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Von Der Leib des Menschen dessen Bau und Leben. Vortrge fUr Gebildete von Prof. Med. C. Reclam liegen nun das Werk zu Ende bringend die Lieferungen 14 bis 20 vor

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Riicherschau.
C.
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Biicherschau.
En c y cl o p a d ie d e r Na t u r w i s fien s c h a f t e n , herausgegeben
von Prof, Dr. G. J a g e r u. s. w. Erste Abtheilung, In.Theil:
H a n d w o r t e r b u c h d e r Z o 01 o gi e und A n t h r o p 01o g i e ,
herausg. von Prof. Dr. G. J a g e r . Breslau, Ed. Trewendt, 1879.
2. Lieferung.
Vorliegendes neue Heft, welches zugleich die 6. der bis jetzt erschienenen
Lieferungen der ,,Encyclopadie der Naturwissenschaften" bildet, bringt als Fortsetrung des Buchstaben A die Artikel , , A n s i b a r i i - A t u r e n s e e " (Seite 145
bis 288). In der grossen Fiille des hier Gebotenen finden wir eine Reihe der interessantmten Abhandlungen, von denen nicht wenigc aus der Feder des verdienstvollen Herausgebers stammen, wie z. B. die uber ,,Ansteckung", ,,.Anthogenesis", ,,Anthropogenesis", ,,Athmung" u. s. w. - Artikel, Wie die uber ,,Antarktische F a h a " und ,,Atlantische Fauna ", von Prof. von Martens, wird wohl
Niemand ohne das lebhafteste Interesse lesen, ganz besonders aber die das Thierleben fn hochsten Norden schildernde Abhandlung uber ,,Arktische Fauna'' desselben Verfassers. - duch der Ethnograph findet in diesem Hefte mannichfachc
Belehrung!
A. Gekeeb.
-
Von ,,Der L e i b d e s M e n s c h e n , d e s s e n B a u u n d L e b e n .
V o r t r a g e f u r G e b i l d e t e v o n P r o f . Med. C. R e c l a m "
liegen nun, das Werk zu Ende bringend, die Lieferungen 14 bis
20 vor.
Der Verf. fiihrt hier sunachst den Vorgang der Verdauung weiter und zeigt,
wie der Mageninhalt nach l/* bin a/, stunden der ersten Verdauungsthiitigkeit
neutral geworden und wie der d d c h seine Belastung abwiirts hiingende Magen
den allmhhlichen Uebertritt der breiig flusaigen Antheile in den Zwolffingerdarm
erleichtert. Hier mischt eich dann die G a b und der Pankreassaft bei, die noch
Eiweiss und Btiirke in Losung uberrufiihren vermogen, wahrend der im weitern
Verlauf des Diinndarms, aus kleinen rohrenfiirmigen Drnschen hinzutretende Darm#aft; nur noch Starkemehl in Zucker umwandelt.
Die bereits im Magen begonnene Aufsaugung der geltisten Antheile, eowie
des durch die Qalle emulairten Fettes, geht namentlicb im Diinndarm vor sich,
wobei als Vermittler die mit elastisohen Fasern rersehenen, beweglichen und
eusammenziehbaren Darmzotten anftreten.
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Biicherschau.
Zwischen diesen eingestreut tinden sich, eben SO wic die Darmzotten von
einem Lymphgefassnetz umgeben, hir6ekorngrosse , eirunde Follikel , die wohl
ebenfalls der Ueberfiibrang in das Lymphgefasssystem dienen und besonders zahlreich im Hlindsack und wurmfiirmigen Fortsatz sich wieder finden.
Der bei seiner Ankunft ini Uickdarm bereits consistenter gewordene Spcisebrei unterliegt hier einer kraftigen Pressung und giebt SO nochnials etwas geloste Theile ab, fur deren Anfsaugiing nach Reclam der Blinddarm bestimmt
sein diirfte.
Wenn dic Wichtigkeit dcr Verdauung als Grundlage der Unterhaltung und
Neubildung des Korpers an sich keinem Zweifel unterliegt, SO springt dieselbe
doch noch besser in die Augen, wenn wir leaen, dass der menschliche Korper
taglich etwa den vierteu Theil seines Gewichts an Verdauungssaften prodncirt
und diesem Vorgange dienstbar niacht.
Hiervon betragt beim ermachsenen Menschen der Speicbel circa 1,5 Kg.,
der Magensaft 6,5 Eg., die Absonderung der Bauchspeicheldriise 0,3 Kg. und
die Galle 1,5 Kg.
Ebenso besteht etwa der achte Theil des Darmkothes aus Absonderuogen
iles eigenen Korpers (Schleim, Epithelialzellen, Gallenharze u. s. w.) und der
Harn entnimmt dem Eorper taglich etwa 20 bis 25 g. Harnstoff und sndere organirche Verbindungen.
Als das hauptsachlichste Moment fur die Bewegung der Fliissigkeiten im
menschlichen Korper betont Reclam das friiher bereits von ibm erlauterte Gesetz des Ausgleichs zwischen Salzlosungen verschiedener Dichte, die durch eine
durchlassige Haut getrennt sind, wobei der starkere Strom immer nach der dichtern Losung hingeht.
Die Bewegung des Blutes in den Gefassen komnit diesem Vorgang sehr zu
statten, da sie immer frisches Blut der Einwirkung aussetzt.
Der Verf. zeigt , dass Traubenzucker (Rohrzucker wird vor seiner Aufnahme erst in solchen umgewandelt) in grosseren Mengen anfangs SO lebhaft
nufgenommen wird , dass vorubergehend sogar durch die Nieren dergleichen
zur Abscheiduug gelangt, d a m aber die Aufsaugung mehr und mehr erlahmt,
so dsss, trotz seiner Loslichkeit sogar im Stuhle solcber wfeder entfernt
wird.
Rei den Mineralstoffen ssgt er, dass die Mehrzahl der SalZloSUnged (8. 6.
von Natron, Ealk, Magnesia, Hali) lebbaft von den eiweisshaltigen Fliissigkeiten augezogen und anfgenommen wurden; aber andere Salze (wie Kochsalz,
Glaubersalz, Bittersalz) , welche s e l b r vie1 einzusaugen vermogen - d. h. ein
hohes endosmotisches Aeqnivalent haben, - das Verhaltniss umkehren , SO dass
bei ihrer Anwesenheit mehr Wasser aus dem Blute in den Darm tritt, als salzlosung aus dem Darme in das Blut gelangen kann.
Der Verf. will hiermit wohl andeuteu, dass nicht allein starke, sondern auch
verhaltnissmassig schwache Losungen dieser Salze die der Art charakterisirte,
abfiihrende Wirkung hervorbringen.
Gleichwohl hangt dies doch sehr von den Umstanden ab; dem wenn such
dersrtige Losungen, frei von anregenden Gasarten und bei einer den innern Orgsnen nahezu gleichen Temperatur, vom Eorper verweigert werden, SO ist, unter
den gleichen Umstiinden, dies ja auch schon fiir reines Wasser der Fall.
Hingegen werden schwache Losungen dieser Salze wenn dieaelbeu durch
Gasgehalt (Kohlenaaure) und kuhle Temperatur anregen, vom Korper sehr leicht
aufgenommen.
Eine der Art bewirkte Ueberfuhrung dieser Salze ins Blut bildet eiu Hilfsmittel der sogenannten ,,tonischen Kurmethode " , die neben der abfuhrenden
oftera da in Gebrauch ist, wo schwache, salinische Mineralwasser eu Tage
kommen.
Ebenso w i d e k e gleich starke Eochsdzlasung ganz verschieden sich verhalten, je nachdem dieselbe in den leeren Magen gelangt oder mit einer reichliohen Mahlzeit genommen wird.
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Biicherschau.
Jedenfalls bilden die oben angefuhrten Salze keine Ausnahme fur die Giltigkeit des allgemeinen Priiicipes der Osmose im menschlicben Organismus,
sagt doch Reclam selbst an einer audern Stelle, dass der Korper Kochsalr
gewissermaassen aufzustapeln vermoge, denn bei reichlicher Kinfuhr desselben
stiinde seine Abscheidung durch den Urin ebensoweuig im Verhailtniss, wie seinc
Abnahme daselbst wahrend drr Enthaltung von Kochsalz.
Sehr eingehend wird vom Verf. auch das Kapitel iiber die Auswahl der
Speisen und Getranke , so wie deren Verwerthung behandelt; er unterscheidet
zwischen Nahrmitteln, Ernahrungsbeforderern (Stotfe, die an sich unverdaulich,
jedoch als Zwischenlage von Nutzen sind, so wie Gewiirze, die anregend wirken)
und Sparmitteln, wozu er berauschende und anregende Gctranke, Schlaf, Wohnung und Kleidung rechnet.
Die neuere Ansicht, wonach auch die stickstoffhaltigen Nahrstoffe der
warmebildung und dem Pettansatze dienen, fuhrt er mit ihren Grunden a n ;
ebenso die Berechnung von Ranke, der die taglich eingenommene Nahrung auf
Calorien verrechnend (Eine Calorie oder Warmeeinheit iat bekanntlich der
Warmeeffect, der gerade hinreicht, um 1 Kg. Wasser um einen Grad Cels. zu
erwarmen), lindet, daas der erwachsene Mensch taglich 2,300,000 Calorien umsetzt, also eine Leistung, die geniigend ware urn 23000 Kg. Wasser von 0 Grad
auf 100 Grad Cels. zu erwarmen.
Die folgenden Kapitel handeln von der Muskelkraft und den Bewegungen
des Korpers. - Wenn hier der Stoff an sich das Gedichtniss mebr belastet,
80 weiss ihm der Verf. durch Einstreuung vou Details und Verdeutlichung
durch zahlreiche gnto Abbildungen ebenfalls Interesse abzugewinnen , ohne dabei
von den gesetzten Schranken einer wissenschaftlich geuauen Darstellung abzuweichen.
Weitere Kapitel besprechen das Blut nnd die seinem Kreislauf dienenden
Organe, sowie den Mechanismus des Athmens.
Vergleichende Betrachtnngen dieser Functionen bei den niederen Thierklassen sind wie bei manchem friiheren Kapitel auch hier angeknupft.
Eodlich folgt noch ein Kapitel uber das Leben des Blutes, in welchem
namentlich auch die wichtige , rermittelnde Function der Lymphgefasse und
Lymphdrusen bcleuchtet wird, so wie ein Schlusswort, welches nochmals die
Vorgange beim Stoffwechsel betrachtet, soweit dieselben durch chemische oder
mikroskopische Untersuchungen klar gelegt sind.
Der reiche Inhalt des nun fertig vorliegenden Werkchens, obenso wie die
durchweg Hare nnd anregende Schreihweiae des renommirten Verfassers, in ihrer
Verstandlichkeit noch unterstiitzt durch 325 Holzschnitte und 16 Tafeln in Farbendruck, die aueh jedem wissenschaftlichen Fachwerke zur Zierde gereichen
wurden, erlauben, ohne besondere Vorkenntnisse , jedem Gebildeten sich griindfiche Kenntnisse uber diese gegenwiirtig BO allgemein als wissenswerth erkannte Materie zu verschden und lasnea den Preis von M. 15 (gebunden) ds
sehr m b s i g erscheinen.
Jena.
Dr. Emil Pfeifer.
December 1879.
D a e neue Buch d e r W e l t .
1879. 12. 1880. 1. 2. 3.
Das Schlnssheft dea Jahrei 1879 enthalt theils Fortsetzungen und Schluss
friiberer Abhandlungen, theils einige neue Erzahlungen von Interesse. In naturwissenschaftlicher Beriehung giebt der Inhalt: Inneres der Kraterkessel,
Hyanenhunde , Ausflug nach der Sierra Aconquira Taubenstudien, Muscbelnahrung der Fenerliinder; an Erzahlungen sind vorhanden: Maria Theresia vor dem
ungarischen Reichstags , auB Schorndorf s Ruhmestagen, deutscher Handwerkebrauch. Die ersten Hefte des neuen Jahres enthalten wiederum in gleicher
,
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