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Vergleichende Untersuchungen des Blutes der Pfortader und der Lebervenen.

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200
Blut der Pforlader und der Lebevuenen.
Merlswiirdige Ettdosmose.
B a r r e sw i 1 fuhrt ini Folgontlen einen interessantcn
Fall der Endosmose an. Giesst man in eine Uformi~gc:bogenc Glasrohre etwas Alkohol, hangt in den einen Sclit!nkel derselbcn einen Klumpen nasses Papier und in den
andern ein. Stuck gchrannten Kalk, so wird das Papier
trocken, letzterer aber hydratisch, in dcr Art, dass tlas
Wasser den Alkohol durchdrungen habcn muss. W i d
statt des Alkohols cine Blase zur Scheidewand genommen,
statt des Papiers eine Wassersaulc und statt des Kalks
reiner Alkohol, so verhaltcn sich diese drei Korpcr den
obigen analog, d. h. die Flussigltciten nchmen ihren Lauf
wie beim ersten Versuch. Die Blase zieht (wie oken der
Alkohol) Wasser an, letzteres entzieht ersterer dieses Wasser wieder, wie oben der Kalk es dem Alkohol that. Also
das Wasser durchschreitet die Blase, um sich niit dem
Alkohol zu vereinigen; cs findet Endosmose statt. Hier
wirkt die Differenz der Intensitat des hygrometrischen
Kraftvermijgens der verschiedenen Flussigkeiten. B a r r e s w i I hat diesc Erkliirung auf zahli-eictie Versuche, wie
auch auf naturliche Erscheinungen. tvorulwr er mchr zu
sagen gedenkt, anwenden kotinen. (Journ. de Pharm. el d e
tlu “!&rrzl.
Chim. Zh‘Of. p 1 2 6 )
. ..... Vergleichende Utttersuchungen des Elutes der Pfortader uiicl der Leherveneti.
L el1 m a 11 n , welclicr solchc anstcllte, hat ilaiaus folgcnde Thatsachen festgcstellt :
4 ) Das Pforladerblut dcr Pferde zeigt 5 und 10 Stunden nach Aufnnhnie von Nahrungsrnitteln in seinen physikalischcn Eigenschaften oben so wcnig, als in seiner
chemischen Constitution eine wesentliche Verschiedenheit
von gewohnlichern Venenblutc.
2) Die rothen Zellen tles Lcbcrvcnenblutes sind kleincr
und zuglcich weniger scheibenf6rmig, als die des Pfoiiaderblutes.
3) Auch PfoItadcrl)lut enthiilt, leich dern a n d e w
Vencn, farblose Kijrperchen. [)as Lc )ervencnblut crithiilt
weit inchr farblose Zellen, als clas irgend ciner andern
Vcnc (ausser dem der hlilz). Dicsc Zellen sind aber im
Lebervenenblutc unler einander selir verschiedcn, theils i n
ihrer Grosse, theils in ihrer Gestalt.
4) Der Faserstoff des Pfortaderblutcs dcr Pferde ist
identisch mit dem andern Venenblutes.
f:
lZiul der lfiwtnrler wid der Leberneneii.
2.0 I
5) Das Lebervenenblut enthllt eniwcdcr gar kein Fibrin oder zuweilen nur hochst geringc Mengen.
6) Die Hiillenrnernbrane der grossten Mchrzahl clcr
farbisen BlutkGrperchen der J,ebervenen sind durch Wasser nrcht unsichibar .xu machen.
7) lm Pfortaderblute Cndet sicli Busserst wenig Zuckcr,
im Lcbervenenhlule dagegen rnehr als in dern jeder andern Vene.
8) Die eigenthumlichen -Bestandtheile der Galle oder
ihre nachslen Zcrsetzungsproducte sind im Pfortaderblute
nicht nachzuweisen.
9) Das Lebervenenblut scheidet stets mehr Cruor und
weni er Serum ah, als aridcres Venenblut oder auch Artcricnh u l ; cs cnthllt. 5 Stunden nach dem E'uttcrn durchschnitllich cin Furiftel mehr Blutzellcn, als das entsprechende Blut dcr Pfortader.
10) Die Dichtigkcit des Serums beider Blutarten schwankt
nur wcmig wahrerd und nach dcr Verdauung; die festen
Bcstandtheile des Pfoi,taderblutserums differiren zwisclien
7.7 und 8,4 Procent, die des Serums der Lebervcne nur
zwischen 10,3 und 10,7 Procenl.
11) Das Serum des Lebervenenbloles enthllt mdir
Albumin, weriiger Sake und bedeulend nielir Extraclivstoffe, als das des entsprechenden Pfortaderblutes. Vergleicht man aber nun die Bcstandtheile des festen Ruclistaildes beider Blulsera rnit einander, so findct sich im
Scr u r n r u c k st a n d e d es Leb cr v e n e 11 b I u t es u n gel%h r e i n A r:h tel wenigcr Albumin, ein Vicrlel weniger Eett, 2 - 3 inal
mehr Extractivstoffe und fasl die Hhlfte wcnigcr Salze als
im Scrumruckstande des entsprechenden Pfortaderblutes.
42) Die Rlutzollcn des Pfortaderblutes sind reicher an
Wasser und hesondcrs a n Eisen, dagegen Prmci- an (;lohulin, Extractivstoffen und Salzen, als die des Letwvcnctiblutes
43) Pfortatlcrblut, so wie Lehervenenblut, sind zehn
Slunden nach Aufriahme von Nahruiigsmitteln armcr an
Blutzcllcn, als funf Stunden nach derselben. Dic erwlhnten I)iffcrenzen zwischen Pfortader- und Lebervcnenblut
sind 40 Stunden nach dem Fiittern durchgiingig ininder
bcdeutend, als f u r i f Stunden nach dersclbcn.
Die Schlussfolgerungen, tvelche L e h m a n n aus cliescri
Thatsachen zieht, sind:
I) Die Galle wird erst in clcr Leher aus Substanzcn
gebildel, welchr keine chemische Aehnlichkeit mit tlcn
Hauplsubstanxet~ der Galle ati sich t r a p n .
7
203
hi*errtiti - Z e r s e l z r i q des tlal'nsto//'s
2) I n ~Jcr L c b c r gclit cine gewisse Mengc I2ihriri 211
(;r.uridc. w i i d o t w walirschcihlich nicht zur Bildung farhloser I~lu~zell(w
vorwandet. sondern zur Gallcnbereiturig
und viellcicht ziit: %uckerbildung.
3) B c r n ;I 1.11's flypothese, dass in der Lcber Zucker
I)ewitct wird. Bndet aiicli in diesen Vcrsuchcn colle Bcstatigung.
4) In dcr Lcber wird ein grosser'lheil des derselbeo
zugcfiihrtcn Albumins metarnorphosirt uiid wahrscheinlicli
vorzugsweiec xur I<iltlung neuer Blutzellen verwentlrt.
5) I n tlw Lelier wcrtlen ncben der Gallc eirie llciigc
I':xtractivstof'fe gcbildct. welche cbcn sowohl in deri Zellen als der lnterccllularflussigkeit dcs Lcbervenenbluks
ilngehiiull gefuntlcn werden und von dort in die C;esammtblutmasse utwgehcn.
6) Die Scrumsnlze des Pforiaderblutcs werden z u m
Theil zur Gallenbildung verwcndct, zuni giisseren Tbeil
a ber trclen sic in dic Illutzellcn dcs Lebervcnenblutes
iiber.
7) Nicht die Blutkorpcrchen tles Pfortaderblutes. sondern dcssen lritercellularfliissi~keit liefert die Stoffe, aus
welcher Gallc gebildet wirtl.
8) I n den Lebcrcapillnren wird entweder die Zahl dcr
nlutkiirpctrchen verrnehrt (d. h. es wcrden neue gebildet),
odcr jedes einzelne muss eine erhcblichc Zunahme an
festen Substanzcn erleitien; die erstere Deutungsweise der
vorlicgenilcn Thatsachen ist die wahrscheinlichere.
0) Zchn Stunden nach dum Fiittern der Pfcrde muss
dic GalIenati.;ontleriin~ tlerselbcn reichlicher sein, als fiinf
Stunden nach tlemwl hen. ( A u s d. Berzchte d e r Gesellsch. tier
i T * i s s w ~ c h in Leipaig. Noz.. 1850 diirch dns Chern. pharn,.
Centrb1. No. 1 8 )
B.
IEreatin
als 1~est;indtheildcs Flcisches der Cetaceen.
D R v.
S P r i c e hat aus dem Fleischo von Ualaenoptera musculus Iireatin tlargeslellt (Quart. Journ. of the Ch.
Cheni.phartn. Criilrbt. l.%l ~V7o.15.)
B
-
Zersetzueg ties HartistoRs.
1)ass oiric wiisscrigc Liisung des HarnstolFs beim
Kocherr i n vcrschlossericn Gcfiissen nacli untl nnch in koltlcnsaurcs Ainmoriiak verwandelt wird, hat Iz u 11 s on nacllgcwicscn. Ganz clicsclt~c Zcrsctzung erleidei al)cr such
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