaurem Ammoniak vermischt, die ausgeschiedene Kieselerde vollstilndig ausgewaschen, bis das Waschwasser
Quecksilberchloridlosung nicht mehr triibte, und nach
einigem Trocknen an der Luft auf Ammoniak gepriiff.
Beim Kochen mit Natronlauge entwickelte selbst nach
9 T a en noch die Kieselerde Ammoniak, durch einen
mit alzsaure befeuchteten Glasstab erkennbar. Die luft-
50,.
-
P
8
Bedimgungen, welche die chein. Vencandtscli. i,rod$ciren.
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trockne Kieselsiiure enthielt so viel H3N, dass man daraus 3,l Proc. H4N0, SiO3 berechnen lronnte.
2) Eine auf analoge Art, jedoch mittelst Salniiaklosung, ausgefallte und etwas abgetrocknete Kieselsaure
zeigte kurz nach dep Darstellung ebenso deutliche Merkmale von der Anwesenheit des Ainmoniaks, nach 9 Tagen
aber geringere, und nach 4 Woclien nur noch so viel,
dass sich 1,46 Proc. H4N0, Si03 bcrechnen liessen. Daraus schliesst der Verf;, dass gelatiniise Kieselslure Ammoniak chemisch biride und beim Trocknen sich die
Verbindung allmalig zersetze.
Gegen die ebea angefuhrten Schlussfolgerungen bemerkt L i e b i g (Ann. d . C7Leni. ti. Phavnz. B d . 94. S. 373
dass Ammoniak und kohlensaures Ammoniak die Loslic keit der Kieselsaure in Wasser nicht erhohen, sondern
vermindern, und daas wohl von einer Anziehiing der
Iiieselerde zum Ammoniak die Rede sein konne, wie
dies auch bei der Kohle, Thonerde, Magnesia, dem Eisenoxyd u. a. der Fall ist, aber nicht von einer chemischen
Verbindung, d. h. in stets unverlnderlichen stochiometrisclien Verhiiltnissen.
Was die grossere oder geringere Loslichkeit der
Kieselsaure in Wasser betrifft, 80 fand sie L i e b i g wesentlich davon abhiingig, ob bei der Ausscheidung derselben aus einem Silicat hinreichend Wasser zu ihrer
Losung vorhanden war oder nicht. Die gallertartige
Kieselsaure lost sich, mit Wasser behandelt, nicht so
reichlich, als die, welohe im Ausscheidungsmoment hinreichende Wassermenge zu ihrer Losung vorfindet. Verdunnt man eine Losung von kieselsaurem Alkali so weit,
dass bei ihrer Neutralisirung mit Saure sich nicht mehr
Kieselerde ausscheidet und sie Tage lang klar bleibt, so
kann sie selbst bei einem kleinen Ueberschuss an Salzsaure bis zu
Kieselsaure gelost behalten. (Journ.
H. B.
f. yrakt. Chemie, Bd. 66. Hft.3.)
P
Ueber Bedingungen, welehe die chemisehe Verwandtsehaft modificiren.
Die zu losende Frage ist: Was findet statt, wenn
zwei binare Verbindungen AB und CD unter solchen
Umstiinden zusammengebracht werden, dass sie selbst
sowohl, als die Producte ihrer gegenseitigen Einwirkupg,
frei auf einander wirken kijnnen? Bleiben sie, wie man
allgemein annimmt, unaeriindert, oder entatehen zufolge
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