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Vernderung der Galle bei Gegenwart von Zucker.

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Herzog, Veranderung der Galle b. Gegenw. v. Zucker. 149
chromsaure Bleioxyd sammelt man auf einem Filtrum,
wascht aus, trocknet und schmilzt dasselbe. Das reine
und geschmolzene chromsaure Bleioxyd ist im Handel
sehr theuer, und darum lohnt es sich der Muhe, auf die
Wiedergewinnung desselben Bedacht zu nehmen.
---
Wersinderuag der Calle bei Gegenwart
Zucker ;
yon
von
Dr. C. H e r z o g ,
in Braunschweig.
Bei Gelegenheit des arzllichen Vereins im September
hieselbst wurde von einem Arzte ein Resume aus der Dissertatio inauguralis rnedica de genesi adiplb in anirnalibus,
von Meckel ab Hernsbach Halis 1845 gegeben, woraus hervorging, dass der Verfasser durch Versuohe mit
Traubeiizucker und frischer Galle gefunden hatte, dass
die vor langerer Zeit empfohlene Behandlung des Diabetes mellitus mittelst frischer Galle in so fern gerechtfertigt erscbeine, als durch die Einwirkung von Galle auf
Traubenzucker sich Fett bilde.
M e ck e 1 stellte zunachst 4 verschiedene Versuche an.
Er behandelte I) ganz frische Galle sofort rnit Aether,
2) Galle von derselben Blase, die 24 Stunden ohne Zusatz in einer Brutmaschine gestanden hatte, ebenfalls
niit Aether, 3) auf gleiche Weise eine Quantitiit, welche
mit Traubenzucker .5 Stunden lang derselben Temperatur
cxponirt gewesen war, und 4) eine mit Traubenzucker
vermischte Portion, welche 24 Stunden bei Blutwarme
digerirt hatte. Der atherische Auszug wurde bei allen
verdunstet, und der Ruckstand als Fett in Rechnung gebracht.
Es ergnb sich von 110 Crm. beim Versuch i . .. .0,48 Grm.
3,
,,
,, 2 . . . .0,54 ,,
3)
99
,, 3 . . . .0,8'i ,,
>, 19
,, 3 . . .1,84 ,,
.
150
Hem0 y,
Dau Fett der ersten und zweiten Portion war weicher,
als das der beiden letzteren, welches fast die Consistenz
des Wachses hatte. - Um nun zu sehen, wie viel Cholesterin und anderes Fett in jeder Portion enthalten war,
wurde der Ruckstand mit Liquor lcali caust. kochend behandelt, worin sich hekanntlich Cholesterin nicht lost.
In Nr. I und 2 war weniger als 0,001 Grm. Cholesterin
war
0,006 ,,
9,
¶I
3
33
0,105 79
99
39
4
Bei der Wichtigkeit des Gegenstandes wurde unter
Anderen auch ich zu der Wiederholung der obigen Versuche aufgefordert. Urn mich nun zuvor zu iiberzeugen,
ob nicht schon der Zucker als solcher gleichsam durch
Verdrangung eine leichtere Trennung des Fettes von der
Galle mittelst Aethers veranlasse, da es an und fur sich
einige Schwierigkeiten verursacht, das Fett vollstandig zu
scheiden, so behandelte ich einen Theil frischer Gale
sofort mit Aether und einen anderen, nachdem ich i h n
mit etwas Rohrzucker versekt hatte. Es ergab sich jedoch,
dass der rnit Zucker vermischte Theil einc geringere Ausbeute gab; mithin derselbe hindernd bei der Abscheidung
des Fettes auftrat.
Sun wurde frische Galle fur sich 24 Stunden einer
Temperatur ron 32 - 34O R. aussesetzt ; desgleichen eine
ondere Portion, die rnit Traubenzucker verinischt war.
Das Anselin und der Geruch der unversetzten Galle
war nach Verlauf dieser Zeit nur wenig verandert, aber
mit Aether behandelt, wurde derselbe etwas gefarbt und
hinterliess nach dem Verdunsten noch einmal so viel
Ruckstand, als die rnit Aether sofort geschiittelte frische
Galle.
Die mit Traubenzucker 24 Stunden digerirte Galle
hatte ein helleres Ansehen bekommen, war dunnflussiger
geworden, zeigte einen weinigen Geruch und entwickelte
bei leiser Bewegung einige Blaschen von Kohlensaure.
Wurde dieselbe rnit Aether geschuttelt, so farbte sich
derselbe rothlichgriin, und hinterliess nach dem Verdunsten einen grunlichen, harzigen Ruckstand, der bei eini-
Veranderung der Galle bei Gegenwarfvon Zucker. I54
sen Versuchen nur das Doppelte, bei anderen das Vier- oder
Fiinffache des bei der frischen Galle erhaltenen Riickstandes betrug.
Dieser grune Ruckstand war so klebrig, wie ein weiches
Harz, mit Weingeist macerirt, loste es sich bis auf eine
geringe Menge eines weisslichen Korpers auf; die weingeistige Fliissigkeit reagirte stark sauer, wurde durch
Wasser ganz milchig, setzte nach langerem Stehen diese
harzartige Saure an den Wanden des Gefasses wieder ab.
In Kalilauge war dieselbe auch loslich und wurde durch
Sauren daraus wieder gefallt. Der beim Behandeln mit
Weingeist zuriickgebliebene weisse Korper loste sich in
Aether und krystallisirte in sehr feinen Blattchen und
Nadeln, welche sich wie Cholesterin verhielten, aber
nie mehr betrugen, als die aus der unversetzten Galle
erhaltenen.
Die Versuche mit Galle fur sich, als auch mit Galle
und Traubenzucker,wurden oftmals wiederholt, und gaben
bis auf die Quantitats-Verhaltnisse irnmer dieselben Resultate. Je dickfliissiger die frische, noch warm aus der
Blase genommene Galle war, um so grosser war die Menge
des nach 2Cstundiger Digestion erhaltenen mittelst Aethers
ausgezogenen und verdampften Ruckstandes. Desgleichen
erhielt man mehr Riickstand, wenn die Digestion sowohl
der reinen, a h auch der mit Zucker versetzten Galle Iangere Zeit fortgesetzt wurde.
hus diesen Versuchen ergiebt sich also, dass bei der
Einwirkung dcs Zuckers auf Galle bei Blutwarme zwar
eine raschere Zersetzung der letzteren statt findet, aber
auch die Galle fur sich eine gleiche Zersetzung erleidet. Die raschere Zerlegung durch Zucker erklare ich mir
nun auf die Weise, dass der in Gahrung begriffene Zucker
durch Contactwirkung die schnellere Zersetzung der Gale
hervorruft. Dass das Product kein Fett ist, durfte aus
den angefiihrten Eigenschaften hervorgehen, und nahert
sich der Korper sehr der von B e r z eli u s beschriebenen,
noch mit etwas Farbestoff verunreini3ten Fellinsaure.
162
DAMdnil,
Nachschri f t. Vorstehende Versuche, welche ich im
vorigen Jahre im September und October anstellte, und
im Auszuge dem Hrn. Dr. B l e y Ende Octobers mittheilte,
beabsichtigte ich noch zu vervollskindigen, namentlich
durch Anstellung einer Elementar - Analyse, welche ich
aber mit den bisher erhaltenen Quantitaten ein und
derselben Substanz leider nicht wiederholt ausfiihren
konnte.
Icli muss mich daher begniigen, vorlaufig diese Notizen mitzutheilen, und zwar urn so mehr, als sie zur Bestatigung der vom Dr. S c h i e l in dem gestern erhaltenen
April -Hefte der Annalen der Chemie niedergelegten Beobachtungen dienen konnen.
---
Das Nordseewasser urn Fohr im Herzogthum
Schleswig;
vorn
Hofrath Dr. D u M 6 n i l .
Sowohl die Fortschritte in der analytischen Chemie,
als auch die Erforschung, ob das Seewasser einer gewissen
Gegend sich hinsichtlich seiner Bestandheile verandert habe,
oder iiberhaupt verandern lionne, machen die Analyse
desselben in verschiedenen Jahren so nothwendig als
interessant. Diese Wahrheit vermochte mich, die Untersuchung des Nordseewassers um Fohr zu erneuern.
Der Kiirze wegen beruhre ich hier nur, was dieses
Wasser besooders angeht, nicht was man im Allgemeinen
vom Seewasser weiss.
Es ist vollkommen klar und farblos. Das Eigengewicht desselben betragt bei 440 R. :1,0221.
Bis zum Krystallisationspunct abgeraucht, giebt es
eine Salzmasse, in der man haufigc hohle Cuben von Natriumchlorid und Prismen von schwefelsaurer Talkerde
unterscheidet. In Wasser lost sich jene nicht klar wieder auf, sondern setzt Flocken von Talkerde ab, die mehr
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