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Verhalten der aus dem Eiweiss durch Fulniss entstehenden aromatischen Suren im Thierkrper.

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Verhalten der aromatischen Sauren im Thierkarper.
der Verdauung des Tyrosins entstehen , ist von Baumann verneint
worden, dieser fand , dass die Hydroparacmsaure den Organismus
unveriindert verlasst. Damelbe Verhalten haben Baumam und Herter
fiir die drei isomeren Oxybenzoesauren und einige andere aromatische
Sauren nachgewiesen. Neuerdings hat C. S c h o t t e n das Verhalten
der Hydroparacumarsaure und ihrer beiden Homologen, der Paroxyphenylessigsaure und der Paroxybenzoesaure im menschlichen Organismus eingehend studirt und hat. namentlich auch festgestellt, in
welchen Mengen die genannten Sauren den Organismus unvemdert,
bezugl. oxydirt oder gepaart wieder veerlassen. Es hat sich dabei
herausgestellt, dass dieselben im Organismus so wenig veriindert
werden, dass sie unmoglich als Durchgangsproducte der normalen
Zersetzung des Tyrosins angesehen werden konnen und dass die
geringen Mengen Sauren, welche sich im normalen Ham und nach
Tyrosingenuss finden, ihre Entstehung aus dem Tyrosin einem
Faulnissprocess verdanken mussen. Weiter erhellt aus den Versuchen, dass gerade die Amidgruppe, welche allein das Tyrosin von
der Hydroparacumarsaure unterscheidet , bestimmend fiir das Schicksal
des Tyrosins im Thierkorper ist. Alle vom Tyrosin derivirenden
Oxysauren zeigen nicht nur alle im Organismus eine weit grossere
Bestandigkeit, als das Tyrosin selbst, sondern es ergeben sich auch
bestimmte Unterschiede in dem Verhalten der OxysZiuren unter sich.
Am bestiindigsten ist die Oxyphenylessigsaure.
Ein in gewisser Bexiehung analoges Verhalten zeigen die nicht
hydroxylirten aromatischen Sauren im Organismus, die Phenylpropionsaure und die Phenylessigsaure. Erstere wird vollsthdig zu
Benzoesaure, resp. Hippursaure oxydirt , letztere wird nicht oxydirt,
sondern bildet mit Glykokoll die Phenacetursaure. fze&chrt$t fur
Physiol. Chwnie. Bd. 711 pay. 23.)
C. Sch.
Verhalten der aus dem Eiweiss dnrch FgEnlniss entstehenden aromatischen Sglnren im Tbierkkper. - Bis jetzt
sind vier aromatische Sauren als Producte der Faulniss von Eiweiss
bekamt : zwei der BenzoEsaure homologe, die Phenylessigstiure und
Phenylpropionsaure und zwei der p - OxybenzoEsiiure homologe , die
p -0xyphenylsZiu-e und die p- Oxyphenylpropion&ure, die sich the&
regelmzissig im Darmkanal bilden, theils bilden konnen. E. und
H. Salkowski stellten dieserhalb Versuche an, in welcher Weise
dieselben sich nach der Resorption im Korper verMten.
1) P h e n y l e s s i g s a u r e geht im Thierkorper eine Verbindung
mit Glykokoll ein von der Formel C'OH"NOS und wird als solche
im Harn ausgeschieden. Verfasser nennen diese Verbindung Phenaceturs5iure. Behufs h e r Darstellung wird der Harn eingedampft,
mit Alkohol ausgezogen, der Auszug verdunstet , mit Schwefelsilure
stark angesauert und wiederholt mit alkoholhaltigemAether geschfittdt
und der atherische Auszug abdestillirt. Der Rucbtand wird mit
Anregende Eigenschaft des Hafers.
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Kalkmilch e r w h t , der iiberschussige Kalk mit Kohlensaure entfernt,
das Filtrat mit Kohle entfsirbt und zur Krystallisation gebracht. Bus
dem Calciumsalz wird die Saure durch Salzsaure abgewhieden.
Die Sziure krystallisirt in dicht auf einander liegenden BEttern,
oder in dicken , anscheinend rechtwinkeligen Prismen mit 2 fliichiger
Zuspitzung. Sie ist in Wasser schwer lijslich, in heissem Wasser
leichter als in kaltem, aber auch in kaltem vie1 leichter als die
Hippursaure.
2) Phenylpropionsiiure wird im Thierkijrper in Harnsaure
umgewandelt und als solche im Ham ausgeschicden. Dagegen findet
sich keine Spur von Hydrozimmtsaiirc, ebensowenig eine etwaige
Glykokollverbindung der Hydrozimmtsaure. Zieht man in Betracht,
dass die Nandelsaure zu Benzossaure oxydirt wird, cbenso das Acetophenon im Kijrper nicht Benzoylcarbonsaure bildet , sondern Benzoesaure, so lasst sich folgender Satz aufstellen: Die der Benzoesaure
homologen Sauren werden zu Benzoesaure oxydirt, wenn die SeitenBette mehr als zwei C-Atome enthdt, oder ihre Stabilitzit durch
Ersetzung eines H-Atom durch OH, oder zweier Atome H durch 0,
wie in der Benzoylcarhonsaure, geschwacht ist.
3) p - O x y p h e n y l e s s i g s a u r e wurde zuerst von dem Verfasser
als Spaltungsproduct der Hornsubstanz und aus Eiweiss durch Fadniss erhalten. Dieselbe geht im Thierkijrper manchmal in Oxyphenacetursaure uber , w i d aber auch manchmal als p - Oxyphenylessigsaure wieder ausgeschieden.
4) Oxyphenylpropionsaure. Die zu den Versuchen benutzte
Saure m d e aus der p - Amidophenylpropionsaure dargestellt. Dieselbe wird zwar im K8rper oxydirt, doch nicht in der vomVerfasser
erwarteten Weise. Eine Steigerung des Eiweisszerfalles im Kijrper wird
dwch die Oxyphenylpropionsaure nicht, oder nur in geringer Menge
bewirkt. fzeitsck. f. Physiol. G!&emie. Bd. VIL pag. 16.)
C. &h.
Ueber die anregendo Eigenschaft des Hafers bringt
A. S a n s o n eine Reihe von Resultaten zahlreicher in der Ecole de
Grignon unternommener Versuche. Die Hfille der Frucht des Hafers
enthat einen in Alkohwl lijslichen Stoff, der die Bewegungszellen
des Nervensystems anregt. Er ist stickstoffhaltig und scheint der
Gruppe der AlkaJolde anzugehijren; er ist unkrystallisirbar, feinkijmig,
in der &sse braun und theilt Alkohol in verdunnter Lijskg eine
Amberfarbe mit. Seine Zusammensetzung scheint C”H2 ‘NO l 8 zu
sein. Verf. schlagt vor, ihn Avenin zu nennen. Alle Varietiiten des
cultivirten Hafers scheinen f*g, den so durch seine physiologischen
Eigenschaften gekennzeichneten Kijrper zu liefern, sie besitzen jedoch
diese Fiihigkeit in sehr verschiedenem Grade. Der Kijrper selbst
ist bei d e n VarietZiten derselbe, die Menge wechselt jedoch nicht
allein der Varietzit der Pflanze nach, sondern auch nach dem Orte
ihres Anbaues. Die weisse Varietiit des Hafers e n W t weniger von
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