close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Versilberung des Glases auf kaltem Wege.

код для вставкиСкачать
170
Versil3emng des Glases auf kaltem Wege.
1) eine Losung von 10 Grm.salpetersauren Silberoxyd
in 100 Grm. destillirten Wasser;
2) eine Losung von reinem Ammoniak, 130 Cart. stark;
3) eine Losung von 20 a r m . reinem Aetznatron in
500 Grm. Wasser;
4) eine Losung von 25 Grm. gewohnlichen weissen
Zucker in 200 Grm. Wasser, fugt dieser 1 C.C. Salpetersaure von 360 zu, llsst wahrend 20 Minuten kochen, urn
die Intervertirung des Zuckers zu bewirken und erganzt
durch Zusatz von W&ser und von 50 C.C. Alkohol von
360 auf 500 C.C.
Nun giesst man in einer FIasche 12 C.C. der Silberlosung rnit 8 C.C. der Ammoniaklosung und 20 C.C. der
Natronlosung zusammen und erganzt durch Wasserzusatz
(60C.C.) auf 100 C.C.
Sind die Verhaltnisse gut eingehalten, so bleibt die
Mischung klar und ein 'Tropfen Silberlosung muss einen
bleibenden Niederschlag darin hervorbringen ; man llsst
sie in allen Fallen 24 Stunden stehen, sie ist dann zum
Gebrauche fertig.
Die zu versilbernde Oberfliiche des Glases reinigt man
gut mit einem Baumwollenballen, der mit ein Paar Tropfen Salpetersaure befeuchtet ist, spult mit Wasser ab,
liisst abtropfen und legt dann das Glas auf einer Unterlnge auf die Oberflache des beschriebenen Silberbades,
dem noch 'Iloder Zuckerlosung (4) zugesetzt worden ist. Unter dem Einflusse des zerstreuten Lichts
wird die Flussigkeit, in welche die Oberflache des zu
versilbernden Gegenstandes taucht, erst gelb, dann braun,
nach Verlauf von 2 - 5 Minuten uberzieht die Versilberung die ganze Oberflache des Glases und nach 10- 15
Minuten hat sie di,e gewiinschte Dicke. Man wascht dann
mit Wasser ab, liisst abtropfen und in freier Luft trocknen.
Die trockne Oberflache hat alsdann eine Politur, die
mit einem leichten weisslichen Hauch bedeckt ist, den
man durch Ginen mit Polirroth bestaubten Ballen aus
weichem Leder leicht hinwegnehmen kann. (Jozirn.fiir
B.
prakt. Chem. Bd. 91. Heft 7.)
Versilberuiig des Glrses auf kaltem Wege.
Das Verfahren von P e t i t.i e a n zur Herstellung von
Silberspiegeln besteht in der Reducirung einer ammoniakalischen Losung von Silberoxyd durch Anwendung von
Weinsaure oder weinsaurem Alkali bei einer Temperatur
Versilberung des Glases auf kaltem Wege.
171
von 900 C.
Durch den Umstand, dass angeschimmelte
LSsungen von Weinsaure diese Reduction bisweilen besser hervorbringen, fand sich F. B e t h e veranlasst, Untersuchungen uber die bei dieser Reaction entstehend'en
Verbindungen anzustellen, deren Resultate zunachst die
Entdeckung einer neuen organischen Saure war, iiber
welche sich I3 e t h e weitere Mittheilungen vorbehalt.
Die bei dem zu beschreibenden Verfahren der Glasversilberung zu verwendenden Flussigkeiten werden auf
t'olgende Weise dargestellt.
1. D i e S i 1b e r 1o s u n g. Salpetersaures Silberoxyd
wird in Wasser gelost und nach und nach so lange mit
Ammonialrwasser versetzt, bis der entstandene braune
Niederschlag fast vollstandig wieder verschwunden ist,
darnuf die Flussigkeit filtrirt und so weit mit Wasser
verdunnt, dass aus 1,OO Grm. Silbersalz 100 C.C. Losung
entstehen.
2. D i e R e d u c t i o n s f l i i s s i g k e i t . Eine masserige
Losung von snlpetersaurem Silberoxyd wird mit Seignettesalzlosung gefAllt, der Niederschlag auf ein grosses Filter gebracht und nach dem Abtropfen auf dem Filter
selbst mit siedendem Wasser ubergosson, in welchem er
sich unter Schwiirzung zum grossten Theiie lost. Auf 10,O
Grm. Silbersalz sind 8,290 Grin. Seignettesalz erforderlich
und es bedarf der entstandene Niederschlag circa 5 Liter
Wasser zur Zersetzung und Losung. Aus der erkalteten
Losung scheidet sich leicht das Silbersalz einer neuen organischen Saure, welche ihres hohen Sauerstoffgehaltes
wegen von B e t h e Oxyweinsaure genannt worden ist, in
Krystallen aus, die sich in erwarmtem Wasser vollsthdig
und ohne Zersetzung losen.
3. 1) i e Z u s a t z fl u s s i g k e.i t. Dieselbe erhglt man
durch Aixflosen yon 1,OO Grm. des Seignettesalzes zu
50 C.C. Losung.
Werden gleiche Raumtheile der Flussigkeiten 1 und 2
gemischt, so beginnt alsbald die langsame Ausscheidung
reducirten Silbers, welches sich' spiegelnd an Glasflachen
ansetzt und eine mit tiefblauer Farbe durchsichtige, festhaftende Schicht bildet. Setzt man nun auf 100 C.C.
der gennnnten Mischung 1 - 2 C.C. der unter 3 beschriebenen Seignettesalzlosung hinzu, so scheidet sich ein dichteres und weisseres Silber aus.
Die Herstellung einer inneren Versilberung von Glasgefassen geschieht ohne Weiteres durch Eingiessen der
beschriebenen Mischung, in 3
4 Stunden ist die Schicht
-
172
Glasverdberung.
hinreichend dick und lasst sich nach dem Reinigen mit
Wasser und vollstandigen Trocknen durch Firniss dauerhaft schutzen. Spiegelglasplatten erfordern eine sorgfdtige Reinigung mit Salpetersaure, mit priicipitirter kohlensaurer Kalkerde oder 'Magnesia und weineeistiger Losung von Benzol. Die so vorbereitete Platte wird dann mit
einer verdunnten Seignettesalzlosupg (1,OO Grm. auf 200
bis 300 C.C. Wasser) benetzt, horizontal gelegt und r i t
der beziiglichen Mischung 1-2 Millim. hoch ubergossen.
Zur Erzeugung eines schonen Spiegels ist es zmeckmassig, die Fliissigkeit nach 1 oder 2 Stunden abzugiessen,
die Platte abzuspiilen und aufs Neue Fliissigkeit darauf
zu bringen, d a nur auf diese Weise die kleinen Oeffnungen, welche durch die unvermeidlichen Staubtheilchen
entstehen, vollstiindig beseitigt werden konnen. Nach
den1 Abspiilen und Trocknen vertragt die Schicht ein
Firnissen iind ist dann vollstiindig dauerhaft.
Uas beschriebene Verfahren ist von B e t h e durch
beinahe fiinf Jahre erprobt worden und besitzt nach demselben den Vorzug vor allen bisher publicirten Methoden.
Auf 1 Quadratmeter Flache. bedarf man fur 2 Millim.
Dicke der benetzenden Schicht nur 2 Liter Flussigkeit,
also 10,OO Grm. salpetersaures Silberoxyd i n ammoniakalischer Losung urid 2,OO Grm. zur Herstellung der Reductionsflussigkeit.
Die sbgegossene Fliissigkeit enthalt 50 - 60 Proc. der
angewendeten Silbermenge, uxid lasst sich zwar nicht wieder zur Erzeugung der ersten, spiegelnden Silberschicht
verwenden, doch aber nach Zusatz einiger Tropfen einer
Losung von salpetersaurem Silberoxyd und neuer Reductionsflussigkeit zur Verstiirkung dieser Schicht. (Journ.
fiir p a c t . Cxemie. Bd. 92: 3 u. 4 . )
B.
,
Ikber Clasversilberuiig.
C. F i n c k h in Tubingen hat sammtliche Methoden
der Glasversilberung be1 Herstellung einiger Silberspiegel
zu optischen Zwecken gepruft ixnd giebt in Folgendem
das von L i e b i g gebrauchliche Verfahren d a m an.
Die von L i e b i g vorgeschlagene Silberlosung ist folgende: 1 Th. salpetersaures Silberoxyd lost man in 20
Theilen destillirten Wasser, versetzt mit reiner Ammoniakflussigkeit, bis der entstandene Niederschlag sich
eben wieder gelost hat, fiigt 45 50 Th. einer caustischen
Natronlauge von 1,03 spec. Gew. zu und lost den sich
-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
174 Кб
Теги
versilberung, glaser, wege, auf, des, kalte
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа