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Untersuchung eines amerikanischen Backpulvers.

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B e i c hurdt,
Saure hatte ich nicht vermuthet, die Bildung derselben
kann daher wohl kauin als direct niit der Entstehung des
Salpeterathers zusaminenhangend betrachtet werden. Gelange es, die erzeugten andern Verbindungen: Aldehyd,
Kohlensiiure und Stickoxyd, ebenso genau quantitativ zu
bestimmen, so wurden daraus wohl Schlusse auf die Rildung der atherartigen Verbindungen der Oxydationsstufen
des Stickstoffs zu machen sein. Icli vermuthe sehr, dass
der farblose Salpeterather ein anderer als der gelbe, vielleicht der Salpetersiiureather ist. Dass iibrigens das Auftreten der Oxalsaure bei Entstehung des Salpeteriithers
eben so wenig Anthcil an der Aetherbildung hat, als das
Weinol beim einfachen Aether, ist nach obigem Resultate kauin zu bezweifeln.
-
Untersuchung eines amerikanischen Backpulvers;
von
Dr. E. Rrichardl.
Durch Zufall wurde mir von einer Dame eine kleine
Quantitat eines weissen Pulvers iibergeben, mit der Bitte,
die geheimnissvollen Bestandtheile zu ermitteln, da die
Anwendung desselben einen beliebten Zweig der feineren Backerei, das Kuchenbacken, bctreffe. In der Hoffnung, dass auch viele Leser diescr Zeitschrift Liebhaber
von Kuchen sind und gern den Hausfrauen ein Nittelchen
sagen mochten, um 1ockel.e I<uchen ZLI erhalten, sei daher
die Mittheilung der Untersuchung gestattet.
Schon vor niehreren Jahren erliielt ich ein Backpulvcr
aus Amerika, welches nichts Ancleres war als gereinigte
Pottasche, wie sie hier, namentlicli iiii siidlichen Deutschland, ebenfalls haufig zum feineren Backwerk benutzt wird.
Die Conditoren und Lebknchcnbiicker nclnnen incistens kohlensaures Ammoniak, iind icli glaubte natiirlich auch etwas
derartiges vor mir zu haben, trotzdem dcni vorliegenden
Pulver etwas mehr Lob, als gewiihnlich, hinsichtlich der
Un,tersuchung cines anieiikanischeu Backplvers.
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Gute und Vortrefflichkeit gespendet wurde. Eine Eigenschaft passte mir aber nicht zu denjenigen der genannten
Mittel, dies war die Haltbarkeit des Pulvers an der Luft.
Das weisse, grobliche Pulver war in Papierkapseln von
etwa
Unze Inhalt von Amerika bis hierher transportirt
worden, ohne nur im Geringsten feucht geworden zu sein
und ohne den Gerucli nach Ainmoniak zu zeigen.
Mit Wasser ubergossen und mit Reagenspapier gepriift,
gab es eine sehr schwach saure, bald vollig neutrale Fliissigkeit, einen grob krystallinischen Niederschlag und entwickelte langsam, aber anhaltend Kohlensiiure. Demnach
musste eine h i e Saure und zu gleicher Zeit ein kohlensaures Salz verhanden sein. Die Erhitzung in der Glasrohre, in1 Platinloffel u. s. w. zeigte sehr bald die Gegenwart einer organischen Saure, der Weinsteinsiiure, an und
die weitere Untersuchiing erwies Kalk imd Kali als vorhandene Basen.
Diese Bcstandtheile, verglichen niit dem obigen Verhalten gegen Wasser, liesscn vermuthcn, dass man Crerno.1.
tartam' mit kohlensaurem Kalk gemengt habe, so dass die
oben erwahnte krystallinische Ausscheidung das Product
von beiden, der weinsaure Ralk, sein wiirde.
Die weitere Analyse bestatigte dies vollkommen und
es war kaum niitliig, eine quantitative Hestimmung vorzunehmen, da die Neutralitat der wlisserigen Losung schon
erwies, dass geniig kohlensaurer Kalk zur Sattigung oder
noch ein kleiner Ueberschuss desselben vorhanden sein
musste. Zum Ueberfluss wurde dieselbe dennoch angestellt
und ergab in der That einen geringen Ueberschuss von
kohlensaureni Kalk.
Es ist mir nicht bekannt, ob schon friiher eine derartige Mischung zum Auftreiben von feinem Backwerk
benutzt worden ist, von dem schon oben genannten kohlensauren Kali und kohlensauren Ammoniak unterscheidet
diese sich wesentlich.
Ein Zusatz eines solchen Rackpulvers findet meistens
nur bei Backwerk statt, welches ohne Hefe bereitet wird,
286 Reichardt,
TJttersuch. eines amerilmzisclien Rackpihers.
demnach nicht erst langcre Zeit der Gahrung iiberlassen
zu werden braucht und in weit Biirzerer Zeit hergestellt
werden kann. Wird nun kohlensaures Kali oder kohlensaures Ammoniak angewendet, so w i d natiirlich vorausgesetzt, dass irgend eine freie Siinrc vorhanden sei, um
die Kohlensaure ausxutreiben. Die Quantitiit des zugefiigten kohlensauren Kalis oder des kohlensauren Ammoniaks ist immer ausserst gering und beansprucht wenig
Saure, so dass man annchmen knnn, dass stets so viel
anwesend sei. Dies ist jedocli cleni Zufa11 untcrworfen
und a0 kommt es oft vor, dass dcrartiges Hackwerk nicht
die gewiinschte Auflockerung erliiilt, weil die Kohlensaure
des Salzes nicht ausgetrieben wird.
Resser wiirde dann iinincr noch das kohlensaure
Ammoniak sein, weil sich diescs wenigstens verfliichtigt
und so kein freies Alkali mehr vorhanden ist, was, selbst in
der lrlcinsten Menge, keincii angcneliiiicn Qesclimack geben
wiirde. Dies wissen die Conditorcn sehr gut, da sie
immer das sogenannte ,,Riechsalz" vorziehen.
Dcr schlaue Amerikaner uingcht diese Zufalligkeiten
nnd entwickelt sich ein fiir alle Ma1 die Kohlensaure in
dem Kuchen, indem cr cine unschddliche Siiure zufiigt.
Ein kleiner Ueberscliuss von kolilensaurem Kalk lrann
aber, wegen der Unlijslichkeit desselben, nichts schadea
Das mir iibergebene Backpulvcr war ein Gemisch
aus Kreide und Weinstein und zmar schr schlechter Kreide,
indem dieselbe ziemlich viel Schwefelcalcium und Eisenoxydul enthielt.
Nach der Uerechnung wiirde cin solches Gemisch
bereitet werden koiinen am : 1 Tlieil kohlcnsaureni Kalk
(Kreide) und 31/2 Theilen Weinstcin.
Die genaue stochiomctrischc Berechnung ergiebt auf
1 Th. CaO COZ 3,762 3 h . KO, Aq, T, clemnacli bleibt bei
obigen VerliLltnissen ein geringer Ueberscliuss von kohlensaurem Kalk, dessen Xiengc anch oline Schaden noch
etwas erhoht werden kijnnte, indcni inan 1 Th. Kreide
auf 3 Th. Weinstein anwendet.
Priifting
auf
CYiinin.
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Zu einem gewohnlichen Kuclien wird dann etwa
1 Loth von solcher Mischung hinzugefiigt.
-
Weitere Priifung anf Chinin.
(Briefliche Mittheitung an Dr. Bley von 0. Livonius.)
-
Aus dem Septemberhefte ,,Jahrbuch fiir Pharmacie,
Abth. SiiddeutschlandU habe ich mit Vergniigen gesehen,
dass Sie von meiner brieflichen Mittheilung ,,Beitrag zur
Chininpriifung" Notiz genommen und die von mir angefiihrten-Reactionen bestiitigt gefunden haben. Auch Herr
Professor F r e s e n i u s in Wiesbaden, dem ich im Sommer
1852 Mittheilung davon machte, hat dieselbe mit in die
neueste Au0age seiner Analyse aufgenommen. Icli habe
nun meine Versuche iiber diese Reaction enveitert und
mijchte ich mir erlauben, Ihnen Mittheilung davon zu
machen.
Hinsichtlich der Empfindlichkeit habe ich wirklich
iiberraschende Resultate erhalten.
Ich habe nsmlich
1 Scrupel Cort. Chin. reg. su6t. dep. mit 1 Unze destillirten Wassers abgerieben, das Gemisch auf ein Filter gethan und die abfiltrirte Fliissigkeit zu wiederholten Malen
zuruckgegossen ; in dieser abfiltrirten schwach gelblichen
Fliissigkeit trat die Reaction deutlich hervor und grenzte
sich die hiibsche rothe Farbe in Form eines Ringes, ahnlich wie bei der Reaction auf Salpetersaure in sehr kleinen
Mengen mittelst iiberschiissiger Schwefcls2urc und Eisenoxydulsalzlosung, scharf ab. Nothwendig ist es aber, das
Reagcnsglas ruhig zu halten und nicht zu schiitteln, weil
sonst die Fiirbung durch die schon gelb gefiirbte Fliissigkeit verliert und undeutlich wird. Ebenso erhielt ich bei
vorsichtiger Reaction bei Gegenwart von 'II oo Gran Chinin
sehr deutlich dic rothe Flirbung. Aiich Tinct. C'hiizioidei
habe ich in ahnlicher Weise gepriift und Chinin nacligewiesen. Zu etwas Tinct. Cliiitioidei, 2 Scrp. bis 1 Drchm.,
setzte ich etwa 3 Drachmen Chlorwasser, nach tuchtigem
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