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Vergleichende Affinitt zwischen Chlor Brom und Jod gegenUber dem Silber.

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UeBer chlorige Xtlure.
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man in die Auflosung einen Strom von schwefligsaurem
Gas, es bildete sich Schwefelsaure und Salzsaure, welche
man bestimmte. Die erhaltenen Quantitaten von Chlorsilber und schwefelsaurem Baryt entsprechen genau der
Formel C104. Als kraftiges Oxydationsmittel wird das
Chloroxyd, dessen Darstellung leicht und ganz gefahrlos
ist, wahrscheinlich ein schatzbares Agens in der organischen Chemie werden. (Quut. Journ. of the chem. SOC.Dingl. Jozwn. Bd. 152. Hft.4. S. 319.)
Bkb,
Ueber chlorige Saure.
Ueber die chlorige Saure macht J. Sch i e l folgende
Mittheilungen :
1) Die chlorige SBure, die interessanteste Sauerstoffverbindung des Chlors, lasst sich bei Beobachtung einiger
Vorsichtsmaassregeln ohne die mindeste Gefahr fast noch
bequemer als Chlor darstellen.
2) Kaltes Wasser absorbirt bis zum zehn- bis zwolffachen Volum chlorige Saure (6 Vol. nach Millo n ); die
tief rothgelbe Losung erhalt sich lange ohne Zersetzung
und ist als oxydirende, d. i. desinficirende und bleichende
Flussigkeit sehr werthvoll.
3) Mehrere chlorigsaure Salze sind wichtiger technischer Anwendungen fahig.
4) Das chlorigsaure Bleioxyd bildet mit Chlorblei
unter gewissen Umstanden die Verbindung Pb C1
2 (pm, ~ 1 0 3 ) .
5) Das chlorigsaure Blei oxydirt unter der Siedhitze
des Wassers, nicht bei 1180, wie Millon angiebt.
6) Mit Harnsaure und Harnstoff giebt die chlorige
(Annul. der G e m . u.
Saure merkwurdige Substanzen.
Phnrm. X X X U . p. 128.)
G.
+
Vergleichende Affinitit zwisehen Chlor, Brom und
Jod, gegeniiber dein Silber.
Als F i e 1d langsam eine verdunnte Auflijsung von
salpetersaurem Silberoxyd in eine Flussigkeit brachte,
worin sowohl Bromkalium als Chlorkalium vorhanden,
zeigte sich ihm die Wirkung der Reaction zuerst und
ausschliesslich auf das Brom und zwar so, dass er keine
Spur von Chlorsilber entstehen sah, so lange noch Bromkalium in Auflosung bleibt. Das Brom besitet also mehr Affi-
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Affinittit zun'schen Chlov, Brom und Jod.
n i a t zum Silber als das Chlor, iwelches durch folgende
Versuche festgestellt wird :
Wenn man 1 Aeq. Chlorsilber mit 1 Aeq. Bromkalium behandelt, SO entsteht eine vollstiindige Zersetzung;
das ganze Brom verbindet sich mit dem Silber und bildet damit eine unauflosliche Verbindung, wahrend das
Chlor an das Kalium tritt und in Auflosung kommt.
AgC1
K B r = AgBr
KC1.
Nimmt man statt ChIorsilber Jodsilber, so sieht man
ebenfalls, dass die Affinitiit des Jods vie1 starker ist, als
die des Chlors ; man findet beim Vergleich beider, dass das
Jod ein stiirkeres Vermogen hat, sich mit dem Silber zu
verbinden, als das Brom.
Es ist dabei bemerkenswerth, dass wenn Jodkalium,
Bromkalium, salpetersaures Silberoxyd und Chlorkalium
zusammenkommen, immer sich zuerst das Jod und dann
das Brom mit Silber verbinden, zuletzt das Chlor in Wirksamkeit tritt. Es leuchtet ein, dass man durch salpetersaures Silberoxyd diese drei Korper quantitativ bestimmen
kann. Denken wir uns eine Auflosung, worin 5 Gran
der drei Haloidsalze Chlor, Rrom und Jodkalium enthalten
sind. Salpetersaures Silberoxyd im Ueberschuss zugesetzt,
wird einen Niederschlag hervorbringen, dessen Gewicht
leicht zu berechnen ist. Nach der Theorie betragt dasselbe 27,21 Gran. F i e l d erhielt nur 27,19 Gran. Schuttelt man den Niederschlag mit sehr reinem Bromkalium,
so wird allein das Chlorsilber zerlegt und durch sein
Aeqnivalent Brom ersetzt. Das neue Gewicht des Niederschlages kann man leicht berechnen. F i e Id erhielt
30,95 Gran. Folglich muss der Unterschied zwischen
den Aequivalenten des Bromsilbers und Chlorsilbers =
44,5, zu dem Aequivalent des Chlorsilbers = 143,6 sein,
wie der TJnterschied zwischen den zwei Gewichten des
Niederschlages =3,76 zu der Menge x des Chlorsilbers,
welches in1 ersten Niederschlage bestand,
folglich: 44,5 : 143,6 : 3,76 : x
+
'
also x =
+
3,76 X 143,6
44.5
= 12,13 Gran.
Die Menge Chlorsilber, welche im ganzen Niederschlage
enthalten war, ist also 12,13 Gran. Die theoretische Berechnung giebt 12,25 Gran als Gewicht des Chlorsilbers,
erhalten durch 5 Gran Chlornatrium.
Schuttelt man nun auf dieselbe Weise den neuen
Niederschlag mit Jodkalium, SO kann man alles Brom
Entdeckung des Jods durclz &arknzehl.
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absondern und vollkommen in Jodsilber verwandeln. Durch
Berechnung erfiihrt inan die eerlegte Menge Bromsilber.
Endlich lernt man die Menge Jodsilber kennen, wenn
man von dem urspriinglichen Qewichte das erhaltene Chlor
und Brom abzieht.
Am besten ist folgende Methode: Man wagt zuerst
drei gleiche Quantititen des Salzes ab, welches ZLI zerlegen ist, bringt jedes in ein besonderes Glas, melches
gut verschlossen werden kann. In diese Glaser bringt
man salpetersaures Silberoxyd im Ueberschuss und schiittelt
stark um. Man erhalt drei Niederschlage, woriiber drei
helle Fliissigkeiten stehen, diese fikrirt man uiid wascht
mit Wasser ab. Der erste Niederschlag wird getrocknet
und direct gewogen. Der zweite wird getrocknet und
nach einem vorhergehenden Auszuge mit einem Ueberschuss von Bronikalium wieder getrocknet und gewogen.
Das Gewicht des dritten wird erst bestimmt, wenn man
deneelben niehrere Stunden niit Jodkaliuin geschuttelt hat.
Mit Hiilfe vorstehender Berechnung findet man die vergleichenden Mengen von Chlor, Brom und Jod.
Obwohl die so erhaltenen Resultate der Wahrheit
sehr nahe kommen, werden doch noch neue Versuche
nothig sein, ehe eine dergleichen Methoden in der quantitativen Analyse zugelassen wird.
Die grosste Schwierigkeit liegt darin, dass die Auflosungen, womit die Niederschlage behandelt werden, zu
concentrirt sind, indem sie selbst in der Kalte stets von
den Silberverbindungerr auflosen und deren Menge nicht
ausser Acht zu lassen ist. (Pharmac.Journ. et Journ. de
Dr. Joh. Midlev.
Pharm. et de China. Fe'ur. 1858.)
lleber die Entdeckung des Jods durch Stkkmehl.
Das Chlor, welches man benutzt, urn das Jod frei
und folglich fLihig zu machen, das Stiirkniehl zu blauen,
hat einige Vorziige vor den andern oxydirenden Korpern,
welche man zu demselben Zweck angewendet hat, weil
es die Schwefelmetalle und die schwefligsauren Salze,
deren Gegenwart das Frciwerden des Jods und das Blauen
der Fliissigkeit verhindern konnte, leichter zerstort und
in schwefelsaure Sslxe umwandelt. Aber ein Ueberschuss,
welcher schwer zu vermeiden ist, selbst bei Anwendung
von sehr verdunntem Chlorwasser, bewirlrt oft, dass die
auf den ersten Zusatz des Reagens entstandene Farbung
wieder verschwindet, indeni sich das Jod in Jodsaure oder
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