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Vorkommen Ursprung und Gewinnung des Natronsalpeters in der Provinz Tarapaca Peru von Thiercelin.

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11. Chemische Technologie.
Nat,iirlichea Gas.
Ein amerikanisches Blatt schreibt: Die S b d t Erie in
Penneylvanien stcht an der Grenze der Petroleuni -Region.
In dieser Gegend bildet sich unter der Erdoberflache natiirliches Gas in grossen Quantitaten, das zu Beleuchtungszweclien
benutzt wird. Am Abend dee 26. October war Erie durch
natiirliches Gas, welches man am cinem Brunnen erhielt,
beleuchtet. Bis jetzt sollen vierzchn derartige Gasbrunnen
angelegt worden sein. Das Gas wird in einer durchschnittr
lichen Tiefe von 550 Fuss gefunden und giebt per Brunnen
circa 20,000 Kubikfiiss taglich. (Ntrce E'reie Presse , November 2870.).
R.
Vorliomlnen , Ursprung und Geainnnng des Xatronsalpetere in der Provinz Tarapaca (Peru); yon Thiercelin.
(Nach den Ann. de Chim. et de Phys. T.XIII. bearbeitet v. J. K o n i g . )
Von den sieben Zonen, welchen man, wenn man P e r u
beim 20 Grad siidl. Breite vom Meere zu den Cordillercn
gcgen Osten durchroist, begegnet , kommen hier die dritte,
d i e P a m p a v o n T a m a r u g a l und die funfte, S e r r a n i a
a l t a oder der inneren Kette (IIoch-Peru oder Bolivia) in
Betracht. Die Pampa, dicse baumlose in der Mitte etwas eingesunkene Ebene, hat einen nur sparlichen Pflanzenwuchs und
die einzige Cultur , welche dort unter grossen Schwierigkeiten auf dem K o c h s a l z , B o r a x und N a t r o n s a l p e t e r
fuhrenden Boden ststtfindet, ist die einer Varietiit der L u z e r n e , welche zum Theil zur Nahrung der Lastthiere genugt,
Vorkommen, Ursprung und Gewinnung dea Natronsalpeters ete.
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die zum Transport dieser Salze und der metallischen Mineralien benutzt werden.
Im Suden der Pampa befinden sich B o r a x l a g e r , deren
Stucke im Mittel 100 - 200 Grm. schwer sind; Natronsalpeter findet sich zwar an der Grenze von Pampa und Serrania,
aber zu weit vom Meere entfernt, als dass seine Gewinnung
so gute Rechnung gabe, als in Serrania. Am Westabhange
der Cordilleren trifft man das Kochsalz nur in geringen, in
Hoch - Peru dagegen , wo hiiufige Regen dasselbe in grossen
Seen zusammenapulten, in grosseren Mengen an.
Die S a 1p e t e r g r u b e n bestehen aus verschiedenen
Schichten. Die Oberfiiiche des Bodens ist aus S i l i k a t e n ,
S a n d s t e i n und K a l k s t i i c k c h e n znsammengesetzt. I n
einer Tiefe von 20-40 Ctm. erscheinen in der Regel regelmiissige Prismen, in welchen eine Menge sehr kleiner mikroskopischer Krystalle glanzen , die hierauf folgendc felsenharte,
50 - 60 Ctm. starke Schicht besteht vorwiegend aus K o c h s a l z , wenig C h l o r k a l i u m und N a t r o n s a l p e t e r , gemengt mit Erde und Stucken von E i s e n - S i l i k a t und
C a r b o n at. Unter dieser Kruste befindet sich reiner, mehr
oder weniger gut krystallisirter N a t r o n s a 1p e t e r in Stiickcn
von 50 Ctm. bis 1 Meter Hohe auf 1- 2 Meter im Durchmesser.
G u a n o kommt dort selten oder in geringer Menge vor;
er befindet sich immer u n t e r der Salzkruste, ist nicht wie
der von den Chinchas - Inseln pulverig, Rondern zusammenhangend und braun, enthiilt Knochenreste von Vogeln und
Insekten und riecht ammoniakaliech.
Was die Entstehung des Galpeters anlangt, EO wird dieselbe durch die zu seiner Bildung nothwendigen Agentien
C h l o r n a t r i u m und K a l k s t u c k e crkllrlich. Nach T h i e r c e l i n sol1 der G u a n o den Stickstoff liefern, KO n i g ist aber,
da der Guano u n t c r der Salzkriiste liegt, geneigt den Stickstoff von sonstigen , stickstoffhaltigen , organischen Substanzen
abzuleiten , aus deren Zersetzung Am m o n i a k gebildet, welches dann unter der Einwirkung von Luft und anorgmischen
Basen zu Salpetersaure wird.
Ausser den drei genannten ilgentien findet man aber
auch alle Bcdingungen erfullt, welche die Salpeterbildung in
der dortigcn Gegend begilnstigen , wie R e i n h e it u n d
T r o c k c n h e i t d e r A t m o s p h a r e , die A b w e s e n h e i t
d e 8 ft e g e n s , welcher den gebildeten Salpeter wegspiilen
wiirde und das rcgelmissige Auftreten des N a c h t n e b c 1 s.
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Vorkommen, Ursprung nnd Gewinnung des Natronsalpeters etc.
Indem letzterer das Kochsalz verschont, lost er den Salpeter,
bewirkt seine Filtration durch die Kruste irnd seine Krystallisation unter derselben.
Der Natronsalpeter ist in der Provinz Tarapaca schon
seit sehr langer Zeit bekannt, kam aber erst in den Jahren
1820- 1830 nach Europa. Die erste Ladung wurde in England ins Meer geworfen, Feil der Salpeter einen zu hohen
Eingangszoll zahlen sollte. Spatere Ladungen wurden vortheilhaft. verkauft. Anfang5 geschah die Ausfuhrung siidlich
nach Chili, wonach der Katronsalpeter fdschlicher Weise Chilisalpeter genannt wird. Gegenwirtig bildet die Salpeterfabrikation den gronsten Industriezweig der obengenannten
Yrovinz.
Das Auftmchen des Salpeters geschieht auf folgende Weise :
An gewissen wellcnformigen Erhebungen dea Bodens, den
haufigen Kalkstiicken und zerfallnem Sandstein erkennt der
Arbeiter die Gegenwart des Salpeters. Dort durchsticht derselbe die Kruste, macht ein Loch yon 30 - 40 Ctm. im Durchmesser, hebt dae Obere mit Sorgfalt ab und grabt so tief,
dass das Mineral deutlich zum Vorschein kommt. Zur Forderung des Salpeters wird, wcnn man auf die unterste Schicht
gekommen ist, die untere IIohlung auf etwa 1 Meter Durchmesser erweitert, Kohle und Schwefel in die Hoblung gebracht
und das Gemisch entzundet. Durch die Explosion wird der
Boden in der Umgebung von 1 -2 hleter durchbrochen und
aufgewiihlt, und hierauf beginnt die eigentliche Forderung des
Salzes.
Das Rohproduct ist von verschiedener Consistenz , Farbe
und Qualitiit, wonach sich seine Benennungen richten. Der
sogen. g e s ch w e f e 1t e , welcher diesen Namen seiner F w b e
verdankt, ist der reinste; der p o r o s e , e r d i g e und g e r o n n e n e (congele) sind Sorten verschiedener Giite. Enthalt das
Rohproduct unter 50% , so wird die Grube als untauglich
zur Fabrikation verlassen; ein Gehalt von 70 -SOO/O iet ein
ausnahlneweiser Reichthum.
Das auf Lastthieren oder Wagen in die Fabriken g e s c h d t e
Rohmaterial wird dort nach zwei verschiedenen Methoden
gereinigt. Nach der einen wird das Rohmaterial in Sticke
aerschlagen , in eiserne, halb mit Wasser gefullte Keesel gebracht, der Kessel angefeuert, eine Stunde digerirt, das UngeIoste aua dern Kessel entfernt und die erhaltene Lauge durch
wiederholte Zufuhrung von Rohrnaterial bis zur Sattigung
angereichert. Man liisst dann die geklarte Lauge in die
Kalk- und LuRm6rtel.
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Xrystallisationsgef~seabfliessen, sammelt das auskrystallisirte
Salz und lasst in den Sacken abtrocknen, in welchen dasselbe
verladen wird. Die Mutterlauge wird zum Auflosen des
Rohmaterials wieder benutzt.
Nach der zweiten Methode wird Dampfheizung angewendet , das Rohmaterial in durchlocherten Eisenkorben in
das siedende Wasser eingehangt, unter Dampfdruck ausgelaugt und die Beschickung der Korbe so oft wiederholt, bis
die Lauge gesattigt ist. Dieser Salpeter enthalt weniger, als
1O/, Kochsals , wahrend der nach ersterer Methode gewonnene 2% und dariiber NaC1 enthiilt. (Annalen lzer Landwirth&aft X X l X . 2 und 3.).
Hbg.
Kalk- und Lnftm6rtel.
Die chemischen Processe, welche beim Erharten des
Yortels vor sich gehen, bestehen bekanntlich in der Aufnahme
von Wasser und Kohlensaure, wodurch die basischen Bestandtheile (Kalk etc.) in kohlensaure Salze und die kieselsauren Verbindungen in wasserhaltige Balze iibergehen. Einer
eingehenden Untersuchung , welche W. W o 1 t e r s iiber diesen Gegenstand angestellt hat, entnehmen wir, nach der Zeitschrift fur Chemie (1870, 15. Heft), die folgenden Satze:
,,Der der Luft ausgesetzte Mortel giebt zuerst nur Wasser
ab, die 'Kalktheilchen haften an eiaander, der Mortel hat angezogen. Erst dann beginnt die Aufnahme der Kohlensaure
lebhafter und eindringlicher zu werden , zugleich nimmt die
Fmtigkeit zu. Das letzte Stadium des Austrocknens ist ZUgleich das der eigentlichen Kohlensauerung und der stainken
Harte. Bei dieser steinigen Erhartung verkittet die Kohlensaure die in unmittelbarer Beruhrnng befindlichen Theilchen
des Kal ks zu einer zusammenhangenden .Masse von kohlensaurem Kalk. Die Aufnahme der Kohlensiiure ohm gleichzeitige Entziehung von Wasser macht den Luftmortel niemals hart. Frisch angemachter Mortel in feuchter Kohlensaure blieb .weich, in trockener Kohlensaure erhartete er schnell.
Wesentlich bei der Erhartung ist aiich die allmahlige Anfnahme
der Kohlensaure. I n einer Kohlepsaure- Atmosphare ist die Sattigung erst in drei Tagen, in der Luft bei kleinen Quantitaten in
funf Tagen erreicht. Grossere Massen von Mortel brauchen,
namentlich wenn sie nur bedingten Luftzntritt haben, Monate,
ja Jahre zur Erhartung. I m letzteren Falle tritt auch eine
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