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Untersuchungen an -Dicarbonylverbindungen 7. Mitt.Tautomere eines heterocyclischen -Keto-amids

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646
Gorlitzer
Arch. Pharmaz.
Auch die Methylgruppe des Acylrestes steht unter dem Einflufi der positiven Ladung; sie erscheint stark tieffeldverschoben bei 2.87 ppm. ErwartungsgemaB ist das
"C-NMR-Spektrum besonders aufschlufireich, da sich die Resonanzsignale des
Acetylpyridiniumkations (DMF, Sproz. LCisung) vom Pyridin (im Acetylierungsgemisch I) deutlich unterscheiden.
0;::,::
114.2
Q
\ 127.4
clo
,l i 2 . 7
o<
CH,
167.6
22.1
Abb. 1: 13C-Resonanzfrequenzenvon Pyridin (im
Acetylierungsgemisch I) und Acetylpyridinium
chlorid (5 % in DMF).
Durch Zugabe von Natriumacetat zur DMF-Losung des Acetylpyridiniumchlorids
sollte der Austausch des Chlorids gegen das Acetatanion unter Natriumchloridabscheidung erreicht werden. Da hierbei wieder die oben aufgeftihrten Resonanzsignale
des Pyridins auftreten, mufi die Nucleophilie des Acetatanions ausreichen, um Acetanhydrid und Pyridin entstehen zu lassen. Daraus folgt, daf3 in Gleichung 1 das
Gleichgewicht praktisch vollig auf der Seite der Ausgangsprodukte liegt.
Das Pyridin hat daher im Acetylierungsgemisch lediglich die Funktion einer Hilfsbase, die die freiwerdenden Protonen bindet und auf diese Weise fur einen quantitativen Ablauf der Reaktion sorgt.
(Eingegangen am 21. Februar 1975).
Anschrift: Dr. R. Matusch, Fachbereich Pharmazie und Lebensmittelchemie der Universitat
[KPh 381
355 Marburg/Lahn, Marbacher Weg 6.
K. Gorlitzer
Untersuchungen an 0-Dicarbonylverbindungen, 7. Mitt.*
Tau tomere eines heterocyclischen 0-Keto-amids
N-acylierte Derivate des o-Carbomethoxy-phenyl-glycins cyclisieren in Gegenwart
von Basen im allgemeinen zu Indolen')'). In einem Falle wurde jedoch ein Imidazo[ 1,2-a]-chinolon2)als Reaktionsprodukt isoliert. In Fortfuhrung dieser Arbeiten
*
6. Mitt. K. Grlitzcr, Arch. Pharmaz. im Druck Ph 543.
1 D. Vorlander, Bcr. dtsch. chem. Ges. 35, 1683, 1696 (1902).
2 K.Gorlitzer, Arch. Pharmaz. im Druck Ph 464.
308J 75
0-Dicarbonylverbindungen
647
wurde Phenylglycin-o-carbonsaure-dimethylester
mit N-Methylanilin zu 1 umgesetzt.
das mit Acetanhydrid 2 ergab. Unter milden Bedingungen der Dieckrnann-Kondensation konnte aus 2 eine farblose (3a) und eine gelbe Substanz (3b) isoliert werden,
die beide aufgrund von Elementaranalysen und Massenspektren die Summenformel
Cl6HI4N2O2besitzen, von denen aber nur 3a in N NaOH loslich ist und mit Eisen(111)-chlorid auch in Chloroform sofort eine Criinfarbung gibt. Diese Befunde, die
UV-, IR-, NMR- und Massen-Spektren von 3 sowie der Vergleich mit den Spektraldaten ahnlicher P-Dicarbonylverbindungen (CH2, 0, S anstelle des Heteroatoms
N; andere Amid-Substitution3)) lassen sich nur mit dem Vorliegen tautomerer Struk.
turen erklaren.
Die Elektronenspektren von 3 in aprotischen hsungsmitteln unterscheiden sich im wesentlt
chen nur durch ihre Extinktionskoeffizienten bei gleichen Absorptionsmaxima; in Methanol
(Abb. 1) zeigt 3b ein neues langwelliges Maximum. Andererseits sind die UV-Spektren beider
Substanzen in 0,002 M methanol. NaOCH3 identisch.
Abb. 1: UV-Spektren von 3 (in MeOH)
3 K. Gorlitzer, Arch. Pharmaz. 308, 272 (1975).
mrlitzer
648
Arch. Pharmaz.
100.
1
a
00:
.
i6 0 .
5
2M
LO.
77
L 20.
132
51
L
180
109M
Abb. 2: Massen-Spektrum von 3a
137
107
100.
1 w:
2;60-.
-.
LO.
F
1°-
166
135
166
5,
h
Abb. 3: Massen-Spektrum von 3b
L@
c
W
X
0
m
:<
:
3
Abb. 4: IR-Spektren von 3 (in KBr)
308f 75
0-Dicarbonylverbindungen
649
Die IR-Spektren im Kristall (Abb. 4) wie in Losung beweisen das Vorliegen von Tautomeren
und schlieDen Rotamere bzw. cis/trans-Isomcre aus.
Beschreibung der Versuche
Schmp.: Heiztischmikroskop nach Kofler, nicht korrigiert.
UV: Zeiss-Spektralphotometer DMR 10; hmax (nm) (log e).
IR: Perkin-Elmer-Spektralphotometer 421.
NMR: Varian A 60; Angaben nach der 6-Skala. MS: Varian MAT/CH 7.
2-(2'-Carbomethoxyphenyl-amino)-essigsiiure-N-methyl-anilid
(1)
0,04Mol 2-(2'-Carbomethoxy-phenyl-amino)-essigduremethylester4),0,2 Mol N-Methyl-anilin
und 0,l g pToluol-sulfonsiiure werden 2 h unter RuckfluD zum Sicden erhitzt. Nach dem A b
kuhlen wird in 50 ml MeOH gclost und rnit 3 N HCI unter Kuhlung versetzt. Die ausgeschicdenen
Kristalle wcrden mit N HCI und verd. MeOH gewaschen. Farblose Nadeln, Schmp. 132-133'
(MeOH/H20). Ausb.: 22 % d. Th.. C17HlsN203 (298.3) Ber.: N 9.40; Gef.: N 9,52; Mol.-Masse:
298 (ms). UV (MeOH): 253 (4,08), 346 (3,79).
IR (KBr): 1685 (Amid), 1662 (Ester), 3345 (NH).
NMR (CDCI3): s 3,35 (NCH3), s 3,72 (CH2), s 3,88 (OCHs), m 6,17-6,75 (2 arom. H),
m 7,12-7,55 (6 arom. H), m 7,80-8,OO (1 arom. H), s 8,30 (NH).
2-(N-2'-Carbomethoxyphenyl-N-ocetyl-omino)-essigsiiure-N-methyl-anilid
(2)
2,s g 1,1,5 gwasscrfreics Natriumacetat und 25 ml Acetanhydrid werden 5 h zum Sieden untcr
Ruckflu6 erhitzt. Nach CieDen auf Eis wird abgesaugt. Farblose Kristalle, Schmp. 153-154'
(MeOHIH20). Ausb.: 70 % d. Th.. ClgHmN204 (340,4) Ber.: N 8,24; G e t : N 8,38; Mo1.Masse: 340 (ms).
1R (KBr): 1720 (NCOCHJ), 1650 (Amid, Ester).
NMR (CDCI3): s 1,78 (NCOCH3), s 3,28 (NCH3), s 3.73 (OCHj), d 3,37 (J=17) (NCH), d 4,78
(J=17) (CHCO), m 7,15-7,75 (7 arom. H), m 7,82-8,05 (2 arom. H).
2-(N-Methyl-N-phenyI-carboxamido)-3-hydroxy-indol(3a)
und 2-(N-Methyl-N-phenylcarboxamido)-3-indolinon(3b)
5 mmol frisch hergestelltes Natriummethylat, in 15 ml Benzol suspendiert, wcrden mit der Lb-
sung von 5 mmol 2 in 35 ml Bcnzol versetzt und 8 h bei Raumtemp. geriihrt. Nach Stehen iiber
Nacht wird mit Wasser und dann mit N NaOH ausgeschuttelt. Beim Einleiten von C02 in die
alkalische Losung bildet sich ein kristalliner Nicderschlag. Farblose Kristalle, Schmp. 133-1 34'
(EtOH/H20). Ausb.: 12 % d. Th. 3a. C16H14N202 (266,3) Ber.: N 1 0 3 2 ; Gef.: N 10,57;
Mo1.-Masse: 266 (ms). UV (CHCl3): 307 (4,19), 33OS (3.97).
IR (CHCl3): 1620 ( G O ) , 1600, 1580 (C=C), 3460 (NH).
NMR (cDCl3): s 3,45 (NCHJ), s 5,7 (IH, breit), m 6.65-7,8 (9 arom. H), s 10,3 ( l H , breit).
Die organische Phase wird iiber Na2S04 getrocknet, Benzol abdestilliert und der Riickstand
fraktioniert kristallisiert. Gelbe Plattchen, Schmp. 189-191O (EtOH). Ausb.: 18 % d. Th. 3b.
4 D. Vorlandcr und R. von Schilling, Liebigs Ann. Chem. 301,349 (1898)
650
Ahlers und Au terhoff
Arch. Pharmaz.
(266,3) Ber.: N 10,52; Gef.: N 10,43; Mol.-Masse: 266 (ms). UV (CHCI3): 309
(3,92), 335 (3,73), 378' (3,27).
IR (CHCI3): 1690,1630 (C=O), 1610, 1585 (GC),3415 (NH).
NMR (CDCI3): s 3.25, s 3.47 (NCH3; 9 : l), m 6.25- 7,65 (9 arom. H/NH/CH).
C16H14N202
(Eingegangen am 1. M L z 1975).
Anschrift: Dr. K. Gorlitzer, 1 Berlin 33, Pharmazeutisches lnstitut der F. U., Konigin-Luise
[KPh 401
S t r d e 2/4.
G . Ahlers und H. Auterhoff
Reaktionen des Morphins mit Reagenzien, die konzentrierte Schwefeldure enthalten
Zur Identifuierung von Morphin wird eine Reihe von Reagenzien verwendet, die aus
konzentrierter Schwefelsaure bestehtn, der man verschiedene Substanzen als weitere
Reaktionspartner zusetzt, so Formaldehyd nach Marquis' ), Ammoniummolybdat nach
Frohde2), Ammoniumvanadat nach Mandelin3) oder konzentrierte Salpetersaure nach
Erdmann4). Nachdem gezeigt worden ist, daB die Marquis-Reaktion zu einem dimeren
Produkt fuhrt und nicht uber Apomorphin als Zwischenstufe verlauft'), erhebt sich
die Frage, ob unter den gegebenen relativ milden Bedingungen (Raumtemperatur)
die Apomorphinbildung stets unterbleibt, oder o b nur auf Grund der hohen Reaktivitat des Formddehyds bei der Marquis-Reaktion Apomorphin als Zwischenprodukt
nicht auftritt. Die Versuche ergaben nun, daf3 sowohl in der Reaktion nach Fruhde
als auch in den Reaktionen nach Mandelin und Erdmann sich das o-Chinon des Apomorphins6) bildet.
In der Reaktion nach FroMe wurde Morphmhydrochlorid in konzentrierter
Schwefelsaure mit Ammoniummolybdat oder Molydiinsaure umgesetzt. Die Losungen
farbten sich je nach der Menge des Reagenzes zunachst violett, dann blau und schlieBlich griin. Bei Zugabe des Reagenzes im UberschuB trat die Griinfarbung direkt auf.
1
2
3
4
5
6
E. Marquis, 2. analyt. Chem. 38. 466 (1899).
A. Frohde, Z. analyt. Chem. 5, 214 (1866).
K.F. Mandelin, Z. analyt. Chem. 42, 95 (1903).
A. Erdmann, Z. analyt. Chcm. 20, 189 (1861).
H. Auterhoff und D. Braun, Arch. Pharmaz. 306, 866 (1973).
K. Rehse, Arch. Pharmaz. 302, 487 (1969).
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