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Vergleichung zwischen den Vorschriften zu Extractum Absynthii der Pharmacopoea borussica ed. VII. und der Pharmacopoea Germaniae

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248 Vergleiehung zviisoheu cien Vorsehriltea
zii
Extracturn hbsynthii etc.
Vergleiclinng zwisehca ctcn Vorscliriften e a Extmcttrm Absynthii dcr Pharmacopoca borussica, ed. VII.
und der Pharmacopoea Gcrmaniae.
Von E. M y l i u s , Apothekcr in Soldin.
Wcnn CB auch , nachdcni Prof. L u d w i g die intercssanLen Vcrsuche K r o m a y e r ' s iiber den Bitterstoff des Wermuth
vcroffentlicht liattc, anxunehmen war, dass die in der l'harmac.
borimic. gegebcne Vorschrift zur Bcreitung des Extractuni
Absynthii riicht sachgeniiss warc, weil erstens ein in Wasscr
schr wenig loslicher Korpcr durch dicses Estraetionsrnittcl
dein Krante entzogeri wercien sol1 , zweitens eine Eiitfernung
Clcs wahrend des Ahdampfens gebildetcn Absatzes und end1ich dic Klarliislichkcit dcs fertigen Priparates in '\Vasscr
vcrlangt wird: so rniiclite es dennoch, zumal wir eincr neuen
l'harniacop6c entgegenschcn, nicht uninteressant scin , dic
Ilichtigkcit der obigen Annahine dnrch den Vcrsuch bestltig t
e u finden. 3 s wurden zur Vcrglcicliung der in der preussischen Pharniacopoc und dcr in dcr Pharmacopoea Germaniac
gegebenen Vorschriften folgende Versuche angestellt :
I.
E x t r a c t u r n A b s y n t h i i l'harin.
borussic.
Ilcrba Absynthii gicbt nach vcrschiedcnen Schriftstollcrji
schr verscliicdcne Jlengen Extr:ict , wie dies bci einem 1%parate auf dcssen Wohlgclingen ausser vielcn andern Zufalligkciten auch die Beschaffenlieit dcs Materials einwirkt , cin
Unibtand, welcher nicht iriinier von der Willltur des Arbeiters
abhingt, natiirlich ist. H a g c r gicbt die Ausbeute zu 22,5O/,,
D u l k zu fast 33,3O/,,, N o l i r zu 15-20°/, an. Ich selbst.
liabe meist 15 -- lSo/o erlidten. Behufs der anzustellenden
Vergleichung wurden 4000,O Hcrba AFsyntliii nach Vorschrift
Jcr Pharmacopoe bchandclt uiid dadurch 750,O Extract .=
18,70/,, erhalten. Ton dieseni Extract wurdcn 107,2 bei 70"
getrocknet, sodass 86,O hintcrblieben, welche zerrieben wurden uiid deren WITassergehalt inaii hestinimtc : 1,3135 wurden
iiii Luftbade bei 1 1 O O U . gcli~ocknct,bis das Gewicht constant
1,28 blieb. Es entsprcchcn derunach 750,O Extract spissani,
Vorgleichung zwisohcii deli Vorsohriften xu Extractuni Absyrithii eke. 249
oder G01,U siccum, bci 70° getrocknet, 586,2 bei 110' getrockneten Extractes. Es sind dies 14,6% vom angewendelen
Wormuth. Yon den1 bei 700 getrockneten Extracte wurden
10,o mit erncuten Nengen Woingeist solange ausgezogen, bis
die Tincturen nicht mehr bitter schmeckten. Die vereinigten
Ausziige wurden mit Bleiessig gefdllt , der Niederschlag abfiItrirt und solange mit verdiinntem Weingeist gewaschen , bis
dic Waschfliissigkeit nur noch wenig bitter schmeckte, aus
dem Yiltrate das Blei init Schwcfelwasserstoff entfernt , das
Schwcfelblei gut ausgewaschen , das FiItrat verdanstet, aus
der Abdarnpfschale der Ruckstand mit Hiilfe von wenig Weingeist in eine Plasche gespult, Wasser zugegeben und solangc
init Aetlier ausgeschuttelt , als dieser noch etwas aufiiahm.
Dic gesaniin ten atherischen Flussigkeiten wurden in cineni
tarirten Becherglase verdunstet , der Ruckstand des Absynthiin's, anf'angs bei 70°, cndlich bei l l O o getrocknet, bis das
Gewicht constant 0,246 betrug. I n der Gesammtmenge von
750,O Extract. spiss. waren demnach enthalten 14,799 Absynthiin = 1,97O/, vom Extract = 0,369O/, von dem angewendetcn Kraut.
Aus den gewonnenen 750,O Extract hatten sich 72,O
(lut'ttrocken gewogcn) unlosliche Substanzen ausgesdiieden.
Beliufs Bcstinimung des Trockengehaltes wurden 1,415 5 bei
l l O o getrocknet. Es blieben 1,803. Demnach hatte der Absate ein Gewicht von 66,2 = 1,65O/, des Herba Absynthii.
Von dem gepulverten hfttroclcnen Bbsatz wurden 10,O
in derselben Weise bchandelt , wie rorher das Extract , um
das darin enthaltene Absynthiin zu gewinnen. Es wurdcn 0,431 gewonnen, woraus sich fur die Gesanirntnienge
dcs Absatzes 3,535 = 0,O8So/,, vom Wermuth berechnen lashen. Zahlt nlan das vorher gewonnene Absynthiin hinzu, so
erhiilt man als Sunime 18,334 aus dem Wermuth dnrch
Wasscr ausgezogcnen Bitterstoff, d. 11. 0,458 o/o.
11. E x 1r a c t 11m A b s y n t h i i P h a r m a c. G o r m a n .
400,O Ilerba Absynthii liefertcn, nach der Vorschrift dcr
Pharni. Gcrnian. bchandelt, 79,5 = 10,s O/,, Extract von griin-
250 Vergleichung Lwibcheit den Vorschiit'teii zu Extreatum Absynthii etc.
brauner Farbe, wahrend das Kraut vollkoiiimen geschniacklos
wurde. Bei eincni Troclienversuchc orgcben 0,794 Extract
0,6435 bei l l O o getrockneten Buckstand. 79,5 entsprechen
clemnach 64,4 trocknem Extract = 16,01O/, vorn angewendeten
Wermuth.
Von dern eingediclrlcn Extract wurden 10,O mit Weingeist erschopft und aus der griinen Tinctur in der oben angegebenen Weise 0,431 5 Absynthiin gowonnen , woraus sich
f'tir die Gesammtmenge dos Extractes 3,43 = 0,857°/0 vom
angewendeten Wermuth ergaben.
Stellt man nun die so gewonnenen Resultate zusammen,
so geben
100 Theile Herba Absynthii.
Nach Pharm. borussic.
Rach Yharmac. Gemianiae.
14,6 trocknes Extract
cnthaltend 0,369 Absynthiin,
1,65 Absatz
enthaltend 0,088 Bbsynthiin.
16,525 Extr. etc. 0,457
,,
16,Ol trocknesExtrnct
0,s 59 Absyn thiin.
Nach den so erlialteueii Xesultaten durfte cs nicht zweifelhaft sein , welcher von beiden Vorschriften der Vorrang
eingeriiumt werden muss. Die Ursache, wesshalb der Unterschied in der Ausbeute an Absynthiin nach den beiden Vorschriften ein so grosser ist, liegt nicht allein in der mangelhaften Erschopfung des Naterials durch Wasser , sondern die
Verschiedenheit ist Zuni grossen Theil auch dadurch bedingt,
dass der grosste Theil dcs weingeistigen Auszuges wcit
schneller iind bci niederer Temperatur concentrirt werden
ltann, als der wbsrige Auszug. Das Absynthiin aber ist so
vefanderlich, dass durch liingeres Eindampfen der Auszuge
bei hoherer Temperatur die Ausbeute an Bitterstoff, also
auch die Gute des Extractes bedeutend verringert wird. Man
kann sich hiervon leicht uberzeugen, wenn man eine reine
Absynthiinlosung in der Wiirme eindampft : das zuruckbleibende Wermuthbitter ist nicht mehr vollstandig in Aether
Bemerkung zu der vorhergeheudeu Dlittheilung.
251
loslich und die wcingeistige Losung wird dnrch Bleiessig
gef5ll t.
Um die Zeit des Eindampfens abzukurzen, ist iibrigens
das einfachste Mittel, jeden der beiden Ausziige besonders
zu concentriren und nach der Concentration zu mischen.
I n dieser Weise verfahren auch in der That viele Defectare
zum Vortheile des Praparates, obgleich der Text der Pharmacopoe den Sinn hat, dass der Brste gehaltreiche Auszug
durch den zweiten , doch nur als Waschfliissigkeit anzusehenden vor den1 Eindampfen verdunnt werden soll. -
Bemerkung zu der vorhergehenden JIittheilnng.
lndeni ich mich ganz damit einverstanden erklare, dasfi
die Bereitung des genannten Extractes in der eben erorterten
Weise geandert , resp. verbessert werde , mochte ich besonders noch darauf aufmerksam machen, wie nothwendig fur
E x t r a c t u m D i g i t a l i s eine Behandlung auch dcs ausgepressten Krautes mit Weingeist zur Gewinnung eines wirksamen Estractes sei und verweise in dieser Beziehung auf
ineine Mittheilungen iiber die Bestandtheile von Digitalis purpurea in diesem Archive.
H. Ludwig.
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