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Untersuchungen Uber das Birkenharz.

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72
Uder dae C a p y k z k .
U&r h s Capryliak,
C a h o u r s hat mittelst des aus dem Ricinusole dargestellten Caprylalkohols den jodwasserstoffsauren Aether
dargestellt, denselben mit Aiiimoniak in alkoholischer Losung eusammen eingeschmolzen und erhitzt. Er crhielt
so in Wasser leicht losliche grosse Krystalle von jodwasserstoffsaureni Capryliak, die bei der Behandlung mit
Kali das :
Capryliak C 16 H 19 N (= 4 Vol. Dampf) gaben. Klarea,
farbloses Oel, vom Geruche des Ammoniaks, der zuglcicii
an den Qeruch erinnert, den die Pilze haben. Leichter
als Waaser, siedet bei 1720 bis 1750.
Der Salmiak ist tjtets zcrfliesslich, krystallisirt in
breiten, perlgllinzenden Schuppen. Der Platinsalmiak dcrselben Base ist in Wasser loslich, kr stallisirt in
zenden, goldgelben Schu pen. Die Sa ze dcs Capry iaks
init Schwefelssure und alpetersliure sind krystallisirbar,
mit Renzo lchlorid und Cumylamid giebt das Capryliak,
die, dem 3enzamid und Cuinylamid entsprechenden Verbindungen. Heliandelt inan ca mit Jodiithyl, so entstehen,
wie bei den homologen Hasen, die Inlid - und Nitrilbasen.
(Convpt. rend. T.39. -6'hem.-phartn. C'entrbl. 1854. No. 42.)
B.
J
r
Pn-
I-
Gerbsaures Chinin.
D e Couseran giebt folgende Vorschrift zur Bereitung desselben.
Nimm schwefelsauros Chinin 5 Grm.
100 , l
Destillirtes Wasser
Schwefelsnure so vie1 als nothig ist.
Anderen Theils lose 10 Grm. Tannin in 190 U r n . kaltein
destillirCen Wssser. Letztere LGaung wird filtirt und nach
und moh in die Losung des echwefeleauren Chinink gegosoen, M, I S q p ein Niedemhlag entateht, unter Zueatz
von einigen Tro fen Ammoniak. Der Niederschlag wird
gowaschen und \ei gelinder Wiirme getrocknet. ( J o u ~ * J ~ .
de med. et de chir. p a t . - Journ. de B a n . d'Anvers.
Nai 1854.)
A. 0.
Ilntersuchungen iiber das Birkenharz,
Die Betula alba L. ist mehrfach Gegenstand chemiacher Untersuchungen gewcsen : L o r i t z entdeckte in der
Untevsuehungen aber dae Birkenharz.
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Kinde das Retulin; O r a s s m a n n fand in dcn Bllittcrn
iitherisches Oel. Aber noch Kiemand hat sich mit dem
Birkenharz bcschiiftigt.
Die jungen 13irkcnsch~sslinge,vorziiglich die, welche
an trockencn Ortcn wachsen, und den rauhen Nordwinden
aus esetzt, sind init eincr wcissen harzigen Seomtion bedeck, wclclie die Epidermis fast anz iibenieht. Sie
schmeckt selir bittcr und kratzend. 8 n ter dem Mikroskop
betrachtet, erscheint sie in Form durchscheinender amorplicr Korncr. hlerkwiirdig ist, dass sic auf den mehr
entwickelten Acsten und rtuf der Hindc des Uaurucs fehlt,
auf der Obcrfliiche der BlKtter sich aber wiededndet,
wiihrend die Unterseite frei davon frci ist.
Gin diescn Korper zu studieren, wurde die yon dcn
jungen Schosslingen abgcscliclbte M,aasc mit siedendcin
Alkohol von 850 C. bchwdelt : ausser cinigcn Holzstiibchen
wurdc Rlles geliist. Die filtrirte LBsung hintcrliess bei
gelindeiii Abdainpfen ein gelbes IIarz, wclclies in Beriihrung init Wnsser weiss wurde. In Aetlier lost cs sich
mit Hinterlassun eincs gerin en schwarzen in Alkohol
vollstiindig loslic en Riickstun es. Beim Verdunsten der
iitherischen Losung Lleibt ein amorphes gelbes, Lackmus
rothendes Harz.
Dieses Harz wurde der Wirkung einer schwachen
siedenden Sodalosung ausgesctzt, worin es sich lliste; die
langsam zum Trocknen verdam ft, dcr Riickstand
Losunf
init A kohol von 850 C. behandelt, we cher einen Theil
loste und die iiberschiissige Soda zuriickliess. Diese neue
Liisung des harzsauren Sslzes hinterliess beim Verdampfen
ein warzenfdrmiges gelbes Salz, dessen whserige Losung
iiusserst bitter schlneckt, oin schillerndes Ansehen hat,
und beim Schiitteln stark schkumt. Auf Ziisatz verdiinnter Ychwefelsaure l h s t sie weisse Harzflecken fallen, welche
beim Erhitzen gelb werden und zusammenballen. Diese
zusammengeballta Masee wurdc wiodcr in kohlensaurem
Natron gelost, die Losung bei 40OC. zum Troeknen verdampft, der Ruckstand wieder in Alkohol aufgc!nommen,
diese Losung wieder zum Trocknen gebracht und das
Salz aufs neue in Alkohol gelost und wieder bei 400 C.
verdarnpft; der nun crlialtene ltiickstand in Wasscr gelost
und init vcrdiinnter Salzsiiiire in der Hitze prgcipitirt,
wobei ein elbes Harz crhaltcn wird, welchea, in Aethcr
gelast, nscf dcin Verdunsten desselben endlich rein erhalten wird. In diesem Zustande zeigt es folgende physikulische und chemische Eigenachaften.
a
f
P
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Untermchungsn U b e ~daa Birksnharz.
Das Hydrat ist w i s e und flaok' * im waaserfreien
Zustande gelblich, halb durchsoheinez: zerreiblich, beim
Kauen erweichend, zwischen 86 und 930 C. schmelzend.
Es ist unloslich in Wasser, loslich in Ammoniak und Kali,
sehr loslich in Alkohol und -4ether. Diese Liisungen
schrnecken ausserst bitter und rothen Lackmus stark.
Mit Basen bildet es Salze.
C o n s t a n t P h i l i pe Kossmann, von demdiese Arbeit herriihrt, nennt I fiesen neuen Komer B i r k e n h a r z s s u r e . Bei' der Elementaranalyse faid er
C 74,431
H 11.533
0 l4;03S
100,OOO
Diese Zalilen entsprechen der Formel C72 H66 0 10.
Das Atonigewicht wurde aus dem Silbersalze bestimmt und gefunden = 7316,92.
13irbiharzsaure Sake.
B i r k e n h a r z s n u r e s Natron wird in warzedormigen
gelben Massen erhalten.
B ir k e n h ar z s a u r e s B 1e i o x y d ,durch Zeraetzung des
Natronsalzes mit essigsaurem Blei erhalten, ist ein weisser,
kasiger Niederachlag, weleher nach dem Auswaschen und
Trocknen cin gelbes Pulver wird. Durch siedenden Weineist zert'dlt es in ein loslichcs saures, und ein unlosliches
%asisches Salz.
B i r k e n h a r z s a u r e s S i l b e r o x y d weisse, am Licht
sich schwiirzende Flocken.
B i r k e n h a r z s a u r e s M o r p h i n. Fiigt man zu einer
Losung von salzsaurem Morphin eine Losung von birkenharzsaurem Natron, so bleibt die Fliissigkeit in der Kiilte
klar; aber baim Sieden bildet sich ein weisser Niederschlag, der sich, beim Auswaschen auf dem Filter, in ein
Haufwerk kleiner verfilzter Nadeln verwandelt.
B i r k e n h a r z s a u r e s C h i n i n , durch Fkllen des in
reinem Wasser geliisten schwefelsauren Chinins mit dem
Natronsalz erhalten, bildet es cinen weiseen Niederschlag,
dessen alkoholische Losung eigenthiiniliche Schillerei
zeigt.
H i r k e n h a r z s a u r e s S t r y c h n i n wird dureh Zmsetzung des salpetersauren Strychnins mit dem Natronsalz
erhalten. Der Kiederschlag nimmt beim Auswaschcn auf
dem Filter die Form kleiner wiirfelformiger Krystalle an,
die sich in Alkohol losen.
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Ueber daa KohlePztheerhweot.
Vwwandhngsprod~ucteder Birkenharzsaure.
Durch Kochen mit v e r d i i n n t e r S c h w e f e l s i i n r e
verwandelt sie sich, unter Wasserverlust, in eine Saure
von hbherem Schmelz unct, deren sonstige Eigenschafien
iibrigens mit denen re!i
urspriinglichen S#ure iibereinstimmen.
C o n c e n t r i r t e S c h w e f e l s i i u r e lbst sie in der Kitlte
mit schon rother Farbe. Die rothe Losung wird beim
Erhitzcn braun, wobei sich ein saures braunes Harz ausscheidet, das sich in Alkohol und nether lost.
Durch Rehandeln mit iiberschussiger sicdender Sa 1p e t e r s a u r e liefert sie gelbe bittere Krystalle der Nitrophenissaure.
Wirkung der Birkenharzsaure auf derL Organismus.
Ihre grosse Eitterkeit liess eine medicinische Wirksamkeit bei ihr vermuthen. Durch eigens mit sich angestellte Versuche kam der Verfasser zu dem Resultat, dass
das Natronsalx ein kriiftigae Laxans ist. (Jozlrn. de Phurm.
et de Chim. Sept. 1854.)
A. 0.
Ueber das Kohlentheerkreosot,
Auf Veranlassung von W i l l i a m s o n hat F a i r l i e
aus dem rohcn Kreosot der Steinkohlen durch fractionirtos Dcstilliren den Theil abgeschieden, dessen Siede unct
hoher ist als der vom Phenylhydrat. Dieser Thei enthalt einen liorper, der deiri Phenylhydrate homolog ist,
welchen W i 1li a m s o n mit dem Namen Kressylhydrat
belegt. Nan erhlilt diesen Korper am beaten aus den
zwischen 100 und 2000 siedenden Fractionen. Rein siedet
er bei 2030 und hat die Formel C14HS02. Es hat im
Allgemcinen Aehnlichkeit mit dem Phenylhydrate, unterscheidet sich aber von diesem sehr wesentlich durch seine
Unloslichkeit in Wasscr. Uit Scbwefclsiiure w i d es schon
rosenroth und bildet nun die Sulphokrese lsibure.
Mit Salpeterslure erhitzt sich das Xessylhydrat so
stark, daes eine Exploeion eintreten kann; verdiinnte Salpetersaure verwandclt es in eine theerartige Alaase. Durch
Abkiihlen und unter gchoriger Vorsicht gelang es, die
dcr Pikrinsiiure homologe Siiure darzustellen, deren Kalisalz die Zusammensetzung C14 H4 (XOQ)3 0, KO hat.
Zu Phosphorpentachlorid verhielt sich ds\s Kressylh drat
iihnlich wie I’henylhydrat (Scrughum). Beim Desti liren
P
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