close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Untersuchungen Uber die Sekrete. 91. Ueber ein rezentes Dammarharz aus Mittel-Borneo Dammar Daging

код для вставкиСкачать
ICm. G o t,t,liob: Rezentm Dnnmiarliarz.
701
Die Richtigkeit soll durch die Synthese bewiesen werden,
die ich mit Herrn K o n d o in Angriff genommen habe. Sie soll
sich der Glaucinsynthese anlehnen. Es mu13 &her zunkhst ein
Papaverin dargestellt werden, bpi welcheni im Isochinolinkern die
heiden Methoxylgruppen durch eine Dioxymethylengruppe ersetzt
sind. Der weitere Weg ist dann derxelbe, den wir beim Glaucin
kennen gelemt haben. Da die Synthexe lingere Zeit in Anspruch
nehmen wird, darf ich wohl die Bitte aussprechen, mir dieses Arbeitsgebiet bis auf weiteres zu uberlassen.
Arbeiten au8 dem pharmmeutischen Institut
der Universit&t Bern.
Untersuchungen tiber die Sekrete.
Von A. T s c 11i r c h.
91. Ueber ein rezentes Dammarharz aus Mittel-Borneo
(Dammar Daging).
Von E m . G o t t l i e b .
(Eingegangen den 19. IX. 1911.)
Das zur Untervucliung gekommenc Harz, das wir Herrn
Dr. E i j k e n in Borneo verdanken, stammt von eincm Baume
au8 Mittel-Borneo, der von den Eingeborenen in Landttr als Dammar
llaging bezeichnet wird. ER handelt sich wahrscheinlich urn das
Ham der Dipterocarpee Retinodendron Rasxak (Vatica Rtassak Bl.),
von welcher Pflanze das ,,Dammar Dagieng" oder ,,%Re Darnmar
von Borneo" genannte Harz sbgeleitet wird.
702
Em. Clottlicb: Rezentes Dsmmarharz.
Die u ~ i t e r s u c l ~ Stiicke
t ~ ~ i warrii gdblicli-wcil3 uncl zrigtmi dn
uad dort aineii Sticli iris Riitliche.
Das rezente Damnmrharz ist stickstofffrei.
Unterer Schmelzpunkt 130°, oberer 150 O.
L o s l i c h k e i t s v e r h a 1 t n i s s e.
C'hloroform . . . . .
Alkohol . . . . . . ca. SZy&
Acetori . . . . . .
Petrolither . . . . . ,, 309&
Schwefelkohlensto~f . ,, 4576
Methylalkohol . . .
Benzol . . . . . . . ,, 2676
Amylalkohol . .
. ca. 18%
. ,, 60%
. ,, 709,
. ,, 50q0
Gleiche Teile Alkohol mid Aetlior losen es his auf die Verumreinigungen vollstlndig, ebenso Aetlier. In 80 yoiger CWoralhydrat
losung und in Petroliither ist d w Hmz fast unloslich.
-
B e s t i m m u n g d e r K o n s t a n t en.
Saurezahl direkt . . . . . . . . . . . . . . . . 140,0-142,0
Siiurezahl indirekt . . . . . . . . . . . . . . . 148,&151,2
Verseifungszalil kalt, riach 1-3 Tagen . . . . . 159,6-162,4
Verseifungszahl heil3, nach 1-2 Stunden . . . . . 163,5--165,2
Zirka 500 g des Harms wurden mit Aether extrahiert. Die
atherische Losung wurde nacheinander mit Animonkarbonat- ,
Natriumkarbonat- und Kalihydratlosung ausgeschiittelt.
Aussahiittelung mit Ammonkarbonat.
Die Ausschiittelung niit 1% Anmonkarbonat gab beim Eintragen der vom Aetlier befreiten 11 iiBrigen Losung in salz&urehaltiges Wasser keinen Niederschlag, sondern nur eine Triibung.
Aussahiittelung mit 1% Sodalosung.
Die Ausschiittelung mit 1yo Sodalosung wurde ebenso wie
die vorige behandelt.
Beim Eintragcn der w8Brigen Losung in salzsPurehaltiges
Wasser fie1 ein gelblich-weiBer Korper aus, der nach niehrmaligem
Reinigen weil3 erhalten wurde. Er war aschefrei.
Die alkoholische Losung reagierte sauer und wurde durch
Bleiacetat nahezu ganz gefiillt.
Die Rohsiiure wurde uber das Bleisalz gereinigt. Schmelzpunkt 1700. Die gereinigte Sgiure, die sich leicht in Alkohol, Aether,
Schwefelkohlenstoff und Aceton, sehr schwer in SOYo igem Chloral,
Chloroforin und Petroliither lost, murde analysiert.
1. 0,1135 p Sithstaiiz gulmn 0.3018 g CO, wid 0,1142 g H,O.
2. 0,l 130 g Sulwtilnz f i i d ~ r l 0,2981 g c'02uncl 0,1106 g H,O.
Em. Got t 1i e b : Rezerites Dammarham
708
Uoftindeii in Prnzenton:
2.
1111 Mittol:
C = 72,52
72,GO
72,56%
H = 11,25
11,06
11,15 yo
Berechnet fiir die Formeln:
CZ*H4404
CPJHIP04
C = 72,72%
C = 72,25%
H = 11,11%
H = 11,22%
1.
Saurezahl direkt . . . . . . . . . .
Siiurezahl indirekt . . . . . . . . .
Verseifungszahl kalt, nach 24 Stunden
nacli 48 Stunden
Verseifungseahl heii3 . . . . . . . .
. . . . .
137,70-139,49
. . . . .
145,60-151,20
C,,H,,O,K ver-
. . . . . 138,32-140,OO
. . . . .
142,80
. . . . .
145,60
Krtlium, aus der Titration berechnet: 8,7L yo.
langt 8,98% I(; C,,H,,OIK verlangt 8,29% K.
Silber, in dem Silbersalz gefunden: 21,46y0. C,,H4,0,Ag verlangt 21,77% Ag; C2,H4,0,Ag verlmgt 21,94% Ag.
Fiir diese einbasische Harzsaure der Sodaausschu$telungwurde
die Formel C24H440, akzeptiert und der Name D a g i n g o 1s a u r e gewiihlt.
Ausschiitt~lungmit 1% Halihydratlomng.
Nachdem die iitherische Harzlosung mit Natriumkarbonat
erschopft war, wurde sie mit 1% Kalihydratlijsung ausgeschiittelt.
Die Rohsiiure wurde iiber das Bleisalz gweinigt.
Die Harzsaure war aschefrei, leicht loslich in Alkohol, AetherAlkohol und Aceton, schmerer in Aether, Benzol, Chloroform, fast
Schmelzpunkt
unloslich in 80% igem Chloral und Petrolither.
125-126O.
1. 0,2102 g Substanz gaben 0,5214 g CO, und 0,1857 g H,O.
2. 0,1987 g Substanz gaben 0,4940 g CO, und 0,1725 g H,O.
Gefunden in Prozenten:
1.
2.
Im Mittol:
C = 61,66
67,81
67,81%
H = 9,86
9,89
9977 %
Berechnet fiir die Fomeln:
CI!3ZZOS
~ 1 ~ . , , 0 s
CI,H*,O*
C = 67,30%
C = 67,97%
C = 67,80%
H = 10,03%
H = 9,43%
H = 9,57%
Siiurezahl direkt . . . . . . . . . . . . . . .
Siiurezahl indirekt . . . . . . . . . . . . . . .
Vemeihngszahl kalt, nach 1-2 Tagen . . . . .
Verseiftingszahl heiB . . . . . . . . . . . . .
240,80--243,36
240,80-243,60
248,20-264,80
244,80-267,60
Em. G o t t l i e b : Rezentes Dammarharz.
704
Kaliuni, a116 der Titration Lerechnet : 14,90y0. C12H2,0&
verlangt 15,480/, K ; C!,,H,,O,I~ verlangt 15,60:/, I<; ClsHz60sK
verlangt l4,67% H.
Silber, im Silbersalz gefunden : 32,10y0. C,,H,,O,Ag verlangt
33,43% Ag; C,,H1903Ag verlangt 33,64% Ag; C,,H,,O,Ag verlangt
3a,31y0 Ag.
Fiir diese ebenfalls einbasische Harzsiiure der Kalihydratausschuttelung wurde die Formel C,,H,,O, skzeptiert und der.
Name D i g i n g i n o 1s ii u r e gewiihlt.
Resen.
Nachdem die iltherische Harzlosung mittels Alkali erschopft
war, wurde der Ruckstand der Wasserdampfdestillation unterworfen
Dabei sing ein i i t h e r i s c h e s O e l uber und im Kolben
blieb ein gegen Alkali resistenter Kiirper zuriick, der sich als
R e s e n envies.
Die Elementaranalyse des D a Q i n g o r e s e n s ergab :
.
1. 0,1761 g Substanz gaben 0,5824 g H,O und 0,1419 g CO,.
2. 0,1664 g Substam gaben 0,5192 g H,O und 0,1257 g CO,.
Gefunden in Prozenten:
1.
2.
Im Mittel:
C = 85,55
85,61
85,58%
H = 9,02
9,12
9907 %
Ca.&IaeOverlangt C = 85,70y0, H = 9,09%.
Ph y t o st eri n r ea ktionen.
.~
Reaktionen
SBure
saure
c24H4404
1, Liebermann
. .. . .
.. ..... ...
Hirschsoh.. . . . .
Tschugaeff . . . . ..
2. Mach.
3.
4.
5. Salkowski.Hesse.
violett
bis braunrot
braun-griin
rot-gelb
Flussigkeit
braun
H,SO, gelb,
ohne
Fluoreszenz
gelb-rot
braun
braunrot
Fliissigkeit
gelb
H,S04 gelbrot,
Chloroform
farblos
Men
~*P**O
rot-braun
dunkelrot
brsun
Fltbsigkeit
braun
HSSOI P l b
bis rot,
Chloroform
farblos
Eni. Got t,li el): Rozent-fossiles Dammarharz.
705
Troekene Destillstion.
Zirka 100 g fein gepulverten Harzes wurden der trockenen
Destillation unterworfen. Die bei ca. 105--2000 uberdestillierte
Flussigkeit zeigte saure Reaktion. Bernsteinsiiure konnte jedocli
nioht nachgewiesen werden. Bei ca. 2400 ging eine sirupartige,
brenzlich riechende Masse uber.
Allgemeine Ergebnisse und anniihernde quantihtive
Zusammensetzung des rezenten Harzes.
Aus der iitherischen Harzlosung konnten isoliert werclen :
1. Mittelst Natriumkarbonat :
eine Harzsiiure der Formel C,,H,,O, . ca. 357;
2. Mittelst Kalihydratliisung :
eine Harzsiiure der Formel C,,H,,O,
ca. 30%
3. Ein litherisches Oel . . .
. . . . w. 16%
4. Resen der Formel C,,H,,O
. . . . . oa. 16%
Die Verunreinigungen machten . . . . ca. 3% aus.
T)as Herz ist der Klasse der Diptodammarharze zuzurechnen.
.
.
.
Arbeiten aua dem pharmazeutischen I n s t i t u t
der Universiat Bern.
Untersuchungen aber die Sekrete.
Von A. T s c 11 i r c h.
92. Ueber ein rezent-fossiles Dammarharz
aus Nittel-Borneo.
Von E m . G o t t l i e b .
(Eingegnngeii den 19. IX. 1911.)
Das r e z e n t - f o s s i l e D a m m a r h a r z aus MittelBorneo, das wir ebenfalls Herrn Dr. E i j k c n verdanken und dax
a m der gleichen Gegend stammt, wurde aus der Erde gegraben.
Wahrend das rezente Harz aus Maren gelblich gefarbten
Stucken bestand, war das rezent-fossile vie1 dunkler gefarbt. Ea
hesitzt zudeni die fur die rezent-fossilen Harze charakteristisclie
Yerwit,terungsschicht.
Arch. d. Yharm. CCXXXXIX. Bds.
‘J
Re&.
45
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
205 Кб
Теги
mittel, ueber, die, sekret, aus, ein, untersuchungen, borneo, rezenten, dammar, uber, daging, dammarharz
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа