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Versuche mit glycerinborsaurem Natrium und Calcium.

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314 Coloradokiifer. - Versuche mit glycerinborsaw. Natrium u. Calcium.
Den Coloradoklfer (Doryphora decemlineata) benutzte John
D. Forbes zu etlichen Versuchen.
1) M i t l e b e n d i g e n Eiifern.
Die Thiere wurden in einem
Mlirser zerstampft und mit verschiedenen Llisungsmitteln behandelt.
Alkohol gab ein dunkles liliges Extract mit dem charakteristischen
Geruch des Eafers, das mit einer gleichen Menge Harzcerat gemischt
auf der Haiit keinen Reiz bewirkte. Das in Alkohol wieder gelijste
Extract, mit Schwefelkohlenstoff gemischt, trennte sich in drei
Schichten, deren unterste dunkelbraun und in Wasser llislich war.
Weder diese, noch die beiden hellgelben Schichten irritirten die
Haut.
Essigather gab eine Tinctur, die mit Schwefelkohlenstoff behandelt sich ebenfalls in drei Schichten trennte, deren keine Cantharidin aufwies.
Benzin ds Menstruum und das Product mit Schwefelkohlenstoff gemischt, ergab ein dunkles Oel und Extmctivstoff, aber keine
Spur von Cantharidin.
Die Kafer wurden mit Kaliliisung erschlipft, die Fliissigkeit mit
S h e neutralisirt, eingedampft, der Ruckstand mit Waser behandelt,
das Ungelijste mit Blkohol aufgenommen. Nach dem Verdunsten
hinterblieb eine dunkle, kijrnige Masse, die mit dem gleichen Gewicht Harzcerat gemischt, nach 3 Stunden leichten Reiz und Rijthe
der Haut bewirkte.
2) M i t g e t r o c k n e t e n Kafern. Die Thiere wurden durch
Aether getijdtet, getrocknet, gepulvert und mit Chloroform erschlipft.
Bei Behandeln des Products mit Schwefelkohlenstoff wurde eine
oben schwimmende dunkle lilige Schicht und eine schwerere , hellbraune Flbsigkeit erha.lten, von welchen die Erstere, auf die Haut
zweier Personen gebracht , eine brennende , prickelnde Empflndung
bewirkte, worauf sich nach zwlilf Stunden unter der gereizten
FlZiche Blasen bildeten. Die zur Trockne verdampfte restirende
Fliissigkeit bewirkte mit Harzcerat gemischt nur geringe Irritation.
Es folgt daraus, dass der Kartoffelkiifer eine blasenziehende
Substanz enthdt, es ist aber noch nicht ermittelt, ob dieselbe mit
Canthaxidin identisch ist. /American JwrmZ of Pirarmacy. Vol.ZIV.
4. Sw. VoZ. XI1 pag. 550.1
R.
Versuehe mit glyeeFinborsaurem Natrium und Calcium
fnhrten L e Bon zu folgenden Schliissen iiber die fliichtigen F'roducte
der Fziulnss:
1) Die desinficirende Kraft eines Antisepticums steht im umgekehrten Verhiihisse zum Alter der fadenden Substanz Eine 6 Tage
dte Lijsung von zerkleinertem Fleisch wird vie1 weniger des antiseptischen Idittel~erfordern, als wenn sie z. B. 2 Monate aufbewahfi
wurde, zu welcher Beit sie d i ~zehnfache Nenge verlasgt.
Versuche mit glycerinborsaurem Natrium u. Calcium.
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2) Wollen wir die antiseptische Kraft eines Mittels dadurch
abschatzen, indem wir es zur Normdbsung zerkleinerten Fleisches
(1 : 10) zusetzen, so zeigen sich als die wirksamsten Mittel: iibermangansaures Kali, Kalkhypochlorit , mit Essigsaure angesiuerter
Eisenvitriol, Carbol&ure und Kali- und Natron-Glyceroborat. Um z. B.
10 Cubikcentimeter obiger Fleischlijsung zu desinficiren , sind erforderlich : 500 Cubikcentimeter gesattigter SalicylsBurelbsung, 80 gesattigtar Carbolsaurel6sung, 80 einer loprocentigen Lbsung von NatronOlyceroborat und nur wenige Tropfen einer lprocentigen Lbsung
von iibermangansaurem Kali.
3) Zwischen der desinilcirenden Wirkung eines Antisepticums
und seiner Wirkung auf Microben besteht kein Parallelismus, so
ist z. B. iibermangansaures Kali ein machtiges Desinfectionsmittel,
hat jedoch auf diese Organismen keine Wirkung. Andrerseita hindert Alkohol lange Zeit ihre Entwickelung, ist aber ein nur sehr
schwaches Desinfectionsmittel.
4) Zwischen der Kraft eines Antisepticums, Faulniss zu verhiiten,
und seiner Kraft, eingetretene FLulniss zu hemmen, besteht ebenfalls kein Parallelismus. Alkohol und Carbolsaure sind zwar Mtige Schutzmittel gegen Faulniss, haben aber der einmal eingetretenen Fiulniss gegeniiber nur schwache Wirkung. Deshalb wirkt
die in der Chirurgie angewandte Carbolsaure mehr als PrSlservativ
denn als Antisepticum.
5 ) Mit Ausnahme einer sehr geringen Zahl von Substanzen, wie
Quecksilbersublimat und andere starke Gifte, hat der pbssere Theil
der jetzt benutzten Antiseptica, besonders die Carbolslure, eine nur
sehr schwache Wirkung a d Bacterien. Werden 20 Cubikcentimeter
der obigen Normalfleischlbsung mit 50 oder selbst 100 Cubikcentimeter gesiittigter Carbolslurelbsung gemischt, so verlieren die grijssern
Bacterien ihre Beweglichkeit, wahrend die kleineren ihre Lebensund Reproductionskraft beibehalten. L e Bon hat 4 Monate alte
carbolisirte Lbsungen, die an Bacterien reich sind. Statt ein Vernichter der Bacterien zu sein, scheint die CarboLsiiure das beste Conservirungsmittel ihres Lebens zu bilden.
6) Die bisherigen Versuche mit den Leichenalkalorden (Ptoma'inen) haben die Frage nicht gelbst, ob die wZihrend der Faulniss
entwickelten riechenden fliichtigen Alkaloi'de giftig sind oder nicht,
da ja diese bei den Versuchen in die Versuchsthiere eingefiihrten
FLulnissproducte Bacterien enthalten, welchen die giftigen Wirkungen zugeschrieben werden kbnnen oder auch nicht. Nach mancherlei Experimenten brachte L e Bon eine Anzahl Frbsche in ein GeEss, dessen Boden mit einer Schicht Normalfleischlbsung bedeckt
war. Bei Beginn der Faulniss, ah sich grosse Mengen Schwefelwasserstoff und andere Btide Producte entwickelten und die Fliissigkeit von Bacterien wimmelte, schienen die Frbsche dabei nicht
im Gteringsten zu leiden; hlitte man jedoch den kleinsten Theil
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Vorsuge dor Oleate.
dieser Flussigkeit einem Elephanten injicirt , so wiirde das Riesenthier unfehlbar vergiftet worden sein. Diese 2 Monate lang aufbewahrte Fliissigkeit war bei subcutaner Injection fiir die Fr6sche
unschiidlich, tidtete sie jedoch in wenigen Minuten, wenn sie gezwungen wurden , ihre Ausdiinstung einzuathmen. ES besteht folglich auch kein Parallelismus zwischen den giftigen Eigenschaften
einer faulenden Flussigkeit und ihrer Ausdiinstung. Es scheint im
Gegentheil ein umgekehrtes Verhdtniss stattzufinden, d. h. je frischer
die Flussigkeit ist, desto giftiger ist diese, je Uter sie ist, desto giftiger sind ihre Exhalationen.
7) Die kleine Menge dieser giftigen fliichtigen Alkalo'ide, welche
eingeathmet das thierische Leben endet , stellt dieselben in ihrer
Giftigkeit neben Nicotin, Blausaure und andere starke Gifte.
8) L e Bon's Versuche zeigen, wie UnfUe beim Exhumiren
lange begrabener Leichen entstehen konnten. Die Luft alter Kirchh6fe ist zwar fast frei von Microben, aber trotzdem ausserst @g.
Die durch Microben entstehenden fliichtigen Faulnissproducte scheinen also eine wichtige Rolle in contagiijsen und Infectionskrankheiten zu spielen. fCmptes rendus. - Arnsrican Jouml of P h a c y .
Pol. L N . 4. Ser. Pol. XII. pay. 581-583.)
R.
Die Vorztige der Oleate vor gew6hnlichen Salben bei Behandlung von Hautkrankheiten sind nach S h o e m a k e r ihr tiefes
Eindringen. Die Oelsaure begiinstigt die FSihigkeit, schnell in den
animalischen Organismus einzutreten, und macht jedes mit ihr vereinigte Salz &&tiger und wirksamer. Oleate sind fiei von Fhzigkeit , reinlieher in der Anwendung, 6konomischer und antiseptisch
wirksam. Zinkoleat ist von grossem Werthe gegen Hyperidrosis,
Osmedrosis und Eczema vesiculosum, Kupferoleat gegen Tinea ; Thonerdeoleat hindert muco - purulente Abscheidungen, Eisenoleat besitzt
eine mild adstringirende Wirkung, Arsenoleat ist sehr wirksam gegen Lupus und die geschwiirige Form von Epithelioma und wird
besser vertragen als andere Arsenikpriiparate. Um Wirgung zu
erhalten , muss die leidende Flgche vorerst durch Abrasiren gereinigt
werden. Silberoleat ist eine gute 6rtliche Application gegen Erysipelas und bewirkt uber alte chronische Geschwiire gestreut einen
gesunderen Status; es ist nutzlich gegen Carbunkel und Schwiiren
imd verhindert in den ersten Stadien angewandt oftmals die Ehtstehung von Pusteln. /Chicago Illectioal Review. - h e r i o a n Jowmal
of Phrmacy. Val. LIP. 4. SW. Pol. XTI. pag. 584.j
R.
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