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Universalpharmakope von Dr. Br. Hirsch. Zweiter Band 1. und 2. Lieferung. Vandenhoeck & Ruprecht's verlag Gttingen 1888

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Eine neue Reaktion der Hmns4ure.
- Biicherschau.
untersuchenden Oles in einem Reagiercylinder iiber der Lam e zum
Sieden der Same in der Art, dafs durch die Siedebewegung eine d s c h u n g
des Ganzen stattfindet. Bei reinem 01 erhalt man eine licht griinlichgelbe
Flirbung, welche einer ausgesprochen bernsteingelben bis dunkeloran e
elben Platz macht, wenn 5-50 Proz. Sameniile irgend welcher
$em Olivenole beigemischt waren. (Ac. de sc. p . Journ. de Pharm. et &
a i m . 1888, T.18,p. 171.)
Bne neue Reaktion der Harnsiiure, von D e n i g k s angegeben,
beruht auf der Urnwandlung der letztern in Alloxanverbindungen duroh
Einwirkun von Bromwasser oder Salpetersaure, Auflosung des Reaktionsprosuktes in konzentrierter Schwefelsaure und Blaufrirbung dieser
Losung durch Benzol. Ein kleinstes Kiirnchen Harnsaure genugt zur
Anstellung des Versuches , welcher mit wenigen Tropfen SalpetersLure
unter leichtem Erwarmen weitergefuhrt wird, wiibrend man zur Lasun
des Verdampfungsriickstandes einige Ihbikcentimeter Schwefelsaure un8
zur schliehhchen Rervorrufung der Blaufjrbung wieder wenige Tropfen
rohes Benzol benutzt. Sobald dieses letztere verdunstet, geht die Farbung
in Braun iiber, wird aber auf neuen Benzinzusatz wieder blau. (Ac. & 8C.
p. Journ. de Pharm. et de Chim. 1888,T.18,p.161.)
Die niiheren Bestandteile des Kajeputals sind von V o i r y untersucht und erforscht worden. Nachdem derrselbe durch Fraktionierung bei
Normaldruck nach einander kleine Mengen eines Bnksdrehenden Terebenthem und etwas Benzddehyd, als Hauptprodukt aber das mit dem
Encdyptol identische Kajeputol erhalten hatte, ohne die Temperatur yon
1 6 0 0 zu iiberschreiten, erhielt er bei weiterer Destillation unter einem auf
4 cm Quecksilberhohe ermassigten Druck zwischen 130-1400 und durch
Befreiung des Ilestillates von anderen Bestandteilen mittelJ Behandlung
mit heisser akoholischer Kaliiosung eine bei -150 erstarrende Fliissigkeit
von der Zusamrnensetzung CioHieO , welche als Terpilenol erkannt wurde.
Identisch mit den gleich zusammengesetzten einatomi en, den Borneolen
isomeren Alkoholen, hat es eine Dichte von 0,947 u n f bildet wie sie ein
Dichlorhydrat von der Forrnel CIoH1,.2HC1; es ist ohne Wirkung auf
das polarisierte Licht. Man darf unter diesen Cmstanden annehmen,
d d . die von anderen Ex erimentatoren bei Untersuchung mancher
iihnlichen ole erhaltenen, bei $200 unter teilweiser Dehydratation siedenden
Produkte entweder reines oder mit seinen Formyl-, Acetyl-, Butyl- und
Valerianylderivaten gemengtes Terpilenol waren. (Journ. de Pharm. et de
a i m . 1888, T.18,p. 149.)
Dr. G. P.
&
C. Bucherschau.
Universalpharmakopae von Dr. Br. H i r s c h . Zweiter Band, 1. und
2. Lieferung. V a n d e n h o e c k & R u p r e c h t ' s Verlag, Gottiigen, 1888.
Die harte Geduldsprobe, auf welche die Unterzeichner dieses
Werkes, dessen erste Hiilfte vor bald zwei Jahren sbgeschlossen worden
ist, gestellt wurden, scheint jetzt ihr Ende erreicht zu haben, nachdem
die zwischen Verfasser und fruherern Verleger entstandenen Meinungsverschiedenheiten durch Zuriicktreten des letzteren ihr Ende erreicht
haben. Ben Besitzern des yon jetzt ab in raschem Tem o seinem auf
Ostern des nachsten Jahres festgesetzten Schlusse entgegenelenden Werkes
Biicherschau.
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mag es zum Troste gereichen, dafs die Verzogerung nach Vollendung des
ersten Bandes wenigstens den einen Vorteil gebracht hat, dafs im zweiten
Band auch der Inhalt der inzwischen neu erschienenen Pharmakopoen mi&
beriicksichtigt werden kann. Vielleicht wird es sogar ermoglicht werden
konnen, letzteres auch fur die durch das Alphabet schon uberholten
Artikel des ersten Bandes in Form eines kleinen Anhanges am Schlusse
des Gesamtwerkes thun zu konnen und dieses damit vollst&ndig auf
die Hohe des Augenblicks zu heben. Es kann kaum einem Zweifel
unterliegen, d a b das vorliegende Werk, dessen beide neuesten, von Kali
causticum bis Mixtura Balsami Copaivae vinosa reichende Lieferun en
sich den friiheren in allem wlirdig zur Seite stellen, nicht nur dkem
einzelnen A otheker sich in der Praxis niitzlich erweisen, sondern auf
lange Zcit ?haus uberall dort eingehend studiert und vergleichenden
Betrachtungen unterzogen werden wird, wo man mit Neuherausgabe
einer Landea harmakopoe beschiiftigt ist. Dafiir biirgt schon die Autonat,
welche der s a m e des Verfassers auf dem Gebiete des Pharmakopoewesens besitzt.
H e i d e l b erg.
vulpius.
Jahresbericht uber die Fortschritte in der Lehre von den pathogenen Blikroorganismen, nmfassend Bakterien, PiIze nnd Protozoen,
von Dr. med. P. B a u m g a r t e n , a. 0. Professor an der Universitat Konigsberg. III. Jahrgang. 1887. Preis 12 Mark. Braunschweig, Harald B r u h n .
Dieser dritte Jahrgang des riihmlichst beksnnten Jahresberichtes
von Prof. B a u m g a r t e n schliebt sich nicht nur seinen Vorghgern an,
sondern iibertrifft dieselben noch an Reichhaltigkeit. Der zweite Bericht
brachte bereits eine stark vermehrte Zahl von Referaten gegeniiber dem
ersten 'und dieser dritte bringt wiederum eine noch pofsere Zahl referierter
Spezialarbeiten. Auf 494 Druckseiten nebst vollstiindigem Autoren- und
Sachregister legt uns der Verfasser die Arbeit eines halben Jahres vor und
lafst uns stamen iiber einen solchen ungewohnlichen Fleifs. Der Jahresbericht
von 1886 brachte 535 Abhandlungen gegen 817 im vorigen Jahre, sornit h t
der vorliegende Bericht ungefahr 300 einschllgige Arbeiten mehr gebrac t
als der Vorganger. Bekanntlich ist der Verfasser ein Forscher, welcher
mitten in der Beweyng und in direkter Nilhe der Tagesfragen steht, &a
kann daher nicht anders sein, als d a b wir die angezogenen Arbeiten
gewissermafsen kritisch esichtet vorgelegt bekommen. Es ist gewX8
sehr schwierig, hier die geforderte Unparteilichkeit innezuhalten, die einem
Jahresbericht ei en sein soll; d a b diese Unparteilichkeit jedoch bis zu
den zulassigen 6renzen in diesem Bericht streng durchgefiihrt ist, d u
ist ein besonderer Vorzug, auf den nicht alle Jahresberichte stolz seih
konnen. Es sei hier besonders hervorgehoben, dafs alle Referate rein
sachlich wiedergegeben sind, und dare Verfasser seine eigenen Ansichten
in kurzen Anmerkungen abgibt, wodurch das Game nur gewinnen kann.
In der vorigen Kritik wurde darauf hingewiesen, dafs die P a s teur'sche
Wutimpfung gar nicht referiert war. Nach einer Aufserung des Verfassers
auf Seite 90 sind diese Referate absichtlich fortgelassen, weil damah ein
pathogener Pilz der Lyssa noch nicht aufgefunden war.
Bekanntlich ist es bis heute noch qicht gelun en, den s ezEschen
Wut ilz so zu diagnostizieren, dafs die Atiologie f e r Wut e r k k t , d a b
durc1 Reinkulturen diese Krankheit ubertragen und dafs der Pilz
bei 'edem Wutfall sicher nachgewiesen werden kann. So lange diese
Forderungen nicht erfullt sind, ist es j a nicht moglich, von dem Lyss*
Pilz, -Coccus oder -Bazillus zu reden.
Im vorliegenden Bericht werden nun 50 einschlagige Arbeiten kun
referiert, die teils fiir, teib gegen P a s t e u r gehalten sind. Es scheint
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