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Ueber verschiedene Brennstoffe.

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Ueber vemchiedene Byennstofle.
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unter die Formen so in einander iiber, dass Fiille vorkornmen, dass man nicht weiss, welcher Form man die
Pflanze zurechnen soll. (Bot. Ztg. 1854. p. 41.)
Hornung.
Ueber versehiedene Brennstoffe,
Ein neues Destillationsproduct ist das Eupion. Es
ist ein bestiindiger Begleiter des Paraffin und hdngt demselben hartnackig an. In seineni reinsten Zustande ist
es farblos, wasserklar, von einem eigenen Blumengeruch
und ohne Geschniack. Es fulilt sich nicht fcttig a n und
ist von grosser Leichtflussigkeit, worin es alle iibrigen
Korper tibertrifft. Es ist leichter als Wasser (0,655 und
kocht schon bei 470. Es brennt mit heller und euchtender Flamme, lost sich wenig in Alkohol, dagegen leicht
in Aether. Es ist ebenfalls aus Kohlenstoff und Wasseratoff zusammengesetzt. Das jetzt zu Beleuchtungszwecken
verwendete Photogen ist ein unreines Eupion, daher auch
von hsherem spec. Gewicht und hoherem Kochpunct. Es
geht bei der Destillation mit einern schweren Oele iiber,
welches beim Verbrennen mit sehr russender Flamme
brennt und ebenfalls fur sich gewonnen wird.
Sollen nun aus der Braun-Steinkohle oder dem Torfe
fabrikationsmassig diese oligen Bestandtheile gewonnen
werden, so wird das Material in etwa wallnussgrosse
Stucke zerschlagen und, insofern die Kohle sehr schwefelreich sein sollte, mit Kalkwasser besprengt, urn den
Schwefel zu binden. Die Grubenfeuchtitigkeit nicht allein,
auch das noch sonst der Kohle anhiingende Wasser muss
vor der Destillation entfernt werden. Das Trocknen geachieht entweder in besondern Trockenriiumen oder man
benutzt die warmen Retortengemolbe dazu. Die gusseisernen Retorten, die je 2 iiber eiaem gemeinschaftlichen
Feuer liegen, sind 8 Fuss lang und liaben einen Durchmesser von 2 Fuss, dabei sind sie mit einern 5zolligen
Abzugsrohr versehen, welches entgegengesetzt der Feuerung angebracht ist. Die Retorten liegen in einem gemeinschaftlichen Kamine, welches 16 Hetorten fasst, von
denen je 2 von einem Feuer geheizt werden. E s wisd
sehr langsam angeheizt, um so vie1 als mijglich theerige
Producte zu gewinnen und die Temperatur nicht iiber
die dunlrle Rothgluhhitze getrieben. Der Abzug der
fluchtigen Producte geht durcli eine 80 Fuss lange Rohre,
bei etwa 2 Fuss Durchmesscr, melche von aussen abge-
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Arch. d. Pharm. CXXXVIII.Bds. 1.Hft.
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Ueber verschiedene Brennstofe.
kiihlt werden kann, damit man alle condensationsfahigen
Producte gewinnt. Zu diesem Zwecke endigt das Condensationsrohr in einem grossen eisernen Cylinder, der
in seinem Innern Abtheilun en hat, auf denen Coaksstiicke
liegen, die auch die letzten5heertheile zuruckhalten. Die
uncondensirbaren Gase gehen entweder unbenutzt davon
oder man leitet sie durch eine Rohre in den Feuerrost
und verbrennt sie dort, um die Retorte damit zu heizen.
Die condensirten fliissigen Destillationsproducte werden in
ein grosses Reservoir gebracht, welches stets auf einer
Temperatur von 300 erhalten wird, urn die theerigen Producte nicht erstarren zu lassen. Nach langerem Stehen
trennt sich der Theer von dem ammoniakalischen Wasser.
Letzteres wird abgegossen und fiir sich verwerthet. Den
Theer pumpt man in die Reinigungsmaschinen. Hier
werden auf je lo00 Quart desselben 70 Quart einer Eisenvitriollosung gethan und bei einer Temperatur von 360
durch eiserne Rohren, welche durch Maschinenkraft bewegt werden, inni und anhaltend 314 Stunden durcheinander gemischt. h i e Reinigungstrommeln sind liegende
eiserne Cylinder, von etwa 2000 Quart Inhalt, in ihnen
wird durch den Zusatz des Eisensalzes das dem Theer
beigemischte Schwefelammonium in Schwefeleisen verwandelt. Der so gereinigte Theer ist nun vorbereitet,
urn aus ihm, durch die aufeinander folgenden Destillationen, die verschiedenen oligen Producte zu scheiden. Die
Destillirblasen halten etwa 1200 Quart, die Destillationsproducte con4ensiren sich in einer grossen Schlange von
Blei, die ge en 100 Fuss lang ist und dabei eine Stiirke
von 3 Zoll %at. Man fangt die verschiedenen Producte
auf und scheidet sie in 3 Classen. Zuerst gewinnt man
ein leicht flussiges Oel von 0,700-0,865 spec. Qew., dann
zweitens eine consistentere Masse von 0,865-0,900
spec.
(Jew. und endlich drittens das Paraffin von 0,900 - 0,930
spec. Gew. SO wie sie bei der ersten Destillation ewomen werden, sind die Producte noch nicht zum
brauche geeignet, man bearbeitet sie, jedes fiir sich allein,
in liegenden bleiernen Mischmaschinen, die stets auf einer
Temperatur von 600 gehalten werden, unter Zusatz von
A 8 Proc. Schwefelshre, der man 1-2 Proc. SalzsZiure
und 4-8 Proc. chromsaures Kali zusetzt. Nachdem die
chemischen Agentien eingewirkt haben, Vasst man die
Masse 3 Stunden in Ruhe stehen, wahrend welcher Zeit
die durch jene nicht angegriffenen Ode sich nach oben
hin ablagern und zapft sie endlich vom Ruckstmde ab.
&-
Destillationsproducte von Torf- u. Bratmkohlensorten.
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Jetzt behandelt man sie mit 2-4 Proc. Aetzkalilaugo
yon 500B. in eisernen Maschinen und arbeitet sie darin
fleissig durcheinander. Nachdem erfolgt eine neue Destillation und man erhiilt von dem Oele No. 1.) mit einem
Theile von No. 2. gemischt, ein Oel von 0,820 spec. Gew.,
welches unter dem Namen Photog&, Hydrocarbiir oder
Mineral01 in den Handel gebraclit wird. Das Oel NO.^.,
vermischt rnit einem Theile von No. 1. und No. 3., giebt
ein dickflussiges Oel, welches sich sum Brennen auf
Argend'schen Lampen eignet, wogegen das Photogbn auf
eigens dazu construirten Lampen gebrannt werden musa.
Um das Paraffin zu gewinnen, wird der Rest yon
No. 3. in grosse Bassins gefiillt, die in einem kellerartigen
Raume stehen. Bei einer niedrigen Temperatur erstarrt
die Masse gallertartig und endlich setzt sich das Paraffin
kornig ab. Hierzu sind 3-4 Wochen erforderlich. Die
mechanische Ycheidung des kornigen Paraffins von dem
anhangenden fliissigen Oele geschieht in einem Centrifugalapparat, der bei einer Umdrehung von 3000 in der Minute
das flussige Oel fortschleudert, wahrend die kornige Masse
in den feinen Drahtmaschinen des Appsrats zuriickbleibt.
Das unreine Paraffin schrnilzt man nun urn, giesst es in
Tafeln aus, die man dem Drucke einer hydraulischen
Presse aussetzt. Das ablaufende Oel ist immer noch
paraffinhaltig und geht daher in die Fabrikstion zuriick,
um ganzlich ausgebeutet zii werden. Das abgepresste
Paraffin schmilzt man wieder um, behandelt es mit 50 Proc.
Schwefelsiiure, e r w b n t es bis 1800, mischt dann innig
und liisst absetzen. Dann wird es von Neuem zu Tafeln
ausgegossen, zwischen Haartuchern in einer liegenden
hydraulischen Presse warm durchgepresst, mit
Proc.
Stearin gemischt und nochmals bei 1500 mit 70 Procent
Schwefelsaure gemischt. Nach 2stundigem Stehen wird
das Paraffin von der Saure getrennt, rnit warmen Wasaer
ausgewaschen, mit
Proc. Stearin vermisclit und rnit
1 Proc. Aetzkalilauge behandelt. Nach Verlauf von 2 Stunden hnben sich sitmmtliche Unreinigkeiten niedergeschlagen und das Paraffin ist wasserklar Zuni Vergiessen zu
B.
Kerzen. (B1.fiir Hnd. u. Gwbe. 1855. No. 45.)
Ueber die Prodncte der trocknen Destillation versebiedener Ted- nnd Braunkohlensorten.
Die Wiuhtigkeit, welche die Uestillationsproducte verechiedener bis dahin nur zum Heizen benutzter Fossilien
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