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Verfahren der Fabrikation von Salpeter Seignettesalz chemisch reinem Weinstein Weinsure schwefelsaurem Kali und Natron in Einer Folge.

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Fabm'kation voa
alpeter, Xeignettesak etc.
Man digerirt 1 Theil Kadtschuk, fein zerschnitten,
mit 2 Theilen frisch rectificirtem TerpentinoL so lange,
bis die Mischung gleichformig ist, worauf man 4 Theile
pulverisirten Schwerspath zusetzt.
Behalter, welebe auf diese Art eonstruirt sind, widerstehen nach K a l i sch nicht allein der atzenden Eigenschaft kochender Alkalien, sondern auch den meisten
organiechen und anorganischen Salzen, z. B. dem schwefel-,
salz- und salpetersauren Zink-, Eisen- und Kupferoxyd, dem
Weinstein etc., ferner der kochenden Salz -, Phosphor -,
Bor-, Oxal- und Weinsaure, so wie der etwas verdiinnten
kalten Schwefelsaure. (Izep. china. appl. III. 474.)
B.
Yerfahren der Fabrikation von Salpeter, Seignettesalz,
cheluisch reinem Weinstein, Weinsfinre, schwefelsaurem Kali uud Natron in Eiuer Folge;
von G u i d o S c h n i t z e r .
Der Verfasser hat sich die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zu ermitteln, einerseits bei eininaliger Krystallisation einen reinen, verkauflichen Salpeter aus Chilisalpeter
zu gewinnen, und andererseits dem Nebenproducte, welches die Mutterlauge des Salpeters nach gehoriger Ausnutzung auf Kalisalpeter liefert, die vortheilhafteste Verwerthung zu geben. Er verbindet deshalb die Fabrikation von Salpeter mit der Darstellung einer. Reihe anderer Prsducte, welche, an sich von hohem Werthe, nach
dieser neuen Methode zugleich in grijsserer Reinheit, als
nach den seither ublichen Verfahrungsweisen, erzielt
werden.
1) F a b r i k a t i o n d e s S a l p e t e r s . Rohe Pottasche
und Chilisalpeter, dem Gewichte nach im Verhdtniss der
Aequivalente ihrer wirksamen Bestandtheile, werden im
eisernen Kessel mit so viel Wasser behandelt, als zur
Auflosung der SaIze nothig scheint, und unter Umriihren
erhitzt. Urn nun dem Uebelstande zu begegnen, zwei
unter ahnlichen Verhaltnissen krystallisirbare und deshalb schwer zu scheidende Salze in Losung zu haben,
setzt er der kochenden Losung unter bestandigem Riihren
so viel g e l o s c h t e n K a l k zu, als zur Bindung der
Kohlensaure der Soda nijthig ist. So fiillt kohlensaurer
Kalk zu Boden und die Losung enthiilt K a l i s a l p e t e r
und N a t r on l a u g e. Nach Entfernung des Feuers liisst
Fabrikation von Salpeter, Xeignettesala etc.
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man absetzen oder filtrirt und dampft die klare Fliissigbeit in einem andern Iiessel auf 400R. ein. Das Waschwasser des kohlensauren Kalkes wird zu neuen Ansatzen
verwandt, und der ausgewaschene Kalk zur Entwickelung von KohlensSiure mittelst Salzsaure verwendet,
wozu er sich des feinpulverigen. Zustandes wegen gut
eignet. Die Krystallisation des Salpeters nach ‘hinlanglicher Concentration der Lauge darf nach dem Erkalten
derselben auf die Luftteinperatur der Uingebung ale vollendet angenommen werden. Die Lauge wird dann nochinals
concentrirt und es werden durch Krystallisation die letzten
Salpetertheile gesondert, die Krystalle nach dem Abtro fen
mit kaltem, schwach mit Salzsaure angesiiuertem &asser ausgewaschen, wodurch etwa noch anhgngende Natrontheile entfernt werden, und bilden sie getrocknet die fertige Waare. Die Lauge wird dann verwandt
2) zur F’abrikation d e s S e i g n e t t e s a l z e s . I n
diese Lauge triigt man unter Erhitzen gepulverten r o h e n
W e i n s t e i n , bis die Losung neutral reagirt, und zwar
geschieht dies am besten in einem kupfernen Kessel.
Dabei bleibt der im rohen Weinstein stets vorhandene
weinsaure Kalk im Ruckstande, welcher durch sorgfaltiges Waschen gereinigt und wie in Nr.4. angegeben, auf
Weinsaure verarbeitet wird. Die uber dem Ruckstande
befindliche Seignettesalzlosung wird filtrirt und zur Krystallisation eingedampft. Die Iirystalle scheiden sich in
einem kiihlen Elaume nach ltingerem Stehen ab.
3) F a b r i k a t i o n v o n chemisch r e i n e m W e i n s tein. Der raffinirte Weinstein des Handels enthAlt entweder K a l k oder E i s e n . Urn denselben nun rein zu
erhalteu, bringt der Verfasser den rohen Weinstein, wie
bei Nr. 2. beschrieben, in alkalische &iisung, scheidet
dadurch sowohl Eisenoxyd als Kalk unloslich aus, v e p
setzt die Mare LBsung genau n i t so vie1 . r e i n e r S a l z s a u r e, um das Natron zu binden, Dadurch scheidet sich
die unlosliche Verbindung von s a u r e m w e i n s a u r e n
K a l i o d e r W e i n s t e i n ab, wiihrend C h l o r n a t r i u m
und sonstige‘ in kleinen Spuren beigemengte Salze in Loaung bleiben.
Der so- erhaltene Weinstein ist feinkornig, krystallisirt
und zeigt sich nach dem Waschen mit kaltem Wasser getrocknet als reine untadelhafte Waare.
4) F a b r i k a t i o n v o n W e i n s i i u r e .
Um diese
eisenfrei zu erhalten, wird sie meistentheils mehrmals
umkrystallisirt. Dies istnichtnothig, wenn ein e i a e n f r e i e r
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Durstellting des Nutrum carbonic. pur.
w e i n s a u r e r Kalk aus dem rohen Weinstein hergestellt
wird, und inan erreicht solches mit Leichtigkeit, wenn man
die nach Nr. 2. bereitete S e i g n e t t e s a l z l o s u n g mit
der iiquivalenten Menge feingepolverten e i s e n f r e i p, n
G y p s e s zusamnienbringt und mit Wasser gut durchriihrt, den weinsnuren ICak absetzen lasst und die
s c h w e f e l s a n r e s K a l i nnd s c h w e f e l s a n r e s N a t r o n enthRltende Flussigkeit abzieht. Wird der weinsaure
Kalk mit kaltem Wnsser genugend abgewaschen, so ist
er vollkonimen rein nntl liefert nlit Schwefelsaure versetzt
Gyps, der s t e t s a n f s n e u e z u v e r w e n d e n i s t , und
eine WeinsSure, die aus erster Krystallisation schon als
reine nnd verkiiufliche Wasre hervorgeht.
5) Zur G e w i n n u n g v o n s c h w e f e l s a u r e m K a l i
und s c h w e f c l s a u r e n N a t r o n wird die vom weinsauren Kalk abgezogcne Fliissigkeit eingeclampft und durch
snccessive Krystallisation zuerst das schwefelsaure I h l i
und dann das schwefelsaure Natron erhalten. (IVfh-ternberg. Gewerbebl. - Bingl. Joiim. Btl. 162. Heft 2 . )
Bkb.
Bereituug von Aetznatrou aus Chilisalpeter.
W 6 hl e r hat heobachtet, dass beini Gliihen von Braunstein niit salpetcrsaurein Natron ohne Luftzutritt keine
Spur mangansauren Natrons entsteht; er findet den Grund
darin, dass das salpetersanre Natron zu leicht zersetzt wird
nnd schon zersetzt ist, bevor der zur Hildung der Mangansaure erforderliche Tempernturgrad erreicht ist. Die
Zersetzung sol1 so vollstiindig sein, dass inan dieses Ver-'
Iialten zur Bereitung von reinem Natronhydrat anwenden
kijnne. (Aianal. der Chem. tind Pharm. Bcl. 119. p. 375. I'ohjt. Centrnlbl. 1862. Hft. 2. y. 150.)
Bkb.
Darstellung des Natrum carbonic. yur. aus
kiuUieher Soda.
Die gewohnlichen Verunreinigungen der rohen Soda sind
nach W. L i XI a u schwefelsaurcs, unterschwefligsaures und
schwefligsaures Natron, Chlornatrinm, bisweilen Schwefelnat.rium und Eisen, auch ist dem Verfasser haufig Rlei als solche
vorgekommen. Bei der Reinigung durch Umkrystallisiren
und Zerseteung des Schwefelnatriuins . durch Zueatz
von k o h l e n s a u r e m B l e i s a l z . g e h t s t e t s e i n e g e -
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