close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Untersuchungen Uber die schdliche Einwirkung des HUtten- und Steinkohlenrauches auf das Pflanzewachsthum.

код для вставкиСкачать
-
Untersuch. ub. d. schkll. Einwirk. d. Hiitt.Cn u. Steinkohlenrauch etc. 327
welcher Bedeutung es sei , die Exhalation hanker Pflanzen
ins Auge zu fassen, bei denen eben die Beobachtung lehre,
dass ihre Exhalationen wesentlich von dengn gesunder differiren. So gering die Z a h l seiner Beobachtnngen auch noch
sei, sie geniige doch, die wichtige Thatsache festzustellen, dass
in der That gasformige , meist basische Stickstoffverbindungen
durch Pflanzen eneugt und exhalirt wiirden. Ein Analogon
sei ja auch die Erzeugung von Anilinverbindungen durch
Bakterien und Vibrionen , von alkoholischen Verbindungen
durch die Bierhefe etc. Als Gegenmittel betrachtet der Vortragende in der That die Sauren und hat z. B. die Salzsaure
benutzt, um die Yiasmen zu fhiren und das Vorkommen
dieser Verbindungen nachweisen zu konnen. Er beobachtete
z. B., wenn er absterbende Pflanzen in. Beziehung hierauf
iintersuchte, daes sich eine grosse Menge Salmiak bildete nnd
sich dnrch Binden der Salzsaure durch Aetzkalk nachweisen
liege. Zur practischen Nutzanwendung deutat der Vortragende
darauf hin, dass man sich bei miasmatischen Krankheiten
vielleicht dnrch mit Yhosphorsaure getrankte Respiratoren
schutzen konne, wie ja auch die Essigsaure schon liingst
nach dieser Richtung hin als zweckentaprechend angewandt
worden sei (Berl. Klin. Wochenschr. 1872. Nr. 16.).
IIbg.
Untersuchungen lber die schitdliche Einwirkung des
Hiitten und Steinkohlenranches auf das Phnzsnwaehsthnm von Professor Adolph Stackhardt.
-
Im Verfolg der im Maiheft 1872 des Archim im Auszuge gegebenen Untersuchungen constatirt Verf. znforderet,
daes der H o l z r a u c h nur dam, wenn derselbe in h o h e r
T e m p e r a t u r anhaltend d. h. unabgekuhlt, mit den Pflanzen
in Beriihrung kommt , vermoge jener Temperatur ausdorrend
wirke. Wenn dagegen der Ranch aus den Coaksofen oder
der mit Steinkohlen betriebenen Ziegelofen in geringerer Hohe
iiber der Feuerung in die Luft tritt, 80 macht sich bald eine
Wachsthumsstornng der nahen Vegetabilien bemerkbar, zuerst
an den Baumen durch Welkwerden der Blatter, spater auch
an .den Feldfriichten , deren Bluthen ohne Samenansatz bleiben, wahrend die Blatter rostfleckig werden. Vcrfasser fuhrt
328 Unterruch. ub. d. rchiidl. Einwirk. d. Hutten- u. Steinkohlenrauch. etc.
zwei Beispiele an, wo durch den Rauch von mit Steinkohlen
gespeisten Ziegelofen die griinlichsten Verwustungen in der
Vegetation der Umgegend bis zu 60 -80 Schritt Entfernung
angerichtet worden sind, und macht darauf aufmerksam, dass
auch der Rauch von Torf und Braunkohlen, wenn diese
Brennmaterialien stark schwefelkieshaltig sind, ahnliche schadliche Wirkungen hemorbringen konnen.
Nach der von St e i n ausgefiihrten chemisch - technischen
Untersuchung der Steinkohlen Saohsens steigt im M a x i m u m
der Gehalt
an
an achiidlichem
Schwefel
Schwefel beuberhaupt :
eondera:
Proc.
Proc.
bei den Kohlen des Plauen’schen
Grundes bis zu
7
3
,, ,, Zwickauer Kohlen bis zu
6
3
,, ,, Niederwiirschnitzer Kohlen bis zu
2,7
2,5.
Im Allgemeinen hat sich ergeben , dass der G e s a m m tg e h a l t an Schwefel in den Zwickauer Kohlen geringer ist,
sls in den Plauen’schen. Dagegen hangt es mit dem Aschengehalt zusammen , dass die Menge des schiidlichen Schwefels
in den letzteren meist geringer ist, als in den Zwickauer
Kohlen. Enthalt nemlich eine Kohle kohlensaure Erden unter
ihren Aschenbestandtheilen , so wird sie bei gleichem Gehalte
an Schwefel, resp. Schwefelkies , weniger schwefelige Saure
bei der Verbrennung entwickeln, dta ein gromerer Theil ersterer in der Asche zuruckbleibt.
In der Nahe von Tharand befindet sich eine Papierfabrik, welche 14 Dampfkessel mit 550 Pferdekraften im Gange
hat und taglich gegen 800 Scheffel Steinkohlen verbraucht.
Die benutzte Kohle‘ (Possendorfer) enthielt nach der in Tharand vorgenommenen Untersuchung 2,14 Proc. an schadlichem
Schwefel , welche 4,28 Proc. schwefeliger Saure entsprechen ;
es wurden sonach mit dem Rauche in 24 Stunden 5800 Pfd.
und jahrlich uber 20,000 Ctn. schweflige Saure in die Luft
gelangen konnen. Das Etablissement bat zwei grosse Turkischrothgarn Fabriken zu Nachbarn , welche gleichfalls betrachtliche Menge von Steinkohlenrauch entwickeln. Diese
drei Fabrikanlangen liegen am Fusse eines ziemlich steil
abfallenden Berghanges , der theils mit Waldbaumen (Tannen,
Fichten nnd LaubhoIz irn Gemisch), theils mit Pflaumen- und
-
Dntorsuch. lib. d, achadl. Einwirk. d. Hiitten- u. Steinkohlenranch. etc. 329
Hirachbaumen besetzt und von der nachsten Rauchquelle
hochstens 200 Fuss entfernt ist. Die zuerst erkrankten T a n n e n sind nach und nach siimmtlich ganz abgestorben, ihnen
folgten die F i c h t e n, deren Vernichtung ebenfalls in nachster
Zeit vollendet sein wird. Das Laubholz ist intact geblieben;
die an der exponirten Seite ganz schwarz gefarbteu Pflaumenbiiume etarben zuerst ab , Aepfel und Birnen schienen
weniger zu leiden; die Hirschen hatten gar nicht gelitten.
Dagegen waren Eichen , Weissbuchen und Birken, welche in
einer Nebenschlucht wuchsen, erheblich beschadigt.
Die im Jahre 1866 unternommene Untersuchung von beschhiidigtem Material ergab die Abwesenheit von Blei und
Arsen. Weiter wurde analytiech ermittelt, dass im Vergleich
mit dem normalen Zuslande der Schwefelsauregehalt der
betreffenden Pflanzentheile durch die Einwirkung des Steinkohlenrauchs sich erhoht habe
in der Rinde und den Zweigen des
Pflaumenbaums
von 100 auf 193
in den Zweigspitzen der’ Tanne
,, 100 ,, 250
9,
$9
9,
,, Fichte
,, 100 ,, 182
, ,, Nadeln der Fichte
,, 100 ,, 314
In Tharand selbst hat der L o k o m o t i v e n r a u c h , seit
die Koaksfeuerung durch Steinkohlenfeuerung ersetzt worden,
in der nahen Umgebung des Bahnhofs und an mehreren engen
Thalstellen eine gleiche Vernichtung der Nadelholzer zur
Folge gehabt.
Zu weiterer Vergleichung wurden auch noch Zweige und
Nadeln von s p o n t a n a b g e s t o r b e n e n Baumen aus
verschiedenen Forstorten Sachsens, zu welchen weder Steinkohlenrauch noch Huttenrauch dringen konnte , eingeholt und
untersucht. Aue den Analysen, bei welchen die Abwesenheit
von Blei und Arsen constatirt wurde, berechnen sich folgende
Yittelwerthe :
Es verhalt sich der Schwefelsauregehalt
der gesunden F i c h t e n n a d e 1n zu dem der durch
Rauch getiidteten wie
100 : 233
,, spontan abgestorbenen zu dem der durch
Rauch getodteten wie
100 : 230
,, gesunden F i c h t e n z w e i g s p i t z e n zu dem der
durch Rauch getodteten wie
100 : 165
,, spontan abgestorbenen zn dem durch Rauch
getodteten wie
100 : 300
330 Modellc von Blutkorperchcu des Menacheii u. verduhiedener Thicrc.
der gesnnden T a n n e n n a d e 1n zu dem der durch
100 : 185
Rauch getodteten wie
,, spontan abgestorbenen zu dem der durch
100 : 287
Rauch getodteten wie
Die in der Umgebung von Zwickau gemachten Wahrnehmungen in Betreff der s c h a d l i c h e n W i r k u n g s w e i t e
des dasigen Steinkohlenranches sprechen dafur, dass eine Entfernung von 2000 Fuss selbst die empfindlichste Vegetation
gegen die Wirkung gewaltiger Rauchmassen Rchutzt.
Ueber die grossere oder geringere E m p f i n d 1i c h k e i t
der Biiume und Straucher gegen den Steinkohlenrauch wird
vom Verfasser folgende Stufenleiter aufgestellt. Nadelholzer
sind im Allgemeinen weit empfindlicher als Laubholzer ; am
ersten leiden von den Kadelholzern Tanne und Fichte, dann
Kiefer und Larche. Von Laubholzern sind Weissdorn, Weissbuche, Birke und Obstbaume am empfindlichsten, ihnen folgen
Haselnuss, Rosskastanie, Niche, Rothbnche, Esche, Linde und
Bhorn ; am widerstandsfahigRten erweisen sich Pappel, Erle
und Eberesche. (Der chemische Ackemmann. Nr. 2. 1872.
s. ill 6).
Xodelle von Blutkarperchen des lenschen nnd verschiedener Thiere.
ProfeRsor W e 1c k e r in Halle hat solche in 5000 maliger Vergrosserung aus Gyps dargestellt und sind dieselben
ausserordeutlich brauchbar, urn eine deutliche Vorstellung von
der Gestalt, dem Volumen und der Grosse der Oberflache
iler Blutkorperchen zu geben. Dieselben variiren bekanntlich
bei verschiedenen Thieren sehr. Die Sammlung enthalt MOdelle von Moschus javanicus (die kleinsten bekannten Blutkorperchen) , Ziege , Lama, Myoxus glis , Mensch, Buohfink,
Eidechse, Frosch , Proteus anguineus und Schleihe. Das VOlumen der Blutkorperchen der Ziege ist etwa l/, dessen
der menschlichen, und nur
dessen der Blutkorperchen
von Proteus anguineue, der grossten bekannten. Die vom
Moschusthier sind wieder nur etwa 1/4 80 gross, a18 die
der Ziege. Die Grossenverhiiltnisse der Blutkorperchen im
Allgemeinen anlangend , ist hervorzuheben, dass ein gemisses Volum von Blutkorperchensubstana bei den kalt-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
208 Кб
Теги
die, pflanzewachsthum, schdliche, auf, uber, das, huttel, einwirkung, steinkohlenrauches, des, untersuchungen, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа