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Untersuchung einiger Flechtenarten.

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Brasil. Wachsarten. Untersuchung einiger Flechtenarlen
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Kerzenfaabrication zu erhohen. (Camp. r e d . ~ ~ 1 1 .
Pharna. Cendralbl. 1844. N0.7.1 B.
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Ueber zwei Wachsarten Brasiliens.
S i g a u d berichtet, dass es in Brasilien zwei Wachsarten giebt, wovon die cine den Narnen Carnouba, die andere Ocouba fuhrt. Die erstere kommt von oinem im
nijrdlichen Brasilien, namentlich in des Provinz de Ceara,
haufig waclisenden Palmbaum. Es bcfindet sich in diinnen Lagen auf den Bliittern dessalben, welche beim Trocknen der letztern als fahlgclbe Schuppen abfallen. Zusammengeschmolzen liefern sie ein etwas sprodes Wachs;
dieses wird jetzt auf den Markt von Rio de Janeiro gebraclit und von den Engliindern bis aus der Provinz de
Ceara auf Scliiflen gehoit. Die zweite Wachsart gewinnt
man von einem in der Provinz Para und am Amazonenfluss weit verbreiteten, auch in der franzosischen Guajana
wachsenden, iiber drei Palmen hohen, d ichtastigen Baum,
desscn Pruchtc die Grosse ciner Flintenkugel haben. Die
miC einer rothcn, das Wusser farbenden Epidermis umgebenen Kerne erwahnter Priichtc verwandelt man in einen
wasserigen Brci, Iasst diesen kochen und schopft das obenauf schwirnrnende Wachs mit.telst eincs Liiffels ab. Dieses
Wachs hat vie1 Aehnlichkeit mit dem Bienenwachs und mit
den1 obigcn. fn Para dient es seit Iangerer Zeit zu Lichtern. Dlc Kcrne gehen etwas mehr als ein Drittel an
)Tachs. Die Anzahl dieser Baume am Arnazonenfluss ist
SO gross, dass man hier eine Wachsernte, wie in den
Iveinlandern eine Weinernte halt. (Journ. de Pharrn. et
de Chim. F e w . 1844. p. 154.) D. ill.
Untersuchung einiger Flechtenarten.
In Bczug auf die in den Flechtcn enthaltenen stickstoffSreien Korper, wclchc unter Einfluss von Alkalien, iiamentlich
durch Ammoniak und Luft, in gefarbtc Verbindunsen iibergehen, sowic riicksiclitlich des, die Stelle des IIolzes vertretenden Skelctts wurden inehrere Flecliten von R o ch1 e d e r und I1 c 1 d t genauer untersucht.
Zur Darstellung des erstcren Korpers wurde anstatt
des Aethers oder heissen Alkohols cin Gemisch yon Ammoniak und wasserlialtigcm Weingeisk angcwandt, worin
derselbe sich mit solcher Leichtigkeit lijst, dass man die
Flechte nur einige Minuten damit in Beruhrung zu lassen
braucht, um dieselhe fast ganz zu erschopfen. Die ammo5
Arch, d. Pharm. XC. Bds. 1. Hft.
Unbersuchung eehiger Flechtenarten.
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niakalische, durch Leinen colirte Flussigkeit wird, nachdem sie mit einem Drittheile Wasser vermischt ist, mit
Essigsaure neutralisirt, wobei die Substanz in grauen Flocken efallt, durch Waschen mit Wasser ereinigt, bei 100"
getroc net, in wasserfreiem siedendem A kohol gelost und
nach dem Erkalten desselben krystallisirt erhalten wird.
Evernia prunastri giebt auf diese Weise einen Korper, der ein weisses lockeres Gewebe von kleinen seidenglanzenden-Krystallnadelndarstellt, geruch- und geschmacklos, leichtloslich in Aether und warmem Alkohol ist, desleichen in wasserigen und noch mehr in alkoholischen
fosungen der Alkalien. In Ammoniak elost, der Lufi ausgesetzt, wird die Flussigkeit nach me wren Stunden roth.
Der Destillation unterworfen bildet sich Orcin und
erwies sich dieser Kor er iiberall sowohl den Eisenschaften, als der Anal se E),8H1608)nach, als voilig identisch
mit dem von S c un in mehreren anderen Flechten gefundenen und von ihm bezeichneten Lecanorin.
Beim Kochen mit Alkohol und Schwefelsaure bildete
sich ebenfalls Pseudoer thrin (C3%Ha
welches man
auch als Lecanorin (CI8f3I6O~) Aethylox d ( C 4 H " J 0 1 )
betrachten kaiin; denn Rochleder und e l d t haben
sich von der Existenz des letzteren auf die Weise iiberzeugt, dass sie etwas Pseudoerythrin in Barytwasser losten, einige Tropfen Kalilauge zusetzten, und in einer Retorte erhitzten, wobei kohlensaurer Baryt niederfiel und
Alkohol iiberdestillirte.
Lichen, rangiferinus, Usnea 6arbala, Ramalina calicaris
geben einen Korper von ahnlichen Eigenschaften, etwas
gelblich und schwerliislich in Alkohol und Aether bei gewohnlicher Temperatur.
auch liess sich
Die Anal se ergab aber C38H S 4 01*,
bei trockner 8estillation kein Orcin daraus darstellen.
Die aus Lichen arielinw auf dieselbe Weise dar estellte Substanz bil ete sternformig gruppirte, goldgelfle,
metallisch glanzende Nadeln, und wird von Ro chl e der
und H e l d t als Chrysophans4ure bezeichnet. Sie besteht
aus CLoR*03,ist in Aether und Alkohol mit gelber, in
wasserigen Alkalien mit rother Farbe in geringer Menge
loslich. Der trocknen Destillation unterworfen, sublimirt
ein Theil Saure in goldgelben Nadeln, wahrend ein anderer unter Abscheidun von Kohle sich zersetzt.
Das Skelett war ei allen 5 Flechten vollig gleich zusammen esetzt und bestand nach Abzug des Aschengehalts
im Mittef aus C 46,08 H 6,67 0 47,%, wonach sich die
Formel 0 3 6 H 6 2 0 ' 8 berechnet.
i
9
f
xi
+
B
B
;i
Indigo aw Polyg- tinct. Crujums oder Carajuru etc. 67
Der Aschenriickstand war bei den verschiedenen Flechten verschieden. Die erste hinterliess 2,246 Proc., die
zweite 4,602, die dritte keine wagbare Menge, die viert6
5,402 und die funfte 41,32 Proc. ( A n d . der Chem und
Phrrn. Bd. 48. p. 1J Herzog.
Indigo aus Polygonurn tinctorium.
G au d r y , Pharmaceut zu Chateau-Chinon, ist der Meinung, dass man voii dem Polygonurn tinctorium unter allen
einheimischen Pflanzen den Indi o am ehesten gewinnen
konne, vornehmlich seiner leic ten Cultur wegen, und
glaubt, dass der Farbestoff darin an ein Harz gebunden
sei, von welchem jenen zu trennen ihm auf folgende Weise
gelungen ist.
Er liess 500 Theile der vor der Bliithezeit gesammelten Blatter dieser Pflanze mit Wasser zu einern dunnen
Brei anstossen, setzte 48 Theile schwcfelsaures Eisenoxydul
und hierauf kohlensaures Kali in geringem Uebermaass
hinzu, Gltrirte das Ganze in unter esetztem, mit etwas Salpetersaure schwach angesauertem asser, neutralisirte dann
die Saure wieder mit kohlensaurern Kali, liess die vorher
grune, jetzt blau gewordene Flussigkeit 24 Stunden lang
stehen und wusch den entstandenen Niederschlag durch
mehrmaliges Abgiessen aus. Der gewonnene Indigo loste
sich in concentrirter Schwefelsaure auf. Ein Paar Tropfen
dieser Solution farbt ein ganzes Glas Wasser blau.
Es muss sich zei en, ob dieser sehr in Kleinem gemachte Versuch im rossen rnit Vortheil auwendbar 1st.
(Journ. de Pharm. et de Cham. Fdvr.p . 133J D. M.
f
gw
8
Crujuru oder Carajuru uiid Chica, rolhe Farbestoffe
aus dem rnittaglichen Amerika.
J. J. V i r e y berichtet, dass ein neuer Farbestoff aus
Para in Brasilien nach Paris gesandt wurde, welcher sich
dem Chica H u m b o 1 d t’s sowohl in seinen physikalischen,
als chernischen Eigenschaften analog verhalt, doch eine
weit schonere ins Violettrothe neigende, auch dem Zinnoberroth sich nahernde Farhe besitzt, da das Chica falber
und schmutziger gefarbt ist. Dieser Farbestoff, welchen
man Crujuru nennt , kommt in ziemlich leichten , geruch - und eschmacklosen, doch etwas bittern Stiicken
vor, die sic% nicht in Wasser, wohl aber in Weingeist,
Aether, fetten Oelen und Fctten, ohne eigentlich harzig zu
sein (theilweise?) Iosen lassen. Es brennt mit Flamme,
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