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Ueber versteinertes Holz vom Wolsberge bei Siegburg.

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111. Monatsbericht.
Ueher versteinertes Holz voni W o l s b e r g e Lei
Siegburg j
von v o n d e r M a reli in Lirdenscheidt.
Die geognostischcn VcrhBltnisse, SO wie die wahrscheinliche Entstehungsgeschichte tlieser aus basaltischem Conglomerat bestellenden merltwiirdigen fliigel h a t Herr Prof.
Nogge r a t h bereits vor langerer %eitmitgetheilt *). Ebenso
hat derselbe auch das in jenem Conglomerat vorkommende,
wahrscheinlich aus der Sraunkohlenforrnalion hetstamrnende silificirte Holz in seincn verschiedenen Ahandrrungen beschrieben ; dooh beziehen sich seine hnsahen wohl
nur auf das durch Kieselsaure mehr oder rnincler vollkommen pelrificirte Ilolz.
Wahrend meines Aufenthalts in Siegburg im Jahre
1834 lieferten aber die der Stadt zugekchrten Steinbriiche
des Wolsberges haufig Exemplare von versteinertem Holze,
in welchen eine vorherrschcntl grosse Menge von kohlensaurer lialkerde das F’ersteinerungsmittel war. Die Stiicke
waren aussen gelblich - weiss, elwas verwittert, mit deutlicher Holzlextur; innen braunlich und nahmen dort eine
schone Politur an, durch welche Gefiige, Jahresringe etc.
liervortralen. Da die durch kohlcnsaure Kalkerde versleinerten Holzstiicke zu den seltcneren gehoren, so hnbe
ich vor einiger Zeit ein derbes noch nicht durch Verwitterung angefressenes Stuck vom Wolsberge der quantitativen Analyse unterworfen, und erlaube niir das erhallene
Resullat milzulheilen.
Das bei
1000 C. etrocknete, feingepulverte versteinerte Holz besteht in 00 Theilen aus:
+
f. . . . . . . . . . . . . .
Kohlensaurer Kallterde
Kohlensaurer Biitererde
Eisenoxyd
Thonerde
Kieselsiiure
Braungefiirbter, organischrr Substsnz.
91,3
. . . . . . . . . . . . . . 4,3
.. ........................................ 1,6
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 094
0,2
eine Spur
. . . . -~
97,8
Wasser, welches durch schwrches Gliihen
aiisgstrieben wurtle
2,5~ ~ _ _ _
__
Suinnia 100,Y.
*) Jlessen Entstehung und Ansbildung der Erde etc. Stuttgart bei
Schweizerliarl. 1897. S. 316 etc.
Fernar: IJeber die nruerlichsL im H n s a l t t u l entderlcten bitamintisen
und varsirinrricn Hiilzer, wie die tlrr l~reonl~olilrnformation
uberliauyl. lri Karsten’s iitid v . 1)crlien’s Arcliiv. 14. Hd. 1840.
S, 182 etc,
................
Versteinertes Holz vom Wolsberge bei Sieghurg. 167
Ausser dieser fast nur ails kolilensauren E d e n bestehenden VarietPt findet sich aber auch am Wolsberge versteinertes Holz, welclies 7,war bauptsiichlich ebenfalls durch
kohlensnur'e I<alker.de pct.rilicirt ist. welches aber auch
eine nicht unbedeutende Nenge Kieselsiiure enthalt. Lasst
man letztercs Iangere Zeit, ohne es vorher zerrieben zu
haben, i n Salzsaure liegen, so erhhlt man, nachdern die
Saurc alle darin lijslichen StofFe aufgcnommen, ein Haufwerk von feinen Kieselssure -Nadeln, welche sich unter
dem Mikroskop als v e r k i c s c l t e , l a n g g e s t r e c k t e
H o I z z e I I e n darstelllen. Rei den meisten konntc man
deutlich durch die glashelle %ellenwand die m i l Luft gefullte innere Hohlung untersc,heiden u n d das Eindrin en
von Flussi~keiten,sobald das Object benetzt wurde, wa rnehmen. Es war also bei diesern Versteineiungsproce,cs
ein Theil der I-lolzzellen durch kohlensaure Kalkerde substituirt,, wahrend die Stelle der anderen durch Kieselsaure
eingenommen worden war
A n einigen Stellen des Wolsberyes findet sich in
verhiItnissrnassig weiteri Hiihlungen der Conglomerate eine
Masse, welche aus feinen, weichen, weissen Kieselsaure Nadeln besteht und von weitem Aehnlichkeit mit einem
EInufwerk von Krystallen dcs schwcfclsnuren Chinins hat.
A n ancleren Stellen Iriingen diese Kiesclnadeln noch bundelweise ziisammcn, doch sintf diese Bundel ausserst zerbrechlich. Genau besehcn, lassen lelztere schon ein holzahnliches Gef'iige erkennen.
Herr Prof. N o g g e 1. a t h erwiihnt ebenfalls dieser lose
zusammenhiingenden, verkieselten Holzfascrn, die er sogenanntem verslockten Holze 5hnlich fantl ; er riennt sie
faserigen fIolzopal, und glaubt sie dadurch entstanden,
dass ein grosser Theil der Icichtzerbrechlichen verkieselten Elolzlasern eincs gri-isseren Ilolzstuckes weggefuhrt
seien.
Betrachtet inan tliese Fasern unter tlem Mikroskop,
so finrlet man sie tlurchaus nicht verschicden von den
oben bescliricbenen vcrkiescl~enNolzzcllen, wclcfie dorch
Hehiincllung tles theilweisc durch Kalk vcrskinerten Holzes niit Snlzsaure erhalten warcn, niir hekundeten sie
ihren Ursprung noch wait scharfcr. Man erkennt namlich
setir deutlich jene dem Coniferenholze znkommenden p or i i s e n Holzzellen, whhrend an den durch Behandeln mit
Salzsiiure erhaltenen keinc Poren unterschieden werden
konnten. Ich glaube nun, dassjene wollig- faserigan Haufwerke verkieselter Holzzellen aus versteinertem Holm
fl
Id8
Kleinc! Verbrer~n.ungsuersucAe.
xuriickgehlieben b i i i i l , i i i welcliern theils kohlcnsaure Kalkertle, theils Kieselstiure das Versteinerungsmittel war ; die
kohlensaure LCallterdc, wurdo tlurch kohlensaure - haltiges
Wasscr aufgelijst u n t l fortgefiihrl, wiihrend die Kieselzellcn ungelljst zuriickblieben. (‘Aus den Verh. d. naturhistor.
Vereins d. Preuss. Rheinlnnde. lS49.j
ICleiiie Ve~b~ennueg.sversache.
A . B u s s y bedicnt sich cines sehr zweckmassigen
kleinen Apparats, urn die Verbrennung tlcs Wasserstoffs
in Sauerstof’fgas. Chlorgns. Brom und Joddampf seinen
Zuhorern im Collegium zu zeigen. Es bestcht aus einer
ge w oh n I i ch en E n t b i n d u II gsfl a sch c, d i e mi t ei n er zw ei rna I
rechtwinkelig gebogcncn Leitungsriihre verbunden ist.
Letztere rniindet in ein cylinderfGrrniges Probirglas aus
und ist an ihrem Ende in eine zuruckgebogene Spitze
ausgebogcn.
G e b r a u ch. Man full1 den Cyliader tnit Chlorgas
und l a s t das Wasserstoffgas durch die Leitungsrohre einstromen; es entziindet sich und giebt eine grosse blauliche
Flamme, grosser als die gewohnliche. In dem obern Theil
des Cylinders zeigen sich haufige weisse Dampfe. Das
Verbrennen dauert so lange fort, als noch Chlor vorrathi
ist. Lackmuslinctur in den Cylinder gegossen, wird star
ff
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