close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Verbindungen des Zuckers mit Kalk.

код для вставкиСкачать
198
Verbindung des 2hckei.s nzit Kalk.
des Zuckers vor sich ging. (Annul.de (?him. et de Php.
3. sir. Sept. 1858. T.LIV. p . 28 --42.) Dr. H. Ludwi!j.
Verbindungen des Zuekers mit Halli.
Der gemeine Zuckcr (Rohrzuckcr, Riibenzncker
u. 6. w.) verbindet sich mit den Rlkalien und Erdalkalicn
und kann nach E; u g e 11 1' e 1i g o t :um dicsen Verbindungen, ohne die gcringste Veriinderiing erlitten zu haben,
wieder abgcschieden werden. Darin liegt ein scharfer
IJnterschied von den iibrigen gShrungsf&liigen Zuckerarten, welche unter dem Kinflussc dcr Alkalicn sich
rasch in verschiedene Sliuren verwandcln, die die Alkalien neutralisiren. Die starken Sguren im Gegcntheil
zerstoren den gemeinen Zucker schr leicht, wiihrend sie
den Kriirneleucker (Glucose) unvcrsndcrt lasscn. Die
Fabrikanten behandeln jetzt ihrc Zuckcrs#ftc mit Kalk
in grosser Wenge und sichern dadurch die llaltbarkeit
derselbcn, erlangen also eine grosscre Ausbcute an Zuclzer.
Man weiss seit langer Zeit, (lass der gelosclite Kalk sich
in einer wasscrigen Zuekcrlosung in grosser Menge auflost. P e l i g o t zeigtc, dass Alkohol in einer solchen
klarfiltrirten Zuckerlosung, der rnin noch eine gewisse
Menge Zuckersaft beigemischt hat, eincn weissen Nicderechlag hervorbringt, welclier beim Austrocknen harzartig und bruchig wird. Diese Verbindung, obgleicli
unkrystallinisch, zeigt immcr diesclbe Zusamrnensetzung
nach der Formel CaO, C12H11011 mit 14 Proc. Kalkgehalt. Sic entspricht dem krystallisirten Zuckcrbaryt.
Der Zuckerkalk ist sehr liislich in kaltem W'asser. Diese
Losung, gleich derjenigcn, wclchc man durch langcre
Reriihrung des Zuckerwassere mit iiberschiissigem Kalkhydrat erhlilt, besitzt die Eigenschaft, sich beim Erhitzen
zu truben und gleich eincr Eiweisslosung vijllig zu gerinnen, wenn sie in gehiiriger Concentration erhitzt w i d .
Aber der Kiederschlag verschwindct in den1 Maassc
wieder, als die Flussigkeit erkaltet und dic Flussigkcit
kliirt sich zuletzt vollig wieder, wahrend geronnenes Eiwciss aueh in der kalten Fliissigkeit geronnen bleibt.
Der in der Hitze entstandene Zuckerkalknicderschlag
lasst sich von der Fliissimkeit trcnncn, wcnn man diesc
wahrend der Filtration &rtwiilircnd im Sieden erhiilt.
Einmal von der zuclrcrhaltigen Muttcrlauge grtrmnt, ist
dieser Zuckerkalk beinahe unlijslich in kaltcm und heissen] Wasscr. Der bei Il(PC. vor Kohlensiiure geschutzt
Verbi.ndungen des Zuckers mit Kalk.
199
getrocknete Niederschlag hat die Forrnel 3 CaO, C 12H 1 1 0 11
und enthiilt 32,9 Proc. Kalk. Kaltes Wasser lost wenigcr als
oo dieser Verbindung, sicdcndes kaum l/200.
Zuckerbaryt lost sich bei 15oC. zu
(genauer zu 2,1
Procent); 100 Theilc siedencles Wasser liisen 2,3 Theile
desselben. Rei Hildung dcs Lasischen Zuckerkalks 3 CaO,
CI?IIII 0 ' 1 bleibt in der Siedchitzc cine gewisse Menge
von Zucker in der Losung zuriick und dieser vermag
aufs Neue den gefiillten basischcn Zuckerkalk beim Erkalten aufzuliiscn. Erhitzt man die wlsserige Losung
des Zuckerkalks CaO, C12HlWll (des neutralen Zuckerkalks), so bleiben 2j3 des Zuckers in Ruflosirng und es
fdlt
des Zuckers in Form von basischem Zuckerkalk
nieder.
:~(CaO,ClW11011)
= 2(C12€II101~) (3Ca0, C12I111011).
Wird hingegen cine Losung, welche auf 20 Theilc
Kalk 80 Theile Zucker enthalt, (entsprechend der Forincl 3 CaO, 2
1111 0 1 1 ) gekocht, so blcibt nur die
Halfte des Zuckers in Auflosung.
Knch S o u b e i r a n existirt cine Verbindung = 3 CaO,
2 C12H11011 und sol1 jcdesmal erhalten werden, wenn
man einen Ueberschuss von Kalk mit wasseriger Zuckerlosung in Ueriihrung lasst. Nach P e 1i g o t schwankt
aber die Menge des gelosten Kalks mit der Concentration
der angewcndcten Zuckerlosung, wie die nachstehcnde
Tabelle zeigt :
Xucker in Dichtigkeit
Dichtigkeit 100 Th. des trocknen Riick-
+-
100Thcilcn der Zucker- tler rnit Kslk standes diceer ZuckerkslkWasser
losung
gcsiittigten
losung enthalten:
gem
Znckerltisung
Kalk
Zucker
79,O
21,o
1,179
40,o
1,122
20,s
79,2
1,175
373
1,116
20,5
79,5
1,166
1.110
35,O
20,s
79,7
1,159
32,s
1,103
20,l
79,9
1,148
30,O
1,096
1,089
1,139
27,5
19,9
m,1
1,082
1,128
25.0
19.8
8092
1,075
1,llti
223
19,3
w 7
16.6
81,2
1,068
1,104
20,o
18,7
81,3
1,060
1,092
17,5
18,5
81,5
15,O
1,052
1,080
18,3
81,7
11,5
1,044
1,067
18,l
81,9
1,036
1,0,i3
10,o
1,027
1,040
lti,(l
B,l
7,5
15,3
84,7
1,026
1,018
5,0
2,.i
1,009
1.014
13,6
842
TTm constantc Kesultate zu erhalten, muss
1) der Kalk gut gepulvert, oder sein Hydrat wohl
200
Quantitative Bestiminiing von Zucker.
zerfallen sein und irn grossen Ueberschuss angewandt
werden, wenigstens das Doppalte der Menge, welche
sich lost;
2) der Kalk muss in kleinen Portionen in die Fliissigkeit eingetra en werden, die sicti dabei erhitzt. Erst
nach langerer j c i t und nach gutem Schiitteln liist sich
die grosste Menge des Kalks.
Es lost sich um so mehr Kalk, ‘e concentrirter die
Zuckerlosung ist, mit welcher er in beriihrung gebracht
wird. Enthalt die Lijsung z. 13. auf 100 Th. Wasser
40 Th. Zucker, so nehnien 100 T h . Zucker 2 6 4 Th.
Kalk auf; auf 100 Th. Wasser urid h Th. Zucker, so
lost sich in 100 Th.Zucker nur 18Th.Kalk. Man kann
nach P e l i g o t annehmen, dass diqjenige Zuckerkalkverbindung sich zu bilden strebt, welche die Formel 2 CaO,
C12 HI1 0 11 besitzt (cntsprechend dem Zuckerbleioxyd
2 PbO, C121111011). Diese Verbindung wiirde 24,6 Proc.
Kalk und 75,4 Proc. Zucker besitzen. Allein bis jetzt
ist es nicht gclungen, diese Vcrbindung herzustellen.
Sattigt man einen Zuckcrsyrup, wclcher inehr als 90
Procent Zucker enthalt, mit Kalk, so wird die Losung
anfangs sehr klebrig und gesteht spWter zu einer Mnssc.
P e 1i g o t versuchtc, vermittelst des Kalkes den
Zucker (den krystallisirbaren) aus den Melassen, in denen
er sich noch reichlich findet, auszuziehen. Er erhielt
aus einheimischen Melassen auf dicse Weise 26 Procent
krystallisirten Zucker. Neben Kalk benutzte er nur noch
KohlensBure und Schwcfelsiiure. Der durch Erhitzen
abgeschiedene Zuckerkalk wurde heiss voni Syrup getrennt und dieser mehrerc Male nach cinander mit I<allr
gesiittigt, abermals erhitzt u. s. w. 1) u b r u n f a u t crhialt
mit Baryt grossere Ausbeute und zwar bei einmaliger
Behandlung. Allein der Kalk ist billiger und unschiidlich, wahrcnd Haryt giftig ist. (Ann. de C’him. et de Phys.
3. Sdr. Dec. 1858. T. L l V . p. 377-386.)
Dr. R Ludwig.
Quantitative Bestimmung von Zueker.
Von den zur Bestimmung des Zuckers in organischen Substanzen iiblichen drei Methoden, 1) dcm Giihrungsverfahren, 2 ) dcr Probe mittelst Polarisation und
3) der Probe mit ciner titrirten allralischen Losung von
weinsaurem Kupferoxyd- Kali giebt keinc ein absolut genaues Resultat; doch ist nach den Versuchen von H.
F e h l i n g die letzte Methode diejenige, welche sich der
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
168 Кб
Теги
verbindungen, kalks, mit, des, zucker
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа