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Verbesserte Darstellung des Caffeins.

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Versmann,
Verbesserte Darstellung des Caffeins ;
yon
H. J. Versniann,
A p o i h e l r e r i n 1,rlLt:c.k.
-
Der Gebraiich iles Caffees in Europa ist noch nicht
200 Jahre alt; im Jahrc 1668 wurdc dersclhe zuerst in
I’aris eingrfiihrt. Seit diescr Zeit hat rlrr Verbrauch allrnalig imriier mehr zuaenommrn und vorzuglich in Frankreich und Deutschland eine so grosse Ausdehnung gewonnen, dass der Caffee eincr der wichtigsten Ilandel.sirtikel,
der Gegenslnnd bedeutender Speculationen, j a ein wirkliches h’ahrungsmittel geworden ist. Er wird nicht nur
von den Personcn hoherer Stiinde gelrunken, sonclern es
sind vorzuglich die mittlcren und unleren Volksclassen,
denen der Caffee gcradczu unentbehrlich ist. Im Jahro
1840 betrug die Consumtion des Caf’fees im Zollvereinc?
2 Pfund ill Loth per Kopf. ‘und vie1 bedeutender ist dieselbe in den Staaten Norddeurschlands. in denen der Caffee
nicht durch hohen 2011 vertheucrt und man deshalb weniger veranlasst wird, sich seiner Surrogate, der gebrannten
Cichorien, Riiben, des Roggcns 11. s. w. zu bedirnen; einen
Beweis fur diese letzterc Behauptung liefert die Angahe
aus Rio Janeiro, dass der Verbrauch des brasilianischen
Caffees in ,Deutschland, Oesterrcich mit einbegrifFen, fur
das verflossene Jirhr 71,470040 P h d betrug. Alle Surrogate verfehlen ihren Zweck, in so fern sie namlich das
wirksanie Princip des Caffees enthalten sollen, ganzlich,
denn sic enthalten nichts von dem Stoffe, dem man mit
Recht die belebende und kraftigende Wirkung des Caffees
zuzuschreiben pflegt, dem Caffein. In medicinischer Hinsicht werden der Caffee und das Caffein selten angewandt,
viellcicht weniger als sie es verdicnen; ersteren braucht
man in einigen Gegenden gestossen als ein Mittel gegen
das Wechselfieber, und es ist wahrscheinlich, dass das
Caffein in dieser Beziehung zu empfehlen ist. In manchen Fallen wurde dasselbe dern Chinin vorzuzieben sein,
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rcrbcsserte Durstellung des Caffeins.
da es leichter vom Organismus vertragen wird und keine
schhdlichea Pu’cbenwirkungerr hat. In neuerer Zeit wurde
das Caffein iifierer von einem hiesigen Arzte gegcn hysterische Kopfschmerzen mil vielem Erfolg angewandt und
mir dadurch Gelegenheit gegeben, diesen jedenfalls interessanten Stoff hkufig xu bereiten.
Die Angaben uber den Gehalt des Caffeins im Caffeee
sind so verschieden, dass es mir passlich erschien,
meine Erfahrungen in dieser Rexiehung mitmtheilen. Ich
beschranke mich daraur, nur sinige dieser verschiedenen
Angaben anzufuhren. Es fand P f a f f , der sich schon fruh
mit der Darslelluna des Caffeins und der Caffeegerbsaore
beschiftigte, dass in den frischen Caffeebohnen
Cafrein, P a y e n dagegen, dass in denselben funfinal mehr
und R o b i q u c t , dass in dem gerosleten Caffee
Cafrein enthalten sei. In W i g g e r ’ s Grundriss der Pharmakognosic, 2te Auflaue findet sich, dass nach R o b i q u e t
3:
der Caffee von Martinique 6,4, der von Alexandrien 4,4,
der von Java 4,4,der von Mokka 4,O. der von Cayenne
3,8 und der von Domingo 3,2 Procent Caffein enthalte;
es ist warscheinlich, dass c1Amit 0,6i Procent u. s. w. gemeint sind; denn so grosse Mengen, wie die oben erwahnten, kann der Caffee nichl enthalten. In Li e b i g’s Handbuche der Chemie ist angefuhrt, dass nach R o b i q u e t
und B o u t r o n
1 Pfund Caffee von Martinique 32 Gran
1 n Alexandrinischer Caffee 22 u
1
Caffee von Java..,
. 22 1)
1 ))
n
Mokkn.. . . . 20 B
4
n
Cayenne... . .I9
1 1)
))
s Domingo ... 16
H
Caffein enthalte.
Fragt man sich, woher diese verschiedenen Ausbeuten. so sind dafur mehrere Crunde vorhanden. Zuerst
die Verschiedenheit des Caffees .je nach der Qualitat
der Waarc und dem Orle ihrer Abstammung; dann die
Bereitungsmethode des Caffeins, die Sorgfalt, die bei
der Ausubung derselben , nausentlich beim Zerstossen
,..
))
))
))
))
))
4
Versmann, verbesserte Dwstellung des Cafeins.
des Caffees vcrwandt. wird, und endlich die Quantilaten.
die man in Arbeil nimmt.
Zur Bereitung des Caffeins habe ich imrncr grttcn
brasilianischen Caffee engewandr und denselhen in Qnantitiiten von 5, ,I0 und 400 Pfund verarbeitet.. Was die
Bereitungsmethode anbelangt, so gehon die meisten Vorschriften darauf hinaus, durch Kochen mit Wasser das
Caffein aus den rohen Caffeeboheen auszuziehen, es dann
an Bleioxyd zu binden und vermittelxt Schwefelsaure abzuscheiden. (?) Ich habe diese Methode ziemlich unbequem
gefunden, nebenbei liefert sie hinsichtlich der Ausbeutc
kein giinstiges Resultat. Durch. das Auskochen wird Gummi
und Schleim neben dem im Caffee enthaltenenOe1 in die
AuflBsung gcbracht und dadurch die Arbeit, das Caffein
rein darzustollen, sehr erschwert. Dagegen empfiehlt sich
folgendo Bereitungsart als einfach und zweckmiissig. Man
lasso 10 Th. Caffee zcrstosscn und vermenge dicselben
mit 2 Th. Aetzkolk. die vorher durch Besprengen mit
Wasser in Kalkhydrat verwandelt sind. Dies Gerncnge
ziehe man im Verdranpngsapparate mit Weingeist von
8OoRichter so lange AUS, bis eine kleinc Probe der ablaufenden Fliissigkeit nach dern Abdampfen kein Caffein
mehr nachweist. Da der Caffeee sich sehr schwer stossen
lasst und auf den Grad der Feinheit dcs Pulvers sehr
vie1 ankommt, so kann man nach einmaligern Ausziehen
den Ruckstand aus dom Verdrangungsapparate trocknrn
und stossen lassen, ihn wieder mit etwas Kalkhyclrat vermischen und dann noch einmal auuzietien. Das Stossen
gelrl jclzt mil Leichtigkeit vor. sich, weil der Caffee durch
Behanillung init Weingeist seine hornartige Beschaffenheit
verliert, und man i6t sicher, auf dime Weisc den Caffecganz zu crschopf'en. Die so gewonnenen blaren geistigen
Auszuge unterwirft man dcr Destillation, spijlt den Ruckstand in der Destillirblasc mil warmem Wasser gut aus
und tronnt das ausgescliicdenc Oel von der darunterstelionden Flussigkeit. Diese darnpft man ab, big vie in
d w Kaltc zu ciner krystallinischen Masse erstarrt, weloho
man aul ein tlichtes Colatorium bring und durch Abprcs-
Rley, KdP'gehak der Illyrischen Potlasche.
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sen von der Flussigkeit miiglictist befreit. Die Flussigkeit
liefert durch Abdampfen noch ferner etwas Caffein.
Nachdeni nian das unreine Caffein durcti Prcssen zwischen
Flicsspapier vom antiangcnden Oel moglichst befreit hat,
reinigt man cs durch Aulliiscn in Wasser unter Zusatz
von ctwas Thierkohle und Umkrystallisiren , und erhalt
das Praparat auf diesc Weise in blendend weissen atlasglanzenden Krystallen. lch erhielt auf dicse Weisc aus
6 Pfurid Caffee in der Rcgel nichl iiber 3 Drachmcn, aus
10 Pfd. 7 Drachnien u n d aus 100 Pfd. die griisste Menge,
namlich G Unzcn und 4 Scrupcl Caffein; ein Beweis, dass
inan in grosseren Mengen operiren muss, wenn man in
quantilativer Ilinsicht wichtigc licsullale erzielen will. Darnach cnthiill ein guter brasilianischer Caffee 037 Procent
Caffein. Glcichzeitig crhielt ich beiliiufig durchscbnittlich
!I0 Proc. eines grunen lliissigen Oels und 2 Proc. ~ e l b e s
starres Fell (I'almitin).
-
lleber deu Kallgehalt der lllyrlschen Pottasche ;
von
Dr. L. F. H e y .
-
&lirere Probcn von lllyrischer Poltasche, welche
einige Jahre am deutschcn Markte fetiltc und jetzt wieder
vorkommt. zeigten gcgen die friiher vorgekommene abweicliende Hesultate.
Die erste Probe enthielt in 100 Theilen:
...
Kohlensaures Kali ,
78,751
,,
Natruni mil
schwefelsaurem Natrum 12,50
Kieselerde und Gyps.
8,75
..
100,oo.
Die zweitc Probe eathielt in 100 Theilen:
. ..
..
Hoblcnsaures Kali
. 82,85
I1
Natrom mil
Claubersalz
12,50
Kieselerde, Sand, Gyps.
4,65
100,oo.
.
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