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VerflUchtigung des Kochsalzes in der Hitze und Zerlegung desselben durch Erhitzung mit Steinkohlen.

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Ve$Uc?&gung
des Kochsalzes in der Hitze etc. 231
von
G . J. M II I d c I*.
-
In dem Journale von S c h i l l i n g uber Gasbeleuchtung 1864 S. 9 kommt ein Versuch von J. R e i c h m a n n
vor, worin er die Veduchtigung von Kochsalz durch
Hitze und seine Zerlegung durch Erhitzen mit Steinkohlen leugnet. Dieses ist in W a g n e r ' s Jahresbericht
1863 S. 701 mit deniselben Schlusse wie im S c h i l l i n g schen Journale aufgenommenL dass man auf diese Weise
keine Soda aus' Kochsalz bereiten konne. R e i ch m a n n
vermischte 1,5 Pfund Kochsalz mit 150 Pfund Steinkohlen, brachte das Gemisch in eine Gasretorte, nahm, als
die Steinkohlen kein Gas mehr gaben, die Coaks heraus
(104 Pfund), zerstiess die Coaks fein, laugte mit Wasser
aus und erhielt beinahe wieder alles Kochsalz als solches
zuriick, welches er gebraucht hatte *).
Dieses Resultat streitet zuerst wider Versuche von
H. R o s e und A. M i t s c b e r l i c h , welche bewiesen haben,
dam Koch6alz) fur sich allein erhitzt, verfluchtigt wird,
etwas, was jedem Chemiker bekannt ist und weshalb
man denn auch bei quantitativen Analysen Kochsalz nicht
&hen darf.
H. R o s e +*) erhitzte Kochsalz uber einer Spirituslampe in einem Tiegel
Stunde und sah 7,5 Proc. sich
verfluchtigen. Nehmen wir die Temperatur der Gasretorten hier gleich der einer Spiritusflamme, eo werdcn
in 5 Stunden (Dauer dep Erhitzens von Steinkohlen in
einer Retorte) 75 Proc. oder 3/4 von dem angewandten
Kochsalz verdampft.
*) W a g n e r sagt unverandert. Dae ist aber unrichtig. Reichm a n n bekeunt einen Verluet, den er aber dern Verstauben
suachreibt.
**) Poggend. Annal. Bd. 31. S. 133. 1834.
G. J. Mulder,
232
Schon bereits vor 31 Jahren hat H. R o s e es bewiesen, wie sich Kochsalz in der Hitze verhalt.
M i t s c h e r l i c h * ) theilt rnit, dass 3,776 Grm. Kochsalz von der scharfen Rothgluhhitze bis zum Schmclzen
in 5 Minuten 0,016 verloren; in weiteren 5 Minuten bei
Weissgluhhitze 1,092 und in weitern 5 Minuten 1,233.
Also in 15 Minuten 0,016
1,092
1,233 = 2,341,
oder 62 Proc. des verwendeten Salzes.
Gasretorten werden ubigens nicht weissgluhepd, dagegen werden sie nicht in 5 Minuten, sondern in 5 bis
6 Stunden erhitzt. Es schcint nun sehr sonderbar, dass
Ihchealz mit Steinkohlen vermischt bei einer Temperatur der Gasretorten nicht fluchtig sein sollte.
Um nun zu untcrsuchen, ob Steinkohlen mit Kochsalz vermischt und erhitzt, mehr Chlor als Natrium beim
Erhitzen verlieren, wurden folgende Vereuche angestellt :
1) 3,996 Steinkohlen (deutsche) wurden eu Pulver
gebracht, mit 0,152 reinem und gegluhtem Kochsalz wahrend 6 Stunden in dunkler Rothgliihhitze gehalten und
zwar im unverschlossenen Platintiegel uber einer Gasflamme.
Darauf wurde der Inhalt des Tiegels mit verdunnter
Salpetcrslure ansgelaugt, filtrirt, mit kohlensaurem Amnioniak und Ammoniak pracipitirt, mit Salpetersaure angesauert und mit salpetersaurem Silber gefallt. Es wurde
0,158 Chlorsilber erhalten, welches 0,064 Kkhsalz entspricht.
Das Silber wurde durch Salzsaure entfernt, die Flussigkeit mit Schwefelsaure verdampft und der Ruckstand
mit kohlensaurem Ammoniak gegluht. Man erhielt an
schwefelsaurem Natron 0,109, welches 0,090 Kochsab entspricht.
Also mehr Chlor verfliichtigt.
+
+
*) Erdmann’s Journal, Rd. 83. S. 485 und Fresenius’ Zeitschrift,
1862, S.64.
Verflllchtigung des Kochsalzes in der Ritze etc. 233
2) 7,426 Steinkohlen mit 0,658 Kochsalz 6 Stunden
gegliiht, alles wie oben angefiihrt.
Chlorsilber.. ............. 1,383 = 0,566 Kochsalz
Schwefelssures Natron.. ... 0,758 = 0,625
D
3) 6,441 Steinkohlen mit 0,440 Kochsalz 6 Stunden
gegluht :
Chlorsilber.. ............. 0,675 = 0,275 Kochsalz
Schwefelsaures Natron .... 0,477 = 0,393
,,
Um ganz sichere Resultate zu erhalten, wurden 4,994
Steinkohlen ohnc Salz 6 Stunden erhitzt und wie oben
behandelt.
Man erhielt 0,005 Silberniederschlag und 0,011 schwefelsaures auflosliches Salz. Eben solche Mengen sind von
den drei vorstehend angegebenen Resultaten bereits abgezogen.
Alles zu Kochsalz reducirt, hat man von 100 Theilen verwendetem Kochsrrlz erhalten:
Zuruck- Verfliichgeblieben
ti@
1) Aus dem Chlorsilber ........... 42
58
,, , schwefelsauren Natron 59
41
2) Aus dem Chlorsilber.. . . . . . . . . . . 86
14
,, ,, schwefelsauren Natron 95
5
3) Aus dem Chlorsilber.. . . . . . . . . . 62
38
, , schwefelsauren Natron 89
11
Die Ungleichheit der Steinkohlenaschen und die Ungleichheit der Erhitzung musaen die Ursachen der Differenzen sein ; aber aus diesen Versuchen ersieht man zwei
Thatsachen :
1) Es werden Chlor und Natrium verfliichtigt, wenn
Kochsalz ungefahr bei der Temperatur der Gasretorten 5 -6 Stunden mit Steinkohlen erhitzt wird.
2) Es wird vie1 mehr Chlor alsNatrium unter diesen
Umstanden in Dampfform ubertragen.
Das Einzige, was also ip der Behauptung von Reichm a n n richtig, ist, dass auf diese Weise keine Soda
erhalten werden kann, welches, so weit mir bekannt ist,
234
E. Reichardt,
auch von Niemandem behauptet worden ist. (Scheikundige
Verhandelingen en Onderzoekingen. IV. T. 1. St.)
DT.Johannes Miiller.
Ueber die Bestimmnng und Seheidbg von Mangmoxydul, Hisenoxyd nnd Eisenoxydul ;
von
E. R e i c h a r d t ,
Professor in Jena *).
Die Trennung der genannten Korpcr gehort zwar
keineswegs zu den schwierigsten, imrner aber zu den
erschwerten Manipulationen in der analytischen Chemie
und erheischt vor allen Dingen die grosste Aufmerksamkeit und Exactitat besonders auch in der Beobachtung
der kleinsten Ncbenumstande. Die zahlreichen Methoden
der Scheidung gicbt sclir klar die Ste Auflage der Anleitung zur quantitativen Analyse von F r e s e n i u s und
findet sich endlioh auch cine ziemlich umfangreiche Literatur daruber, welche allerdings durch gegenwartigen
Artikcl noch vermehrt wird. Die Absicht in demselben
ist, die immer mehr Anwendung findende Scheidung mit
essigsaurem Natron zu durchsprechen und einige, wie
ich hoffe, zweckentsprcchende, die Genauigkeit und Ausfuhrbarkeit erleichternde Zusatze zu geben.
Im Jahrgange 1864 von F r e s e n i u s ’ Zeitschrift,
Heft 3, S. 329 wird vorzugsweise eine Empfehlung uud
Erorterung dieser Scheidung von Fez03 und A 1 2 0 3 von
C. F. A t k i n s o n mitgetheilt, wclche, wie ganz treffend
bemerkt wird, nichts Neues enthalt, da die Art dieser
Bestimmung langst bei uns in zahlreichen chemischen
Laboratorien eingefuhrt ist; um so mehr hielt ich es fur
geboten, nachstehende Notizen zu veroff entlichen.
Mangait.
Die Bestimrnungen des Mangans sind leicht ausfuhr*) Vom Hm. Vcrf. als Separatabdruck aua Freseniue Zeitechrift,
V. Jahrgang, erhalten.
D. Red.
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steinkohlen, zerlegung, hitze, der, durch, verfluchtigung, mit, kochsalz, des, desselben, erhitzung, und
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